Weihnachten mit Tim, Lea und Jenne

von Lady0409
KurzgeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Dr. Lea Peters Jenne Derbeck Tim Peters
12.12.2017
31.12.2017
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Weihnachten mit Tim, Lea und Jenne




Kapitel 1
Planungen am Morgen

Der neue Morgen an diesem kalten Dezemberanfang steckte in den Startlöchern und wartete nur darauf, die Menschen aus den Betten zu holen. In Leipzig erstrahlten die ersten Häuser in einem wintermorgendlichen Licht und mehrere Bewohner der großen sächsischen Messestadt liefen eilig zu ihren Autos und den öffentlichen Verkehrsmitteln.

In einer Leipziger Wohnung allerdings war alles noch komplett dunkel – bei Dr. Lea Peters, der Neurochirurgin aus der Leipziger Sachsenklinik.

Die Ärztin hatte erst gestern Abend – man könnte auch schon sagen, heute Früh – den Weg ins Bett gefunden und das hatte auch einen Grund – einen wunderschönen Grund, wie viele ihrer Kollegen und Bekannte fanden. Und genau dieser lag friedlich schlummernd neben ihr.
Nein, es war damit nicht der junge Mann gemeint, der mit im Bett der Ärztin lag. Vielmehr lag der süße Grund für die schlaflose Nacht der Leipzigerin auf der linken Seite in einer weiß lackierten Babywiege, eingepackt in einen hellblauen Schlafsack.

Es war der kleine Tim Peters, Sohn der Neurochirurgin und das heimliche Glück seiner Mutter.

Lea hatte ihren kleinen Jungen die ganze Nacht lang auf dem Arm durch ihre Wohnung getragen, ihn in den Schlaf gesungen und war mit ihrem kleinen Herzensbrecher auf dem Gymnastikball, den Arzu der frischgebackenen Mutter vor einigen Tagen mitbrachte, als Lea darüber gestöhnt hatte, ihr kleiner Sohn würde regelmäßig unter Koliken leiden.
Das alles hatte in dieser Nacht jedoch dem kleinen Jungen keine Beruhigung gebracht, bis Jenne, der Mann neben Lea, seiner Freundin den gemeinsamen Sohn aus dem Arm genommen und mit Tim im Kinderwagen eine kleine Runde um den Block gedreht hatte.

Die Ruhe in Dr. Peters´ Wohnung, die bei dem kurzen Spaziergang eingesetzt hatte und auch noch anhielt, als Jenne den schlafenden Säugling ganz vorsichtig in sein Bettchen gelegt hatte, hielt allerdings nicht mehr lange an. Schließlich meinte Klein-Tim schon kurz nach dreiviertel Sieben, seine Eltern hätten genug geschlafen. Es würde langsam Zeit, dass Lea und Jenne aufstehen und sich um ihren Sohn kümmerten.
Ein leises Quietschen war von dem gerade knapp dreieinhalb Monate alten Jungen zu hören, was seine Mutter im Halbschlaf mitbekam. Lea öffnete ihre Augen, gähnte kurz und blickte dann gleich besorgt auf ihren kleinen Sohn, der seine Mutter mit süßen Babylauten und einer kurzen Bewegung seines linken Beines begrüßte.

„Na, Tim… Guten Morgen, mein Schatz. Was möchtest du denn deiner Mama heute Früh alles erzählen, hm? Hast du denn jetzt schon Hunger, mein Engel?“
Liebevoll hob Lea ihren kleinen Sohn aus dem Bett, legte sich mit Tim auf dem Arm noch einmal in ihr Bett und hielt den kleinen Mund des Säuglings schon ziemlich gekonnt an ihre Brust.

Mit gierigen Kaubewegungen begann Tim, sofort, als Lea ihm seine Milchquelle gezeigt hatte, an ihrer bereits ziemlich spannenden Brust zu saugen und die Ärztin merkte, dass ihrem Jungen die Muttermilch wohl sehr gut zu schmecken schien.
Das Trinken ihres kleinen Sohnes tat auch Lea gut und die beiden entspannten sich beim gemeinsamen Kuscheln auf dem Bett der Ärztin.

