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Blutige Tränen

Kurzbeschreibung
OneshotÜbernatürlich / P12 / MaleSlash
Allison Argent Derek Hale Isaac Lahey Lydia Martin Mieczyslaw "Stiles" Stilinksi Scott McCall
13.12.2017
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Mein Ersatzbeitrag für BanANNE im Offen für Neues Wichteln von Sisi12. Leider ist mein Wichtelkind hier unter diesem Namen nicht mehr zu finden, aber ich hoffe, es gefällt trotzdem jemanden. Auch wenn die Vorgaben nicht ganz einfach waren, habe ich versucht, sie angemessen umzusetzen.


Nachdem der Darach besiegt worden war und Deucalion, um seine zweite Chance zu nutzen, wieder ein guter Mann zu werden, somit auch aus Beacon Hills verschwunden war, war eigentlich wieder Ruhe in Beacon Hills eingekehrt. Nun mal abgesehen davon, dass Scott nun ein wahrer Alpha war, Derek diesen Status für Cora aufgegeben hatte und das Ganze somit natürlich zu leichten Differenzen innerhalb des Rudels führte.

Zum Glück erstreckten sich diese Differenzen nicht auch noch auf ihre gemeinsamen Beziehungen untereinander, in die sie sich allmählich nach Scotts Trennung von Allison eingefunden hatten. Auch wenn es anfangs für ein wenig Verwirrung gesorgt hatte, dass Stiles und Scott scheinbar doch manchmal ein bisschen mehr als bloße Freundschaft verband oder Derek mit Stiles, Scott und Isaac auskommen konnte, obwohl sie doch ein ganzes Stück jünger waren als er, funktionierte das Ganze doch recht gut. Allison und Lydia ließen die Jungs gewähren, solange sie damit glücklich waren und störten sich nicht großartig daran.

Allerdings hielt die Ruhe nicht lange an, wie sollte es in Beacon Hills auch großartig anders sein, da der Nemeton übernatürliche Wesen wie ein Leuchtfeuer anzog. Diesmal hatte eine ahnungslose Spaziergängerin eine angeschwemmte, stark malträtierte Leiche eines Wanderers gefunden.  Komischerweise sahen aber die Wunden nicht nach Tieren aus, wie Sheriff Stilinski später feststellte. Zum Glück war er ja nun in die Geheimnisse der übernatürlichen Welt eingeweiht, ansonsten hätte er sich sicher noch länger gefragt, was zur Hölle mit diesem Wanderer passiert war. So war er der Meinung, dass das wohl einmal wieder irgendein übernatürliches Wesen war, das sich für seine Umtriebe Beacon Hills ausgesucht hatte.

Allerdings erzählte er Stiles zunächst nichts davon, da er das ja auch eigentlich nicht durfte. Als sie jedoch am nächsten Morgen erneut eine angeschwemmte Leiche fanden, diesmal noch schlimmer zugerichtet als die vorherige, wurde es schon schwieriger das Ganze vor Stiles zu verstecken. Natürlich klappte es auch nicht, da dieser abends bei ihm vorbeischaute, um ihn abzuholen und dabei zufällig oder vielleicht sogar absichtlich einen Blick auf die Fotos vom Tatort erhaschte.

Selbstverständlich erkundigte sich Stiles nach den Fotos und sein Vater konnte ihm nur eine unzureichende Antwort geben, dachte sich aber, dass Stiles das mit seinen Kontakten sicher besser lösen konnte als er selbst. So machte sich dieser auf den Weg zu seinem Rudel, um ihnen von den Leichenfunden zu erzählen und über das weitere Vorgehen zu beraten, denn es war klar, dass das Ganze irgendwie etwas Übernatürliches war.

Allison erbot sich sofort, daheim im familieneigenen Bestiarium nachzusehen, um was es sich dabei handeln konnte und Lydia wollte ihr dabei helfen, die lateinischen Texte zu übersetzen. Währenddessen wollte sich Derek ein bisschen umhören, ob vielleicht Peter etwas zu übernatürlichen Wesen wusste, die Menschen ertränkten und die Leichen anschließend auch wohl teilweise fraßen, ein Grund, weshalb diese Leichen so übel zugerichtet waren.

