A Cat's Love

GeschichteDrama, Romanze / P16 Slash
Kaito Kid / Kaito Kuroba Shinichi Kudo
05.12.2017
15.10.2019
13
29842
11
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
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A/N: Weil ich schon immer eine Kaito Cat-Story schreiben wollte.

Warnings: Humor, Drama, noch etwas mehr Humor und noch mehr Drama. Sehr wahrscheinlich unzutreffend beschriebener Katzencharakter (Vorschläge und Verbesserungen nehme ich gern entgegen). Shinichi ist ein Sadist. Und kann nicht kochen. Eine tödliche Mischung. Oh, und falls es nicht klar sein sollte - es handelt sich hierbei um Shounen Ai.

Disclaimer: Preiset Gosho Aoyama.

Oje, ich habe total vergessen, dass ich sogar ein Cover für die Story habe! Peinlich, peinlich. Bitte auf die Links klicken und lieb haben. An BakaThief ein riesengroßes Dankeschön noch mal.

Cover: Me right there!
Kleines Extra: Shinichi's brainwashing skills

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Es war kurz nach dem Abführen des reuigen Verbrechers und dem Abfahren der Polizeiautos, dass die Luft über ihm zusammenzuckte und unwillig knurrte. Shinichi sah in den sich rapide verdunkelnden Himmel hinauf - die mit Wasser vollgesogenen grauen Wolken waren nicht gerade ein Aushängeschild für einen wunderschönen, sonnigen und vor allem trockenen späten Nachmittag.

Ein sehnsüchtiger Blick wanderte in Richtung der blinkenden Polizeilichter der sich immer schneller vom Detektiv fortbewegenden Mitfahrgelegenheit. Der Himmel grollte etwas lauter. Shinichi spielte ein paar Sekunden mit dem Gedanken, Megure anzurufen und ihn zu bitten, doch mal einen Wagen vorbeizuschicken - der Oberschüler war überzeugt, dass der Inspektor das auch wirklich machen würde (natürlich unter der Annahme, Shinichi würde sich liebenswürdigerweise für weitere Fallaufklärungen zur Verfügung stellen). Am Ende entschied er sich nach logischer Bewertung der Sachlage gegen diese lukrativ-regenfreie Alternative, schon weil das Präsidium, in dem er zweifellos abgeladen werden würde, viel weiter von seinem Haus entfernt war als sein derzeitiger Aufenthaltsort.

Vor dem Hintergrund dieser erdrückenden Beweislast blieb dem Jungdetektiv nichts anderes übrig, als seine Gehwerkzeuge in Anspruch zu nehmen. Gedacht, getan und kaum hatte er einen Schritt in Richtung trautes Heim gemacht, schon kamen die dreisten Wolken über ihm zum Schluss, dass es doch ganz lustig wäre, Shinichi eimerweise mit Regewasser zu begießen.

Ein Todesblick Richtung Himmel und schon lief der Oberschüler los, obwohl sein ausgeprägter Sinn ihm ironisch zuflüsterte, dass er auch gleich in den nächsten Fluss springen könnte. In wenigen Sekunden klebte die Kleidung auf diese typische unangenehm-squischige Art und Weise an seinem Körper, der Detektiv verzog sein Gesicht und beschleunigte sein Tempo, sich mit Gedanken an eine schöne warme Dusche und einer Tasse heißen Kaffee tröstend.

Er zögerte deshalb auch nicht lange, bevor er in diese dunkle, stinkende Nebengasse einbog - einer Abkürzung schaute man bei solch detektiv-unfreundlichen Wetterverhältnissen einfach nicht in den Terminkalender. Oder in die umgeworfene Mülltonne, von denen es hier anscheinend ganze Kolonien gab. Nase zu und durch, wie es schön hei- AU! Etwas Langes und eindeutig nicht zu der normalen Gasseneinrichtung Gehörendes ließ Shinichi stolpern. Der Oberschüler schlitterte etwas unbeholfen, bevor er jedoch mittels seiner ausgeprägten sportlichen Reflexe (lies: unbeholfenes Rudern mit den Armen) wieder seine Balance zurückgewann und sich umdrehte, um den Störenfried mit unfreundlichen Blicken zu traktieren. Dies brachte jedoch keine nennenswerten Ergebnisse, sodass der Detektiv durch fortschreitende Ganzkörperunterkühlung daran erinnert wurde, dass sinnlos in der Gegend Herumstehen - und das bei Platzregen - nicht gerade die glücklich-angenehmste Art der Freizeitgestaltung war. Gerade dabei, wieder seinen Weg fortzusetzen, vernahm Shinichi etwas, das sich verdächtig nach einem Stöhnen anhörte.

In dem kurzen Kampf zwischen Logik (Kümmer dich nicht drum, ist doch sicher sowieso ein Besoffener, der seinen Rausch ausschläft!), Vernunft (Beweg endlich deinen Arsch, Junge, mir ist KALT!) und Hilfsbereitschaft (Mann, ich hab doch gesagt, es ist ein Besoffener und das einzige, was der will, ist noch eine Flasche Sake, die du nicht hast, also, warum stehst du hier noch blöde herum?), siegte schließlich die Neugier (Ob du dann wohl wegen unterlassener Hilfeleistung verknackt wirst, wenn der an Nasenhaarverätzung stirbt ob des schrecklichen Gestanks?).

