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Eine Tragische Geschichte

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Tragödie / P16 / Gen
Laura Victoriano Marcelo Jimenez Ruben "Ruvik" Victoriano
18.12.2017
18.12.2017
2
2.297
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18.12.2017 1.019
 
Aus Lauras Sicht

Ich saß Zuhause in meinem Zimmer auf einem Stuhl und kämmte meine langen schwarze Haare. Mein kleiner Bruder Ruben, mein Vater, meine Mutter und ich lebten in einer Luxuriösen zweistöckigen Villa, als ich noch klein war habe ich mich hier oft verlaufen. Unser Hof welcher unser Zuhause umgab ähnelt sehr einem Burghof. Wir besitzen viel Land da unser Vater mit fiesen Mittel den Bauern das Land rund um unsere Villa entrissen hat.
Es klopfte an meiner Tür, ich stand auf und öffnete diese. Mein kleiner 10 Jähriger Bruder Ruben stand vor der Tür und sah mich lächelnd an. ,,Vater möchte das du runter kommst. Wir sollen heute in die Kirche." sagte er. Lächelnd antwortete ich. ,,Ja, ich komme gleich. Kommst du denn auch mit?"  Ich bewegte mich zum Kleiderschrank und holte ein langes rotes Kleid raus. ,,Nein. Ich möchte meine Zeit für andere Dinge Nutzen. Ich bin immerhin kein kleiner Junge mehr." Erklärte Ruben diesmal ein wenig ernster. Ich ging zu ihm, kniete mich leicht hin und strich ihm sanft durch seine Haare. ,,Ja. Du bist mein kleiner Mann". Erwiederte ich lächelnd. Eine leichte röte legte sich über seine Wangen. Er umarmte mich sanft, was ich sofort erwiederte. ,,Ich hab dich dich lieb Laura." Flüsterte er in mein Ohr. Ich lächelte. ,,Er ist so süß" dachte ich. ,,Ich habe dich auch lieb mein kleiner Mann'' entgegnete ich. ,,Ich gehe jetzt runter zu Vater. Ich ziehe mich gerade nur noch um." Fügte ich noch hinzu. Nickend verlässt er mein Zimmer und schließt hinter sich die Tür. Ich zog das Kleid an und begab mich nach unten. Vater sah mich wütend an. ,,Das nächste MAL geht's schneller!" Sagte er mit einem wütenden Unterton.

Zu dritt gingen wir in die Kirche, es war ziemlich langweilig was ich mir aber nicht anmerken ließ. Die ganze Zeit dachte ich nach. Ich dachte über Ruben nach.,, Er wirkt die ganze Zeit so bedrückt. Hat Vater etwas gemacht? Er ist ziemlich streng. Ich mache mir Sorgen..." Nach der Kirche wurden wir von unserem Schofför abgeholt und wurden wieder nach Hause gefahren. Direkt als wir nachhause kamen, klopfte ich an Rubens Tür. ,,Komm rein" ertönte eine leise Stimme. Vorsichtig trat ich ein und sah meinen kleinen aufgelösten Bruder, der mich mit Tränen in den Augen ansah. Sofort stürmte ich zu ihm. ,,Was ist passiert?!" Fragte ich besorgt. ,,Ich bekam Ärger von Vater. U.und kannst du mir beibringen...wie ich meine Krawatte binde?..." fragte er leicht verunsichert. ,,Ach Ruben" sagte ich wärend ich ihn sanft umarmte. Ich zeigte ihm wie man eine Krawatte bindet, was er sehr schnell lernte, das bewunderte ich so sehr an ihm. Er lernte sehr schnell. ,,Ich mag deine Haare, sie sehen hübsch aus." Meinte Ruben. ,,Vielen Dank. Ich dachte ich sähe damit hübscher aus." Antwortete ich lächelnd. ,,Du siehst immer hübsch aus Schwester. Es kommt nicht darauf an wie deine Haare aussehen." Erklärte er leicht lächelnd. Draußen wurde es schon langsam dunkel. ,,Du bist so süß Ruben. Ich gehe schlafen. Gute Nacht" sagte ich und gab ihm einen Kuss auf die Wange. ,,Gute Nacht Laura. Ich habe...gestern ein neues Spiel erfunden, möchtest du es morgen mit mir spielen?" Fragte er. Nickend verließ ich sein Zimmer und ging in meins. Ich zog mir Schlafsachen an und legte mich in mein Bett. Wieder klopfte es an meiner Tür. ,,Frau Laura. Brauchen Sie noch etwas?" Fragte ein Dienstmädchen. ,,Nein, vielen dank" bedankte ich mich dennoch. Kurz darauf schlief ich ein.

