Adventskallender 2017

von Bamby17
GeschichteAllgemein / P18
01.12.2017
30.12.2017
23
78280
3
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hallo ihr Lieben,

da bin Ich wieder.

Und Herzlich Willkommen auf dem Adventskalender 2017.


Ein Paar Freunde und ich sind auf die Idee gekommen einen Adventskalender, voller Kurzgeschichten bzw One Shots zu machen, um euch die Adventszeit zu versüßen. Unter anderem sind OS über: Miraculous, Death Note, Fringe usw erhalten.
Aber ich möchte euch auch darauf hinweisen das auch freie Arbeiten mit enthalten sind.

Falls jemand von euch ebenfalls lust hätte mit zu machen und/oder seine Ideen mit einbringen möchte kann mir gerne eine PN schicken. Ich werde sie so bald wie möglich beantworten.

Ich werde ab dem ersten Dezember täglich einen OS hochladen. Ich hoffe ihr seid auch alle dabei und euch gefallen die Geschichten.  Unter jedem Kapitel steht dann der Name des Verfassers.

Ebenfalls möchte ich dazu sagen, warum ich die Altersfreigabe ab 18 gemacht habe.

Dadurch das es nicht nur schöne Kitsch Storys sein werden sondern eigentlich von jedem Genre etwas dabei sein wird, und es natürlich dann auch mal heftiger werden kann.
Also die Storys sind nicht ausschließlich Weihnachtlich.

So jz habe ich euch genug zugetextet und entlasse euch dann wieder :D

Hoffentlich bis bald
Eure Milli. <3

________

So und willkommen zu unserem ersten Türchen.  
Es handelt sich hierbei um eine Inuyasha Fanfiction. Es ist ein witziger und Romantischer OS.
Verfasst von meinem lieben und treuen Freund,  Kosune-Kun.  
https://www.fanfiktion.de/u/Kosune-Kun
Er schreibt wirklich detailliert,  einfühlsam und voller Spannung.  Seine derzeitige Miraculous Fanfiction (Un-)  typische Teenager Probleme,  kann ich nur wärmstens empfehlen.  
So und ohne große Worte entlasse ich euch jetzt und ihr dürft mit dem ersten Türchen beginnen.  
Auf eine schöne Adventszeit.  
Au Revoir.  

_______

Wie von meiner geliebten Milli angedroht: hier ein kleines (Advents-)Kapitel von mir, ich glaube, dies dürfte das Humanste sein, also viel Spaß beim Lesen.
XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

Mistelzweig

"Bei Kami, sei doch nicht so ein Dickschädel, es sind doch nur drei Tage die ich nach Hause möchte, nicht ein ganzes Jahr", stöhnte ich genervt und verdrehte demonstrativ meine Augen. Inuyasha ließ sich davon aber scheinbar nicht beirren, wie sonst auch, denn noch immer stand er direkt vor mir, die Arme verschränkt und einen trotzigen Blick aufgesetzt. Wenn Sota auch mal so werden sollte, dann gute Nacht. Dabei war er doch aus der Trotzphase lange hinaus, zum Glück wie ich fand.

"Nein heißt nein. Ich erlaube es dir nicht, Ende der Diskussion", meinte der Hanyou mir gegenüber lapidar. Das wars. Nun ist Schluss. Er kann doch nicht so mir nichts dir nichts über mein Leben entscheiden und mir verbieten nach Hause zu wollen, was dachte der sich denn da bloß? "Mein lieber Inuyasha, jetzt hör mir mal aufmerksam zu", forderte ich und die Flammen schienen schon regelrecht aus meinen Augen zu sprühen, denn endlich wich er ein wenig zurück und seine sonst so coole Art bröckelte.

"Ich bin 17 Jahre alt, du kannst und du wirst mich nicht wie ein kleines Kind behandeln, hast du mich verstanden? Wenn ich zu meiner Familie will, dann gehe ich zu meiner Familie, da gibt es für mich nicht viel zu sagen", beendete ich meinen Monolog und um meine Rede zu unterstreichen, wandte ich mich gespielt wütend von ihm ab. Klar war ich wütend das er mich so behandelte, aber ich war nicht wirklich direkt sauer auf ihn, denn ich wusste ja das er es eigentlich nur gut meinte. Noch immer mussten die Fragmente des Shikon no Tama gefunden werden und Naraku musste auch noch von der Bildfläche verschwinden. Erst dann und nur dann könnte Kikyo in Frieden ruhen, Kohaku ein eigenes Leben mit Sango führen, ohne das sie ständig Angst um ihren Bruder haben musste und Miroku-Sama wäre endlich von seinem Fluch befreit. Dennoch konnten wir alle mal eine Pause vertragen und wenn wir es erzwingen würden, würde es mehr Schaden als uns helfen, dessen war ich mir sicher.

