Valentine's cookie

GeschichteAllgemein / P12
Eliot Nightray
04.12.2017
04.12.2017
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Heyy kurze Erklärung für das Zeichen (A/F), das bedeutet nämlich Augenfarbe und kommt auch nur einmal vor. ^^

Diese Geschichte habe ich vor 3 Jahren geschrieben und dieser OS ist nur ein Teil vom Ganzen. Eigentlich schäme ich mich seeehr für die Story, aber ich dachte mir 'Wieso nicht' und hier ist siexD Habt Spaß!


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Mit schlendernden Schritten liefst du durch die Gänge des Schulgebäudes. Du warst dir nicht sicher, was du nun tun solltest. Da Gilbert irgendwie verschollen war, konntest du dieses Jahr deinem besten Freund wohl keine Valentinstagskeks geben. Doch du hattest sich diesmal viel Mühe beim Backen gegeben, daher möchtest du es auch unbedingt jemandem schenken! Du bliebst stehen und sahst aus dem Fenster. Der Abend brachte herein und der Schulhof war leer. Sie waren wahrscheinlich alle auf dem Hinterhof und feierten. Du bemerktest ein einsames Pärchen unter dem Kirschlütenbaum stehen, die sich gegenseitig umarmten. In der Hand des Jungen war eine herzförmige Packung, das mit vielen Herzchen und Blumen geschmückt war.
Viel zu kitschig, dachtest du dir und wandtest beschämt den Blick ab, als sie anfingen zu schmusen. Warum auch immer versetzte es dir einen Stich in deinm Herzen. Warst du so neidisch auf eine Beziehung?
Du liefst nachdenkend weiter und beschließt, dein Valentinsgeschenk einfach dem nächsten Jungen, den du begegnest, zu geben und es hinter dich zu bringen. Auch wenn es ein Fremder wäre. Du möchtest es endlich loswerden.

Du biegst in den nächsten Gang ab und trittst durch die Tür zum Treppenhaus. Das Licht der Abendsonne schien durch das große Fenster und wärmte deinen Körper. Den Sonnenuntergang fandest du von allen Tageszeiten immer am schönsten und angenehmsten.

Du seufztest verträumt und legtest deine Stirn gegen die Fensterscheibe. Momentan warst du nun doch noch zu müde, um zu feiern. Man konnte die laufende Musik bis hierhin hören.
Dze schließt augenblicklich deine (A/F) Augen, bis Schritte erklangen und immer lauter wurden. Du bemerktest einen Schatten auf dem Boden. Jemand kam die Treppe hoch!
Reflexartig verstecktest du die Tüte mit dem riesigen Keks hinter deinem Rücken. Wenn das ein Junge ist, wirst du es ohne zu zögern überreichen! Dein Herz begann zu rasen und deine  Hände wurden schwitzig.
"(Name)?", sagte die Person und dir wurde bei dem Anblick flau im Magen. Deine Kinnlade klappte herunter.

'Das kann doch nicht sein. Ausgerechnet er....?'

"Vogelkopf...", flüsterte du auch seinen 'Spitznamen', den du ihn gabst. Dein Herz war von rasend zu eingefroren gewechselt und deine Finger begannen zu zittern.

Eliot zuckte mit seiner Augenbraue, als sie seinen angeblichen Spitznamen nannte.
"Ist es...Schicksal?", rutschte es aus dir heraus. Nun sah der Beigehaarige dich genauso verwirrt an. "Wie bitte?"
"Nichts! Es ist nichts!" Dabei wedeltest du mit rotem Kopf deine Hände abwehrend vor deinem Körper. Dabei hattest du vergessen, dass die Tüte mit dem Keks auch herumgewedelt wurde und stocktest mitten in der Bewegung. Eliot musterte die Tüte neugierig, bevor du sie blitzschnell wieder hinter deinem Rücken verstecktest.
"War das etwa ein Valentinstagsge-"
"Sag NICHTS!", presstest du hervor und atmetest schwer. Du hattest die ganze Zeit den Atem angehalten. Dein Herz fing wieder an zu rasen.
Was war bloß los mit deinem Körper?!

Eine dicke Wutader bildete sich auf seiner Stirn. "Darf ich jetzt nicht mehr reden, oder was?!"

"NEIN! Ich bin diejenige, die nur redet, verstanden?! Wenn du anfängst, kommt nur Mist heraus!"
"Klappe, du Dorfmädchen! Ich habe kein Bock, mich jetzt mit dir zu streiten! Ist ja nicht meine Schuld, dass keiner dein Geschenk annehmen will!", brüllte er dir entgegen.
Das traf dich mit voller Wucht! Auch wenn es nicht stimmt. "Kannst du doch nicht wissen! Ich kann nur nicht denjenigen finden, dem ich es geben will!", schnaubtest du. Eliot wollte an dir vorbeilaufen und dich ignorieren, aber so leicht machtest du es ihm nicht. Du hast dir geschworen, diesen Keks loszuwerden! Und zwar jetzt!
"Stoooop, du gehst nirgendwohin!" Du packtest ihn an seinem Kragen und zogst ihn zurück. Das schien ihm nicht zu gefallen und er knurrte. War er jetzt ein Hund oder was?
"Was willst du noch?", knirschte er.
Du nahmst all deinen Mut zusammen und strecktest ihm die Tüte entgegen. Dabei sahst du aus wie eine überreife Tomate, so sehr schämtest du dich. "Nimm es. Ich gebe es dir..." Verwundert zog er seine Augenbraue hoch. Irgendwie tat er es immer, wenn du was sagtest...
"Nein, danke.", meinte er mit kaltem Ton.
Aufgebracht und beschämt, weil du abserviert wurdest, bliest du deine Wangen auf. "Nein, du musst es nehmen! Ich habe mir nämlich geschworen, dem nächsten Jungen, den ich begegne, es zu schenken. Und das warst du. Also musst du es jetzt nehmen!"
"Ich will es aber nicht von DIR!", schnauzte er.

