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I'm fine

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / Gen
Alexander "Alec" Lightwood Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane
15.12.2017
22.12.2017
7
14.171
31
Alle Kapitel
34 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
15.12.2017 1.635
 
Anmerkung: Vielen Dank, dass ihr euch entschieden habt, hier vorbeizuschauen^-^
Dies ist meine erste FF, seid also bitte nicht zu kritisch. Falls ihr Ideen, Anmerkungen oder Sonstiges zu dieser Geschichte habt, scheut euch nicht davor, ein Review dazulassen :3
Ansonsten, viel Spaß beim lesen :D
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Kapitel 1

Alec

Ich wusste ganz genau, wie schwer es war, ein Geheimnis zu haben. Besonders, wenn man täglich umgeben war von Shadowhuntern. Und noch schwerer war es, wenn diese besagten Shadowhunter nicht nur deine besten Freunde, sondern vor allem deine Familie sind. Natürlich ließen sie einem den Freiraum, den man brauchte. Was das anging, waren sie recht verständnisvoll. Aber wenn es um Verletzungen ging? Wenn man sich auch nur an einem Blatt Papier schnitt, würde es jemand merken.
So funktionierte das eben.
Vorsichtig, wenn auch nicht zu vorsichtig, setzte ich mich auf einen Stuhl in der Einsatzzentrale des Instituts.
Augenblicklich fing meine Seite protestierend an zu schmerzen, doch ich ignorierte es.
Natürlich hatte mir das heute passieren müssen.
Im ersten Moment war alles in Ordnung und im Nächsten gerieten die Dinge außer Kontrolle.

