Salty Strawberry

OneshotRomanze, Freundschaft / P12 Slash
03.12.2017
03.12.2017
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An diesem späten Abend regnete es viel zu lange. Selbst bis in die Nacht hinein fand der Niederschlag kein Ende. Man war sich sicher, dass der Regen noch eine ganze Weile anhalten würde. Die dunklen schweren Wolken verdeckten immer mehr, den sonst so schönen Nachthimmel und der Wind pfiff wie wild um die Häuser. Er zwang die kleinen Bäume in die Knie und manche von ihnen stürzten tatsächlich um. Hin und wieder erhellte ein Blitz die dunkle Nacht und der darauffolgende Donner zerfetzte einem fast das Trommelfeld. Aus dem sonst so harmlosen Regen wurde allmählich ein Sturm. Bei so einem Wetter blieb man besser zu Hause, wenn man nicht den Wunsch verspürte sich erkälten zu wollen.

Xerxes Break saß gerade an seinem Schreibtisch und versuchte seit einer geschlagenen Stunde einen Bericht für Pandora zu schreiben. So gut es ging bemühte er sich den Sturm zu ignorieren, der mit jeder Stunde schlimmer wurde. Eigentlich hatte er nicht die geringste Lust zu arbeiten und würde am liebsten Tee schlürfend und Kuchen mampfend vor dem Kamin sitzen, doch Sharon, die genug von Breaks Faulheit hatte, hatte ihm gedroht seine heißgeliebten Bonbons wegzunehmen und wegzusperren. Natürlich konnte er das auf gar keinen Fall zulassen, sodass er sich aufraffte und versuchte an seinem Bericht weiter zu arbeiten. Doch aus irgendeinem Grund konnte er sich nicht konzentrieren. Vielleicht lag es an dem schlimmen Sturm oder an den Gedanken, seine Lieblingsbonbons nie wieder zu sehen.Vielleicht lag es aber auch an Reim. Er dachte in letzter Zeit oft an ihn und erwischte sich auch selbst dabei, wie er ihn viel zu lange ansah. Mehrere Male hatte er sogar von ihm geträumt. Reim war für Break der wichtigste Freund von allen. Er wusste nicht, was er ohne ihn machen würde. Er musste sich eingestehen, dass er keinen Tag ohne Reim aushalten konnte. Er war eine Stütze für ihn. Jedes Mal wenn er ihn ansah, wusste er, dass er alles schaffen konnte, wenn Reim bei ihm war. Sie waren ein gutes Team und viele beneideten die beiden um ihre tiefe Freundschaft.

Draußen goss es weiter in Strömen als Break wieder an die Arbeit gehen wollte. Ein Blitz erhellte den kleinen Raum, der nur durch zwei kleine Kerzen beleuchtet wurde. Break las in letzter Zeit oft in schlecht beleuchteten Räumen seine Bücher und er musste mit einem breiten Grinsen im Gesicht an Reim denken, der deswegen jedes Mal wütend wurde.

"Du verdirbst dir nur dein Auge, wenn du so weitermachst, Xerxes!", hatte er einmal gesagt. Zugegeben, Reim hatte mit dieser Aussage nicht ganz Unrecht, doch Break genoss es, wenn sich sein Freund um ihn sorgte.

"Wie gern' würde ich ihn jetzt ärgern.."

Als Break realisierte, dass es unsinnig war seine kostbare Zeit mit sinnlosen Gedankengängen zu verschwenden, versuchte er sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, die er immer noch nicht fertiggestellt hatte. Genauer gesagt hatte er nicht einmal angefangen. Wie konnte er auch? Der Sturm ließ ihn keine Gelegenheit dazu. Jedes Mal, wenn er ans Schreiben dachte, störte ihn der Donner. Als Break sein Schreibzeug in die Hand nahm, klopfte es plötzlich an die Tür. Ohne auf eine Antwort zu warten, trat die Person ein, die zu Breaks Überraschung Reim war. Reim richtete kurz seine Brille bevor er mit großen Schritten auf Break zuging, der mit dem Rücken zu ihm saß. Der Rotäugige blickte nur rasch über seine Schulter und wartete bis sein Freund hinter ihm stand.

"Was führt dich zu mir, Reim?"

