Eine heilende Seele

GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P16
Die Strohhut-Bande Eustass 'Captain" Kid OC (Own Character) Trafalgar Law
15.12.2017
10.10.2019
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Dieses Kapitel
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Hallo zusammen,

herzlich Willkommen zu einem weiteren Kapitel. Wie angekündigt hat es etwas länger gedauert und kommt spontan. Ich fasse mich auch kurz, damit ihr schnell zum Lesen kommt. Vielen Dank an die Reviewschreiber vom letzten Kapitel Kaito800 und Blackstar1988w. Ich bin mega geflasht, dass Buch 1 eine neue Empfehlung erhalten hat. Unbekannterweise vielen Dank dafür und auch ein herzliches Hallo an die neu dazugekommenen Favoriten.

Viel Spaß bei diesem Kapitel.
Tiefe Verneigung
Destiny
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Als Kid endlich ging fühlte sich Law als hätte er eine mehrstündige Operation hinter sich. Obwohl er umgänglicher gewesen war als sonst für ihn üblich. Aber nun wollte er nur noch eines, sich hinlegen. Als er die Tür öffnete wäre er beinahe über Lamya gestolpert die sich direkt vor der Tür niedergelassen hatte. „Lamya, was machst du denn da?“, fragte er und klemmte seine Krücke noch fester unter den Arm. Er hasste dieses Ding und konnte es kaum erwarten es loszuwerden. „Als der große Mann gegangen ist, dachte ich nun könnte ich dich endlich fragen“, sagte sie und irgendetwas an dieser Frage war seltsam. „Was möchtest du mich den fragen?“, seufzte Law und verbarg nicht dass er müde war. „Ich möchte einen Kakao. Bekomme ich einen?“ Kid war mehrere Stunden bei ihm gewesen! Wie lange wartete sie nun schon auf ihn? „Was hat deine Mutter dazu gesagt?“, fragte er, da er sich nicht vorstellen konnte, dass sie bei so etwas nein sagen würde. Aber sie hätte ihn doch einfach kurz rufen können? „Ich muss dich fragen, da du der Käpt´n auf diesem Schiff bist. Ikkaku hat auch gesagt sie brauch deine Erlaubnis für die Rationierung der Lebensmittel. Ich habe einen Saft von ihr bekommen.“ Bei dem letzten Satz strahlte sie, als wäre dass der Höhepunkt des Tages. „Was sagst du dazu, wenn du heute nach dem Abendessen einen Kakao bekommst? Es ist schon spät und Ikkaku hat Freizeit. Ich würde sie nur ungern stören.“ Lamya zog wieder ihr seltsames Gesicht wenn sie nachdachte, schließlich nickte sie. „Kann ich ihn auch bekommen bevor ich ins Bett gehe und du liest uns vor?“ Law lächelte. „Natürlich kannst du das. Dann bekommt dein Bruder aber auch einen.“ Sie nickte und tanzte freudig im Kreis. „Das muss ich ihm sofort erzählen!“ Dann war sie auch schon weg. Ihre hüpfenden Schritte waren noch eine ganze Weile zu hören. Also musste Law doch noch in die Küche und Ikkaku eine Nachricht schreiben ehe er sich hinlegen konnte.