Am nächsten Morgen wachte ich langsam auf und sah aus dem Fenster. Das Wetter war wunderschön, die Sonne strahlte. Von meinem Bett aus konnte ich das Sonnenblumenfeld sehen, mittendrin stand unsere alte große Scheune in der unser Heu gelagert wurde. Sonnenblumen waren meine Lieblingsblumen. Ich zog mich um und ging verschlafen die Treppen runter zu meinen Eltern. ,,Hol Bitte deinen Bruder. Wir warten bereits auf ihn. Wir werden heute wieder in die Kirche gehen, heute ist ein besonderer Anlass. Pater Georg macht eine besondere Vorlesung." Erklärte meine Mutter. Nickend gehe ich zu Rubens Tür und klopfte. Dieses mal machte er die Tür auf. ,,Schau mal ich habe die Krawatte selbst gebunden bekommen." Zeigte er mir stolz. Ich lächelte. ,,Kleiner Mann. Unsere Eltern warten. Sie wollen heute wieder in die Kirche. Du sollst mitkommen. Das Auto wartet bereits." Meinte ich. ,,Ja...ich ziehe mich noch um..."  antwortete er mit leicht gesenkten Kopf. Ich ging wieder runter und erklärte meinen Eltern das er gleich kommen würde. Tatsächlich brauchte mein kleiner Bruder nur 3 Minuten.

Unser Schofför brachte uns zur Kirche. Ich konnte gar nicht richtig aufpassen, ich war so sehr in meine Gedanken vertieft. Die Lesung dauerte gefühlte Stunden. Nach dem wir es endlich geschafft hatten, wurden wir wieder nachhause gefahren und aßen etwas. ,,Schwester. Kann ich dir das neue Spiel zeigen?'' Fragte er mich. ,,Ja na klar" beantwortete ich seine Frage lächelnd. Gemeinsam gingen wir in unsere Scheune. Hier haben wir schon sehr oft gespielt. Total stolz zeigte er mir sein neues Spiel bis wir draußen Stimmen vernahmen. ,,Sind dort drin nicht Kinder?" Fragte eine mir unbekannte Stimme. ,,Ist mir egal!" Mit diesen Worten wurden Fackeln in unsere Scheune geworfen, sofort ging alles in Flammen auf. Jetzt war nicht die Zeit um nachzudenken warum die Männer das getan haben, nein das wichtigste war meinen geliebten Bruder zu Retten. ,,Ruben schnell dort ist ein Fenster ich helfe dir dort rauf zu kommen!" Sagte ich panisch. ,,Aber du musst mit Ko-'' ich unterbrach ihn und hob ihn schnell hoch. Er hat schon schwere Verbrennungen erlitten. Mein Kleid fing Feuer, ich schrie auf. Es schmerzte so sehr...aber...ich muss ihn...retten... Mit aller letzter Kraft half ich ihm aus dem Fenster zu steigen. Mein ganzer Körper brannte, ich sah wie sich langsam meine Haut auflöste und meine weißen Knochen zum vorschein kamen. Die Schmerzen waren unbeschreiblich...aber das wichtigste war.. das ich Ruben gerettet habe...
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