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Canelé

von Eiki331
Kurzbeschreibung
SongficDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Astoria Greengrass Draco Malfoy
06.12.2017
20.11.2019
5
8.537
11
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10 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
06.12.2017 1.240
 
Macarons, Schoko dazu, Canelé, Marshmallows und auch ein wenig Mousse au Chocolat

Der Krieg war vorbei, alles war vorbei und doch sollte er nun versuchen so zu tun, als sei nie etwas gewesen?
Alle Schüler, auch die, die im letzten Jahr in Hogwarts gewesen waren, mussten das Schuljahr wiederholen. Es war eine der dümmsten Ideen, die das Ministerium nach dem Krieg umgesetzt hatte, fand Draco - Vor allem für die Slytherins. Potter und seine Freunde wurden gefeiert und von allen Lehrern in den Mittelpunkt gestellt doch die Schüle des Hauses Slytherin, wurden gemieden. Ganz besonders er. Draco hatte sogar innerhalb seines Hauses die Achtung der meisten verloren. Doch es half nichts. Seine Eltern zwangen ihn einen guten Abschluss zu machen und er wusste, dass er es ohne, niemals zu etwas bringen würde. Also machte er weiter. Ließ alle abwertenden Blicke und Kommentare über sich ergehen und fand bald auch wieder mehr Einklang in seiner alten Clique, oder dem, was von ihr übrig war; Gregory, Blaise und Pansy.

Aber worum machte er sich schon Sorgen? Immerhin war er es ja gewohnt seine Gefühle abzustellen.

***


Sie beobachtete ihn. Mehr als ein paar Worte hatten sie bisher nicht gewechselt. Er war unnahbar, arrogant und gemein. Doch aus irgendeinem, ihr nicht ganz erklärlichem Grund, tat er ihr leid. Sie hatte das Gefühl, ganz genau zu wissen, wie es ihm ging. Pansy fing ihren Blick auf und stupste ihre Freundin Daphne an.
„Deine Schwester hat nicht ernsthaft ein Auge auf Draco geworfen, oder?“, fragte sie amüsiert. Laut genug, dass sogar Draco aufblickte und in Astorias flammend rotes Gesicht blickte. Die Fünftklässlerin drehte ihren Kopf schnell weg und bemerkte an den anderen Tischen der großen Halle viele abwertende Blicke, die ihr und ihrem Haus galten.

„Vielleicht hätte ich damals auf ihn hören sollen…“, dachte sie und erinnerte sich an den Tag, an dem sie das aller erste mal Hogwarts betreten durfte. Ihre Schwester Daphne hatte sie den ganzen weg im Zug aufgezogen, dass sie wahrscheinlich eine Huffelpuff sei und der Familie damit große Schande bringen würde. „Aber immer noch besser Huffelpuff, als Gryffindor“, hatte sie gesagt.
Astoria wusste, dass ihre Mutter im Haus Ravenclaw gewesen war und ihr Vater, sowie ihre Schwester, in Slytherin. Sie hoffte sehr, dass Daphne sich irrte.
Doch als sie dann auf dem Stuhl in der großen Halle saß und der viel zu große Hut ihr auf dem Kopf gesetzt wurde, war schnell klar, dass Daphne einen guten Riecher gehabt hatte.
„Soso. Du bist ein hingebungsvolles Mädchen mit einem großen Herzen. Du bist fleißig und ja ich sehe auch eine Menge Mut in dir.“
„Oh nein, kein Gryffindor!“, sagte Astoria in ihren Gedanken immer und immer wieder.
„Kein Gryffindor? Dann würde ich sagen…“
„Auch kein Huffelpuff…“, sagte sie dann.
„Bist du dir sicher? Du würdest viele gute Freunde in diesem Haus finden und..“
„Ich bin mir sicher! Bitte schicke mich nach Ravenclaw oder Slytherin!“, sagte sie in Gedanken so laut sie nur konnte.
Der Hut schwieg einen Moment lang. Dann sagte er:
„Beide Häuser liegen dir nicht so sehr… ich werde dich also nach Huff…“
„Nein, bitte… Ich möchte meiner Familie keine Schande machen! Es ist mir so wichtig, dass sie stolz auf mich sind und ich die Familientradition weiterführen kann!“, sagte das elfjährige Mädchen. Dieses mal sprach sie es nicht nur in ihren Gedanken aus. Sie flüsterte. Jedoch so leise, dass keiner der Anwesenden es hören konnte.
„Wenn es dir so wichtig ist, dann erfülle ich dir diesen Wunsch, aber sei dir im Klaren, dass du es nicht leicht haben wirst!“, sagte der Hut in ihren Gedanken bevor er schließlich mit lauter Stimme „Slytherin!“, verkündete.
Es kam genauso, wie der sprechende Hut es ihr vorhergesagt hatte. Im Haus der Slytherins wurde sie zwar aufgenommen und wegen ihres reinen Blutes niemals hinterfragt, aber sie war anders. Irgendwie seltsam. Ihr Drang danach, anderen eine Freude machen zu wollen, ging den meisten Slytherins auf die Nerven und heute wollte keiner mehr überhaupt etwas von ihr wissen, einfach nur, weil sie in diesem Haus war.