Allison und Lydia wurden recht schnell fündig, denn es gab nicht viele Wesen, auf die diese Beschreibung passte. Wie sie den anderen später erzählten, handelte es sich bei dem Wesen wohl um einen Kelpie, ein pferdeähnliches Ungeheuer, das diejenigen, die auf die Idee kamen, zu nahe an ihn heranzutreten, ertränkte und anschließend - sofern es genug Hunger hatte- den Menschen, abgesehen von der Leber, komplett fraß.  Scheinbar hatte der Kelpie im Fluss bei Beacon Hills wohl früher schon ausgiebig gespeist oder „man hat die Lebern eben einfach nicht gefunden, beispielsweise wenn andere Tiere sie gefressen haben“, schloss Lydia ihren Bericht.

Allerdings hatte nur Derek einen vagen Hinweis darauf gefunden, wie man Kelpies am besten loswurde. Im Bestiarium stand nichts außer ihren Fähigkeiten nichts dazu und Derek wusste auch nicht, woher sie kamen, aber hatte herausgefunden, dass jeder Kelpie einen richtigen Namen hatte, dem man ihm zurufen konnte. Zusammen mit einem persönlichen Gegenstand sollte das den Kelpie unschädlich machen.

Aber wie sollte man den Namen eines Wesens herausfinden, dass man noch nie gesehen hatte und das zu suchen- ohne den Namen zu kennen- Lebensgefahr bedeutete? Sie brauchten also einen anderen Plan als die direkte Konfrontation. Vielleicht war dieser Kelpie, der jetzt in der Nähe von Beacon Hills lebte, schon einmal früher irgendwo aufgetaucht und vielleicht gab es dort auch einen persönlichen Gegenstand des Kelpies?

Also setzten sich Stiles und Lydia gemeinsam an einen Computer und versuchten so zu recherchieren, wo sich der Kelpie vielleicht aufgehalten haben konnte. Sie wurden auch relativ bald fündig, denn ähnliche Fälle wie in Beacon Hills hatte es vor wenigen Wochen in einem Städtchen zwei Autostunden von Beacon Hills entfernt gegeben. Sie hatten dort vor etwa drei Monaten begonnen und waren vor vier Wochen plötzlich abgebrochen. Da das auf den Kelpie passen würde, machten sie sich auf den Weg zu der Stelle, an der die meisten Leichen – oder Leichenteile – gefunden wurden. Anschließend durchsuchten sie das Ufer flussaufwärts, um irgendeinen Hinweis auf die Identität des Kelpies zu finden

Als sie an einer schwer einsehbaren Stelle vorbeikamen, hielt Lydia plötzlich inne, als hätte sie etwas gehört. Allison bemerkte es als erstes: „Lydia? Was ist los?“. Aber diese reagierte nicht und sah weiterhin irgendetwas, was die anderen beim besten Willen weder sehen noch hören konnten. Schließlich fing sich Lydia wieder und erklärte, dass sie gerade eine Geistererscheinung gesehen habe, die blutige Tränen geweint hätte und ihr mit diesen eine Spur zu einem Felsen gemalt hätte. Zudem hätte die Gestalt immer wieder wiederholt, dass sie ihn nicht beschützen konnte.

Die anderen zweifelten zunächst, wussten aber auch, dass an Lydias „Bansheefähigkeiten“, wie sie Jennifer Blake bezeichnet hatte, wohl etwas dran war und machten sich daran, Lydia zu folgen. So erreichten sie schließlich einen Felsen, unter dem ein Spiegel und ein kleiner, roter Ball lagen. Scott nahm den Ball in die Hand und überlegte laut: „Der scheint wohl unserem Kelpie zu gehören, da kommt man außer vom Wasser her schlecht ran. Aber wozu ist der Spiegel?“.

Darauf hatte allerdings Allison eine Antwort: „Kelpies sind doch auch Meister der Illusionen, vielleicht wollte jemand die Sicherheit haben, immer das richtige zu sehen.“ Das klang vernünftig, auch wenn sie immer noch nicht wussten, wer diese Geistererscheinung war und weshalb sie sie hierher geführt hatte.

„Vielleicht hilft noch einmal ein bisschen Recherche“, überlegte Stiles laut und nahm sich fest vor, das am Abend auch noch gleich zu erledigen. Nachdem er sich von Lydia eine möglichst genaue Beschreibung der Erscheinung gegeben hatte, begann er zu recherchieren und wurde auch bald fündig: Vor einigen Monaten war eine junge Frau  namens Laoghaire Robertson tot aufgefunden worden und seitdem war auch ihr Bruder, ein gewisser Ewan Robertson verschwunden. Drei Tage nach dem Fund von Laoghaires Leiche – ebenfalls an demselben Fluss, an dem auch die ersten Leichen entdeckt wurden – hatten die Leichenfunde begonnen.

