Green Glow

GeschichteSci-Fi / P16 Slash
19.12.2017
19.12.2017
1
1424
5
Alle
7 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
 
 
Cover: https://www.stiftgemacht.de/zeichnen-schreiben/fanfiktions
Pairing: Kylux
Geplant sind 3-4 Kapitel
ACHTUNG! Hierbei handelt es sich um eine Schwulengeschichte. Ich habe keinerlei Rechte an Charakteren, Orten und Namen. Ich verdiene mit der Geschichte nichts und so weiter.

Doch ich wollte die aktuellen Ereignisse einfach mit einarbeiten und verarbeiten. So dass ich eine SPOILER-Warnung aussprechen muss. Ich gehe nicht groß auf das ganze ein, doch könnten sich einige davon über-informiert fühlen XD. Also, sieh erst ALLE Filme, dann lies die FF.
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Kapitel 1
Jede noch so kleine Bewegung bereitete ihm Schmerzen, durchflutete den geschundenen Körper und raubte ihm das letzte bisschen Kraft. Von seinem Stolz war auch so gut wie nichts mehr geblieben. Die letzten Stunden waren der reinste Albtraum, hatten alles was er mühsam erbaut hatte hinfort gerissen. Schwer atmete er durch, strich sich das kurze Haar zurück. Erst die Blamage von Snoke vor allen gedemütigt zu werden, dann die unsägliche Schmach von diesem wütenden Kleinkind wie ein räudiger Köter herumgetreten worden zu sein. Dabei war es alleine die Schuld dieses unreifen, zornigen Bengels gewesen, dass die letzten Rebellen entkommen konnten! Wut keimte in ihm auf, das verlangen den neuen, ungeliebten Anführer der Ersten Ordnung mit bloßen Händen zu erwürgen.
Unwillkürlich zuckte Hux zusammen als sich sein Kommunikator meldete. ER! Konnte dieser Mistkerl etwa über diese Entfernung seine Gedanken lesen? Hux schluckte, nahm das Gespräch an. Kylo-Ren wollte ihn sehen, jetzt auf der Stelle. Mit einem mehr als ungutem Gefühl in der Magengegend raffte Hux die letzten Reserven zusammen, das würde nicht gut enden, da war er sich in diesem Moment mehr als sicher.

Vor den Gemächern die einst Snoke gehörten atmete Hux noch einmal tief durch. Wie sollte er diese Begegnung unversehrt überstehen? Sie gerieten doch andauernd aneinander, das war schon fast ein ungeschriebenes Gesetz. Hux ließ sich von dem Jüngeren nur ungern etwas sagen, doch was, wenn er es heute einfach dabei belassen würde? Sollte Ren doch seine fünf Minuten Triumph haben, er selbst musste erst seine Wunden lecken und alles überdenken. Ruhe bewahren, den anderen nicht zu sehr reizen. Mit diesem Entschluss betrat er den spärlich beleuchteten Raum dessen Türen sich direkt wieder schlossen, als er eingetreten war.

Kylo-Ren stand mit dem Rücken zu ihm, vor einem Fenster, starte hinaus in die Dunkelheit. In gebührenden Abstand blieb Hux stehen, wartete geduldig ab ohne sich Bemerkbar zu machen, wie sonst. Er war müde, wünschte sich mit einer großen Flasche Arakanichen-Whiskys ins Bett. So starrte er einfach auf den Rücken des Mannes den er so sehr hasste, wartete und schwieg. Diese Reaktion bewirkte Verwunderung bei Ren, der sich endlich umdrehte. Er machte einen Schritt auf Hux zu, blickte ihn finster von oben bis unten an. „Sie sehen niedergeschlagen aus, Hux.“ Doch bekam er nicht die gewohnte, trotzige Reaktion wie erhofft.
„Sie wollten mich sprechen, Sir.“ Hux Stimme klang höflich aber monoton.

Unzufrieden überwand Ren die Distanz zwischen ihnen, packte Hux unsanft am Kinn und zwang ihn hoch zu sehen. Zu seiner Überraschung brauchte er dafür keinen Druck, der General leistete keine Gegenwehr, sah ihn einfach ausdruckslos an. Da war es wieder, dieses glimmen in den hellen Augen, dieser grüne Funken im hellen Blau. Darin sah er den Hass und die Wut, welche dieser Mann mit sich herumtrug, die unter der Oberfläche brodelte und Ren nicht losließ, egal was er tat. „Habe ich Sie etwa schon gebrochen General? Wie einen Köter der zu viel geprügelt wurde!“
Provokation, das was die Spannung zwischen ihnen bisher immer aufgeladen hatte, doch kam dieses Mal eine unerwartete Reaktion. Hux legte den Kopf leicht schräg, so dass Rens Hand mehr von seinem Gesicht berührte. „Sir, was wenn es so wäre? Was würdet Ihr ohne mich machen, Ren? Niemand der euch herausfordert, kein Ventil für eure Wut, niemand der es sich wagt das Wort zu erheben oder sich euch in den Weg stellt. Nur Speichellecker derer Ihr bald überdrüssig seid. Also Ren, sagt mir, habt Ihr mich für einen Tag genug geprügelt oder wollt Ihr es einfach gleich beenden?“
Mit den letzten Worten machte Hux einen Schritt zurück, löste sich spielend aus dem Griff des verwirrten Mannes. „Wenn Sie sonst nichts besprechen möchten, ziehe ich mich jetzt zurück, Sir.“

