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Weihnachtsmarkt

GeschichteHumor / P12 / Gen
Haiba Lev Kozume Kenma Kuroo Tetsurou Yaku Morisuke
11.12.2017
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11: Weihnachtsmarkt




„Yamamoto, benimm dich und hör auf die Leute anzupöbeln. Das lässt dich wie einen Idioten aussehen.“

Das Volleyball Team der Nekoma High war kaum fünf Minuten auf dem Weihnachtsmarkt, da fing der Stress bereits an.
Yaku hatte alle Hände voll zu tun, ihre Problemkinder im Zaum zu halten. Yamamoto hatte es sich anscheinend zur Aufgabe erklärt, sich mit jedem Jugendlichen anzulegen, der ihn in dem Gedränge zu nahekam. Auch ihre beiden jüngsten Mittelblocker machten ihm das Leben nicht leicht. Während Inuoka aufgeregt auf und ab hüpfte und ihnen bereits jetzt schon zweimal beinahe verloren gegangen wäre, da er begeistert vorgerannt war, hatte es sich ihr russisch-japanischer Neuling in den Kopf gesetzt, auf den Stamm-Libero des Teams acht zu geben und hatte sich an seinen Rockzipfel gehängt.

Erst, nachdem sie eine Stunde durch die vollen Gassen gelaufen und sich jeden Stand angesehen hatten, machten sie eine Pause. Durch einen glücklichen Zufall hatten sie einen überdachten Stehtisch ergattern können, an dem Platz genug für sie alle war. In kleinen Grüppchen gingen sie los, um sich Essen und trinken zu holen, während die anderen dortblieben und ihren Tisch verteidigten.

„Jetzt entspann dich doch mal.“, meinte Kuroo mit einem beiläufigen Schulterzucken. „Deine Babys werden schon heil wiederkommen. Sie sind alt genug, um sich allein etwas zu essen zu kaufen. Du kannst sie nicht ewig bemuttern.“
Ärgerlich funkelte der angesprochene seinen Kapitän an. Zurzeit standen nur sie beide und Kenma noch am Tisch. Während die beiden Drittklässler je einen Becher heißen Glühwein in der Hand hielten und eine Schale Schmalzgebäck vor sich zu stehen hatten, hatte sich ihr Zuspieler mit einer heißen Schokolade begnügt, die vor ihm stand, während in seinen von der Kälte rötlich gewordenen Fingern sein Handy aufleuchtete. Unentschlossen blickte er zwischen dem Becher und seinem Smartphone hin und her. Gern hätte er wieder warme Hände gehabt, doch gleichzeitig war er nicht bereit, sein Handy weg zu packen, jetzt, wo ihm das Level, an dem er bereits zwei Tage hing, endlich zu gelingen schien. Doch dann begannen seine Hände zu zittern.
„Erstens, sind sie nicht meine Babys. Und zweitens, bemuttere ich niemanden.“, erwiderte der Hellbraunhaarige mit einem erbosten Stirnrunzeln und bemerkte im selben Moment Kenmas Zittern aus dem Augenwinkel. Sofort wandte er sich dem Jüngeren zu, nahm ihm das Handy aus der Hand, wobei er gleichzeitig die Bildschirmsperre aktivierte, bevor er es in dessen Jackentasche schob, und drückte ihm dann die heiße Schokolade in die Hand.
„Hier, trink sie lieber, bevor sie kalt wird. So frieren dir wenigstens nicht die Finger ab.“
Kuroo beobachtete das Ganze mit teils skeptisch, teils amüsiert hochgezogener Augenbraue und einem Grinsen auf den Lippen.
„So so, du bemutterst also niemanden?“, feixte er und sah seinen Klassenkameraden zweifelnd an. Natürlich wussten sie beide, dass der Schwarzhaarige recht hatte. Ebenso wie sie wussten, dass der Kleinere das niemals zugeben würde.
Yaku seufzte. In diesem Augenblick war seine Laune nicht gut genug, um die Neckereien seines Teamkollegen zu übergehen. Ein wenig vorwurfsvoll sah er den anderen an, während er seinen Glühwein wieder in die Hand nahm.
„Du könntest dich ruhig auch mal ein wenig mehr um diesem Chaotenhaufen kümmern, Kapitän.“
Doch sein Gegenüber war noch längst nicht bereit, seinen Scherz aufzugeben.
„Was, willst du mir damit sagen ‚Es sind auch deine Kinder.‘? Ich wusste gar nicht, dass wir verheiratet sind.“
„Wer würde dich schon heiraten wollen.“
„Du musst gerade reden.“
Kenma beobachtete die beiden, während er an seinem Getränk nippte. Die beiden waren laut genug, dass sich einige Köpfe im vorbeilaufen und an den Nachbartischen zu ihnen umdrehten.
„Könnt ihr bitte aufhören. Ihr seid peinlich. Wenn ihr die Eltern seid, möchte ich bitte zur Adoption freigegeben werden.“, murmelte er in seinen Schal, gerade so hörbar für die beiden Streithähne., die ihn daraufhin entgeistert ansahen. Aber immerhin waren sie ruhig.

Es war schön gewesen, mit seinem Team Zeit zu verbringen, und ebenso anstrengend, obwohl ihre Problemkinder sich zum Ende des Abends hin doch recht gut benommen hatten. Aber Yaku war froh, als ein Ende in Sicht kam und sie sich auf den Heimweg machten.
Gerade drängten sich im Gänsemarsch durch die Menschenmengen zum Ausgang des Marktes, als sich eine Hand auf seine Schulter legte und dort liegen blieb.
Stirnrunzelnd drehte er sich zum Besitzer der Hand um.
„Lev, was soll das?“
Der riesige Mittelblocker grinste ihn strahlend an.
„Du gehst uns noch in der Menge verloren, wenn ich dich nicht festhalte, Yaku-senpai. Du bist doch so winzig.“
Vor dem anschließenden Zorn des Liberos konnte ihn niemand retten.
Hinter ihnen konnte Kuroo gar nicht aufhören zu lachen.
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