„Wie ich es mir bei deinem Meckern schon gedacht habe, mein kleiner Timmy. So langsam wissen Papa und ich schon, was du gerne haben möchtest oder was dir fehlt, wenn du anfängst zu quietschen… Ja, mein kleiner Spatz. Ich habe dich so lieb. Weißt du, wie froh ich bin, dich zu haben…“, flüsterte die Neurochirurgin sanft, als sie ihren Sohn mit liebevollen Blicken beim Trinken beobachtete und sah, wie die Augen von Tim beim Nuckeln immer wieder kurz zufielen und er an Leas Brust nuckelnd fast wieder einschlief.

In den letzten Tagen schien der kleine Tim beim Trinken immer wieder ein kurzes Nickerchen halten zu wollen und die Ärztin lächelte liebevoll.

„Ich liebe dich, mein süßer kleiner Spatz. Ach, mein kleiner Engel… Ich habe dich so lieb…“, wieder gab Lea ihrem kleinen Sohn, der wirklich fast einschlief, einen liebevollen Kuss auf die Stirn und streichelte ihm vorsichtig über die Wange. Dann kamen ihr wieder dieses schlechte Gefühl, ihrem Sohn vielleicht nicht die Liebe zu geben, die er verdiente.

Vielleicht war sie wirklich eine schlechte Mutter, die ihren Sohn lieber abschob, als sich um ihn zu kümmern?

„Timmi, ich weiß, ich bin eigentlich keine gute Mutter für dich. Meine Mutter… Ich meine, deine Oma… war selbst keine gute Mutter und ich habe Angst, bei dir einen Fehler zu machen; dir nicht genügend Liebe geben zu können. … Aber ich will immer, dass du weißt, dass ich dich über alles auf der Welt liebe. … Dein Papa und du, ihr seid für mich das Wichtigste auf der Welt. Ich bin so stolz, dich zu haben…“, flüsterte Lea ihrem Sohn leise ins Ohr und gab ihm einen sanften Kuss auf das Köpfchen, das ihr kleiner Sohn immer weiter an Leas Brust drückte.

Da lag er nun – der kleine Tim Peters – neben seiner liebevoll ihm über das Köpfchen streichelnden Mutter. Lea hätte niemals gedacht, dass sie ihr Baby einmal so lieben könnte.
Wenn sie daran dachte, dass sie diesen kleinen Engel zu Beginn ihrer Schwangerschaft gar nicht haben wollte; ihn sogar hätte abtreiben können… Noch heute überlegte Lea manchmal, wie sie nur so eine Entscheidung getroffen haben konnte.

Sie liebte diesen kleinen Engel, der ihr Herz im Sturm erobert und zugleich gestohlen hatte und würde sich niemals verzeihen können, wenn ihrem Tim etwas zustoßen würde.

Beim Schmusen mit ihrem geliebten, kleinen Sohn merkte die erfahrene Neurochirurgin gar nicht, wie Jenne auch schon wach geworden war und seine Familie betrachtete.
Immer noch äußerst liebevoll streichelte Lea ihrem nun wieder langsam eingeschlafenen Säugling, der zufrieden neben ihr lag und seine kleinen Händchen zu einer Faust ballte, über den Kopf und gab ihm einen sanften Kuss auf die Stirn.

„Bekomme ich denn so etwas, wie unser kleiner Timmi, auch heute Früh? Oder muss ich mir den Kuss etwa doch erst noch von unserem kleinen Tim klauen?", erschreckte Jenne seine Liebste plötzlich und Lea fuhr erschrocken herum.
„Jenne! Hast du mich jetzt aber erschreckt… Was soll denn das? Es hätte jetzt sonst was passieren können, wenn ich mit Tim jetzt auf dem Arm vor dir gestanden hätte… Er hätte mir sogar vom Arm fallen können; dann müsste der Kleine sein erstes Weihnachten im Krankenhaus verbringen!", fuhr die Ärztin mit etwas erbost wirkender Stimme, die sie allerdings dämpfte, als sich ihr kleiner Tim zu Wort meldete, ihren Lebensgefährten an.