Das war dann doch zu viel, Ren konnte und wollte mit dieser ungewohnten Situation nicht klarkommen. Wut keimte in ihm auf und er überwand die Distanz, packte Hux am Hals und drängte den Mann nach hinten, gegen die Tür. Kein Blatt passte zwischen die beiden während er Hux die Luft abschnürte und tief in die geweiteten Augen sah. Da war noch immer dieses Glimmen das einfach nicht erlöschen wollte, noch immer dieser Widerstand. Seine Hand schloss sich fester um die Kehle des Mannes, er spürte die Wärme die sich zwischen ihnen aufbaute, spürte den zierlichen Körper, welchen er ohne Mühe hätte zermalmen können. Die Hände die sich zitternd und doch unendlich sanft um seine Mitte legten. Ren hielt inne, was war das denn bitte? Umarmte dieser Köter ihn gerade, anstatt um sein Leben zu betteln wie noch vor Stunden. Was würde er ohne Hux tun? Nicht nur dass der General einem gewissen Rückhalt unter den Truppen genoss, nein da war noch so vieles mehr. Sie waren von Anfang an Rivalen gewesen, dabei war es dem Köter egal das er Ren körperlich weit unterlegen war. Trotzig stellte er sich ihm entgegen, zeigte wenig Angst und scheute sich nicht davor ihn zu rügen. Hux versüßte ihm den Alltag, forderte ihn und irgendwie… ja was eigentlich? Dieses grüne Glimmen ließ Ren nicht zur Ruhe kommen. Wie von selbst ließ er Hux los, der nach Atem rang, sich aber sonst nicht rührte.

Sie standen einfach nur still da, in dieser sachten Umarmung, die Hände von Ren legten sich auf Hux Brust, spürten den sich beruhigenden Herzschlag. Ren senkte den Kopf etwas, ließ seine Stirn auf die Schulter des Generals sinken, schloss die Augen und atmete tief durch. Hux ließ ihn gewähren, schloss die Arme etwas fester um den Mann, was sollte er auch sonst tun?
Wie lange sie so da standen vermochte er nicht zu sagen, erst als er sich sicher war das Ren sich beruhigt hatte drehte er den Kopf etwas, flüsterte leise in dessen Ohr. „Wie hat es sich angefühlt Ihn zu töten?“ Dabei zuckte Ren zusammen, nicht wegen der Worte, es war der heiße Atem, welcher ihn streifte. Das Böse, verdorbene in Hux Stimme ließ ihn erschaudern. Er gab keine Antwort, ließ seine Hände nur langsam über den schlanken Körper vor sich gleiten. Wie einfach es wäre den General jetzt auf der Stelle zu töten. Doch dann wäre ihr Spiel ein für alle Mal zu ende, das war es nicht wert, nicht jetzt!

„Es hätte sich anders angefühlt als Sie zu töten, Hux!“
Ein zufriedenes Lächeln bildete sich auf Hux schmalen Lippen, „Hm, das hoffe ich doch.“
Eine plötzliche Bewegung des Jüngeren unterbrach Hux Gedankengänge, dann legten sich Rens Lippen auf die Seinen. Geschockt weiteten sich seine Pupillen. WAS tat dieser verdammte Mistkerl da bitte gerade? Unfähig zu handeln blieb er stehen, spürte diesen schon fast unschuldigen Kuss während sein Puls rasten. Als Ren die Augen öffnete war er selbst ebenso geschockt von der eigenen Tat, er wich augenblicklich von Hux zurück, beendete die Umarmung und die Wärme, welche sich zwischen ihnen aufgebaut hatte wich. Unglaube war in beiden Gesichtern deutlich zu lesen.

Wie genau er zurück in sein Quartier gelangt war konnte Hux nicht sagen, doch sein Puls raste noch immer. Erschöpft ließ er sich auf seinem Bett nieder, starrte den Boden eine ganze Weile lang an ohne einen klaren Gedanken fassen zu können. Seine Finger fuhren langsam über seine Lippen, es war so als könne er es noch immer spüren. Es war intensiver als es hätte sein dürfen. Doch das Ganze hatte auch sein Gutes, Ren hatte ihn leben lassen und noch besser, eine Schwachstelle offenbart die Hux schamlos ausnutzen würde. Noch war das Spiel nicht vorbei und nun war er am Zug!

Kapitel 1 Ende
:::::::::::::::::::::::::::::::
Danke fürs Lesen, ich hoffe du bist auch bei Kapitel 2 dabei!
-
Es regt mich auf das Hux im Film ein Idiot ist… Ren kommt auch nicht so gut weg … Wie hätte ein schwächlicher, Rotschopf mit knapp 34 Jahren General werden können, wenn er dumm ist wie ein Stück Brot? GARNICHT! Ich schreibe über ihn und Kylo so wie ich sie sehe und es verantworten kann. Ich hoffe das diese Sicht dem ein oder anderen Zusagt, verstehe aber auch, wenn es nicht der Fall ist XDDD. Die FF soll Spaß machen und der Rest ist mir egal!