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Auszeit

Kurzbeschreibung
OneshotLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Root / Samantha Groves Sameen Shaw The Machine
03.12.2017
03.12.2017
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03.12.2017 1.386
 
Der folgende OS ist im Rahmen des Wichtelprojekt Offen für Neues von Sisi12 entstanden.


Liebe Meliibelii,

erst mal vielen Dank für die tollen Vorgaben!

Ich muss gestehen, dass ich, als ich mich für das Wichtelprojekt angemeldet habe, nicht damit gerechnet habe, über diesen Weg tatsächlich auf ein Fandom zu stoßen, welches ich hiernach weiterverfolgen werde. Anfangs war ich ein wenig überfordert, doch wie der Zufall es so wollte bin ich beim Einkaufen in der Stadt zufälligerweise über Staffel 3 von Person of Interest gestolpert.

Also habe ich mir diese kurzerhand gekauft und angesehen, mich in das Fandom verliebt und es hoffentlich auch hinbekommen, einen einigermaßen guten One Shot zu schreiben.

In Kurz: Ich hoffe, dir gefällt dieser kleine Leckerbissen. ;)


LG, Toushin



Auszeit


Man kann ja wirklich viel über Root sagen, aber mit Sicherheit nicht, dass sie eine schlechte Motorradfahrerin ist. Während die Häuser an uns vorbei ziehen, schweifen meine Gedanken für einen kurzen Moment zu Reese und Finch ab. Einen Augenblick später kommt auch schon die Quittung für meine Unaufmerksamkeit, denn Root bremst abrupt und fährt rechts ran. Da sie den Motor aus stellt und ihren Helm abnimmt, setzte ich meinen ebenfalls ab und steige von der Maschine.
„Da während wir“, stellt die brünette Fahrerin fest und wirft mir dabei eines dieser verlogenen, zuckersüßen Lächeln zu.
„Und warum sind wir hier?“
Wir befinden uns am Straßenrand einer Hauptstraße, auf unserer Straßenseite befinden sich einige hohe Gebäude, während sich auf der gegenüberliegenden Seite verschiedene Geschäfte, sowie eine Bar befinden.
Anstelle einer Antwort geht die Frau einfach an mir vorbei zu einem der hohen Gebäude. Da mir nichts anderes übrig bleibt, folge ich ihr und sehe, wie sie einen Mann, welcher gerade aus jenem Hochhaus kommt, freundlich grüßt. Dabei greift sie ganz selbstverständlich nach der Eingangstür und sieht mich fordernd an. Dem Herren scheint es nicht aufgefallen zu sein, dass Root keine seiner Nachbarinnen ist und so geht er, auf sein Smartphone starrend, an uns vorbei.
Im Wohnhaus selbst angelangt steuert meine Begleiterin sofort zielsicher die Treppe nach oben und da ich auf eine Frage, wo sie den hin wolle, vermutlich ohnehin keine aussagekräftige Antwort bekäme, folge ich ihr auch dieses Mal wortlos. Im dritten Stock bleibt Root schließlich vor einer Wohnungstür stehen und greift unter die Fußmatte. Tatsächlich gibt es immer noch Leute, die so dumm sind und den Ersatzschlüssel für ihre Wohnung einfach unter die Fußmatte legen.
„Wir haben noch ein paar Stunden Zeit, bis es losgeht.“
Die Braunhaarige hat die Tür bereits aufgeschlossen und sieht mich über ihre Schulter hinweg an. Dann lacht sie kurz.
Sie meinte, wir sollen uns noch ein wenig ausruhen.“

