Alola Und Wissenschaft

von JoeBestan
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
03.12.2017
28.12.2017
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„Hey, warten sie doch mal!“, rief Professor Kukui. Darauf blickten alle Mitglieder des
Ultraforschungsteam erwartungsvoll zu ihm, gespannt darauf, was er ihnen zu sagen hatte. Außer Atem kam der Pokemonprofessor vor ihnen zum stehen und holte zuerst einmal tief Luft.
„Hey, ich habe von Sun und Moon erfahren, dass ihr sehr an unserer Kultur interessiert seid“, erzählte Kukui, „Wenn ihr möchtet, helfen wir ihnen da gerne weiter.“
Darus, Amamo, Mirin und Cyonir sahen einander an und nickten sich dann gegenseitig zu. Sie alle waren einverstanden mit dem Vorschlag des Professors. Dann richtete Cyonir, der Älteste des
Ultraforschungsteam das Wort an Kukui.
„Die Aufgabe, weswegen wir in eure Welt gekommen sind, ist erfüllt“, sagte er, „Nun da die Gefahr für unser beider Welten gebannt ist, können wir uns anderen Forschungen widmen“ Diese Antwort zauberte Kukui ein breites Lächeln aufs Gesicht.
„Super, dann lasst uns schnell zu meinem Labor gehen!“, sagte der Pokemonprofessor fröhlich. Daraufhin sah Darus ihn mit skeptischen Blick an und meinte:
„Wir können doch nicht mal eben schnell zu ihrem Labor. Wenn ich richtig informiert bin liegt es auf der Insel Mele Mele und wir sind gerade auf Poni.“

„Das ist kein Problem für uns“, schaltete sich Sun nun in das Gespräch ein, „Mein Freund Abra kann uns alle in Null Komma Nichts dorthin bringen.“ Mit diesen Worten zückte der junge Trainer einen Pokeball und ließ das darin enthaltene Pokemon frei. Heraus kam ein gelbbraunes Pokemon, welches Mirin neugierig begutachtete und näher an es heran trat.
„Interessant, es bewegt sich also durch Levitation fort“, sagte sie fasziniert, „Und es ist in einem permanenten Zustand des Schlafes.“

„Ja, das macht es, weil ihm seine Psychokräfte sehr erschöpfen. Daher schläft es auch achtzehn Stunden am Tag“, erklärte Professor Kukui, „Aber darüber kann ich euch später auch noch mehr erzählen, jetzt gehen wir erst einmal zu meinem Labor.“
Gesagt, getan.
Das Abra von Sun teleportierte ihn, Kukui, Moon, Lilly und das Ultra Forschungsteam im Nu zum Pokemonlabor.

„So, da wären wir. Mein trautes Heim.“, sagte Professor Kukui freudestrahlend und zeigte dabei auf eine heruntergekommene Hütte.
„Ich weiß, es macht nicht viel her“, sagte der Professor, als er Darus fragenden Blick bemerkte, „Aber das passiert halt, wenn man wie ich Pokemonattacken erforscht.“
Gemeinsam gingen sie in die Hütte und wurden sogleich von einem Wuffels begrüßt, welches Kukui überglücklich in die Arme sprang.
„Hey, hey, ist ja gut Wuffels, ich freu mich auch dich wieder zu sehen“, sprach Kukui beruhigend auf das Pokemon ein, „Wie ich sehe, hast du gut auf das Labor aufgepasst. Das hast du gut gemacht.“ Sanft streichelte er das Pokemon und fütterte es mit einer Beere, dann wandte er sich wieder zu seinen Gästen zu. Der Professor sah, wie Amamo aufgeregt mit ihren Körper hin und her wippte und dabei nur mühsam eine Frage unterdrückte. Kukui bemerkte ihren Blick und wunderte sich zuerst, was sie wollte, doch als er sah, das sie zu Wuffels schaute, war alles klar.

„Wenn du möchtest darfst du Wuffels streicheln. Aber du darfst nicht zu hektisch sein.“, erklärte der Pokemonprofessor, „Halt ihm zuerst deine offene Hand hin und warte bis es seinen Kopf an dir reibt. Dann hast du seine Erlaubnis es zu streicheln.“
Amamo nickte verstehend und hielt dem Pokemon ihre Hand hin. Vorsichtig kam es auf sie zu und beschnüffelte die Hand des Mädchen. Nach einigen Augenblicken rieb Wuffels seinen Kopf an der Hand von Amamo, was sie zum Lächeln brachte.
„Toll, Wuffells mag mich!“, rief sie glücklich, woraufhin das Pokemon ihr in die Arme sprang und das Mädchen nach hinten kippte. Auf den Bauch von Amamo sitzend, leckte Wuffels ihr das Gesicht ab, was Professor Kukui zum Lachen brachte.
„Ha,ha, Wuffels scheint dich sehr lieb zu haben“, sagte Kukui belustigt, „Aber jetzt ist erst einmal Schluss. Wuffels komm von ihr runter!“ Das Pokemon gehorchte und trottete zu dem Pokemonprofessor, der es einmal kurz streichelte, ehe er sich wieder seinen Gästen zuwandte.
„Wenn ihr eine Weile hierbleiben wollt, braucht ihr einen Platz zum Schlafen“, überlegte Kukui
laut, „Ich habe noch ein Zelt, das wir aufbauen können, dort könnt ihr übernachten.“

