Wer dem Bazillus nicht wehrt...

KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P6
Josef "Jupp" Schatz Klaus Taube
17.12.2017
17.12.2017
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Titel: Wer dem Bazillus nicht wehrt...
Autor: Lady Charena (Juli 2006)
Fandom: SK Kölsch
Pairing: Jupp Schatz, Klaus Taube
Rating: gen, Humor
Beta: T'Len
Worte: 510

Summe: Wer dem Bazillus nicht wehrt, liegt mit der Erkältung nicht verkehrt...

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.


„Hey, ich fasse es ja nicht, Klaus Taube, der Mann mit den zwei Weckern hat verschlafen!“ Jupp stürmte Taubes Zimmer eher, als das er es betrat und zog die Vorhänge auf.

Von dem Hügel unter der Bettdecke kam protestierendes, dumpfes Stöhnen.

Jupp drehte sich zu ihm um. „Ein Glück, dass Flo ganz alleine aufgestanden und in die Schule gegangen ist, reicht völlig, wenn wir zu spät ins Büro kommen.“ Er grinste. „Wenigstens schreibt Haupt uns nicht ins Klassenbuch.“ Er stieg über einen mitten im Zimmer liegenden Pyjama hinweg. Für seinen ordentlichen Partner grenzte das schon an Schlampigkeit. „Willst du nicht langsam aufstehen?“

„Verdammt, Jupp – halt die Klappe und lass mich in Ruhe sterben.“ Taubes Kopf tauchte aus den Kissen auf, er blinzelte ins Licht, hustete und ließ sich dann mit einem Seufzen zurückfallen.

„Wenn man dich so ansieht, müsste man sich das Saufen glatt abgewöhnen“, spottete Jupp.

„Ich habe keinen Kater“, protestierte Taube heiser. „Ich bin krank.“

„Jetzt sag’ bloß, dich hat es auch erwischt.“ Das halbe Präsidium lag mit Erkältung flach. Achim war einer der Ersten gewesen, er meinte, seine Mädchen hätten den Virus aus der Schule mitgebracht. Auch Jenny war zwei Tage Zuhause geblieben, inzwischen war sie wieder im Büro und vergiftete ihre Umwelt mit einer Aromalampe und einem Luftbefeuchter. „Du siehst wirklich nicht besonders aus.“

Klaus öffnete die Augen und sah ihn böse an. „Ich bin sicher, du hast schon Schlimmeres im Spiegel gesehen.“

„Selten, sehr selten.“ Jupp grinste. „Dass du krank wirst, hätte ich nicht gedacht.“

„Wieso?“, murrte Klaus und boxte sein Kissen zurecht. „Glaubst du, Bazillen trauen sich nicht an Schwule ran?“

„Man, sind wir heute aber empfindlich.“ Jupp hob in gespielter Abwehr beide Hände. „Is’ ja okay. Kann ich dir irgendwas gutes tun?“

„Lass’ mich einfach nur in Ruhe“, knurrte Taube und zog die Decke wieder über den Kopf.

„Hey, wie wär’s mit Tee? Du magst das Zeug doch.“

„Moment.“ Klaus schleuderte die Bettdecke weg und stand seufzend auf. „Ich habe gestern sauber gemacht – du ferkelst mir nicht in der Küche herum und ruinierst meine Arbeit.“

„Huch“, machte Jupp und hielt sich eine Hand vor die Augen, um durch die Finger zu blinzeln. „Du hast ja gar nix an.“

„Mir war heiß. Ich habe Fieber.“ Klaus griff nach seinem Morgenmantel und wickelte sich hinein. „Lass’ den Quatsch, Jupp und verschwinde. Sonst stecke ich dich an“, drohte er.

Jupp grinste. „Ich werde nie krank.“ Er duckte sich gerade noch rechtzeitig, als ein Kissen in seine Richtung geschleudert wurde und entschied sich dann für einen strategischen Rückzug. Kaum hatte er die Tür hinter sich zugezogen, spürte er so ein komisches Kribbeln in der Nase. „Ha-ha-ha-Tschie!“

Ende
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