"Ich sagte nein! Du bleibst hier!", donnerte er plötzlich und resigniert seufzte ich. Wie konnte dieser Hunde Hanyou nur so ein Sturschädel sein? An ihn würde sich sogar mein Großvater die falschen Zähne ausbeißen. "Inuyasha?", fing ich liebevoll an. Jedoch schien er den Braten zu riechen, denn er wich verängstigt zurück. Es war doch manchmal ganz schön so viel Macht über den Hanyou haben zu können. "Ka-Kagome?!? Bitte nicht", rief er verängstigt aus und hielt sich seine flauschigen Ohren zu. "Mach Platz~", summte ich und sofort fing der Rosenkranz um seinen Hals an zu pulsieren und mit einer ungeheuren Kraft schlug er der Länge nach auf dem Boden auf.

"Hm", machte ich fast schon hochnäsig und stolzierte an ihn vorbei. Als ich auf seiner Höhe war, beugte ich mich nocheinmal zu ihm herunter und tätschelte sanft seinen Kopf. "Dann ist es ja beschlossene Sache, nicht war mein lieber?", fragte ich ihn rethorisch und erhob mich wieder. Antworten konnte er mir nicht, nur seine Finger zuckten.

"War das denn wirklich nötig, Kagome-Chan?", wollte Sango wissen als ich an ihr vorbeiging, um meine Tasche zu holen. Ein trauriger Blick war meine Antwort, ich konnte nicht einmal mehr ein aufgesetztes Lächeln auftragen. "Sango-Chan, du weißt dich am besten wie wichtig die Familie ist und ich denke wir können alle mal eine Pause vertragen. Wir sind seid Wochen auf der Suche nach Juwelensplittern oder Naraku, aber keine Spur. Wir sind am Ende unserer Kräfte", hielt ich ihr die jetztige Situation vor Augen und wie nicht anders zu erwarten stimmte sie mir mit einem melancholischen Lächeln zu. "Du hast ja Recht, aber Inuyasha versteht das nicht, er ist nunmal kein Mensch und deswegen hat er auch eine ganz andere Kondition als wir. Er versteht es einfach nicht", sprach mir die schwarzhaarige gut zu, während sie Kirara kraulte. Die Nekomata stieß wegen dieser Sonderbehandlung ein glockenklares mauzen aus, und schmiegte sich mehr in die Bewegung.

"Ja, aber ihr dürft nicht vergessen das er nur zur Hälfte ein Dämon ist, seine andere Hälfte ist genauso menschlich wie wir. Ich denke er gibt sich nur stark, aber in Wirklichkeit ist er bestimmt genauso verzweifelt wie wir weil es keinen Schritt vorwärts geht", klinkte sich nun der Mönch mit ein. Unwillkürlich lenkte sich mein Blick bei seinen Worten zu dem Halbdämonen, welcher nun im Schneidersitz dort saß, wo er noch vor wenigen Augenblicken gelegen hatte. Seinen Blick ließ er über die Felder des Dorfes schweifen. Es war jedesmal ein beeindruckendes Bild, wenn er irgendwo saß, nachdachte und sein langes, silbernes Haar im Wind wehte. Ich machte mir da schon lange nichts mehr vor, ich wusste was ich für den Hanyou empfand, ich wusste auch wie er zu mir stand. Jedoch stand zwischen uns wortwörtlich seine Vergangenheit in Form von der Verstorbenen Miko Kikyo. Ich bin ja kein Mensch der anderen etwas böses wünscht, doch am liebsten hätte ich damals schon meine Kräfte als Miko so einsetzten können, wie ich es jetzt in der Lage war. Ich hätte der Hexe Uraswe nicht die kleinste Chance gegeben den Frieden meiner Ahnin zu stören.