Den ganzen Tag über wirkte Ruffy sehr ernst und in sich gekehrt, was völlig untypisch für ihn war. In Anbetracht der Umstände war das vielleicht noch zu erklären, aber es wirkte nicht so als würde es nur noch um Shanks gehen. Mihawk hatte mit Ruffy gesprochen und seitdem schien er über irgendetwas nachzudenken. Was das war sollten sie am frühen Abend erfahren als Ruffy Law um ein Gespräch bat. Shachi war nicht begeistert davon gewesen dass er Law stören sollte, aber schließlich tat er es. Als Law humpelnd an Deck der Sunny erschien wirkte er viel ausgeruhter, aber immer noch sichtlich geschwächt. Zielstrebig ging Law auf Ruffys Lieblingsplatz, dem Löwenkopf, zu. Dort wartete Ruffy bereits auf ihn, keiner der Strohhüte wollte lauschen, doch irgendetwas war seltsam an der Situation. Sanji und Nami sahen sich an und in den Augen des jeweils anderen konnten sie die gleiche unheimliche Vorahnung sehen. Zuerst schien es so als würden Ruffy und Law ein ganz normales Gespräch führen doch die ersten Worte die sie deutlich hören konnten zerstörten all ihre Hoffnungen. „ICH WILL DICH NICHT MEHR SEHEN!!!“

"Ich will dass du gehst", sagte Ruffy und Law erstarrte. "Sagst du mir auch was der Grund dafür ist?", forderte er. Ruffy hatte sich entschieden dass stand außer Frage, aber er wollte wissen warum. "ICH WILL DICH NICHT MEHR SEHEN!!!", schrie Ruffy drehte sich jedoch nicht um. Der Strohhut zitterte, seine Hände hielt er zu Fäusten geballt. Sollte Law sich gegen diese Entscheidung auflehnen? "Wegen Shanks? Er hätte nicht gewollt..." Ruffy fuhr herum, seine Augen glänzten vor Tränen. "Ich weiß nicht was er gewollt hätte und das werde ich auch nie erfahren. Er ist tot, deinetwegen! Wärst du mit uns zu den Schiffen zurückgekehrt wäre das nicht passiert!" Resigniert senkte Law den Kopf. Das hatte ja kommen müssen. Selbst wenn er in der Lage gewesen wäre zu kämpfen würde er es nicht tun. Gegen Ruffy würde er sich niemals auflehnen. "Ich werde tun was du verlangst. Sag mir was du willst und ich tue es." Es dauerte einige Augenblicke bis Ruffy sich rührte, dann zog er sich den Strohhut über die Augen. "Ich will dass du gehst!" Law senkte den Kopf und schloss die Augen. Eine andere Antwort würde er wohl nicht hören. "Wie du willst." Ruffy schien überrascht zu sein dass Law seinem Befehl ohne Widerstand nachkam, doch sagte er nichts mehr dazu. Ihre Auseinandersetzung war nicht unbemerkt geblieben. Alle ohne Ausnahme starrten ihn fast mitleidig an. Kira wirkte als einzige gelassen. Bei ihr angekommen schlang sie ihre Arme um ihn, ihr Gesicht fest an seine Brust gedrückt. "Er meint es nicht böse. Ruffy hat gelogen", flüsterte sie. Law küsste ihren Scheitel und verbarg sein Lächeln in ihrem Haar. "Ich weiß mein Herz." Kid kam zu ihnen. "Hey Trafalgar, du nimmst das einfach so hin?" Law musste sich zusammenreißen um nicht zu gelassen zu wirken. "Der Strohhut hat die Allianz beendet. Es reicht eine Partei um diese aufzulösen. Meine Anwesenheit werde ich ihnen nicht aufzwingen, sie ist nicht mehr erwünscht." Eustass war deutlich anzusehen dass er kurz davor war auszurasten. "Das kann nicht dein Ernst sein! Du selbst hast mir gesagt wie wichtig dir diese Allianz ist und nun gibst du sie einfach auf? Hast du dir das Hirn angeschlagen!?" Law grinste herausfordernd. "Wenn du meinen Kopf meinst, mehr als einmal in den letzten Tagen, oder glaubst du die Platzwunde ist einfach so aufgetaucht." Kid packte ihn am Kragen, die Krücke fiel scheppernd zu Boden und Kira konnte gerade noch rechtzeitig zur Seite springen, doch hielt sie sich aus dem Streit raus. "Lass deine bescheuerten Witze! Du kannst nicht einfach abhauen! Ohne dich dreh ich hier durch! Wenn du gehst dann geh..." Schlagartig fand sich Kid in einem Room in der Luft hängend wieder. "Jetzt hörst du mir zu und wag es nicht mich zu unterbrechen. Du bleibst bei ihnen! Früher ging es ohne dich nun muss es ohne mich gehen. Du nimmst nur meinen Platz ein. Ich rate dir mich nicht zu enttäuschen! Verstoßen hin oder her, aber wenn du ihnen schadest werde ich dich finden und glaub mir das willst du nicht!" Kid schluckte schwer und nickte dann. Mit einem Schlenker seiner Hand kehrte Kid auf den Boden zurück. "Du hast versprochen, dass du meinen Arm machst!", knurrte Kid. "Mit Versprechen scheinst du es nicht so zu halten." Law schüttelte den Kopf. Manchmal war Eustass wirklich beschränkt. "Es war nicht die Rede davon, dass ich sofort gehen soll. So wie ich das verstehe bin ich nur auf diesem Schiff nicht mehr willkommen. Ich werde dem Strohhut nicht mehr unter die Augen treten. Die Arbeit mit deinem Arm habe ich mir nicht umsonst gemacht." Dann zog er die Vivre Cards von Kid und Nami aus der Tasche. "Meine will ich zurück."

