Nur Eine Tote Hexe, Ist Eine Gute Hexe

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Gretel Hänsel OC (Own Character)
06.12.2017
21.12.2017
2
4425
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
********************************************************************************
Hi Leute. So das ist ein Versuch. Es ist schon einige Jahre her, dass ich den Film gesehen habe, also kann es sein, dass die Geschichte an ein paar Stellen etwas vom Original abweicht. Darum entschuldige ich mich hier mit schon mal^^. Es wäre schon, wenn ihr eine Review hinterlassen würdet, um mir zu zeigen, dass ihr die Geschichte mögt und mehr haben wollt. Natürlich freut mich auch jede Kritik von euch. Schwarzleser gibt es zwar immer, aber trotzdem würde ich mich freuen, wenn ihr trotzdem mal eine Review dalässt. Ich hab die Altersempfehlung jetzt mal auf
12 gesetzt, kann sich jedoch noch ändern.
Ich hoffe euch gefällt die Geschichte. Viel Spaß mit dem ersten Kapitel. *********************************************************************************

PROLOG

Miriam strahlte ihre größere Schwester mit einer Mischung aus Stolz und Erwartung an. Sophie lachte freudig auf und nahm die Stoffpuppe entgegen, die Miriam ihr gebastelt hatte. „Und gefällt sie dir?“, wollte das kleine Mädchen wissen. Ihre größere Schwester lächelte sie liebevoll an und zog sie in eine Umarmung. „Natürlich gefällt sie mir“, erklärte sie. „Hat sie denn auch einen Namen?“
„Charlotte“, flüsterte Miriam Sophie ins Ohr, als seie es ein Geheimnis, dass nur die Beiden wissen durften. Sie saßen auf einen der zwei Feldbetten auf einer Empore über der kleinen Küche. Die Hütte, in der die Beiden Schwestern mit ihrem Vater wohnten war nicht besonders groß, gerade mal ausreichend für drei Personen. Die Hütte lag zwischen dem dunklen Wald und dem Dorf, in dem Sophie Montags die Reste der Ernte verkaufte, von dem sie lebten. Seit dem Tod ihrer Mutter konnten sie sich nur noch gerade so über Wasser halten und Sophie hatte vor, sobald sie dazu in der Lage war, runter in die Täler zu gehen, zu der großen Stadt am Rande des Berges und dort eine Ausbildung als Tierarzt anzufangen. Doch im Moment hatte sie weder die richtigen Mittel um den weiten Weg zu beschreiten und zweitens musste sie sich um ihre jüngere Schwester Miriam und ihren Vater kümmern. Der Tod seiner Frau hatte ihn aus der Bahn geworfen und ohne Sophies Hilfe, wäre er schon längst bei den Alkoholikern am Bartresen im Dorf gelandet, um seine Sorgen im Glas zu ertränken.
Ihr Vater kam nach Hause und legte seinen Hut auf eine Anrichte neben der Tür, bevor er zum Esstisch trat und einen Korb darauf abstellte. Miriam und Sophie gesellten sich zu ihm und halfen ihm die Nahrungsmittel aus dem Dorf in die Schränke zu räumen und das Abendessen vorzubereiten.
Ihr Vater war angespannter als sonst, dass sah Sophie an seiner Haltung und daran, wie er immer öfters aus dem Fenster sah
„Was ist los?“
„Später“, murmelte er und fing an die Kartoffeln zu schälen. Er wich ihrem Blick aus und senkte den Kopf. „Später…“
Die Zeit verstrich quälend langsam und das Abendessen verlief in einer großen Stille.
Vor dem Schlafengehen ging Miriam noch einmal kurz nach draußen um die Tiere zu versorgen. Sophies Vater wartete, bis sie in der Dunkelheit verschwunden war und er sich sicher sein konnte, dass sie außer Hörweite war. Dann fing er an zu erzählen: „Ich war heute wieder im Dorf. Die Bäckerin hat erzählt, dass schon wieder ein Kind verschwunden ist. Es war im Alter von Miriam.“ Er sah sie kurz besorgt an und fuhr dann fort: „Ich möchte das du in nächster Zeit sehr gut auf Miriam aufpasst und ihr euch ja nicht dem Wald nähert. Verstanden?“
Sophie nickte. Sie hatte selbst auch schon davon gehört. In letzter Zeit verschwanden immer wieder Kinder im alter von fünf bis zehn spurlos. Alle hatten eines gemeinsam: Sie wurden allesamt zuletzt am Waldrand gesichtet.
„Natürlich Vater. Ich verspreche ist“ Der Vater nickte, sah aber immer noch beunruhigt aus. Mit einem aufmunternden Lächeln legte seine Tochter ihm eine Hand auf die Schulter. „Wird schon nichts passieren…
Nachts lag Sophie wach im Bett und wartete auf die Träume, die sie in den Schlaf begleiten würden, doch in ihrem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander und ließen sie nicht zu Ruhe kommen. Sie musste immer wieder an die verschwundenen Kinder denken. Als sie kleiner war, hatte ihre Mutter ihr immer Geschichten über Hexen erzählt. Damals, als sie noch gelebt hatte.

