Die Dunkle Seite

GeschichteMystery, Romanze / P16 Slash
Miley Cyrus OC (Own Character) Selena Gomez
13.12.2017
14.08.2019
35
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Michelles POV

„Wieso brauchst du eigentlich immer so lange?“ fragend sah ich zu Melii, als wir vor dem Haus auf unser Taxi warteten.
Vor bereits drei Stunden hatte ich ihr gesagt, dass wir los gehen wollten, aber erst jetzt war sie fertig geworden.
„Du kennst mich schon so lange Michelle, du solltest es langsam aber sicher wissen“ grinste sie, was mich leicht die Augen verdrehen ließ.
„Aber drei Stunden? Es ist schon fast Mitternacht“
„Und? Wir sind doch eh immer nachts unterwegs“ grinste sie weiter, was mich leise lachen ließ.
Wo sie recht hatte, hatte sie recht.
Wir Beide waren Nachtmenschen.
Waren eigentlich nur über Tag aktiv, damit wir nicht sonderlich auffielen.
Aber wir lebten schon so lange, da hatten wir uns langsam an die Sonne gewöhnt und wussten, wie wir uns am besten davor schützen konnten.
Wir kannten allerhand Tricks, damit wir ohne Probleme sogar einen Tag am Strand überleben konnten.
„Außerdem weiß ich, dass auch du mal wieder Lust daran hast, dass wir eine Nacht aus sind“ zwinkerte mir Melii zu, als wir ins Taxi stiegen, nachdem dieses vorgefahren war.
„Da magst du wohl recht haben, aber ich weiß auch, dass ich mal wieder auf dich aufpassen muss. Immerhin kannst du dich weniger unter Kontrolle halten als ich“ sprach ich ruhig, als ich mich zurück lehnte, nachdem Melii dem Fahrer die Adresse genannt hatte.
Wir waren oft auf Hauspartys oder in irgendwelchen Clubs.
So lernte man neue Leute kennen und wir konnten schauen, wie wir am besten an das kamen, was wir brauchten.
„Ich habe mich perfekt unter Kontrolle Michelle, was redest du da“ murrte meine beste Freundin, was mich leise lachen ließ.
„Ach ja? Und wieso mussten wir noch einmal von San Francisco hier her nach LA ziehen?“ mit hochgezogener Augenbraue sah ich die Jüngere nun an.
„Dieses eine Mal Michelle, das kannst du nicht in Relation nehmen“
„Das eine Mal? Es war bestimmt schon das hundertste Mal wenn nicht sogar öfter. Und ich hoffe, dass du dich dieses Mal besser unter Kontrolle hast, ich habe keine Lust schon wieder umziehen zu müssen, wir sind gerade erst ein halbes Jahr hier“ seufzte ich und drehte meinen Kopf zu ihr.
„Keine Sorge Michelle, wir werden dieses Mal etwas länger hier bleiben“ lächelte Melii, was auch mich kurz lächeln ließ.
Ich konnte nur hoffen, dass es auch so war.
Ich hasste es, mir ständig eine neue Arbeit suchen zu müssen und erklären zu müssen, wieso ich so plötzlich meinen Job aufgeben musste.
Manchmal hasste ich es dann schon, dass Melii sich einfach nicht unter Kontrolle hatte.