Shinichi lief ein paar Schritte zurück und entdeckte tatsächlich den Übeltäter, der ihn ein paar Sekunden zuvor beinah zum Fallen gebracht hätte (Den Geruch hätte er nie und nimmer aus seinen Klamotten gekriegt!) - oder besser: DIE Übeltäter. Nämlich zwei Beine. Ihr Besitzer gab ein weiteres, leises Stöhnen von sich, schien jedoch zu dem Zeitpunkt außerstande, seine Extremitäten (das hinterhältige Hindernis) aus dem Weg zu räumen. Shinichi beugte sich zu ihm herunter. Er schien jung zu sein, wahrscheinlich sogar im gleichen Alter wie der Oberschüler selbst. Betrunken? Verletzt? Viel konnte der Detektiv ob der Dämmerung und des undurchsichtigen Regenvorhangs nicht erkennen. Argh, was solls, es könnte ja nicht schaden, einen Krankenwagen zu rufen - auch wenn er ein berühmter Jungdetektiv war und als Menschenhelfer Numero Uno galt (solange besagte Menschen spannende Rätsel und Mysterien für ihn hatten, natürlich. Leichen waren aber auch okay), hieß das noch lange nicht, dass er sich eine Lungenentzündung wegen eines Ausreißers oder eines Schulschwänzers, der in irgendwelchen Gassen im Müll herumlag, einhandeln musste.  

Dafür gab es nun einmal Sanitäter.  

Shinichi konnte schließlich nicht für alle die Arbeit machen - hiesige Polizei war schon mehr als genug. Beschwingt durch diesen überaus logischen Gedankengang (und dem Wissen, dass er sich nicht um das bewusstlos herumliegende Problem kümmern musste), zog der Detektiv sein Handy aus der Tasche, das mit einem Vibrationsalarm eine Nachricht einblendete. "Achtung, Ihr Ak-", weiter kam Shinichi nicht, als das verräterische Ding einfach den Geist aufgab. Fassungslos starrte er auf die handkleine, plastikgewordene Frechheit, das konnte doch einfach nicht wahr sein! Shinichi schaute sich um - oh, welch Überraschung, kein Schwein zu sehen (kein Wunder, bei dem Hundewetter), das er um Hilfe bitten könnte. Dann wanderte sein Blick zu dem (nach wie vor ungelösten) Problem und ein resignierter Seufzer entwich ihm, als bei kurzer Überlegung klar wurde, dass die nächste Notaufnahme gefühlte Lichtjahre entfernt war.

Okay, okay! Verdammter Mist aber auch, warum hatten geniale Oberschülerdetektive auch nie Glück?! Shinichi kniete sich zu dem jungen Bewusstlosen hin und hievte ihn sich auf die Arme, schwankte ein paar Schritte unter dem Nicht-Gerade-Federgewicht, fand sich jedoch in der Lage, seinen Weg fortzusetzen. (Die kalte Regenflut war eine sehr große Motivation.)

Völlig aus der Puste fiel der Detektiv in seine Eingangstür, um endlich den Bewusstlosen auf seinem Flurboden abzulagern und seine schmerzenden Arme zu entlasten. Mit einem befreiten Seufzen ließ er die vollgesogenen Schuhe am Eingangsbereich stehen (die Fußbekleidung seines Besuchers musste ebenfalls dem gesellschaftlich fest verankerten Brauch weichen) und steuerte geradewegs auf das langvermisste Bad zu. Ein Blick nach hinten verriet ihm, dass der an die Wand Angelehnte nach wie vor in seiner unterbodenharten, aber dennoch recht entspannt wirkenden Lage verweil-  

Shinichi blieb abrupt stehen.  

Tastete fahrig nach dem Lichtschalter, um seinen Augen zu beweisen, dass sie ihm gerade ziemlich dreist eine falsche Information ob des in spärliches Straßenlaternenlicht getauchten Hauses geliefert haben.

Das aufflackernde Flurlicht ließ ihn jedoch etwas verstört aufblinzeln, seine treuen Augen um Verzeihung bitten und ungläubig den Kopf schütteln.

"Na toll. Ein Katzenliebhaber mit Kostümierbereitschaft. Hat mir gerade noch gefehlt." Ein resignierter Blick wanderte gen deckenversteckten Himmel. "Warum bin ich eigentlich immer derjenige, der die ganzen Freaks abkriegt?" Seinen Weg zum Bad wieder aufnehmend merkte Shinichi nicht, wie der dunkelbraune Schweif, knielang neben dem Körper, und die ebenso dunklen Katzenohren zwischen einem Chaos von einer Frisur, die der Bezeichnung "vom Winde verweht" eine gänzlich neue Bedeutung verlieh, kurz aufzuckten, um gleich darauf eine vollständige Leblosigkeit zu demonstrieren.

TBD
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