(Halb)Göttliches Weihnachten

GeschichteFamilie, Freundschaft / P6
02.12.2017
24.12.2019
24
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Dieses Kapitel
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02.12.2017 736
 
Dieser Adventskalender wurde begonnen in 2017 und nicht zuende gebracht. Bis jetzt. Ich, Sarile, habe ihn im November noch allein fertig geschrieben, aber am Anfang sind noch einmal ein paar Kapitel von Licia, was ich ansagen werde. Aus Adventskalender-Gründen habe ich beschlossen, die bereits vorhandenen Kapitel zu löschen und täglich neu hochzuladen, ich hoffe, die Admins werden es mir nachsehen - es passiert nicht, um die Geschichte zu pushen, sondern einfach, damit es sich mehr wie ein Adventskalender anfühlt. Habt Gnade mit mir an Weihnachten. Ansonsten - genießt!

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Türchen 1: Adventskalender

Sally schob sich grinsend ein Stück Schokolade in Form eines Schlittschuhes in den Mund. Ihre Idee für Percys Adventskalender dieses Jahr hatte nicht nur einen Vorteil. Sie hatte einen Schokoladenadventskalender von Milka gekauft, der nicht unbedingt etwas Besonderes war und jetzt saß sie seit einer halben Stunde davor und aß alles auf. Percy war im Kindergarten und sie hatte heute frei und nutzte den Tag komplett aus. Sie gab zu, die Schokolade war vielleicht ein kleines bisschen viel, den kompletten Adventskalender alleine und auf einmal aufzuessen war vielleicht nur eine mittelmäßig gute Idee gewesen aber es war Jahre her, das Sally sich so richtig mit Schokolade vollgestopft hatte und es war wirklich mal wieder höchste Zeit.

Sie kicherte ein bisschen als sie das vierundzwanzigste Päckchen öffnete und den Weihnachtsmannkopf herausholte. Es gab einfach ein ziemlich albernes Bild ab, wie sie da saß und die Schokolade ihres Sohnes auffutterte. Natürlich war nicht geplant Percy einen leeren Kalender an die Tür zu hängen. Das wäre gemein gewesen und Sally wollte nicht, dass ihr Sohn enttäuscht war. Leider hatte sie dieses Jahr aber einfach nicht das Geld um ihm einen kompletten Kalender mit einem kleinen Geschenk jeden Tag zu bescheren also musste sie improvisieren. Diese Schokokalender waren glücklicherweise nicht besonders teuer aber für sie einfach zu langweilig und unpersönlich. Also hatte sie im Laden gefragt und über den vergangenen Monat hinweg immer wieder einzelne blaue Süßigkeiten mitgenommen oder gekauft.

Jetzt holte sie  zwei ehemalige Marmeladengläser aus dem obersten Fach des Küchenschrankes und begann die vierundzwanzig blauen Süßigkeiten hinter den nun leeren Türen des Kalenders zu verstauen. Glücklicherweise ließen sich die Türchen wiederzudrücken als hätte man sie nie geöffnet. Trotzdem war Sally noch nicht zufrieden mit ihrem Geschenk. Um es noch ein bisschen aufzupeppen holte sie ein bisschen Farbe und ein paar Pinsel und ehe sie es sich versah war sie dabei die Pappe aus der der  Kalender bestand komplett neu zu designen. Sie malte den lilafarbenen Himmel hellblau und aus den Rentieren, die ursprünglich einen typischen Weihnachtsschlitten mit einem dicken, bärtigen Mann darin über verschneite Hügel gezogen hatte, wurden riesige und etwas ungewöhnliche Fische mit roten Nasen und Geweihen, die einen viel weniger typischen Schlitten mit einem dicken Man mit Percys Gesicht durch eine Unterwasserlandschaft zogen.

Zugegeben, es war albern aber sie war in einer merkwürdigen, sehr albernen Stimmung und Percy würde darüber lachen, das wusste Sally genau. Gestern erst, hatte er sie gefragt, wer den Fischen ihre Geschenke brachte, wenn der Weihnachtsmann nur über den Himmel flog und hier hatte er nun seine Antwort. Es war der Unterwasserweihnachtsmann, der zufällig aussah wie ein Bild von Percy, welches vor zwei Monaten entstanden war. Sally war zufrieden mit ihrem neuen Kalender, angefüllt mit blauen Süßigkeiten und verziert mit einem wirklich viel persönlicheren Bild vorne drauf.

Am nächsten Morgen wurde Sally geweckt, weil jemand lachte. Dieser jemand war Percy, wie sie nach weniger als einer Minute erkannte und er lachte auf die beste Art und Weise überhaupt. Es war eines dieser Kinderlachen, bei denen es einfach unmöglich war nicht mitzulachen. Pure Freude und Leichtigkeit und Spaß tönten in Form von Kindlichem Gekicher durch den Flur. Genau wie erwartet musste nun auch Sally lachen, als sie in den Flur kam und sah, wie der vierjährige Percy in seinem gestreiften Pullover vor seiner eigenen Tür stand und sich vor Lachen schüttelte. Mit einem losen Finger deutete er auf den Kalender, der an seiner Tür prangte. Er hatte noch überhaupt kein Türchen geöffnet aber das Bild war genug um Percy so heftig zum Lachen zu bringen, dass  sein kleiner Körper zuckte und zitterte und er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Er umarmte Sally ungefähr auf Bauchhöhe und gluckste in ihren Pullover „Ich bin der Fischweihnachtsmann Mama“  
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So, das war Licias Kapitel aus 2017 für heute, ich hoffe, es hat gemundet, von mir bekommt ihr morgen was!
LG, Sarile
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