"PECH! Wenn du es nicht nimmst, erzähle ich Gilbert, dass du gerne Mädchen auf den Hintern schlägst. Zeugen habe ich ja!" Eliot sog scharf die Luft ein. Er war kurz vor dem Ausrasten. "Das war nicht mit Absicht! Außerdem ist das Erpressung!"
"Ich nenne es einen Handel. Von daher ist es fair. Ich schwöre auch, dass es nicht vergiftet ist!" Du lächeltest ihn schelmisch an.
Widerwillig riss er die Tüte aus deiner Hand und fluchte vor sich hin. Dann nahm er mit ungläubigen Blick den tellergroßen Keks in seine Hand und starrte es ganze 10 Sekunden lang an. "Was...ist das?", murmelte er.
"Eine Atombombe, wie du siehst.", schnalztest du ironisch. Du wolltest nur noch wissen, wie er auf den Geschmack reagierte. "White Chocolate-Cranberry-Cookie. So heißt er.", entgegnetest du und wartetest darauf, dass er zubiss. "Schenkt man denn keine Schokolade zum Valentinstag?"
"Das ist kitschig und langweilig. Wenn du den Keks eben nicht willst, dann esse ich ihn eben!" Du tipptest ungeduldig mit ihrem Finger an deinen Arm, kurz davor den Keks aus seiner Hand zu reißen. "Nein, ich werde ihn probieren.."
Mit einem riesigen Biss kaute er auf dem knusprigen Teig herum und sah dir dabei konzentriert in die Augen. Das sah...komisch aus, aber du wartetest geduldig auf seine Meinung. Seine eisblauen Augen waren durch das Licht der Abendsonne mit einem glänzenden Orange gemischt. Seine Augenfarbe fandest du schon immer sehr faszinierend.
"Ganz in Ordnung.", meinte er nachdem er geschluckt hatte. Du warst mit dieser Antwort nicht zufrieden. "Wie jetzt? Kein Lob und keine Kritik?" Du verschränktest deine Arme vor deiner Brust.
"Soll ich dir jetzt meine Meinung über den Geschmack schriftlich überreichen?"
"Bitte mündlich. Ich lege eben Wert auf meine Arbeiten!"
"Sieht man ja bei deinen Noten..." Du hautest ihm wegen dieser Bemerkung auf dem Hinterkopf, woraufhin Eliot ausversehen den Keks fallen ließ - und er in der nächsten Sekunde zerbröselt auf dem Boden lag. Dir fiel die Kinnlade runter und du starrtest traurig auf die Reste deines Kekses. Eliot rutschte ein 'Ups' heraus und er sah unsicher zu seiner Mitschülerin. Du musste ein Schluchzen unterdrücken und wischtest dir die Tränen aus den Augen. "Ach tu nicht so! Komm, das war doch nur ein....Keks."
Du trommeltest ihm wütend gegen seine Brust. "Darum geht es doch gar nicht! Das hat mir so viel Mühe und Zeit gekostet!" Eliot hielt deine Handgelenke fest, damit du aufhörst. "Außerdem war es ein Geschenk. Damit möchte man denjenigen etwas zeigen, den man es gibt. Und wenn es kaputt geht, dann...dann sind die Gefühle desjenigen auch kaputt! Auch wenn es diesmal nur Zufall war, dass du derjenige bist..."
Du sahst hoch zu ihm und versuchte, etwas aus seinen Augen zu lesen. Doch er ließ dich los und bückte sich, um ein Stück vom Keks aufzuheben. Dann pustete er das Stück an und wischte mit seinen Fingern nochmal darüber und stopfte es dann in sein Mund. Völlig perplex sahst du ihn fassungslos an. "Iss das doch nicht! Das lag auf dem Boden!"
Eliot sah dich nur monoton an. "Mach kein Drama draus, Idiotin. Es ist Essen und hat sein Geschmack auch nicht verloren.", meinte er und nahm sich noch ein Stück. Du warst einfach...überrascht. Wenn du so nachdachtest, hattet ihr den Streit von vorhin ganz vergessen. Dein Herz fing wieder an, doppelt so schnell zu schlagen und du hielst dir deine Brust.
'Was ist das bloß für ein Kerl? Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich ihn hasse oder liebe. Ich kann ihn nicht einschätzen.', kamen dir die Gedanken.
"Außerdem...", setzte er noch an, "ist ein Geschenk nicht kaputt, solange der gute Gedanke desjenigen noch in ihm steckt..."