Nach gut zwanzig Minuten waren wir an unserem Ziel und schnell bezahlte ich den Fahrer, ehe wir auch schon ausstiegen.
„Hier ist ja wirklich was los“ grinste Melii, als sie sich kurz umsah.
„Denk bitte daran, dass wir vorhin erst noch etwas hatten Melii. Also brauchst du nicht unbedingt was neues“ ruhig sah ich meine beste Freundin an.
„Ja ja, mach dir mal keine Sorgen“ und ehe ich mich versah, war sie auch schon im Haus verschwunden.
Leise seufzte ich, ehe ich meiner besten Freundin auch schon folgte.
Ich wollte wenigstens kurz schauen, ob es hier potentielle Opfer für sie gab.
Denn so musste ich auch ein Auge auf sie haben.
Denn wenn sie und Melii zur gleichen Zeit verschwinden würden, würde es heißen, dass sie Probleme machen würde.
„Du musst mir wirklich nicht nach laufen Michelle. Ich tue heute nichts, versprochen. Einfach nur etwas feiern und schauen, was hier so für Leute sind“ lächelnd sah mich die Kleinere an.
„Kann ich dir auch wirklich vertrauen?“
„Wie lange kennst du mich jetzt schon“ kam es ruhig von ihr, während sie mich auch so ansah.
Tief atmete ich durch und nickte kurz.
„Okay gut, aber du weißt…“
„Ja ich weiß Michelle, ich werde zu dir kommen. Immerhin habe ich dir das ganze hier ja auch zu verdanken“ lachte Melii, was auch mich kurz lachen ließ.
„Dann los“ gab ich ruhig von mir und schon war Melii unter all den Leuten verschwunden.
Ich nahm mir ein Bier und war wenig später auf der Veranda verschwunden.
Es war mir viel zu stickig dort drin und die ganzen Gerüche machten mich verrückt.
„Wie es scheint, hast du auch keine Lust“ hörte ich eine Stimme neben mir und blickte zu meiner linken.
Dort stand eine junge schwarzhaarige Frau, die etwa in meinem Alter war.
Okay gut, nicht wirklich.
Immerhin war ich älter, wie ich eigentlich aussah.
„Eigentlich schon, aber ich komme direkt von der Arbeit, weshalb ich es erst einmal langsam angehen lasse, während meine beste Freundin schon direkt los legt“ lachte ich und fuhr mir durch die Haare.
Natürlich viel mir der süße Duft ihres Blutes sofort auf, aber ich hatte vorhin erst noch gegessen, weshalb dies für mich gerade erledigt war.
Hätte ich nichts gegessen, dann wäre es was ganz anderes.
Aber ich war alt genug und hatte mich somit auch gut unter Kontrolle.
„Also ungefähr so wie bei mir“ riss mich die Stimme der jungen Frau aus meinen Gedanken und ich blickte zu ihr.
„Ich bin nur hier, weil meine beste Freundin meinte, ich solle mal wieder unter Menschen kommen“ verstehend nickte ich und nippte an meinem Bier.
„Begeisterung sieht aber anders aus“
„Ich bin nicht für solche Collegepartys. Ich bleibe lieber zuhause und schaue einen guten Film oder so“ zuckte sie mit den Schultern und sah sich kurz etwas um.
„Aber da ich Perrie gut genug kenne, ist es wohl das Beste, wenn ich hier bleibe und ein Auge auf sie habe“ leise lachte ich und lehnte mich gegen die Wand.
Das kam mir mehr als nur bekannt vor.
Mit mir und Melii war es ja nicht anders.
Aber ich hatte ihren Geruch immer in der Nase und konnte schnell merken, ob sich daran etwas ändert oder nicht.
Und so, konnte ich auch schnell genug eingreifen.