Flashback
„Da wären wir“, meinte Jace ernst und deutete auf das Diner, welches am anderen Ende Brooklyns war.
Mein Bruder griff nach seiner Seraph Klinge, während Izzy ihre Peitsche bereitmachte.
Schweigend warteten die Beiden auf meinen Befehl und nachdem ich mich ebenfalls auf den bevorstehenden Kampf vorbereitet hatte, nickte ich knapp.
Sofort stürmten wir los.
Vor wenigen Minuten hatten meine Geschwister und ich eine Mission erhalten, in der es um einen Dämonenangriff ging.
Eigentlich nichts wirklich aufregendes, abgesehen von der Tatsache, dass diese Dämonen hier etwas stärker waren, als normale Ravener Dämonen, mit denen wir es sonst zu tun hatten.
Besagte Dämonen hatten jedenfalls inmitten von Brooklyn fast zwei Dutzend Mundis abgeschlachtet und nun verschanzten sie sich in diesem heruntergekommenen Diner.
Unser Auftrag war simple.
Wir drei sollten rein, die Dämonen zurück in die Hölle schicken und dann ging’s zurück ins Institut.
In meinen Augen ein absolutes Kinderspiel, schließlich gehörte sowas für uns mittlerweile zur Routine.
Aber, oh man, lag ich damals falsch.
Das würde keineswegs ein Kinderspiel werden.
Wir liefen zum Diner und stießen die Eingangstür auf.
Ungefragt teilten wir uns auf, um den größten Teil des Gebäudes absichern zu können und hielten unsere Waffen kampfbereit hoch.
Die Dämonen, die in diesem Diner saßen, schreckten auf, als sie uns kommen hörten.
Manche verwandelten sich in Aufregung sogar teilweise.
„Shadowhunter!“, zischte eine schwarzhaarige Dämonin und ihre Augen glühten in einem hellen saphirblau auf.
„Nette Party“, grinste Jace irgendwo links von mir, „nur schade, dass wir sie jetzt crashen werden.“
Damit ging mein Parabatai auf einen Dämon los.
Izzy und ich taten es ihm gleich und ich spürte fast sofort, wie Adrenalin durch meinen Körper strömte.
Teilweise kam dieses Adrenalin von Jace, dass wusste ich.
Denn in einem Kampf schlugen die zwei Herzen von Parabatai wie eines.
Den ersten Dämon erledigte ich mit Leichtigkeit.
In einem unachtsamen Moment, rammte ich ihm meine Seraph Kline durchs Herz und er zerfiel vor meinen Augen zu Asche.
Izzy und Jace kamen ebenfalls recht gut voran, weswegen ich mich weiter um meine Gegner kümmerte.
Doch als ich den nächsten Dämon tötete, bemerkte ich, wie die schwarzhaarige Dämonin aus dem Diner flüchtete.
„Schnapp sie dir, Alec!“, brüllte mir Izzy zu, um die lauten Kampfgeräusche zu übertönen.
Ich überlegte nicht lange, sondern kam der Aufforderung nach, schließlich war ich am nächsten an der Dämonin dran.
Mit schnellen Schritten preschte ich aus dem Diner und nahm die Verfolgung der Dämonin auf.
Sie war schnell, keine Frage, doch ich aktivierte mit meiner Stele meine Rune für Geschwindigkeit und holte schon bald auf.
Ich war ihr ungefähr drei Blocks gefolgt, als ich sie schon beinahe einholte.
Gerade als ich zum Schlag gegen sie mit meiner Klinge ausholte, tat die Dämonin etwas völlig Überraschendes.
Sie drehte sich urplötzlich zu mir um und wich meinem Schlag aus.
Dann zog sie etwas hervor, das verdächtig nach einem Messer aussah, und stach zu.
Alles passierte in Zeitlupe.
Dadurch, dass sie meinem Schlag ausgewichen war, hatte ich zu viel Schwung in meinem Arm, weswegen ich nach rechts stolperte.
Mit dem Messer versuchte sie nun meine linke Seite zu erwischen, welche dadurch völlig ungeschützt war.
In knapper Not ließ ich mich ganz nach rechts fallen und drehte meinen Oberkörper mit, in der Hoffnung, sie würde daneben stechen.
Es funktionierte, zumindest Größtenteils.
Die Klinge ihres Messer schrammte meine Seite und ein stechender Schmerz flammte in mir auf.
Doch ich verlor keine Zeit damit, nachzusehen, wie schwer sie mich erwischt hatte.
Ich knurrte nur kurz vor Schmerz, dann fing ich mich wieder und schlug ihr das Messer aus der Hand.
Sie taumelte zurück bei dem Schlag und ich nutzte ihre Unachtsamkeit, um meine Klinge durch ihren Oberkörper zu stechen.
„Schmor in der Hölle!“, knurrte ich, dann verpuffte auch sie als ein Häufchen Asche.
Kurz atmete ich durch, dann besah ich mir meine Seite.
Der Schnitt, den sie mir zugefügt hatte, war weder sonderlich lang, noch tief, weswegen ich keinen weiteren Gedanken daran verschwendete.
Schließlich war das nichts, was eine Iratze nicht wieder hinbekommen würde.
Ich packte meine Seraph Klinge fester, dann wandte ich mich zum Gehen.
Schließlich bräuchten Jace und Izzy vielleicht meine Hilfe.
Doch nachdem ich ein paar Schritte gelaufen war, drehte ich mich noch einmal zu dem Aschehaufen hin, der früher mal ein Dämon gewesen war.
Augenblicklich fiel mein Blick auf das Messer, welches nur wenige Zentimeter davon entfernt lag.
Eigentlich hätte mich das stutzig machen müssen, schließlich gab es kaum Dämonen, die Waffen benutzten. Und schon gar keine so banalen Waffen, wie ein Messer.
Doch zu diesem Zeitpunkt, hatte ich nicht großartig darüber nachgedacht.
Ich zuckte lediglich mit den Achseln und lief dann zurück zum Diner.
Beim Engel, war ich damals dumm gewesen.