Erneut seufzte ich und machte kehrt, lief auf Inuyasha zu und blieb hinter ihm stehen, sagte kein Wort, das brauchte ich auch nicht. "Setzt du dich neben mich?", fragte er mich nur Sekunden später fast schon etwas scheu, was mich Lächeln ließ. "Natürlich, danke", kam ich ihm entgegen, ging die wenigen Schritte zu ihm, nur um mich direkt neben ihm niederzulassen. Leicht lehnte ich mich an die rechte Schulter und konnte trotz des Feuerwieselfells die Wärme spüren welche er ausstrahlte. Zuerst etwas überrascht schaute er mich an, ehe sich ein leichtes Lächeln auf seine Lippen legte und er von sich aus sogar näher an mich rückte. Tausend Schauer liefen mir über den Rücken und eine Milliarde Schmetterlinge schwirrten in meinem Bauch ob dieser kleinen, eher unbedeutenden Geste, umher.

"Ich möchte einfach nicht das du gehst, nicht wegen den Juwelensplittern, sondern..." fing er leise an und unterbrach sich selbst. Sondern? Weswegen wollte er mich denn sonst nicht gehen lassen, jetzt war mein Interesse geweckt. "Was ist denn dann der Grund, dass du mich nicht zu meiner Familie lassen möchtest? Ich meine, du kannst ja gerne mitkommen, du bist ein gern gesehner Gast bei meiner Familie, selbst Großvater hat aufgegeben dich exorzieren zu wollen", hielt ich ihm diese Tatsachen vor Augen und schaute ihn dabei an. Langsam, wirklich ganz langsam drehte er sein Gesicht in meine Richtung, seine silbernen Haare wehten wie ein leichter Vorhang hinter ihm im Wind, seine goldenen Augen lagen auf meinen Braunen. Bildete ich mir das ein, oder huschte sein Blick immer mal wieder zu meinen Lippen? Unsicher biss ich mir auf diese, bemerkte nur ganz vage das sich unsere Gesichter immer weiter näherten. Ich konnte sogar schon seinen heißen Atem in meinem Gesicht spüren, es störte mich weitaus weniger als erwartet. Langsam schloss ich meine Augen, sah noch gerade so, wie Inuyasha es mir gleich tat, sich nervös über seine Unterlippe leckte. Ich spürte schon die hauchzarte Berührung, wollte mir gerade einen Ruck geben die letzten Millimeter zu überbrücken und unsere Lippen zu vereinen, als wir plötzlich beide wegen einem klatschenden Geräusch innehielten.

"Du notgeiler Hoūshi!", brüllte Sango-Chan pikiert über die kleine Wiese und zerstörte so den Moment zwischen Inuyasha und mir. Verwirrt blinzelte wir uns gegenseitig an, ehe ich ihn mit einem spitzen Schrei von mir stieß, genau den Hügel herunter. Mit roten Wangen legte ich mir eine Hand auf mein viel zu schnell klopfendes Herz, mit der anderen strich ich über meine Lippen. Wir hatten uns beinahe geküsst... Beinahe... Geküsst...., schwelgte ich und sah dabei eher zufällig zu unseren Begleitern.

Die Dämonenjägerin hatte immernoch die Hand erhoben und starrte wütend auf den Mönch neben ihr, welcher unschuldig die Hände erhoben hatte und lächelte. "Meine Werte Sango-San, das war nicht ich, sondern der Fluch, wie Ihr wisst. Ich würde doch niemals der Versuchung kleinbei geben", versuchte er sich schwach zu verteidigen, doch rümpfte angesprochene nur die Nase. Selbst unser jüngstes Mitglied konnte ob dieser Worte nur den Kopf schütteln.

"Kaaaaa-Goooooo-Meeeeeeeee!!! Was sollte der Scheiß? Was schmeißt du mich den Abhang runter?!?", wollte Inuyasha gereizt wissen, was mich wieder in das hier und jetzt zurück holte. Ahnungslos schaute ich nun in sein wütendes Gesicht. "Was meinst du?" fragte ich unschuldig und streckte ihm peinlich berührt die Zunge heraus, eine schlechte Angewohnheit von mir, genauso wie auf dem Haare herumkauen, aber das war nun eher nebensächlich. "Du weißt genau was ich meine, tu jetzt nicht so!", hielt er mir wie immer trotzig vor. Bei Kami, er war wirklich schlimmer als ein Kleinkind.