Meliis POV

Nachdem Michelle mir ihr okay gegeben hatte, sah ich mich etwas um.
Eigentlich brauchte ich das ja nicht einmal.
Ich war alt genug und hatte mich sehr wohl unter Kontrolle.
Ja, hin und wieder war es nicht der Fall.
Aber wieso sollte ich mir ein perfektes Leben in LA damit versauen?
Ich liebte diese Stadt.
Es war ja auch nicht das erste Mal, dass ich hier lebte.
Aber es war so viel passiert, dass wir ständig umgezogen waren.
Ich konnte schon gar nicht mehr sagen, in welchen Städten ich schon alles gelebt hatte.
Es waren einfach so verdammt viele gewesen.
Aber am besten hatte es mir immer noch im alten London, in New York City und natürlich hier in LA gefallen.
Immerhin war ich hier geboren und aufgewachsen.
Da war es klar, dass mir diese Stadt von allen am besten gefiel.
Doch darüber sollte ich mir jetzt keine Gedanken machen.
Ich war aus einem ganz anderen Grund hier.
Ich wollte meinen Spaß haben.
Also sah ich mich etwas im Haus um, während ich an meinem Bier nippte.
Hier gab es einige Frauen, die mir sehr wohl gefielen, aber keine, die mein Interesse erweckte.
„Darf ich einmal vorbei“ hörte ich da aber eine Stimme neben mir und sah zu meiner rechten.
Dort stand eine junge Frau, die etwa 23 Jahre alt war, lange blonde Haare und blaue Augen hatte.
Da hatten wir doch jemanden.
Innerlich grinste ich und fuhr mir kurz durch die Haare.
„Klar“ lächelte ich und ging einen Schritt zur Seite, damit die junge Frau an die Bar konnte um sich etwas zu trinken zu holen.
Ich atmete einmal kurz tief durch und grinste, als ich ich diesen Duft ihres Blutes wahrnahm.
Genau mein Geschmack.
Wenn ich nicht schon gegessen hatte, dann wüsste ich, was ich heute Abend machen würde.
Allein bei dem Gedanken, wurde mein Grinsen immer breiter und breiter.
Doch ein plötzliches Stechen in meinem Hals ließ mich diesen Gedanken wieder verdrängen und mein Blick viel zur Haustüre.
Dort stand Michelle, die mich mit einem ernsten Blick ansah.
Ich wusste genau, was sie von mir wollte.
Ich nickte kurz und schon war sie wieder nach draußen verschwunden.
Manchmal nervte es mich schon, dass ich sie immer an meiner Seite hatte, aber über all die Jahre, war sie meine beste Freundin geworden.
Auch wenn ich sie zu Anfang gehasst hatte, immerhin hatte ich ihr das alles zu verdanken.
Und es hatte Ewigkeiten gedauert, bis ich endlich mit meinem neuen Leben zurecht gekommen war.
„Hier“ riss mich erneut die Stimme der Blondine aus meinen Gedanken und verwirrt sah ich zu ihr, als sie mir einen Drink hinhielt.
„Ich habe gesehen, dass dein Bier leer ist“ zwinkerte sie mir zu, was mich leise lachen ließ.
Leise lachte ich, nahm den Drink und nippte kurz darauf.
Wenn etwas drin gewesen wäre, was nicht hinein gehörte, hätte ich dies schon vorher bemerkt.
„Und wem habe ich diesen Drink zu verdanken?“ fragte ich, als wir raus in den Garten gingen, damit ich eine Rauchen konnte.
Töten konnte mich das Zeug ja eh nicht mehr.
„Perrie, Perrie Edwards“ lächelte die Blondine, was auch mich lächeln ließ.
„Melii Noé“ zwinkerte ich ihr zu, was die etwas kleinere leise lachen ließ.
„Alleine hier?“
Nicht direkt“ verwirrt sah ich sie nun an.
„Ich bin mit meiner besten Freundin hier, aber sie spielt mal wieder meinen Babysitter, was wirklich nicht sein müsste. Immerhin bin ich alt genug“ lachte sie, was auch mich lachen ließ.
„Ja, so jemanden habe ich auch dabei, aber mein 'Babysitter' ist draußen auf der Veranda und scheint sich dort mit jemanden zu unterhalten“ erklärte ich, was nun Perrie lachen ließ.
„Aber es kann uns ja egal sein, was die Beiden machen oder?“ grinste ich breit, was auch Perrie breit grinsen ließ.
„Da hast du recht“ zwinkerte sie mir zu, ehe sie mich auch schon wieder mit rein zog, nachdem ich meine Zigarette auf hatte.
Leise lachte ich und ließ mich von ihr mit auf die Tanzfläche ziehen.
Es waren zwar verdammt viele Leute hier, aber da ich jemanden gefunden hatte, der mein Interesse geweckt hatte, waren mir all die anderen Menschen hier vollkommen egal.
Und da ich wusste, dass Michelle eh darauf achten würde, was ich anstellte, musste ich mir keine Sorgen machen.
Aber ein wenig Spaß konnte ich ja dennoch mit der Blondine haben, auch wenn ich heute schon gegessen hatte.
Gegen ein wenig Spaß sprach ja dennoch nichts.
Und da die Blondine schon einiges getrunken hatte, würde es vermutlich auch darauf hinaus laufen, dass wir nachher vielleicht noch unseren Spaß zusammen haben würden.
Und diesen Spaß, würde ich mir garantiert nicht nehmen lassen.
Egal von wem.
Weder von Michelle oder sonst wem.
Und diese Party ließ mich auch den Stress bei meiner Arbeit vergessen.
„Du denkst zu viel“ raunte mir Perrie plötzlich ins Ohr, als sie mich näher zu sich zog.
„Vielleicht sollte ich dich auf ganz andere Gedanken bringen“ leicht biss sie mir in mein Ohrläppchen, was mich breit grinsen ließ.
„Und wie willst du das machen?“ grinste ich und fuhr mit meiner Zunge leicht über meine Lippen.
Ich konnte das Blut in ihren Adern genau fließen hören.
Doch hatte ich Michelle etwas versprochen und daran würde ich mich auch halten.
„Komm“ grinsend griff Perrie meine Hand und zog mich wenig später mit nach oben.
Mit einem breiten Grinsen folgte ich ihr, ehe wir in einem der Zimmer verschwanden.
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