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Beautiful Stars

von Ririchiyo
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P6 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
05.12.2017
05.12.2017
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494
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05.12.2017 494
 
Beautiful Stars


Alec verstand es nicht. Wirklich nicht. Er saß hier mit Magnus auf dessen Balkon, über ihnen der sternenklare, dunkelblaue, samtene Nachthimmel, an dem silberne kleine Sterne glitzerten, und es war wundervoll. Eines der schönsten Dinge, die Alec je gesehen hatte – was bestimmt nicht nur daran lag, dass er normalerweise kaum auf solche Dinge achtete – und dennoch schien Magnus es gar nicht zu bemerken. Denn der Hexenmeister sah nicht ein einziges Mal auf. Er sah nicht einmal zu dem Blumenstrauß, den er auf dem Tisch aufgestellt hatte, und dessen weinrote Rosen wirklich aussahen, als kämen sie direkt aus einem Bilderbuch. Nein, sie saßen schon seit Stunden hier, und alles was Magnus anstarrte, war er. Und er verstand es nicht. Denn wenn Magnus um sich herum so viele schöne Dinge hatte, die er anstarren könnte, dann warum sah er zu Alec? Alec sah ja noch nicht einmal besonders gut aus. Seine Schwester war wunderschön, ja, und vielleicht hatte auch er etwas davon abbekommen, aber Magnus war Gesellschaft gewöhnt, die eher ihn dessen eigener Liga spielte, oder nicht? Und davon war Alec ja wohl meilenweit entfernt. Und überall um ihn herum standen perfekte Blumen auf der Dachterrasse, und über ihnen erstreckte sich ein perfekter Nachthimmel mit tausend perfekten Sternen und- Und dennoch schenkte Magnus all dem keine Sekunde lang Beachtung. Der Himmel war voller leuchtender Sterne, und trotzdem sah Magnus nur zu ihm. Er war alles, für dass sich der Hexenmeister zu interessieren schien, und Alec verstand beim besten Willen nicht, wie genau er das verdient hatte.

Oder was Magnus sich dabei dachte. Magnus könnte absolut jeden haben, und jede, also was genau fand er an Alec? Was machte ihn selbst so besonders, dass sich Magnus – der Magnus Bane – ausgerechnet mit ihm abgab? Was konnte Magnus an ihm finden, was niemand anderes hatte?
Sich gegenüber hörte er seinen Freund seufzen, und als er aufsah, warf Magnus ihm ein breites Lächeln zu. „Genau das“, meinte der Mann dann.
Genau was? Verwirrt runzelte Alec die Stirn. Was? Hatte er irgendetwas verpasst?
„Genau diese Einstellung“, fuhr Magnus fort.
Alec schüttelte den Kopf. „Welche Einstellung?“ Und was war damit?
„Deine natürlich.“ Magnus lachte. „Deine Einstellung und deine Art und dein Herz und einfach alles an dir ist genau das, was außer dir niemand anderes hat.“
Moment, was? Hatte- Er hatte nicht laut gesprochen, oder?
Wieder lachte Magnus, und diesmal stand er auf, bevor er um den Tisch zwischen ihnen hindurchging, und dann vor Alec stehen blieb, sich zu ihm hinunter beugte, und für einen kurzen Augenblick ihre Lippen miteinander verschloss. Noch bevor Alec den Kuss erwidern konnte, zog Magnus sich bereits wieder zurück. „Nein“, meinte er dann mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. „Nein, hast du nicht, aber wir sind inzwischen lange genug zusammen, dass ich auch so wissen sollte, was du denkst, oder?“ Er grinste, und küsste ihn ein weiteres Mal. „Und außerdem ist alles um uns herum absolut kein Vergleich zu dir, Alexander.“


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