Nach der Mission waren wir zurück ins Institut gegangen und während Izzy und Jace in die Einsatzzentrale verschwunden waren, war ich in mein Zimmer geflüchtet.
Dort angekommen entledigte ich mich meinem Hemd und besah mir den Schnitt an meiner linken Seite.
„So ein Miststück“, murmelte ich halblaut, als ich an die Dämonin dachte und zog dann meine Stele hervor.
Ich fuhr mit der Spitze der Stele über meine Iratze, welche kurz aufleuchtete.
Doch zu meinem Erstaunen blieb der Kratzer, wo er war.
„Was beim Engel…“, nuschelte ich überrascht und versuchte noch einmal, meine Heilrune zu aktivieren.
Doch erneut geschah nichts.
Der Schnitt verheilte einfach nicht.
Eigentlich hätte ich jetzt misstrauisch werden müssen. Denn wenn eine Iratze nicht half, bedeutete das meist, dass etwas nicht stimmte. Ich hätte sofort zu Magnus gehen sollen. Oder zumindest hätte ich das Krankenzimmer aufsuchen sollen. Vielleicht hätte ich auch einfach Jace davon erzählen müssen.
Hätte, hätte, hätte.
Aber ich tat nichts davon.
Wie sah das denn auch aus, wenn ich wegen einem Kratzer so einen Aufstand verursachte? Ja, es blutete ein wenig und die Ränder waren gerötet, doch alles in allem sah es harmlos aus.
Jace würde mich nur damit aufziehen, dass ich ein Jammerlappen war. Womit er vermutlich Recht hätte. Shadowhunter zeigten keine Schwäche, also würde ich es auch nicht tun. Abgesehen davon war der Schnitt spätestens morgen sowieso verheilt.
Und das eine Iratze nicht wirkte, kam auch nicht zu selten vor und hatte verschiedene Gründe. Vielleicht war ich von dem heutigen Tag auch einfach nur zu erschöpft, um die Heilrune wirklich verwenden zu können.
Also säuberte ich den Schnitt, desinfizierte und verband ihn.
Anschließend streifte ich mir eines meiner schwarzen T-Shirts über und ging zu meinen Geschwistern in die Haupthalle.
Schließlich musste ich noch einen Bericht schreiben.
Flashback Ende

Und hier saß ich nun, auf diesem Stuhl und mit einer schmerzenden Seite. Den Bericht hatte ich zur Hälfte fertig, als Izzy und Jace auf mich zukamen.
„Hey, Brüderchen“, begrüßte Izzy mich, „wie sieht’s aus, kommst du mit zu Taki’s?“
Ich stand seufzend vom Stuhl auf.
Der Kratzer meldete sich erneut, doch auch diesmal ging ich nicht auf den Schmerz ein.
Bei Raziel, warum brannte das kleine Mistding so?
„Hab ich ‘ne Wahl?“, fragte ich wenig hoffnungsvoll und sah dabei vor allem zu Jace.
Mein Bruder grinste.
„Auf keinen Fall“, meinte er, „schließlich ist es Tradition, dass wir nach einer erfolgreichen Jagd zu Taki’s gehen.“
Izzy grinste.
„Du meinst, es ist Tradition, dass wir dahin gehen, damit du Kaelie anbaggern kannst“, neckte sie Jace.
Ich lachte leise bei Izzys Worten.
Wo meine Schwester recht hatte…
„Ich bagger sie nicht an“, rechtfertigte Jace sich, „ich flirte nur gerne.“
„Jaja“, lächelte Izzy.
Jace sah zu mir.
„Und was dich angeht, Parabatai“, sagte er sarkastisch, „vielen Dank, fürs nicht auslachen.“
Ehe ich reagieren konnte, takelte mich Jace spaßeshalber zu Boden.
Heißer Schmerz flammte in meiner linken Körperhälfte auf, als ich auf den Boden fiel.
„Jetzt weißt du was passiert, wenn du mich auslachst“, bemerkte Jace grinsend, doch ich achtete kaum auf ihn.
Zu sehr war ich damit beschäftigt, die Zähne aufeinander zu beißen, um nicht vor Schmerz loszubrüllen.
Ich atmete langsam durch, und als Izzy und Jace in Gelächter ausbrachen, gab ich mein bestes, um mitzulachen.
„Stehst du jetzt noch auf, oder bleibst du da sitzen?“, erkundigte sich Izzy kichernd bei mir, nachdem sich das Gelächter langsam gelegt hatte.
Vorsichtig stand ich auf, verzog jedoch kurz das Gesicht, als meine Seite zu pochen anfing.
Okay, das tat definitiv mehr weh, als es sollte.
Jace schien meinen Gesichtsausdruck zu bemerken, denn das breite Grinsen wich aus seinem Gesicht.
„Alles okay, Alec?“, fragte er.
Ich lächelte.
„Ja, alles gut“, antwortete ich locker, während ich mir unauffällig die Seite rieb.
Egal, wie sehr es wehtat, es war nur ein Kratzer.
Kein Grund, einen auf Heulsuse zu machen.
„Gehen wir jetzt, oder was?“, hing ich noch an.
Sofort lächelten meine Geschwister wieder.
Und während wir auf dem Weg zu Taki’s waren, vergaß ich den kleinen Vorfall und die Schmerzen sofort wieder.
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