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Sometimes, home has a heartbeat

OneshotDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Ingo "Easy" Winter Richard "Ringo" Beckmann Tobias Lassner
16.12.2017
06.03.2021
12
25.419
16
Alle Kapitel
58 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
18.03.2018 1.738
 
Hellooo,
ich hoffe alle TVNowler haben diesen Abend überlebt (Stichwort Sauerstoffzelt). :D Schon lustig, dass ich mit meiner Abschiedsbriefversion gar nicht so falsch lag.
Der folgende Flitter beinhaltet SPOILER und bezieht sich auf die Folge, in der Easy und Tobias (leider ohne KayC) aus Amerika zurückkehren werden und "Ringo und Easy ihr Wiedersehen feiern".
Früher hat man sich von mir zum Geburtstag Blumen, Pralinen oder Gutscheine gewünscht - nun wünscht man sich Ringsy-Storys. (:

Guten Start in die Woche, macht euch warme Gedanken.
MissYango


Disclaimer: Nichts was hier geschrieben steht ist wahr. Es soll hiermit niemand verletzt oder bloßgestellt werden. Es sind keine Copyright- oder Trademarkverletzungen beabsichtigt. Die Figuren und Schauplätze der Serie »Unter uns« sind Eigentum von RTL und der Ufa Serial Drama.


Welcome home


One look and I can’t catch my breath
Two souls into one flesh
When you’re not next to me
I’m incomplete


Ross Copperman - Hunger


Als die Hiobsbotschaft über den medienwirksamen Auftritt von KayC in der WG die Runde macht und sein Halbbruder Tobias schließlich mit seiner Reisetasche über der Schulter und mit betretener Miene aus dem Raum verschwindet, ist Ringo plötzlich ganz allein mit Easy in der Küche.

Er schluckt schwer und spürt sein Herz viel zu schnell in seiner Brust schlagen. Fein prickelt die Wärme in seinen Wangen.

Zwischen all’ den mühsam aufgeblasenen Herzchen-Luftballons, den Amerika-Flaggen und den Unmengen an Popcorn fühlt Ringo sich plötzlich nicht mehr wohl in seiner Haut. Viel zu viel Kitsch, seinem Geschmack nach. Aber natürlich sind sie davon ausgegangen, dass KayC den Heiratsantrag von Tobias annimmt und sie glücklich zurückkehren…

Und Elli musste ja unbedingt auf diesen 5kg-Popcornsack bestehen. Und wer durfte ihn schleppen?! Natürlich er. Die von Saskia mühevoll verzierte American Cheese Cake steht noch völlig unberührt auf dem Esstisch, überall sind Rosenblätter verstreut. Ja, Saskia und Elli haben sich diesmal mit der Deko gegenseitig übertrumpft.

Aus dem Augenwinkel nimmt er wahr, wie Easy endlich seinen schwarzen Rucksack abstellt und aus seiner Jacke schlüpft. Achtlos findet sie ihren Platz auf der WG-Couch. Das Adrenalin bahnt sich seinen Weg durch Ringos Körper und er nimmt sich Zeit, seinen Gegenüber von Kopf bis Fuß zu mustern - ihn mit seinen Blicken regelrecht zu verschlingen. Easy sieht müde aus, abgekämpft und ist etwas blass um die Nase. Die schwarzen Haare sind zerzaust. Aber wahrscheinlich ist das nach den dramatischen Ereignissen in Las Vegas und dem mehrstündigen Rückflug auch kein Wunder.

Nur eine Sache hat sich nicht geändert - das freudige, helle Leuchten in diesen bernsteinfarbenen Augen, die zarten Grübchen, als Easy Ringo fast schüchtern anlächelt.

Ihm wird noch wärmer und er erwidert es stumm, fast unfähig, sich zu bewegen und gar etwas zu sagen.Wie sehr hat er diesen Tag herbeigesehnt, von ihm geträumt. Es hat sich wie eine halbe Ewigkeit angefühlt… nie hätte er gedacht, dass diese Art von Sehnsucht ihn je so zerfressen würde.

Und nun bringt er vor lauter Glück kein einziges Wort heraus. Ringo beobachtet, wie sich Easys Mund zögerlich öffnet, um etwas zu sagen. Doch bevor auch nur eine Silbe aus seiner Kehle dringen kann, fasst Ringo nach Easys Händen, zieht ihn behutsam zu sich heran - in eine feste, innige Umarmung. Voller Nähe, Liebe und Geborgenheit.

