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Weihnachtsschmuck

GeschichteHumor / P12 / Gen
Ennoshita Chikara Kinoshita Hisashi Narita Kazuhito Nishinoya Yuu Tanaka Ryuunosuke
17.12.2017
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17: Weihnachtsschmuck




„Wo ist die Lichterkette?“, fragte Nishinoya und sah sich suchend im Raum um.
Er und die anderen Zweitklässler des Volleyball Clubs hatten sich vorgenommen, den Clubraum weihnachtlich zu gestalten, bevor der Rest ihres Teams zu ihnen stieß. In einer Ecke versuchten Narita und Kinoshita einen winzigen, künstlichen Weihnachtsbaum hübsch herzurichten, während Tanaka dabei war, eine Weihnachtsmannfigur mit Schlitten und Rentieren über der Tür anzubringen.
„In dem grünen Karton oben auf dem Regal.“, antwortete Ennoshita, der neben Tanaka stand und den etwas wackligen Stuhl festhielt, den der anderen nutzte, um über die Tür zu reichen. „Warte noch kurz, dann reich ich dir den Karton runter.“

Der Libero lachte.
„Ach was, nicht nötig. Ich bin vielleicht klein, aber das hält mich noch lange nicht auf!“
Mit diesen Worten wandte er sich dem Regal zu, entdeckte den Karton, und ging an die Arbeit. Sich mit einer Hand am Rahmen festhaltend stellte er einen Fußballen auf das unterste Brett und übte probeweise etwas Druck aus. Bis auf ein leises Knarzen geschah nichts. Seine Lippen formten sich zu einem zufriedenen Grinsen. Ohne weiter zu zögern stieß er sich mit Schwung vom Boden ab und tastete mit seiner freien Hand auf dem obersten Brett nach dem Karton.
Beinahe sofort bekam er eine Kante der Box zu greifen und zog sie zu sich, doch im selben Augenblick begann das Regal, sich in seine Richtung zu neigen.
„Mist!“, fluchte er laut und machte somit die anderen auf sich aufmerksam.

„Achtung!“
„Das Regal!“
„Noya, pass auf!“

Sofort kam Bewegung in den Raum. Während die anderen vier zum Regal hechteten, um es am Umfallen zu hindern, ließ Noya den Rahmen los und machte einen Satz zurück, wobei er strauchelte und schließlich auf seinem Hintern landete. Und mit ihm fiel der Karton mit der Lichterkette, mit der Öffnung nach unten, direkt auf ihn zu.
Als die Verpackung den Boden erreichte, hatte sich das meterlange, ursprünglich aufgerollte Kabel um das kleinste Teammitglied verteilt wie ein Netz um einen Fisch.

Ennoshita atmete erleichtert aus. Dass er die Luft angehalten hatte, hatte er selbst kaum gemerkt. Das „Du solltest doch warten.“ lag ihm schon auf der Zunge, doch er schluckte es herunter, fürs erste einfach froh, dass nichts weiter passiert war. Schnell wandte er seinen Blick dem Libero zu, um sicher zu gehen, dass diesem tatsächlich nichts fehlte, doch was er zu sehen bekam ließ ihn wenig verständnisvoll den Kopf schütteln.
Keine drei Sekunden nach seiner Landung hatte Noya bereits die nächste Schnapsidee im Kopf.

Breit grinsend stand er nun neben der Steckdose an der Wand, den Stecker in der Hand.
„Leute schaut mal!“, verkündete er begeistert. Dann steckte er den Stecker in die Dose und leuchtete. Wortwörtlich.
„Ich bin ein lebender Weihnachtsbaum!“

„Wie cool, Noya!“
Tanaka war sofort Feuer und Flamme.

Und Ennoshita kam aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus.
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