Die Stimmung in den nächsten Stunden war bedrückend. Ohne Widerstand war Law auf sein Schiff zurückgekehrt. Kid war ihm gefolgt doch kurz darauf schon wieder zurückgekommen. Vermutlich wollte er mit Law diskutieren, aber Trafalgar hatte nicht den Eindruck gemacht als hätte er Interesse daran. Selbst Falkenauge und Hancock verhielten sich ruhig. Die Beiden saßen zusammen und redeten leise miteinander. Kid saß allein für sich und hing seinen eigenen Gedanken nach. Erstaunlich war dass er nicht wütend aussah sondern niedergeschlagen. Sanji glaubte zwar es sei besser ihn zufrieden zu lassen, aber der Drang mit ihm zu sprechen war größer. "Hey Kid, darf ich dich etwas fragen?" Langsam hob Kid den Kopf. "Solange du mir nicht auf die Nerven gehst." Das war immerhin ein Anfang. "Wie stehst du zu Ruffys Entscheidung? Versteh mich nicht falsch, aber du und Law scheint nicht besonders gut miteinander ausgekommen zu sein und was hast du mit ihm wegen deinem Arm besprochen? Du sagst doch immer er soll seine Finger von dir lassen." Kids Lächeln wirkte kläglich. "Diese Entscheidung ist ein Witz, ach was soll's, sie ist bescheuert. Der Strohhut schmeißt Trafalgar für etwas raus was er ihm selbst erlaubt hat! Der Pfuscher geht mir mit seiner Art oft gehörig auf die Nerven, aber der Kerl hat ein Hirn und weiß was er tut. Ohne Trafalgar wäre mein Schädel jetzt gespalten. Wir haben in der Schlacht kurz miteinander gesprochen und ich hab ihn einfach nach einem Arm gefragt. Mehr nicht." So wie es sich anhörte hatte Trafalgar wohl ja gesagt und es auch vorhin bestätigt. Es schien Law wichtig zu sein. Immerhin hatte er keinen Streit mit Kid, obwohl Law auch nichts gegen Ruffy zu haben schien. Die Entscheidung kam für alle Überraschend und war ein Schock für alle gewesen. "Wie stehst du dazu, Schwarzfuß", fragte Kid und erhob sich. Sanji stutzte. Seine Meinung? "Ich mag nicht ganz hinter Ruffys Entscheidung stehen, doch kann ich sie nachvollziehen. Ruffy ist mein Käpt'n, daher stelle ich sie nicht in Frage. Wenn Trafalgar mit uns gekommen wäre, hätte Shanks nicht sterben müssen. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Law hat sich dabei bestimmt etwas gedacht, doch da er sich nicht rechtfertigt und es akzeptiert, müssen wir das wohl auch." Kid schnaubte und ballte die Faust. "Nur damit eines klar ist, ich bleibe nur weil Trafalgar es will! Ansonsten würde ich mit ihm gehen." Kid tut was Law will?! Dass war das letzte was Sanji von ihm erwartet hätte. "Was genau willst du dann jetzt machen?", fragte Sanji. "Es hört sich nicht danach an als ob du Ruffy folgen willst." Auf Kids Gesicht erschien ein zufriedenes Grinsen. "Nimm es mir nicht übel, aber Trafalgar wollte mir das Gebiet von Big Mom anvertrauen. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden und ist auch schon alles was ich will. Und das Beste daran, es gibt keinen Grund das abzulehnen." Sanji war überrascht als er feststellte, dass das stimmte. Es sprach nichts dagegen. "Mich würde nur interessieren was Law jetzt vorhat? Ohne Allianz hat man es in der Neuen Welt schwer." Kid lachte schallend auf. "Kleiner Tipp Blondie. Frag ihn. Erstaunlicherweise war er da sehr auskunftsfreudig." Sanji klappte der Mund auf. "Du hast Law gefragt? Wann?" Kid schlug sich mit der Hand gegen die Stirn und schüttelte den Kopf. "Als hätte es da so viele Möglichkeiten geben. Ich war bei ihm nachdem der Gummibengel diesen Blödsinn von sich gegeben hat. Wir haben uns unterhalten!" Was stimmte hier gerade nicht? "Unterhalten? So wie ein normales Gespräch. Du und Law? Ihr könnt nicht miteinander reden ohne euch zu streiten!" Kid wirkte tatsächlich überrumpelt. "Du tust gerade so als würden wir uns nur