"Ich wollte deinen Bericht abholen..hast du ihn fertig?"

Break lachte kurz auf und lehnte sich zurück.

"Glaubst du wirklich, ich hätte ihn schon fertig?"

Der Weißhaarige drehte sich zu Reim um und sah ihn belustigt an. Reim nahm mit einem Seufzen seine Brille ab und begann sie mit einem kleinen blauen Tuch zu putzen.

"Nein, nicht wirklich.."

"Na, also..", Break wendete sich wieder seinen leeren Unterlagen zu.

"Wenn du mich nun entschuldigen würdest, Reim, ich habe zu tun."

Reim, machte allerdings keine Anstalten zu gehen. Nun war es Break, der seufzte. Er schob seinen Stuhl vom Schreibtisch weg und stand auf.

"Was ist denn noch, Reim?"

Der Brillenträger mied die Blicke seines Freundes und sah hinaus zum Fenster, wo der Sturm noch immer wütete.

"N-Nichts.."

"Nichts?", Break hob eine Augenbraue. "Bist du ganz sicher?"

"Ganz sicher bin ich mir nicht..", entgegnete Reim langsam.

Break fasste sich an die Stirn.

"Was ist denn heute mit dir los? Etwa melancholisch vom Regen geworden?"

"Möglicherweise..."

Break sah lange zu seinem Freund, der heute viel nachdenklicher und ruhiger war als sonst. Zugegeben, Break gefiel es, wenn Reim so nachdenklich aussah, aber dieses Mal hatte es etwas trauriges an sich. Reim stand immer noch da und rührte sich kein bisschen. Mit dieser Situation wusste Break wirklich nichts anzufangen und die unerträgliche Stille machte ihn noch verrückt.

"Wie wäre es, wenn du die heutige Nacht hier verbringen würdest?"

Endlich kehrte wieder Leben in Reim ein. Sofort blickte dieser verlegen zu Break, der sich mit dem Rücken an den Schreibtisch gelehnt hatte und schüttelte so heftig den Kopf, dass ihm fast die Brille vom Gesicht flog. Die Sätze, die folgten wurden vom Brillenträger so hektisch ausgesprochen, dass Break nur Bruchstücke davon verstand. Alles was er aufnehmen konnte war ein: "Nicht nötig!" und "Keine Umstände bereiten!". Gerade als sich Reim die Brille richtete und ein "Ich mach mich dann mal auf den Weg" nuschelte, kam Break plötzlich auf ihn zu und drückte ihm seine Lippen auf den Mund. Erschrocken stieß er Break von sich und lief knallrot an.

"Nein, hör auf mit den Spielchen, Break!"

Break lachte kurz auf, weil ihn der Gemütswechsel seines Freundes amüsierte.

"Welche Spielchen, bitte? Das ist doch kein Spiel.."

"Ach und was soll es dann bitteschön sein?!"

Der Weißhaarige zuckte mit den Schultern und setzte ein ahnungsloses Gesicht auf.

"Wie auch immer...ich gehe jetzt!"

Reim kehrte Break den Rücken zu und lief schnurstracks zur Türe. Er hatte wirklich keine Lust sich von Break für dumm verkaufen zu lassen. Das letzte Mal als er mit sich spielen ließ, verlief es nicht gerade so, wie er es sich vorgestellt hatte. Es fing mit Küssen an und endete damit, dass sie nicht mehr miteinander sprachen, weil der andere zu weit gegangen war. Keiner von beiden hatte diesen Vorfall jedoch je wieder erwähnt und so wusste Reim nicht wirklich, ob es Break vielleicht etwas bedeutet hatte oder nicht. Aber daran wollte er jetzt wirklich nicht denken, sonst müsste er seinem besten Freund zum Abschied noch eine verpassen. Zu seinem Missvergnügen, dachte Xerxes nicht daran Reim jetzt schon gehen zu lassen. Ehe sich Reim versah, lehnte sich auch schon Break gegen die Türe und hinderte ihn so, diese zu öffnen.

"W-Was soll das jetzt werden, Xerxes?"

Break holte ein Bonbon hervor und schob es sich in den Mund bevor er Reim antwortete.

"Ich finde es nur schade, dass du jetzt schon gehen willst.."