Langsam beugte ich mich zu ihm, was ihn verunsichert einen Schritt nach hinten gehen ließ, doch folgte ich ihm. Beiläufig hob ich meine Arme und berührte dann seine Ohren, was ihn zucken ließ und ihm ein keuchen entlockte. "So flauschig~", flüsterte ich ihm zu und gab ihn einen kleinen Kuss auf die Wange. "Tut mir leid ehrlich", meinte ich dann nur, biss mir wieder auf die herausgestreckte Zunge und zeigte ihm das "Peace"-zeichen.

Ohne auf seine Reaktion zu warten drehte ich mich um und ging nun endgültig zu meiner Tasche, die Blicke von Sango, Miroku und Shippou spürte ich zwar, tat jedoch so, als würde ich es nicht mitbekommen. Als endlich alles in meiner Tasche verstaut war in diese auf meinem neuen Fahrrad war, drehte ich mich nochmals zu meinen Freunden um. Sango und Miroku sahen mich mit einem teils wissenden, teils entschuldigenden Blick an, während Shippou mir eher fragenden Blicke zuwarf. Inuyasha stand noch immer wie bestellt und nicht abgeholt dort und berührte mit seinen Fingerspitzen die Stelle, an welche ich ihn geküsst hatte. Warf ihn das etwa sosehr aus der Bahn? Egal, sei es drum, ich wollte eigentlich schon längst wieder in meiner Zeit sein, Baden und etwas essen, bevor die Feierlichkeiten beginnen würden.

"Also, wir sehen uns in drei oder vier Tagen wieder. Machts gut", verabschiedete ich mich also von meinen Begleitern und stieg mit meinem Fahrrad und der übervollen Tasche in den Knochenfresserbrunnen, welcher die Brücke zwischen den zwei Zeiten bildete. Ein Glück war Sota mal auf die Idee gekommen eine Strickleiter hier herunter zu lassen, es war ständig auf ein neues ein wahrer Kampf aus dem Brunnen zu steigen.

Mein pinkes Rad lehnte ich einfach nur an das Holz des Brunnens, bevor ich meine Tasche schulterte und die Treppen hinauf stieg. Bereits hier in dem Schuppen spürte ich die Kälte des Winters, ich hätte doch etwas anderes anziehen sollen als meine Schuluniform mit dem kurzen Rock, aber wie hieß es so schön? Torheit schützt vor Strafe nicht. Ich atmete also noch einmal tief durch, ehe ich die Tür öffnete und hinaus trat, sie wieder hinter mir schloss und einen Blick über das Anwesen schweifen ließ. Ich liebte es wirklich in der Zeit der kriegerischen Staaten, bei meinen Freunden zu sein, doch genauso liebte ich es hier in meiner Zeit zu sein, es hatte einfach viel zu viel Komfort zu bieten. Und dieser Anblick erst. Das ganze Higurashi-Anwesen lag unter einer Schneedecke, verlieh diesem Ort etwas mysteriöses und ließ mich erschauern, nicht vor der Kälte, eher wegen diesen wunderschönen Anblicks.

"Schwester, du bist wieder daaaa!", rief mir jemand zu und ehe ich reagieren konnte, drückte sich etwas, oder besser gesagt jemand, an mich. "Hallo Sota, ja das bin ich. Ich habe dich versprochen Weihnachten wieder hier zu sein. Sind Mama und Großvater auch hier draußen?", wollte ich von meinem kleinen Bruder wissen, stellte dabei fest, das er wieder gewachsen war. Ich verpasste einfach zu viel von meiner Familie zur Zeit, deswegen war es wichtig das ich wenigstens jetzt ein paar Tage hier sein würde, in etwas nachholen zu können.

"Nein. Mama ist nocheinmal einkaufen gegangen und Großvater ist im Schrein un zu beten. Komm doch rein, wenn du willst kannst du auch gleich Baden, ich habe schon den ganzen Tag Holz aufgelegt für dich", bot er mir an und ich kam nicht umhin zu bemerken wie fürsorglich er war, wie erwachsen er geworden ist. Wie ein wahrer Gentleman wollte er mir sogar meinen Rucksack abnehmen, doch kaum hatte er ihn sich umgelegt, ruderte er wild mit den Armen und das Gewicht meines Beutels zog ihn Dank der Schwerkraft nach hinten in den Schnee.