streiten!", rief Kid empört aus. Sanji lächelte. Vielleicht nicht nur, aber jedes Gespräch endete in einem Streit. "Also schön! Ich war heute Vormittag bei ihm und kurz nach diesem Theater nochmal. Er hat mir, um es in seinen Worten zu sagen, begriffsstutzig erklärt was er bei der Operation machen muss. Besprochen aus welchem Material die Prothese sein soll und wie sie aussieht. Skizzen und so ein Kram. Das meiste hab ich nicht kapiert. Beim zweiten Mal habe ich ihn nach seinen Plänen gefragt. Darum war ich auch so schnell wieder hier." Sanji beschlich das Gefühl dass Kid mehr für Trafalgar übrig hatte als er zugeben würde. „Trafalgar nennt dich begriffsstutzig und du hast ihm nicht den Hals umgedreht? Ich bin beeindruckt." Kid verdrehte die Augen. "Als ob ich sein medizinisches Geschwafel verstehen würde." Sanji lachte und bei Kids wütenden Blick hob er abwehrend die Hände. "Mir würde es gehen wie dir. Willst du mir sagen was Law vorhat oder muss ich ihn selbst fragen?" Kid schien gründlich darüber nachzudenken. "Er hat nicht vor euch weiter zu belästigen. Die Heart Piraten bleiben noch hier bis Trafalgar sich etwas erholt hat und er die Operation an mir vorgenommen hat. Er denkt darüber nach wo seine Leute in Frieden leben können, bis er selbst untertauchen wird." Sanjis Herz setzte einige Schläge aus. "Trafalgar gibt sein Piratenleben auf!", entfuhr es ihm aufgebracht. Damit erregte er die Aufmerksamkeit aller Anwesenden an Deck. "Was schreist du hier so rum?", rief Nami und kam zu ihnen. Entsetzt fuhr Sanji zu ihr herum. "Trafalgar will die Heart Piraten endgültig auflösen!" Zorro gähnte ausgiebig. "Na und? Das war doch zu erwarten. Trafalgar hat Familie und wenn ich mich nicht irre ist er nur für Ruffy zurückgekommen. Was hält ihn noch?" So gern Sanji Zorro widersprochen hätte, musste er sich eingestehen dass er Recht hatte. "Dann lassen wir das einfach zu? Er ist einer der berüchtigtsten Piraten überhaupt und er ist nicht mehr tot. Trafalgar wird gesucht!" Nami trat einen Schritt auf ihn zu. "Sanji, ich versteh dich ja, aber das geht uns nichts an. Die Allianz ist aufgelöst, im Grunde sind wir nun mit den Heart Piraten verfeindet. Trafalgar kommt schon zurecht." Es fühlte sich trotzdem nicht richtig an. Kid hatte seiner Meinung nach Recht. Ruffy jagte Law für etwas davon, was er ihm selbst gestattet hatte. "Ich nehme Ruffys Entscheidung hin weil er der Käpt'n ist, trotzdem halte ich es nicht für gerecht." Niemand sagte etwas. Es war totenstill. "Ich schicke Traffy nicht wegen Shanks Tod fort", sagte Ruffy. Sogar Falkenauge, Hancock und Kid sahen verwirrt aus. "Würdest du uns deine Gründe erläutern?", fragte Falkenauge. "Denn ich bedaure, dass niemand die Hintergründe versteht." Zorro musterte Mihawk genau. "Du hast sicher eine Vermutung, also warum sagst du nicht was du glaubst?" Als Ruffy nichts sagte seufzte Mihawk. "Ich für meinen Teil vermute, dass der Strohhut es für Trafalgar und seine Familie tut. Besonders für die Kinder. Es war schwer zu übersehen wie sehr sie an ihrem Vater hängen und Trafalgar hat mehr Gefühle gezeigt als in der gesamten Zeit die ich ihn nun kenne. Strohhut, du willst Trafalgar ein Leben mit seiner Familie ermöglichen, doch einfach verlassen würde er euch nicht. Weil dir das bewusst ist entbindest du ihn von seinem Versprechen euch zu unterstützen und beendest die Allianz. Du machst ihm ein schlechtes Gewissen, damit er einfach geht. Korrigiere mich wenn ich mich irre." Tränen füllten Ruffys Augen, schließlich nickte er. "Ich will nicht, dass er denkt bleiben zu müssen! Er sollte überhaupt nicht hier sein. Ich wünschte er hätte sein Versprechen nie gehalten. Traffy hätte bei seiner Familie bleiben sollen!"