„Zisch ab, wir wollen hier keine Slytherins…“, fauchte die Gryffindor Schülerin Alexa Davids aus der Sechsten, als Astoria sich in der Bibliothek niederließ. Auch einige andere Schüler warfen ihr verabscheuende Blicke zu. Niemand war mehr da.
In ihrem Haus hatte Astoria nie Freunde gefunden und spätestens ihre Schwester sorgte dafür, dass sie den coolen Leuten fern blieb. Daphne war ein kräftiges Mädchen. Astoria fand ihre Schwester unglaublich schön, doch Daphne hatte ein großes Problem damit, dass sie mit Pfunden zu kämpfen hatte und ihre Schwester rank und schlank war, obwohl sie immer Süßigkeiten aß. Dass Astoria, trotz ihres mangelnden Intellekts, wie Daphne immer sagte, sogar bei den Jungs gut ankam. Astoria hatte lange Zeit den Groll, den ihre Schwester ihr gegenüber hegte, gar nicht bemerkt. Sie hatte immer zu ihr aufgesehen bis Daphne ihr irgendwann klar ins Gesicht gesagt hatte, dass sie sie nicht ausstehen konnte.
Astoria hatte gute Freundinnen in Lindy Summer aus Huffelpuff und Zoe Jeffeson aus Ravenclaw gefunden. Gehabt. Denn Lindy hatte im Krieg gekämpft und war dabei ums Leben gekommen und Zoe hatte, soweit Astoria wusste, die Schule gewechselt und besuchte nun die Beauxbaton in Frankreich. Somit war das Mädchen in diesem Schuljahr völlig allein.

Verzweifelnd streifte sie durch die Gänge von Hogwarts. Die Schule hatte gerade erst angefangen. Wie sollte sie ein ganzes Jahr so völlig allein aushalten?
Jedoch gab es noch jemanden, mit denen sich Astoria in den letzten Jahren ein wenig angefreundet hatte. Sie waren ein wenig seltsam. Aber sicher nicht seltsamer als sie selbst. Und sie waren vor allem immer freundlich zu ihr.
Mit bedacht nicht gesehen zu werden, schlich Astoria Richtung Huffelpuff Schlafsäle. Doch anstatt den Raum zu betreten, ging sie ein Stück weiter in einen hellen Korridor. Vor einem Gemälde, auf dem eine Obstschale abgebildet war, blieb sie stehen. Dann kitzelte sie die Birne, bis diese anfing, zu kichern und sich in einen Türknauf verwandelte.
Hinter dem Gemälde befand sich die Schulküche. Hier arbeiteten die Hauselfen und zauberten die leckersten Gerichte für die Hogwarts Schüler.
„Oh, guten Abend Miss Greengrass.“
„Ah! Schön Sie mal wieder zu sehen“
„Ich hoffe, Sie haben eine angenehme erste Woche gehabt!“
„Wie geht es Ihnen?“
„Haben Sie Hunger?“
Die Elfen redeten alle auf sie ein und das Mädchen freute sich, endlich mal von jemandem willkommen geheißen zu werden.
„Ich freue mich auch, euch wieder zu sehen!“, sagte sie lächelnd, „aber nein, Hunger habe ich nicht.“
„Oh wirklich? Sie möchten nicht einmal diese Schoko Muffins probieren? Sie wissen doch, liebe geht durch den Magen“, sagte eine ältere Hauselfe mit dem Namen Dorathy.
Bei dem Anblick des Muffins aber vor allem bei den lieben Worten der Elfe konnte Astoria nicht widerstehen und nahm den kleinen Kuchen vom Teller, den Dorathy ihr reichte. In dem Moment kam ihr eine Idee. Essen machte die Menschen glücklich, vor allem Süßigkeiten. Und Astoria hatte immer schon viel Spaß gehabt, neue Rezepte zu probieren.
Schnell schluckte sie den letzten Bissen des Muffins herunter und sprach aus, was ihr im Sinne lag.
„Dürfte ich die Küche ebenfalls benutzen?“
„Miss Grengrass, wenn sie etwas wünschen, dann können wir es gern für sie zu bereiten!“
„Sie müssen sich doch keine Arbeit machen!“
Zu erst sträubten sich die Hauselfen, denn es waren immerhin sie, die sich hier um das Essen kümmerten, doch als Astoria ein wenig mit ihren langen schwarzen Wimpern klimperte und ihnen sagte, wie wichtig ihr das wäre, da stimmten sie schließlich zu.
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