"Kagomeeee", kam nun bittend und weinerlich die Stimme meines Bruders aus dem Schnee, was mich Lächeln ließ. Doch noch nicht so erwachsen wie befürchtet. Schnell zog ich ihn aus dem weißen Haufen, nicht das er sich noch erkältete, und zusammen gingen wir dann ins Haus, wo ich auf mein Zimmer ging um meine Tasche auszupacken, Sota hingegen bereitete mir mein Bad zu. Ich hatte wirklich Glück solch eine Familie haben zu dürfen.

*************************************

Noch immer kribbelte die Stelle in meinem Gesicht, wo sie mich geküsst hatte. Noch immer stand ich an dem gleichen Fleck wo es passiert war, das ich aussah wie der letzte Volltrottel war mir egal, es war niemand da, der es gegen mich verwenden könnte.

"Nun geh ich schon hinterher du Idiot, sie will das doch", riss mich unsanft die Stimme von Shippou aus den Gedanken. Langsam ließ ich meinen Blick auf meine rechte Schulter gleiten, wo der Kitsune saß und mich frech angrinste. "Schnauze!", war die einzige Antwort von mir und vorsichtshalber hielt er sich schon den Kopf, auf Erwartung eines Schlages von mir, doch war mir nicht danach den kleinen Dämonen zu erziehen oder zurecht zu weißen.

"Er hat Recht, du solltest ihr nachgehen, sie hat dich ja auch eingeladen zu ihr und ihrer Familie zu gehen", mischte sich nun Miroku ein. Zuerst überrascht blickte ich nun auf die beiden anderen Menschen in unserer Gruppe, Sango schien schon wieder vergessen zu haben das der Mönch sie begrapscht hatte, denn sie lehnte sich leicht an ihn heran, dennoch lächelten beide. "Ich sagte Schnauze, das gilt auch für euch. Ich werde ihr nicht wie ein Hund hinterherrennen, nur weil sie es sagt", machte ich meinen Standpunkt deutlich und machte einen gewaltigen Sprung, um mich nur Sekunden später auf einem Ast in dem Baum neben mir niederzulassen.

"Ich bezweifle manchmal wirklich ob er nur so stur ist oder bloß so tut. Es ist doch für jeden klar das er in Kagome-Chan verliebt ist?", drang die fragenden Stimme von Shippou zu mir. Ja ich empfand etwas für die Miko, doch musste ich erst einmal das durcheinander in mir klären was wegen Kikyo in mir wütete. "Du wirst es verstehen wenn du älter bist, Shippou-Chan. Er ist nunmal ein Mann und es ist gegen seine Natur seinen Gefühlen nachzugehen, auch wenn er es gerne würde. Ich kann mir gut vorstellen wie es in ihm aussehen muss. Aber er sollte sich auch bewusst sein, dass er enkrmes Glück mit Kagome-Sama hat. Nicht jede Frau würde so verständnisvoll sein und so einer verrückten Dreiecksbeziehung standhalten. Sie weiß wie schwer es sein muss für ihn, mit seiner alten Liebe konfrontiert zu werden und das er Zeit brauchst um sich darüber klar zu werden, bevor er sich einer neuen Frau hingeben kann", seufzte der Mönch. War es wirklich so offensichtlich wie ich mich fühlte? Oder war ich zusehr an die Menschen gewöhnt, dass ich meine Maske fallen ließ, mein Innerstes hervorschimmern ließ? Dennoch musste ich zugeben, der Notgeile Sack traf mit seinen Worten genau die Wahrheit. Jedoch würde ich den Teufel tun und ihr hinterherrennen. Ich hatte meinen Standpunkt nur zu deutlich gemacht.

"Inuyasha? Wir sind bei Kaede-Sama, bis später", teilte mir die Jägerin mit und ich konnte hören, wie sie sich entfernten. Mir war es gleich ob sie hier blieben oder zu der alten Schachtel gingen, zu viele Gedanken schwirrten in meinem Kopf herum. Wie von selbst strichen meine Finger über meine Lippen, auch dort konnte ich noch die hauchzarte Berührung ihrer weichen und vollen Lippen spüren. Was hatte mich nur zu dieser Aktion bewegt, ich wollte sie küssen und verdammt, ich wollte es nicht immer. Wollte sie mein nennen können, sie zeichnen, für alle für immer an mich binden, mein fast unsterbliches leben mit ihr verbringen, auch wenn ich wusste das sie vergehen würde. So in Gedanken bekam ich nicht mit wie die Nacht über mir hereingebrochen war und sich sogar schon der nächste morgen ankündigte.