"Warum darfst du nicht mehr mit deinen Freunden reden Papa?", fragte Kamui und rieb sich müde die Augen. "Der große rothaarige Mann war doch auch hier." Es war schon spät und eigentlich sollten sie schon längst schlafen, aber das würden sie so schnell wohl nicht. "Das ist sehr kompliziert", sagte er. "Ruffy möchte, dass ich bei euch bleibe, aber ich habe ihm versprochen an seiner Seite zu kämpfen. Deswegen hat er mich fortgeschickt aber unter anderen Gründen. Er sagte er sei mir für den Tod des Roten Shanks böse, aber das ist nicht wahr. Verstehst du das?" Lamya gähnte ausgiebig. "Also lügt er, was aber nicht schlimm ist weil du die Wahrheit weißt. Er möchte deine Gefühle verletzen, damit es für dich leichter ist zu gehen." Law lächelte, schloss die Augen und nickte. "Das ist richtig. Sehr gut Lamya." Kamui schielte zu seiner Schwester. "Ich glaube ich habe es auch verstanden." Law steckte die Decke fest. "Eure Mutter und ich sind noch eine Weile in der Küche. Den Gang nach recht, nächste links dritte Tür. Versucht es erst gleich im Raum gegenüber von diesem wenn etwas sein sollte. Dort werden wir schlafen. Lauft nachts nicht allein im Schiff herum." Die beiden nickten. "Ja Papa.", sagten sie gleichzeitig. Law gab ihnen noch einen Kuss auf die Stirn, nahm die beiden Tassen umständlich in die Hand und ging dann zur Tür. "Gute Nacht." Dann machte er das Licht aus. "Gute Nacht Papa." Leise schloss er die Tür und blieb noch einen Moment vor der Tür seiner Kajüte stehen. Es fühlte sich unwirklich an dass sie hier auf seinem Schiff waren und in seinem Zimmer schliefen. Er seufzte und ging dann in die Küche. Dort war Kira gerade dabei einen Schrank nach dem anderen zu durchsuchen. "Kann ich dir helfen mein Herz?" Erschrocken fuhr sie herum. "Du hast mich erschreckt. Ich habe dich nicht kommen hören." Er ging um die Anrichte herum nahm sie in den gesunden Arm und küsste sie. "Hast du nicht gesagt dass sich niemand an dich heranschleichen kann?" Kira hielt ihn an seinem Bart fest und zog ihn zu sich herunter. "Nur wenn ich meine Umgebung scanne, aber ich möchte nun wirklich nicht erfahren wie die Gefühlswelt deiner Mannschaft aussieht. Das mein Liebster nennt sich Anstand. Und da du jetzt hier bist kannst du mir sagen wo hier die Tassen versteckt sind." Dann drückte sie ihm einen flüchtigen Kuss auf die Lippen und ging lächelnd zu einem der Tische auf dem bereits zwei Kannen standen. "Du hast das alles gefunden, aber bist an den Tassen gescheitert?", sagte Law belustigt. Kira verengte die Augen. "Mach dich nicht über mich lustig. Ich bin hier nicht zu Hause." Er lachte knapp auf und ging zu einem der Schränke. "Vielleicht hättest du das in Betracht ziehen sollen. Immerhin habe ich die Küche zu Hause eingeräumt." Er öffnete einen Schrank und holte zwei saubere Tassen heraus nachdem er die der Kinder in die Spüle gestellt hatte. Kira verdrehte gespielt empört die Augen. "Das hätte mir allerdings auffallen müssen. Ist mit den Kindern alles gut?" Er stellte die Tassen auf den