„Es tut mir leid, Lea. Aber es ist doch gar nichts passiert… Unser kleiner Tim liegt neben dir auf dem Bett und trinkt seine Milch… die ihm im Übrigen sehr zu schmecken scheint. … Bekomme ich denn trotzdem einen Kuss von dir, Lea? Auch, wenn du eigentlich nur heute Nacht jemanden brauchtest, der Timmi um den Häuserblock schiebt?“, fragte Jenne noch einmal mit lieben Blick und die Ärztin nickte, drückte Jenne einen Kuss auf den Mund und erklärte ihren kurzen Ausraster sogleich.

„Ich habe einfach Angst, dass unserem Kleinen irgendetwas passiert… Er ist erst ein Viertel Jahr alt; innerhalb der ersten Lebensmonate eines Säuglings sind Stürze äußerst gefährlich… Besonders, wenn die Kleinen auf den Kopf fallen und… eine Gehirnerschütterung oder Schlimmeres davontragen…“, ermahnte die erfahrene Neurochirurgin ihren Lebensgefährten. „Ich will unseren Tim nicht im Krankenhaus besuchen müssen und in der Klinik mit ihm sein erstes Weihnachten feiern…“

„Mach dir doch bitte keine Sorgen, Lea.“, beruhigte Jenne seine Lebensgefährtin und gab ihr einen Kuss. „Tim passiert schon nichts.“
Kurz verdrehte Lea die Augen; sie konnte diesen Dackelblick von Jenne einfach nicht leiden und fiel immer wieder darauf herein. Wieder drückte sie ihm einen Kuss auf den Mund und erneut meldete sich der kleine Tim mit einem lauten Schreien.
„Timmy, mein kleines Engelchen. Was ist denn jetzt wieder mit dir los? Hast du immer noch Hunger, mein Kleiner? Und Mami lässt dich nicht mehr trinken…“, wandte sich Jenne an seinen empört weinenden Sohn und gab dem drei Monate alten Jungen einen liebevollen Kuss auf die Stirn. „Wir sind doch alle bei dir. Und wenn du möchtest, dann fahren wir beide nach dem Frühstück mit deinem hübschen Kinderwagen spazieren. Mein Engel… Es ist alles gut. Schau mal, Tim. Hier ist deine Mama. Hier ist dein Papa. … Ja, siehst du. Mein Süßer. Mama geht dann arbeiten und heute Nachmittag fahren wir zum Onkel Doktor.“

Immer noch weinte der kleine Junge, als ihn Jenne aus Leas Arm nahm und ihm vorsichtig seinen Schnuller in den Mund steckte. „Tim, was ist denn los?“, fragte der Tischler seinen kleinen Sohn und gab dem Säugling einen Kuss.
„Wahrscheinlich hat er die Aufregung von uns beiden schon mitbekommen.“, erkannte Lea und sie streichelte Tim über das Köpfchen. „Ich bin doch bei dir, Tim. Wenn dein Papa mit uns beiden zusammen heute Nachmittag zum Doktor fährt, dann schaut der liebe Onkel Doktor, ob alles mit dir in Ordnung ist…“, sprach sie vorsichtig zur Beruhigung auf ihren kleinen Sohn ein.

Tim sah seine Mutter mit großen Augen an und strampelte aufgeregt mit seinem linken Beinchen, dann mit dem rechten, während Jenne den Säugling auf die Wickelkommode legte.
„Na, mein kleiner Schatz… Da wollen wir doch mal sehen, ob deine Windel gewechselt werden muss. … Soll das deine Mama machen?“, fragte Jenne seinen Kleinen, während er den hellblauen Strampler seines Sohnes, den der Junge zur Nacht anhatte, öffnete. „Es ist alles gut, mein Süßer. Deine Mama macht deine Windel noch mal ordentlich und dann geht sie zu den kranken Menschen ins Krankenhaus. … Lea, ich glaube, Tim hat Angst. Ich meine, es ist die erste Spritze, die er in seinem Leben bekommen wird. Ich würde ihm das gerne ersparen…“

