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10. Andere Zeit Gleiches Fest

OneshotFreundschaft / P12
10.12.2017
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Schon wieder Kälte. Immer ist es die Kälte, die ihn begleitet. Dabei hatte er im Kaleidoscope-Krieg viel Wärme erhalten. Hätte er entsprechend gehandelt, hätte er womöglich das Isengrim-Mädchen geheiratet oder wenn er achtsamer gewesen wäre, hätten die anderen nicht so leiden müssen!
Doch dies ist alles nicht passiert! Die Kälte verschwindet durch die Hitze, die sein Zorn entfacht! „Wie konntest du nur! Ich habe alles geopfert um dir zu helfen; und du hast mich verraten! Das wirst du büßen!“ Sein warmer Atem hinterlässt mehrere Wolken auf seinem Weg.
Er würde sich Rächen, Vergeltung üben, Gerechtigkeit fordern! Aber nicht heute.
Erich geht durch die Gassen der Stadt, die bis vor kurzem noch mit einem geheimen Krieg zu tun hatten. Die Vorbereitungen waren getroffen, nun musste er warten; sehr lange warten.
Doch warum sollte er dabei nicht genießen?

Fuyukis Strand ist immer noch gleich, ebenso der Fluss auch wenn sich einiges Verändert hat. Er begibt sich zum Ryudo-Tempel. Er weiß genau was hinter dem Tempel ist oder besser gesagt war. Allerdings geht es ihm nicht um den Gral, sondern um den See hinter dem Tempel.
Ein Lächeln ziert sein Gesicht: „Es war heftig. Sehr heftig. Wir haben uns nichts geschenkt und sind bis an unsere Grenzen gegangen! Hätte Berserker deine Mutter nicht in Schach gehalten, wäre es wohl anders ausgegangen! Das Ergebnis war wirklich haarknapp; stimmts Freya?“
Erich blickt auf den See. Hier ist nichts Ungewöhnliches. Ein von Bäumen umrahmter See im Mondschein zur Weihnachtszeit. Er holt eine Weinflasche hervor.
„Tja. Keine Ahnung ob du Wein getrunken hättest aber ich hab mal welchen mitgebracht. Eine ganz besondere Flasche aus meiner speziellen Aufzucht. Ein besonderer Eiswein!“ Er öffnet die Flasche und nimmt zwei Steine. Er nutzt nur ein wenig Magie und aus den Steinen werden Weingläser, die er füllt. Anschließend schwenkt er die Gläser, damit der Wein atmen kann.
Nun hebt er das Glas, sodass der Mond für ihn rubinrot erscheint: „Ein frohes Weihnachtsfest Freya. Auf eine ebenbürtige Gegnerin und wundervolle Rivalin.“ Mit einem Schluck leert er das Glas.

Es vergeht etwas Zeit und Erich schwafelt mit sich selbst als würde er mit seiner einstigen Gegnerin reden: „Oh man. Deinen Prankenhieb spür ich jetzt noch! Ich hätte früher mal das alte Archiv aufsuchen sollen.
Tja Rhoell und Isengrim haben sich schon sehr lange bekämpft! Kein Wunder; Magische Tiermagier, die gerne Töten und Gutmenschen mit einem Hang zum Himmel vertragen sich nicht immer.“
Nun wird er nachdenklich: „Hm. Deine Mutter ist zwar ein eignes Thema gewesen. Doch du scheinst anscheinend irgendeine Hoffnung gehabt zu haben, was unsere gemeinsame Nacht betraf. Schade dass ich dich nicht mehr fragen kann.“
Nun hebt er die Flasche auf, die er bis zur Hälfte geleert hatte. Als er sie ansieht lächelt er: „Vielleicht sieht man sich ja bei einem anderen Weihnachtsfest. Man wettet nicht gegen eine Isengrim. Die erste Lektion aus dem Rhoell-Archiv.“
Anschließend verlässt er wieder das Gelände; allerdings hinterlässt er einen geschmückten Baum mit Dingen, die jeden der Kaleidoscope Master gefallen hätten.

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Ok, ok. Das ist kein Meisterwerk.
Aber hey wenn man mehrere Zeitlinien kreuzt, dann kann es schon mal passieren, dass man nicht mehr weiß wo links und rechts ist!
Hoffe es gefällt euch trotzdem.
Aeric
 
 
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