Wieder schluckt er gegen den Kloß in seinem Hals an, aber dann lässt sich Ringo mit jedem Zentimeter seines Körpers fallen. Seine Hände krallen sich in den schwarzen Stoff von Easys Pullover. Zärtlich streicht er mit der Nase über dessen Hals, lässt nur wenige Sekunden später seine Lippen folgen und setzt federleichte Küsse auf die weiche Haut. Es ist seine Art zu zeigen, wie sehr er diesen Kerl vermisst hat.

Fest inhaliert er Easys Geruch - wenn er ihn doch nur irgendwie festhalten könnte. Er hört das leise, zufriedene Seufzen, welches an sein Ohr dringt. Ringo könnte stundenlang so verharren, die verdammte Zeit und gleich die ganze Welt für immer anhalten. Nur Easy und er. Sein Gegenstück ist wieder da – er ist vollständig. Viel zu leer, viel zu kalt war der Platz in seinem Bett die letzten Tage über gewesen.

Vorsichtig löst sich Easy aus der Umarmung, schaut ihn einfach nur liebevoll an, ehe sein Daumen sanft über Ringos Wange streicht. Diese Berührung reicht, damit Ringo flatternd die Lider schließt und nur noch genießt. Plötzlich sind da Easys sinnliche Lippen an seinem Mund, flüstern leise: “Du hast mir gefehlt.”

Ein zitterndes Keuchen entkommt Ringos Kehle, ehe er seine Lippen sprechen lässt und Easy einen gefühlvollen Kuss schenkt. Er stöhnt innerlich auf, als seiner Zunge Einlass gewährt wird. Seine Geschmacksknospen drohen förmlich zu zerspringen. Ringo zieht den schmalen Körper vor sich an der Hüfte noch enger an sich heran, ehe sie die akute Atemnot zu einer Pause zwingt. Easys Wangen haben einen feinen Rotton angenommen: “Ich… ich denke, ich gehe besser duschen, ich stinke bestimmt durch die lange Reise…” Er kommt nicht weiter, denn Ringos Zeigefinger liegt schon auf seinem Mund: “Psst. Weniger stressen, mehr küssen. Außerdem habe ich dir… uns schon ein Bad eingelassen.”

Ringo kann ein Grinsen nicht unterdrücken, als Easy lacht und etwas ungläubig den Kopf schüttelt. Nur zu gern gibt er Ringos Forderung nach, umfasst mit beiden Händen seinen Nacken und lehnt schließlich seine Stirn gegen seine: “Herr Beckmann, Sie sind unverbesserlich.”

*****


Mit Genugtuung beobachtet Ringo, wie sich Easy am anderen Ende der Badewanne immer mehr in das blubbernde Wasser sinken lässt, die Augen schließt und seine Gesichtszüge sich entspannen. Der betörende Duft des Badeöls erfüllt den Raum und macht Ringo so langsam aber sicher schläfrig. Auch hat er wohl viel zu viel von diesem Zeug in das Wasser gegeben, vor lauter Schaum sieht man nun nur noch Easys Kopf herausragen.

Auch wenn Ringo sonst auf ausgedehnte Bäder dieser Art verzichtet, er muss schon zugeben, dass es gemeinsam mit Easy gar nicht so schlecht ist. Bei ihm muss normalerweise immer schnell gehen, aber Easy zeigt ihm immer wieder, was es heißt, die Kleinigkeiten im Leben zu genießen und bis in das kleinste Detail auszukosten.

„Mhm, das fühlt sich so gut an.“ Easys genießerische Stimme reißt Ringo aus seinen Tagträumereien. Bernsteinfarbende Augen mustern ihn neugierig: „Alles ok?“ Auch Ringo lässt sich nun etwas mehr ins Wasser sinken, fährt dabei mit dem rechten Fuß über Easys Beine, der kurz darauf nach Luft schnappt.

Frech zwinkert Ringo ihn an: „Könnte nicht besser sein.“ Ein kurzes Lächeln folgt, ehe sein Gegenüber wieder etwas abwesend in das Wasser schaut: „Ich… ich hätte nie im Leben gedacht, dass KayC so eine Nummer durchzieht und dass Hauke auch noch mitmacht. Ich habe Tobias noch nie so gesehen.“ Easys Stimme bricht und Ringo hört sehr wohl die Sorge um seinen Halbbruder heraus. Vorsichtig rutscht er in Easys Richtung, das Wasser schwappt nach vorn über die Umrandung der Badewanne auf die weißen Bodenfliesen. Betont unschuldig zuckt Ringo mit den Schultern: „Wie gut, dass Elli diese Woche den Putzdienst übernimmt.“

Eindringlich fixiert Easy ihn mit seinem Blick und Ringo schluckt schwer, wer kann da schon widerstehen? „Er braucht uns jetzt, Ringo. Mehr denn je. Wir müssen ihm helfen.“ Der Angesprochene unterdrückt den Wunsch, genervt die Augen zu verdrehen.