Lea übernahm das Wickeln des Säuglings, der sich darüber sehr zu freuen schien, dass seine Mutter das Wechseln von Tims Windel übernahm. „Na, mein kleiner Süßer. Jetzt machen wir deine Windel noch schön frisch. … Und dann muss die liebe Mami schon zur Arbeit fahren. … Jenne, das Thema hatten wir doch schon. Ich als Ärztin finde es nun mal wichtig, dass Tim geimpft wird. Und außerdem ist es auch nur ein kleiner Pieks; den wird er gar nicht spüren.“
Tim, der sich immer noch aufregte und mit seinen Beinchen strampelte, ließ sich einfach nicht beruhigen und nach dem Wickeln nahm Lea ihren kleinen Sohn auf den Arm.

„Timmy, mein kleiner Schatz. Es ist doch alles gut. Deine Mama und dein Papa sind ja immer für dich da… Wir lassen dich nicht im Stich, wenn du von deinem Onkel Doktor untersucht wirst. … Heute habe ich sogar extra für dich nur halben einen Dienst. Mittags kann ich wieder nach Hause zu meinem süßen Engel kommen und mich um den kleinen Spatz kümmern. … Ja, Timmy. Der Doktor wartet heute auf dich."

„Soll ich zu der Untersuchung mitkommen? Und dir dabei die Hand halten, wenn unser kleiner Engel Angst bekommt. … Schließlich braucht Timmy ja keine Unterstützung; dafür ist unser kleiner… verschlafener Ruhestörer viel zu tapfer, als dass er jemanden bräuchte, der ihm die Hand hält…", fragte Jenne seine Freundin, doch Lea, die extra für den heutigen Tag einen Termin beim Kinderarzt gemacht hatte, schüttelte entschieden den Kopf. „Mach dir mal keine Gedanken um Timmis Termin heute. Es ist nur die U4… und seine erste Impfung. Das schaffen Tim und ich schon alleine. … Stimmts Tim?"

„Hast du nach der Untersuchung von Tim eigentlich noch Zeit für unseren Kleinen? Oder musst du nach dem Termin mit Timmi beim Kinderarzt gleich wieder zum Dienst in die Klinik fahren?", erkundigte sich Jenne, doch wieder schüttelte Lea den Kopf und erklärte, sie habe sich für ihren kleinen Sohn den halben Tag lang frei genommen.

„Du hast ja ein verdammtes Glück mit deiner Mami.“, fiel Jenne auf und er drückte Tim einen Kuss auf den Kopf, als der Junge auf dem Arm seiner Mutter eingeschlafen war. „Mami ist nach dem Besuch beim Doktor zu Hause…"
Seine Hand vorsichtig auf Tims Brust legend drückte Jenne Lea noch einen Kuss auf den Mund und erneut ließ Lea eher etwas widerwillig diese Nähe zu dem Tischler zu. Es fiel der Ärztin immer noch sehr schwer, Jenne als ihren Lebensgefährten zu akzeptieren. Einen Mann an ihrer Seite, der weder aktuell ihr Patient, noch einer ihrer Kollegen war.
Allerdings hatte sich Lea daran gewöhnt und sie wollte, wenn sie ihren kleinen Timmi auf dem Arm hatte, nicht dessen Vater von sich stoßen. Einzig und allein Tim war es erlaubt, bei seiner Mutter zu sein und sie, wenn es nötig war, vom Schlafen abzuhalten.
Auf die Aussage von Lea hin, sie habe sich heute extra für Tim einen freien Nachmittag gegönnt, hatte Jenne plötzlich eine kleine Idee.