Die Wohnung selbst stellt sich als recht aufgeräumt heraus. Von dem Flur kam wir direkt in die offene Küche, an die ein Wohn- und Essbereich angrenzte.
„Nach der langen Fahrt werde ich mich jetzt erst einmal duschen. Oh, oder möchtest du zuerst?“
„Nein, geh ruhig.“ Wieder eines dieser bittersüßen Lächeln, als Root an mir vorbei geht. Doch im Gegensatz zu der Braunhaarigen war eine Dusche nicht das, worauf ich jetzt Lust hatte. So führt mein Weg mich direkt zu dem Kühlschrank. Bedauerlicherweise waren wir in der Wohnung eines Vegetariers gelandet, sodass ich mangels Alternativen eine Tafel Zartbitterschokolade nehme und es mir auf dem cremefarbenen Sofa im Wohnbereich bequem mache. Gerade suche ich mit meinem Blick nach der Fernbedienung für den Flachbildfernseher an der gegenüberliegenden Wand, als ein lauter Knall aus dem Bad zu hören ist. Kein Schuss, dennoch eile ich zu der Tür, hinter der die Geräuschquelle liegt. Fest damit rechnend, dass Root abgesperrt haben würde, drücke ich die Türklinke nach unten. Dann konnte ich Finch wenigstens sagen, dass ich alles versucht hatte. Zumindest war das mein Plan, welcher jedoch durch die aufgehende Tür zerschlagen wird. Im Bad selbst ist die vollständig entkleidete Root zu sehen, wie sie gerade ein Fläschchen mit Duschgel vom Boden der Dusche aufhebt.
„Oh, sorry.“
„Hast du es dir anders überlegt? Wir können gerne auch zusammen duschen.“
„Nein, lass mal.“ Mit diesen Worten drehe ich mich um und schließe die Tür wieder. Root sieht wirklich gut aus, dass muss man ihr lassen. Ein bisschen irritiert von meinen eigenen Gedanken überprüfe ich vorsichtshalber die restlichen Räume der Wohnung, um Fluchtwege oder eventuelle Gefahren auszumachen. Doch das Bild der entkleideten Frau hält sich hartnäckig vor meinem inneren Augen. Besonders präsent ist es im ersten Moment, als ich das Schlafzimmer betrete. Zumindest im ersten Moment, denn dann sticht mir der Teddybär im Bett ins Auge. Der Einrichtung nach zur Urteilen lebte hier nur eine Person, vermutlich eine Frau. Doch scheinbar schien diese Dame trotz Stöckelschuhen und Abendkleider immer noch ihren Teddy zum einschlafen zu brauchen. Es gab wirklich seltsame Menschen.
Schlussendlich lande ich wieder auf dem Sofa und entdecke jetzt auch die Fernbedienung. Etwas wirklich Interessantes ist trotz der vielen Sender nicht zu finden und so schalte ich noch von Programm zu Programm, als Root mit einem Handtuch um den Körper in den offenen Wohnbereich kommt. Ich bemühe mich so zu tun, als würde mich ihre Anwesenheit nicht im geringsten interessieren, aber eigentlich sind ihre glatten Beine wirklich schön anzusehen. Die Brünette kommt mit zwei Weingläsern in der einen und einer Weinflasche in der anderen Hand zurück zu mir. Die Gläser stellt sie auf den Tisch, während sie die Flasche öffnet und in beide Gläser viel zu viel Rotwein einschenkt.
„Was ist? Gar keinen Durst?“
„Ich weiß ja nicht, was dir die Maschine so alles erzählt, aber wäre es nicht klug damit bis nach der Schießerei zu warten?“
Mit einem Lächeln lässt Root sich neben mir aufs Sofa fallen und hält mir eins der Gläaser hin.
„Also im Moment sagt sie mir gar nichts. Aber mit deiner Schießerei könntest du vielleicht sogar recht haben... Schauen wir mal, wie es später so läuft.“
Da es ohnehin nichts bringen würde, weitere Fragen zu stellen, nehme ich das Glas Rotwein und trinke einen großen Schluck. Immerhin scheint unsere ungewollte Gastgeberin einen guten Weingeschmack zu haben.
„Hat sie dir etwas über Reese und Finch gesagt?“
Wieder lacht die braunhaarige Frau kurz und wartet eine Moment, ehe sie mir antwortet.
„Nein, über die Zwei weiß ich im Moment noch nichts. Wieso, machst du dir etwa Sorgen um deinen Partner?“
Die Art, wie sie die letzten beide Worte betont, gefiel mir so ganz und gar nicht.
„Reese ist nicht mein Fall.“
Ich hoffte, damit allen weiteren Unterstellungen aus dem Weg gehen zu können.
„Was ist denn dann dein Fall?“
Die Frage überrascht mich und eigentlich war mir nicht danach, Root diese zu beantworten.
„Ich steh mehr so auf die unkomplizierten Partnerschaften.“
„Hm, unkompliziert also?“
Root's Augen funkelten mich beinahe herausfordernd an und selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich diesem Blick nicht entfliehen können.
„Ja, unkompliziert.“
Während ich die Worte sprach wurde mir bewusst, wie nah wir uns eigentlich waren. Ihre Hüfte berührte die meine, ebenso wie unsere Knie und plötzlich berührten auch ihre Lippen meine. Obwohl ich damit nicht gerechnet hatte, erwiderte ich den Kuss und stellte mein Glas auf den Tisch zurück. Auch Root hatte ihres zur Seite gestellt und ihre Hände berührten meine Wangen. Dann verebbte der Kuss und Root sah mir auf eine Art und Weise in die Augen, wie ich es ihr nie zugetraut hätte. Sie öffnete ihren Mund, vermutlich um wieder irgendetwas zu sagen, doch ich hatte keine Lust auf irgendeine Unterhaltung mit ihr. Also greife ich nach ihren Schultern und drücke sie nach hinten, während meine Lippen erneut die ihren liebkosen. Die Brünette lässt es sich gefallen und beginnt, meinen Mantel, den ich noch immer nicht abgelegt habe, zu öffnen. Schnell sind Mantel, Shirt, Hose und Schuhe entfernt. Auch das Handtuch, welches Root's Schönheit versteckte, findet schnell seinen Weg auf den Parkettboden und ihre Lippen wandern mit sanften Kussbewegungen meinen Hals hinab. Währenddessen wandert meine Hand über ihre Seite, hinab zu ihrer Hüfte. Ihre Haut ist so unglaublich weich und zart, dass ich mich innerlich frage, warum sich meine Leidenschaft bis jetzt immer auf Männer beschränkt hat.
Doch gerade als es verspricht interessant zu werden, schiebt Root mich aufeinmal von sich weg und sieht mich mit weit geöffneten Augen an.
„Wir müssen los.“
Mit diesen Worten verschwindet die braunhaarige Frau ins Bad, um sich wieder anzuziehen. Insgeheim verfluche ich die Maschine, doch auch mir ist klar, dass es etwas zu erledigen gibt.
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