"Lass die Scherze und geh beseitige. Ich bin wirklich müde und möchte nur noch in mein Bett.."

"In dein Bett? Meins ist doch genauso gut, oder?"

Break grinste unheilvoll und machte es für Reim nicht leicht einen kühlen Kopf zu bewahren.

"Wo-Woher soll ich das wissen?!"

Reim seufzte genervt.

"Vielleicht besitzt du ja die Freundlichkeit beiseite zu gehen und mich durch zu lassen..!"

"Unglücklicherweise kann ich das nicht tun..."

"Break ich meine es ernst! Du...-"

Doch weiter kam er nicht, da Xerxes ihn am Arm packte, um abermals seine Lippen auf seine zu drücken. Reim versuchte sich loszureißen, doch so sehr er sich auch anstrengte, er schaffte es einfach nicht dagegen anzukämpfen. Das einzige, was er in diesem Augenblick machen konnte war, sich verzweifelt an Break zu klammern und den Kuss zu erwidern. Er ließ sich mitreißen, obwohl er ganz genau wusste, dass es falsch war. Er mochte Break sehr. Zu sehr, aber er wollte ihre Freundschaft nicht aufs Spiel setzen. Break schmeckte nach Erdbeere, Sahne und Salz. Er wusste, dass es die Bonbons waren, die er ihm vor wenigen Tagen selbst zum Geschenk machte. Sie waren etwas ganz besonderes. Sahnige Süße kombiniert mit Salz. In letzter Zeit war das besonders beliebt bei den Wohlhabenden. Die Bonbons hatten Reim sofort an Break erinnert. Sie waren bunt verpackt und sahen schön aus und er konnte nicht anders als sie zu kaufen und Break zu schenken. Er wollte ihm unbedingt eine Freude machen. Und nun küsste ihn Break mit den Lippen, die nach salzigsüßen Erdbeeren schmeckten und er bekam nicht genug davon. Reim ring innerlich mit sich selbst und je länger der Kuss dauerte, desto schockierter war er. Break hatte anscheinend nicht genug von ihm bekommen und fing an ihn an den Armen und an der Brust zu berühren. Reim wusste, dass er auf keinen Fall mehr zulassen durfte. Er wollte nicht wie ein Spielzeug behandelt werden. Der kleine Reim, den niemand ernst nahm oder beachtete. Nein, das wollte er einfach nicht mehr und bei Break würde er endlich den Schlussstrich ziehen. Er löste sich endlich von dem langen Kuss und wehrte den nächsten Kussversuch mit seiner Hand ab, ehe er seine Brille richtete, die völlig verrutscht war. "Hör auf, Break. Es reicht.", Reim atmete schwer und war überrascht, wie gut er küssen konnte. Der Albino wollte zwar nicht auf ihn hören, jedoch ließ ihn etwas in Reims Stimme innehalten und so gehorchte er und wendete sich von dem Braunhaarigen ab, aber nicht ohne dessen Handfläche mit einem Kuss zu bedecken und ihn direkt in die Augen zu blicken. Reim spürte, wie er erneut rot wurde und fing an zur Ablenkung seine Brillengläser zu säubern. Er wusste nicht, was heute los war. Bestimmt war dieser unerträgliche Sturm der Grund für das unübliche Verhalten der beiden. Als Reim den Mund aufmachen wollte, um etwas zu sagen wurde er abrupt von Sharon unterbrochen, die ins Zimmer hereingestürmt kam, sich erst einmal über die Dunkelheit beschwerte und daraufhin von Break wissen wollte, wie weit er mit dem Bericht war und ob er gut voran kam. Break sah Sharon teils gelangweilt, teils genervt an und entgegnete, dass er wegen des schlechten Wetters keinen klaren Gedanken fassen konnte und nicht zum Schreiben kam.

"Also das kann doch wohl nicht wahr sein, Break! Der Bericht muss morgen abgegeben werden!"

"Keine Sorge. Ich werde Break etwas mehr Zeit verschaffen.", kam es plötzlich von Reim, der nun seine Brille aufsetzte und Augenkontakt mit seinem Freund vermied. Er konnte die Blicke seines Gegenübers jedoch deutlich spüren.