„Wir könnten danach einen kurzen Bummel über den Weihnachtsmarkt machen. Unser kleiner Timmi würde sich bestimmt über einen Ausflug sehr freuen. Es ist sein erstes Weihnachten…", schlug er vor und hatte mit seiner Idee bei Lea wohl voll ins Schwarze getroffen – obwohl sie sich eigentlich dagegen hätte wehren wollen…

„Das ist eine sehr schöne Idee von dir, Jenne.“, stimmte Lea ihrem Lebensgefährten, den sie noch immer etwas auf Abstand hielt, zu. „Ich mache schon mal das Frühstück fertig; dann muss ich in die Klinik fahren. … Kümmerst du dich jetzt mal um Tim.", erinnerte die Neurochirurgin ihren Freund lächelnd an die Pflichten eines Vaters und sie stand, nachdem sie mit ein paar innerlichen Tränen ihren Sohn seinem Vater übergab, in die Küche.

„Lea… Was hältst du denn eigentlich davon, wenn wir im nächsten Jahr… sobald der Kleine ein halbes Jahr alt ist, ihn in die Kinderkrippe geben? Dann hat er Kontakt zu anderen Kindern in seinem Alter und kann schon erste Freundschaften knüpfen… Hier in der Nähe ist eine wunderschöne Einrichtung; die könnten wir uns im Januar oder Februar mal zusammen anschauen."
„Damit meine Kollegen sagen können: 'Wir haben es doch immer gewusst – die Frau Dr. Peters ist eine Rabenmutter, die emotionslos ihr Kind weggibt…' Dieses Gerede brauche ich nicht.", wusste Lea, doch Jenne schüttelte den Kopf und widersprach ihr: „Quatsch. Keiner deiner Kollegen hat jemals gesagt, dass du eine schlechte Mutter bist. Ganz im Gegenteil, Lea. Andere berufstätige Mütter würden ihre Kinder nicht so liebevoll umsorgen."

Jenne deutete auf das kleine Regal, das er über den Nachttisch von Lea aufgehangen hatte und auf dem neben mehreren Fotos von Klein-Timmy auch drei süße Plüschtiere, die die Ärztin ihrem Sohn geschenkt hatte, saßen.
Sogar die Karten von Leas langjährigen Kollegen aus der Sachsenklinik zur Geburt des kleinen Tim standen noch immer da und die Ärztin lächelte.

„Du hast ja recht, Jenne. Ich bin der Meinung, dass unser Tim es verdient hat, dass sich seine Eltern den ganzen Tag lang um ihn kümmern. Ich will mich nicht rechtfertigen müssen, warum ausgerechnet ich den Kleinen weggegeben habe.", flüsterte Lea, doch Jenne schüttelte den Kopf und erwiderte: „Du musst dich nicht rechtfertigen. Um Gottes Willen… Ich kann mir vorstellen, dass es für dich nicht einfach ist, Timmi wegzugeben. Aber du bist eine wunderbare Mutter. Und Tim wird es dir danken, dass er schon früh Kontakt zu anderen Kindern haben durfte.“

„Müssen wir das alles jetzt schon entscheiden, ob wir unseren Timmi in die Krippe geben? … Er ist drei Monate alt; er braucht uns beide. Du weißt, seine Geburt war kein Spaziergang…“
„Aber es geht ihm gut. … Lass uns jetzt nicht darüber diskutieren, sondern erst einmal frühstücken. … Ja, mein kleines Bärchen.“, erklärte Jenne.
Mein kleines Bärchen – so nannte Jenne seinen Sohn seit einigen Tagen immer wieder und meinte dies natürlich ganz liebevoll.

Aus dem kleinen Knäuel, das nach der Geburt müde in Leas Arm gelegen hatte, war innerhalb der letzten Wochen ein kleines Bärchen geworden. Das Gesicht des kleinen Junge sah nicht mehr so unförmig aus, wie bei einem Neugeborenen und die Werte, die bei Tims Geburt nicht in Ordnung waren und dann auch zu dem Not-Kaiserschnitt geführt hatten, hatten sich auch innerhalb der letzten drei Monate um ein Vielfaches gebessert, sodass der kleine Timmi einer gesunden Kindheit entgegen blickte.

Trotzdem machte sich Lea immer noch große Sorgen; sie konnte einfach nicht vergessen, wie die Ärzte nach Tims Geburt um das Leben des Säuglings gekämpft hatten…
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