Stattdessen atmet er nur laut aus und lässt sich wieder auf seinem Ausgangspunkt nieder, fährt seelenruhig mit seiner linken Hand über den Schaum, dreht schließlich seine Handfläche nach oben und pustet ihn Easy ohne Vorwarnung ins Gesicht. Sein gespielt empörtes „Ey!“ geht in seinem befreiten Lachen unter. Auch etwas, das Ringo mehr als vermisst hat. „Na warte!“ Bevor Ringo auch nur die Chance hat zu reagieren, richtet sich Easy auf und versucht ihn halbherzig unter das Wasser zu drücken. Grinsend schüttelt Ringo den Kopf, packt Easy mit beiden Händen an der schmalen Hüfte und zieht ihn zu sich.

Ein Stöhnen entweicht ihm, als dieser sich rittlings auf seinen Schoß niederlässt und sein Becken bewegt, sich auffordernd an ihm reibt: „Verdammt Easy…“, keucht er nur – weitere, unnötige Worte verlieren sich in einem leidenschaftlichen Kuss.

Haltlos lässt er seine Hände über Easys nackten Rücken streichen, während dieser seine schlanken Finger in seine Haare schiebt, sie über seinen Nacken streichen lässt. Das Blut schießt ihm in den Schwanz, als Easys Hüftbewegungen schneller werden. Immer gieriger wird der Kuss, ehe Easy ihn löst und atemlos seine Stirn an Ringos lehnt: „Ich… du… ich kann Tobias heute Abend nicht allein lassen in der WG.“ Für einen kurzen Moment schließt Ringo die Augen – der Gedanke an seinen frustrierten Bruder ist ein wahrer Liebeskiller.

„Dann muss ich halt mehr Überzeugungsarbeit leisten“, murmelt Ringo leise, aber insgeheim weiß er, dass Easy nicht locker lassen wird. Aber er will sie noch ein paar Minuten genießen, diese unbeschwerte Wiedersehensfreude mit Easy. Dessen leiser Protest geht in einem lauten Keuchen unter, als Ringo mit seiner warmen Zunge über seine linke Brustwarze streift, immer und immer wieder. Sie schließlich mit seinem Mund umschließt und an ihr saugt.

Unruhig bewegt sich Easy auf seinem Schoß und macht es ihm nicht leicht, sich selbst zu beherrschen. Finger krallen sich in seine kurzen braunen Haare, leises Stöhnen erfüllt den Raum. Er schaut kurz nach oben, sieht, wie Easy den Kopf in den Nacken gelegt und atemlos die Unterlippe zwischen die Zähne gezogen hat. Allein dieser Anblick steigert sein Verlangen, seine Erregung ins Unermessliche.

Federleicht setzt er Küsse auf Easys Brustkorb, die Halsbeuge. Beißt in die weiche Haut, nur um Sekunden später seine Zunge über die gerötete Stelle tanzen zu lassen. Er bahnt sich seinen Weg nach oben, zum Kinn und endet schließlich bei den Mundwinkeln. Holt sich einen dieser verzehrenden Küsse von Easy, vergisst alles um sich herum. Das Wasser plätschert zwischen ihren erhitzten Körpern und Ringos Hände suchen sich langsam ihren Weg nach unten, umfassen fest und bestimmend Easys Pobacken. Der stöhnt ungehalten in seinen Mund.

Erschrocken fahren sie auseinander, als es vehement an der Badetür klopft und Ringo die Lippen aufeinanderpresst. Den Kiefer anspannt. Gerade könnte er einen Mord an demjenigen begehen, welcher sie jetzt gerade stört: „Hey, ich weiß, ihr habt einiges nachzuholen… aber ich habe Ringo doch mehrfach gesagt, dass ich vor meiner Nachtschicht noch duschen muss!“

Ellis Tonlage klingt zwar etwas verärgert, aber in ihr schwingt auch Belustigung mit. Wieder atmet er laut aus, versinkt jedoch in den goldbraunen Augen vor ihm, die so viel Zuneigung ausstrahlen. Ihn beruhigen, schon so oft auf andere Gedanken gebracht haben. Ihn erden.

Zärtlich gleiten Easys Hände an seinen Nacken: „Lässt du mich gehen?“, flüstert er und obwohl Ringo ganz genau weiß, worauf Easy da anspielt, nuschelt er gegen seine Lippen: „Nie mehr.“
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