"Mir gefällt das zwar trotzdem nicht, aber wenn das so ist...",Sharon beäugte Break und hoffte inständig, dass dieser sich endlich mal zusammen riss und zuverlässiger werden würde. Nach einem tiefen Seufzer öffnete sie kopfschüttelnd die Türe und verließ den Raum.

Draußen tobte der Sturm noch weiter und Break ging wieder zu seinem Schreibtisch und versuchte endlich ein paar Zeilen zu verfassen, doch er konnte sich nicht konzentrieren. Es war zum verrückt werden. Reim war da und wollte nicht mit ihm spielen und jetzt musste er stattdessen den gottverdammten Bericht fertigstellen. Break vergrub sein Gesicht in seiner rechten Hand und kicherte leise. Er kam sich vor wie ein kleines Kind, das erst seine Hausaufgaben erledigen musste, bevor er spielen durfte und Süßigkeiten kriegte. Reim holte seine Taschenuhr heraus und sah auf das Ziffernblatt. Es war schon sehr spät und er beschloss endlich zu gehen. Schließlich musste Break seine Aufgaben erledigen und er wollte nicht länger bleiben, da er sich sicher war, dass es in einem Desaster enden würde. Außerdem musste er jetzt zu Pandora, um Break etwas mehr Zeit zu verschaffen, denn wie es aussah würde er heute wirklich nichts mehr zu Stande bringen. Der Brillenträger sah noch kurz zu Break, der nun wieder mit dem Rücken zu ihm saß und seinen Stift in der Hand drehte, während er angestrengt auf das weiße Papier starrte, ehe er die Tür öffnete und ging. Er verabschiedete sich von Sharon und zog seinen Mantel an. Es regnete stark und er wollte eigentlich nur noch ins Bett. Als Reim nach einer gefühlten Ewigkeit mit der Kutsche bei Pandora ankam, brauchte er nicht lange um die Person zu finden, die für die Berichte verantwortlich war und Break Aufschub gewähren konnte. Er fasste sich kurz und versuchte ihn zu überreden, doch der Mitarbeiter verweigerte ihm die Verlängerung, da der Weißhaarige in letzter Zeit oft genug die Berichte spät eingereicht hatte und diese auch nicht mit der nötigen Sorgfalt verfasst wurden. Reim wusste selbst nicht, was mit Break los war. In letzter Zeit war er ziemlich lustlos und unzuverlässig. Er fragte sich, was mit ihm nicht stimmte, denn dies war normalerweise nicht seine Art. Reim redete 15 min. auf ihn ein, doch der Pandoramitarbeiter ließ sich nicht umstimmen.Schließlich gab er es auf und beschloss Break schnell Bescheid zugeben, damit er einen Zahn zulegen konnte. Auf dem Weg zurück legte sich der Sturm zum Glück etwas und man konnte sich sicher sein, dass das Schlimmste überstanden war. Als er am Anwesen angekommen war, stieg er schnell aus und ließ sich hineinführen, wobei er schnellen Schrittes Breaks Zimmer ansteuerte und die Tür aufriss.

"Break, schlechte Nachrichten. Du...-"