Höchstwahrscheinlich handelte es sich bei dem Kelpie also um Ewan Robertson, einen 16-jährigen Jungen mit schottischen Wurzeln. Der rote Ball schien auch ihm zu gehören, denn es war von seinen Eltern als sein früheres Lieblingsspielzeug bezeichnet worden. Hoch erfreut, den Namen herausgefunden zu haben, wandte sich Stiles dem Rest des Rudels zu und erklärte ihnen, dass sie den Kelpie aufsuchen, ihm seinen Namen zurufen und seinen Ball zuwerfen müssten.

Am nächsten Tag machte sich das ganze Rudel auf zum Fluss, um den Kelpie zu suchen. Sie begannen an der Stelle, an der die Leichen angeschwemmt kamen und arbeiteten sich weiter flussaufwärts, als sie plötzlich zwischen lauter Schlingpflanzen standen, die sie unter Wasser ziehen wollten. Die meisten bemerkten das noch relativ schnell, aber Isaac war zu langsam und wurde deshalb trotz seiner Werwolfkräfte langsam unter Wasser gezogen. Alle Versuche, auf die Schlingpflanze irgendwie einzuwirken, schlugen fehl und als schließlich nur noch Isaacs Kopf aus dem Wasser ragte, schaute Allison zufällig in den Spiegel und sah, dass der Kelpie direkt hinter ihnen stand und es auch gar keine Schlingpflanzen um sie herum gab.

„Isaac, das ist nur eine Illusion!“, rief sie ihm zu. „Hör auf, gegen die Schlingpflanze anzukämpfen und sie wird dich loslassen“, pflichtete Stiles ihr bei. Gleichzeitig holte Scott den Ball heraus, drehte sich um und warf ihn in Richtung des Kelpies, der sich nach dem Fehlschlagen seiner Illusionen gezeigt hatte.

„Hier ist dein Ball, Ewan Robertson“, sprach er ihn freundlich an. Daraufhin ging ein Ruck durch den Kelpie und er tauchte in einer Wolke von Luftblasen unter, um schließlich wieder als ein dunkelhaariger Junge aufzutauchen, der etwas verwirrt wirkte. Aber Ewan fing sich schnell, sobald er wieder trockenen Boden unter den Füßen hatte.

Er erklärte ihnen, nachdem er Dereks Namen gehört hatte und somit wusste, dass er andere übernatürliche Wesen vor sich hatte, dass die Männer seiner Familie die Fähigkeit hatten, zum Kelpie zu werden. Um unkontrollierte Anschläge auf Menschen zu verhindern, hatte seine Familie jedem Kelpie eine Hüterin zugewiesen – in Ewans Fall Laoghaire – die sie mit ihrem Namen und einem Ankergegenstand wieder an sie selbst erinnerte. So geriet die Fähigkeit normalerweise auch nicht außer Kontrolle, es sei denn, jemanden tötete diese Hüterin, wie es in Ewans Fall passiert war. Er habe versucht, sich unter Kontrolle zu halten, aber da er leider auch derjenige war, der Laoghaires Leiche fand, brach sich sein Erbe schnell Bahn und er wurde zum Kelpie, woran er allerdings – zum Glück – nur noch schemenhafte Erinnerungen hatte.

Da man diesen Jungen – ähnlich wie Jackson - dafür schwerlich verantwortlich machen konnte und es sowieso niemand glauben würde, fuhren sie ihn mitsamt seinem Ball einfach zur Polizeistation und ließen ihn so nach Hause. Außerdem erklärten sie den Fall Sheriff Stilinski, der ihnen zustimmen musste, dass man das Ganze so nicht in die Akten schreiben konnte. Zudem gaben sie Ewan ihre Nummern, sodass er sie kontaktieren konnte, sollte er wieder Schwierigkeiten haben, sein Erbe unter Kontrolle zu halten.

Als sie sich schlussendlich alle auf den Weg nach Hause machen wollten, rief Stiles den anderen zu: „Ich hoffe, wir sind die übernatürliche Monster für eine Weile los, aber selbst wenn nicht, unsere Rudelverbundenheit wird uns da immer helfen.“

Für alle, die es interessiert: Der Vorname Laoghaire bedeutetet Hüterin und wird „Leary“ ausgesprochen.

Eine der Vorgaben war folgende Schlagworte einzufügen: Tränen, Leichen, Lebensgefahr und Rudelverbundenheit.
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