Tisch und während er sich ätzend setzte schenkte Kira erst ihm ein und dann aus der anderen Kanne sich selbst. "Manchmal vergesse ich wie klug sie für ihr Alter sind. Aber sie liegen im Bett und schlafen hoffentlich." Er nahm einen Schluck und seufzte zufrieden. "Dafür dass du mit Kaffee nichts anfangen kannst, ist er perfekt." Kira strahlte. "Ich habe dich vermisst. Unsere gemeinsamen Abende haben mir gefehlt." Nun da sie wieder bei ihm war, fühlte er dasselbe. Es waren nicht nur die Gespräche, denn unterhalten konnten sie sich, aber bei ihr zu sein war anders. Er war in den letzten Wochen so abgelenkt gewesen, dass er seine Einsamkeit nicht bemerkt hatte. Es waren nur wenige Tage gewesen, wie hatte er nur glauben können das mehrere Jahre zu überstehen. "Law? Du bist wieder in Gedanken." Er trank noch einen Schluck und schüttelte entschuldigend den Kopf. "Ich habe daran gedacht, dass es ein Fehler war Water Seven zu verlassen." Kira ergriff seine Hand und erst jetzt bemerkte er, dass er seine Tasse im Kreis drehte. "Bereust du es wegen Shanks?" War Ja aber Nein eine sinnvolle Antwort? Nein war es nicht. "Wenn ich geblieben wäre hätte ich mir nie verziehen sie im Stich gelassen zu haben, aber Shanks wäre noch am Leben. Auch wenn Ruffy Shanks Tod nur als Vorwand benutzt, bin ich doch schuld daran. Shanks sagte es gäbe keinen Grund für Groll, außer wenn wir es zulassen. Ruffy grollt mir nicht, aber ich mir und deswegen fühle ich mich miserabel." Kira runzelte die Stirn. "Warum das?" Die nächsten Worte fielen ihm schwer. "Weil es bedeutet, dass ich lieber gestorben wäre als das Leben des Roten zu nehmen. Ich hätte euch für immer verlassen." Eine Weile tranken sie schweigend. Bis Kira seufzte und ihnen noch einmal nachschenkte. "Wenn du geblieben wärst wäre Blackbeard noch am Leben und Ruffy und die anderen wären in Gefahr. Falkenauge, Hancock und Kid wären vielleicht gar nicht hier. Dass du dich schlecht fühlst ist in Ordnung. Es zeigt dass du noch ein Gewissen hast, aber du hast durch deine Rückkehr viel bewegt. Du solltest Stolz sein." Das war nicht das Wort das er gewählt hätte, aber vielleicht brauchte er nur etwas Zeit. "Komm mein Liebster, Chopper sagte du musst dich ausruhen. Ich spüle noch ab, du kannst bleiben und aufpassen dass ich es wieder dahinräume wo es hingehört." Er lächelte und ersparte sich sein Kommentar, dass sie es nur dahin räumen musste wo sie es gefunden hatte. Als er einen Lappen nahm um den Tisch und die Arbeitsplatte abzuwischen, nahm ihm Kira diesen sofort ab. "Es ist nur mein linker Arm gebrochen", sagte er und nahm ihr den Lappen wieder ab. "Ich werde mich dabei schon nicht überanstrengen." Kira stellte die Tassen zurück in den Schrank und grinste. "Nein, dabei nicht." Law horchte auf. Kiras Tonfall war schelmisch und die Gefühle die sie ihm sandte waren sehr eindeutig. "Sollte ich mich nicht ausruhen?" Kira biss sich nun auf die Unterlippe um ihr Grinsen zu verbergen. "Ab Morgen."
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