Reim hielt inne und sah, dass Break auf dem Schreibtisch eingeschlafen war. Damit hätte er rechnen müssen. Seis drum. Reim ging leise rein und schloss die Türe hinter sich zu. Er näherte sich dem Schreibtisch und sah sich das Blatt Papier an, dass leider noch nicht beschrieben war. Reim seufzte erschöpft und beschloss einfach selbst den Bericht für ihn zu schreiben, sonst würde Pandora noch Jahre darauf warten. Doch zuerst wollte er sich eine Decke schnappen und den Schlafenden zudecken, damit dieser sich nicht noch erkältete. Nachdem dies erledigt war schnappte er sich einen Füller und ein Blatt und schrieb los. Zum Glück wusste er noch, welchen Bericht der Albino fertigstellen musste. Reim brauchte nicht lange und verstand nicht, warum Break sich so schwer damit tat. Den Bericht hatte er in 20 min. fertig geschrieben. Also wirklich. Der Brillenträger sah kurz zu seinem Freund und musste lächeln. Er sah wirklich gut aus, wenn er schlief. Er konnte sich noch gut an ihre aller erste Begegnung erinnern. Damals hatte er sich in seiner Nähe immer so merkwürdig gefühlt. Gut, das hatte sich eigentlich bis jetzt nie ganz gelegt und er spürte immer noch, wie ihm manchmal die Schamesröte ins Gesicht schoss, wenn Break ihm die Haare verwuschelte oder ihn anlächelte. Er liebte Breaks Mund. Das musste er zugeben. Um ehrlich zu sein, wollte sich Reim niemals eingestehen, dass er dem Weißhaarigen seit ihrer ersten Begegnung verfallen ist. Ständig versuchte er seine Gefühle zu unterdrücken und sich selbst zu belügen, doch spätestens nach dem Kuss heute hatte er gemerkt, wie sehr er ihn eigentlich liebte. Und trotzdem war er ihm abweisend gegenüber. In diesem Augenblick fühlte er sich plötzlich sofort schlecht und wünschte sich nicht so kalt ihm gegenüber gewesen zu sein. Break bewegte sich plötzlich kurz und fing an etwas im Schlaf zu murmeln. Reim erschrak und hoffte, dass er nicht aufwachte. Er wollte nicht, dass er ihn plötzlich wieder in seinem Zimmer sah. Doch Break schlief tief und fest. Der Brillenträger hielt die Luft an und starrte ihn an, da er wieder anfing etwas vor sich hin zu murmeln. Er verstand nicht genau, was er sagte und er fragte sich, ob Break wohl oft im Schlaf sprach.

"...mmh...Rei...Reim..."

Der Braunhaarige lief rot an. Träumte er gerade von ihm? Er nahm leise ein weiteres Stück Papier und kritzelte schnell eine Nachricht für Break, damit er sich nicht am nächsten Morgen über den fertigen Bericht wunderte. Dann vergewisserte er sich, dass sein Freund noch schlief und ging auf Zehenspitzen zur Tür zurück. Ein letzter prüfender Blick nach hinten und er machte sich endgültig auf dem Weg nach Hause.
Am nächsten Morgen wachte Break sehr früh auf und rieb sich noch völlig schlaftrunken sein rechtes Auge. Er war gestern Abend doch tatsächlich eingeschlafen, nachdem Reim gegangen war. Verdammt! Er hatte den Bericht nicht fertig! Wenn er jetzt anfing, würde er es vielleicht noch schaffen. Gerade, als er seinen Schreibtisch nach einem Füller absuchte, fiel ihm ein Papier mit einer kleinen Notiz auf. Er sah es sich genauer an und war überrascht. Seinen Bericht hielt er fertig in den Händen. Aber wer hatte ihn geschrieben? Und wann? Er nahm die kleine Notiz und las sie durch:

"Break,

ich war so freundlich und habe für dich den Bericht geschrieben. Ich hoffe, du reißt dich nächstes Mal zusammen und machst deine Hausaufgaben selber!

Reim
."


"Ach, Reim...das wäre doch nicht nötig gewesen.", sagte er leise und überlegte, wie er sich am besten bei ihm dafür bedanken könnte. Immerhin hatte er ihm damit wirklich geholfen und er ist nur wegen ihm mitten in der Nacht im Sturm zu Pandora gefahren. Er musste ihm einfach etwas gutes tun. So einen Freund hatte nicht jeder und er wollte sich erkenntlich zeigen, wusste jedoch noch nicht wie. Break stand auf und ging ins Bad, um sich zu waschen und sich danach umzuziehen. Seine Puppe Emily hatte er gestern neben seinem Bett abgestellt. Der Albino nahm und setzte sie sich auf die Schulter, ehe er aus dem Zimmer verschwand und Sharon einen guten Morgen wünschte. Sie fragte ihn, ob er endlich fertig war und Break konnte ihr grinsend versichern, dass er es wie durch ein Wunder geschafft hatte. Sharon schien zutiefst zufrieden zu sein und schenkte ihm zu seiner Freude ein Bonbon. Nach dem er gefrühstückt hatte, schnappte er sich seinen Mantel und seinen Stock und ging hinaus, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Es war ein herrlicher Tag und das Wetter war schön und sonnig wie schon lange nicht mehr. Break schlenderte entspannt herum und genoss die Sonnenstrahlen, die seine Haut erwärmten. Er versank langsam in seinen Gedanken und steuerte auf die Stadt zu, um seinen Lieblingsbäcker und Konditor einen Besuch abzustatten. Er sehnte sich nach einem herrlichen Stück Kuchen und einer Tasse Tee mit mindestens 5 Löffel Zucker. Während er lief und an die ganzen Süßspeisen dachte, die er noch probieren wollte, hörte er plötzlich zwei ihm sehr vertraute Stimmen. Gilbert und Oz liefen direkt auf ihn zu und schienen ihn nicht einmal bemerkt zu haben. Eigentlich hatte Break nicht die geringste Lust mit den beiden zu sprechen, da er nicht in Stimmung war, doch jetzt war es schon zu Spät für einen Umweg, da Oz ihn gesehen hatte und er sofort zu ihm hergerannt kam.