Die nächsten Tage verliefen ruhig. Es schien fast so, als ob die Hexe eine Pause eingelegt hätte. Zwar tauchten die Kinder nicht wieder auf, es verschwanden aber auch keine weiteren.
Eines Tages, die Sonne stand schon tief und Sopie spielte wie jeden Tag mit ihrer Schwester hinterm Haus mit einem Ball, da rollte eben dieser die Wiese hinab und in die Büsche des angrenzenden Waldes. Miriam wollte schon losrennen. Da hielt Sophie sie auf. „Ich hole ihn!“, sagte sie bestimmte. Schnell hatte sie die Strecke zurückgelegt und Kälte um fing sie. Kaum war sie aus der Sonne raus und in die Schatten der Bäume getreten, da fing sie an zu frieren. Ein ungutes Gefühl überkam sie und es war so, als würde sie jemand beobachten. Ein Schauer lief ihr über den Rücken. Schnell sah sie sich zu dem Ball um. Da lag er. Zwischen einer Tanne und einem Busch. Sie beugte sich nach vorne und griff danach, als plötzlich ein Kichern erklang.
„Miriam bist du es?“ Stille! Hatte sie sich das nur eingebildet? War es vielleicht der Wind gewesen, der ihr einen Streich gespielt hatte? Das alles war ihr nicht mehr geheuer.
Sophie wollte sich gerade umdrehen und zurück laufen, da hörte sie hinter sich einen markerschütternden Schrei. Der Schrei eines Kindes. Der Schrei von Miriam.
Sophie überlegte nicht lange und lief zu der Stelle, an der sie Miriam stehen gelassen hatte.
Der Wind sauste nur so an ihr vorbei. Die Sonne war mit einem Mal verschwunden und Regen peitschte ihr ins Gesicht. Ihre roten Haare klebten an ihrer Stirn.
Oh bitte nicht! Gott, bitte! Nicht sie!
Schwer atmend blieb sie stehen. Vor ihr erstreckte sich die Wiese, die bis vor kurzem noch mit satten Farben vor ihr gelegen hatte. Nun schien sie stumpf und trostlos. Und vor allem verlassen!
Miriam, ihre Miriam, war fort! Wie vom Erdboden verschluckte.
Sophie konnte nichts tun, außer auf die Stelle zu starren, auf der noch bis vor kurzem ihre Schwester gestanden hatte.
Sie hatte es ihrem Vater versprochen! Sie hatte versprochen, dass sie Miriam beschützen würde! Sie war zum Waldrand gelaufen, weil sie nicht zulassen wollte, das ihre Schwester dadurch in Gefahr geriet und hatte damit zugelassen, das Miriam alleine war! Unbeaufsichtigt!
Was sollte sie jetzt tun? Wie sollte sie das ihrem Vater erklären?
Vielleicht bildete sie es sich ja auch nur wieder ein, doch für einen kurzen Moment, trug der Wind nicht nur Regen und Hagel an ihr Ohr, sondern das leise weinen eines Kindes, gefolgt von einem rauen und gehässigen Lachen. Und es kam direkt aus dem Wald!
Review schreiben