„Sollen wir ihnen bei irgendetwas helfen?“, fragte Mirin nach. Kukui winkte die Frage ab und entgegnete nur:
„Nein, das braucht ihr nicht, ich und meine Pokemon übernehmen das schon. Es war heute ein anstrengender Tag für euch, kommt erst mal zur Ruhe.“
Nun, da sie im Moment nichts mehr zu tun hatten, verließen sie das Labor und und gingen zum nahegelegenen Strand. Es war spät am Abend und die Sonne ging gerade unter. Wehmütig betrachtenen Darus, Amamo, Mirin und Cyonir den Sonnenuntergang.
„Das Licht von Alola ist so wunderschön.“, sagte Mirin träumerisch.

„Ja, das ist es“, entgegnete Cyonir, „Das Licht, welches wir gemeinsam mit den Menschen aus Alola gerettet haben“

„Ja. Sie scheinen das aber überhaupt nicht wertzuschätzen, was wir für sie getan haben.“, sagte Darus verbittert, „Sie haben keine Ahnung wie das ist, in einer Welt zu leben, deren Licht geraubt wurde.“ Cyonir wollte darauf etwas erwidern, hielt jedoch inne, als er ein Räuspern hinter sich hörte. Als er sich umdrehte, erblickte er Moon, die sie traurig anblickte, was Darus weit die Augen aufreißen ließ.
„Du hast mitbekommen, was ich gesagt habe.“, stellte der Ultraforscher fest, woraufhin Moon nur bestätigend nickte.
„Moon, ich...“, versuchte Darus sich an einer Entschuldigung, was ihm aber nicht gelang. Cyonir bemerkte die unangenehme Situation und gab Amamo und Mirin ein Zeichen, das sie sich zurückziehen und die beiden alleine lassen sollten.
„Es tut mir Leid.“, sagte Moon nur, starrte den Boden an und ballte die Hände krampfhaft zu Fäusten.
Darus bemerkte, dass sie kurz davor stand zu weinen, was ihm einen heftigen Stich ins Herz versetzte.
„Nein, nein, nein, das muss es nicht.“, sagte Darus, dem nun es leidtat, was er gesagt hatte.
Behutsam legte er ihr seine Hände auf die Schulter und sagte bestimmend „Schau mich an!“
Darus wartete, dass Moon seiner Aufforderung nachkam. Als sie es nicht tat, schob er eine Hand unter ihr Kinn und hob ihren Kopf an, so das sie dazu gezwungen war ihn anzusehen.
„Okay, hör mir zu Moon, was ich gesagt habe war falsch“, sagte Darus entschuldigend, „Ich war einfach eifersüchtig auf euch. Mein Volk lebte seid Generationen in Dunkelheit, dem Licht seiner Welt beraubt und ihr lebt mit einer Selbstverständlichkeit damit, die ich nicht nachvollziehen kann.“
Nach diesen Worten entzog er sich ihr und drehte Moon den Rücken zu. Mit verschränkten Armen stand er, in Richtung Sonnenuntergang starrend, vor ihr. Die Pokemontrainerin merkte schnell, das sie nicht das Problem war. Darus war wütend auf sich selber, weil er sie gekränkt hatte.
„Hey alles ist gut“, versuchte Moon ihn zu beruhigen, „Gut ich gebe zu, ich war im ersten Moment ziemlich gekränkt, aber ich kann auch verstehen, warum du das gesagt hast. Ich war in eurer Welt und habe gesehen wie finster sie war. Das ist etwas, was man wirklich niemanden wünscht, daher bin ich richtig froh, dass ihr da wart, um uns zu helfen.“
Als er diese Worte hörte drehte sich Darus ruckartig zu ihr um und sah, wie sie ihn anlächelte.
Schlagartig drehte er sich wieder um, damit sie sein rot gewordenes Gesicht nicht sehen konnte.

„Ist schon gut, ihr habt uns ja schließlich auch geholfen, mit Necrozma fertig zu werden.“, erwiderte der Ultraforscher knapp.

„Sagen wir einfach, wir haben uns gegenseitig geholfen.“,sagte Moon diplomatisch, „Hören wir jetzt aber auf, so trübselig zu sein. Für mich ist diese Sache jetzt erledigt. Ich gehe jetzt ins Bett, wir haben morgen schließlich viel vor.“ Mit diesen Worten ließ sie Darus alleine.
Er blieb noch einige Momente alleine am Strand stehen und lauschte dem Rauschen der Wellen, ehe er in die Richtung blickte, in die Moon gegangen war.

Was macht dieses Mädchen nur mit mir?“, fragte er sich und seufzte einmal laut.
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