"Lange nicht gesehen, Break!", rief Oz fröhlich und winkte ihm zu, während er breit grinste. Break fragte sich schon lange, wie Oz es schaffen konnte immer, wirklich immer gute Laune zu haben. Das war für ihn unmöglich. Manchmal musste er einfach schlechte Laune haben. Alles zu beschönigen war unsinnig.

"Hallo, Oz. Gilbert.", grüßte er zurück und lächelte. „Wundervolles Wetter, nicht wahr?". Gilbert nickte Break zur Begrüßung zu.

„Ja, es ist wirklich sehr schön heute. Gilbert und ich wollten dich gestern besuchen gehen, aber das Wetter spielte leider nicht mit, außerdem hörten wir von Sharon, dass du ziemlich beschäftigt warst.", sagte Oz. Break lächelte und entgegnete: „Das Gewitter gestern machte es mir nicht leicht meine Arbeit zu beenden, aber ich habe es wie durch ein Wunder geschafft.", er streichelte Emilys Puppenköpfchen, „Nicht wahr, Emily?". Die Kleine Puppe gab keinen Laut von sich. Oz lachte: „Sie hat wohl heute keine Lust zu reden." Break grinste Oz an und dachte an eine Ausrede, um ihn abzuwimmeln. Ihm fiel jedoch nichts ein. Dann beschloss er einfach zu gehen.

„Ich muss jetzt leider weiter, mein lieber Freund Oz. Es hat mich gefreut. Wir sehen uns bestimmt bald wieder.", beim Gehen lächelte er nur kurz Gilbert zu.

Der kleine Blondhaarige war leicht überrascht, dass sein Freund sich einfach davon machte und wollte noch etwas sagen, beließ es aber dann doch dabei und sah Break hinterher, wie er einfach seines Weges ging. Gilbert schien es allerdings kaum zu interessieren. Break mochte die beiden natürlich nur konnte er sich heute nicht auf die beiden konzentrieren. Seine Gedanken kreisten ständig um eine einzige Person und diese war Reim. Er fragte sich, wo er gerade steckte und was er tat. Er erwischte sich dabei, sich zu fragen, ob Reim in diesem Moment auch an ihn dachte. Er schüttelte den Kopf und versuchte an etwas anderes zu denken. Es war ein unglaublich herrlicher Tag. Die Sonne schien und eine kühle Brise wehte ihm entgegen. So sollte jeder Tag sein, dachte sich Break. Er lief bis zum Ende der Straße und bog nach links in Richtung Park. Sein Lieblingsbäcker war zwar auf der rechten Seite, jedoch wollte er sich erst einmal die Beine ausgiebig vertreten, bevor er sich ein gutes Stück Kuchen genehmigte, außerdem hatte er das Gefühl, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für Kuchen war.


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Hallöchen :D

Ich hoffe, euch hat der ersten Teil meines OneShots gefallen :D Über eure Meinung würde ich mich ungemein freuen, weil ich wissen möchte, ob ich total versagt habe oder es in irgendwie Ordnung war :'D Konstruktive Kritik ist ausdrücklich erwünscht! ^^

Die Story habe ich 2013 mal angefangen und ich hoffe, dass ich sie dieses Jahr endlich mal beenden kann xD :'D  Der zweite Teil sollte aber auch nicht lange auf sich warten lassen. ^^

LG Midori♡
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