Wie von selbst sprang g ich von dem Baum, eilte die wenigen Meter zu dem Brunnen, vergewisserte mich das ich unbeobachtet war, ehe ich leichtfertig über das Holz sprang, mich durch die Zeit bewegte. Zu der Zeit wo sie war, die Frau die mich rasend machte, die mich alleine mit ihrer Anwesenheit beruhigte, die mir schlaflose Nächte bescherte und ein ungewohntes Gefühl schenkte, stärker als es bei Kikyo jemals der Fall war.

Vorsichtig, damit ich keine unnötigen Geräusche von mir gab die mich verraten würden, sprang ich aus dem Brunnen, landete neben dem Gefährt der Miko. Selbst von hier drinnen konnte ich über den Geruch von Holz und Metall, den Schnee vor der Tür dieses Hauses riechen. Ich konnte die frische Luft riechen, welche der Schneefall hinterließ, die leicht feuchte Erde die unter den weißen Zeug verborgen lag, den Baum in der Mitte dieses Anwesens. Ich konnte die Familie der Miko von hieraus riechen, ihre Katze, und etwas süßes mischte sich ebenfalls darunter, etwas, was ich nicht definieren konnte, da es kein Mocchi war. Schnellen Schrittes, ohne einenaut von mir zu geben, verließ ich das Gebäude, steuerte auf das Haupthaus zu. Je näher ich diesen kam, desto intensiver wurden die Gerüche, der der Miko berauschte mich geradezu, lockte mich, zwang mich ihn zu nähern, entließ mich nicht aus seinen Fängen.

Plötzlich stand ich schon in dem Flur des Hauses, meine Nase führte mich in das Hauptzimmer, stimmen drangen zu meinen hochsensibeln Ohren vor, Lachen, Kichern und auch die verärgerte Stimme ihres Bruders entkamen nicht meinen tierisch-dämonischen Sinnen. Vor der Schiebetür machte ich halt, mein Herz schlug so heftig gegen meine Brust, ich hatte Angst die Menschen konnten es hören, doch wusste ich das dem nicht so war, die Gespräche gingen weiter, sie hatten mich nicht bemerkt. Fast schon scheu klopfte ich gegen das Holz, welches das Papier der Tür spannte, und augenblicklich verstummten die Gespräche, einzig und allein ihre Mutter stellte eine Frage: "Erwarten wir noch jemanden?"

"Ich habe keine Ahnung, Kaa-San", meinte das andere weibliche Wesen in dem Raum, ihre Stimme ließ mich noch nervöser werden und plötzlich wurde die Tür aufgezogen, Kastanienbraune Augen musterten mich fragend. "Inu... Inuyasha? Was machst du denn hier?", wollte sie wissen und ich hatte ehrlich keine Antwort auf ihre Frage. "Oh, guten Abend Inuyasha, möchtest du dich nicht zu uns setzten?", fragte ihre Mutter mich wie üblich höflich, lächelte mich wie immer freundlich an. "Inuyasha!", rief der kleine Bengel begeistert aus, scheinbar hatte er einen Narren an mir gefressen, freute sich jedesmal wenn ich in dieser Epoche war. Nur ihr ältester nickte mir zu und nippte dann von seiner Schale Sake.

"Ich... Ähm.... Also", druckste ich herum, war überfordert mit der Situation, was hatte mich geritten hier her zu gehen? "Guten Abend", verbeugte ich mich höflich, da kam die Erziehung meiner Mutter hoch, meine menschliche, schwache, verhasste, geliebte, starke Seite. "Dürfte ich kurz mit Kagome alleine sprechen?", fragte ich erneut ungewohnt höflich und schüchtern. Dies schien auch die Miko zu bemerken, musterte sie mich als wäre ich krank, vielleicht war ich das ja auch? "Natürlich. Kagome-Schatz? Zieh dich bitte warm an, es ist kalt draußen", meinte ihre Mutter nur und widmete sich danach sofort wieder dem Gespräch, ließ damit mich und ihre Tochter gehen. Als sie am mir vorbei trat, konnte ich ihren Duft mehr als deutlich wahrnehmen, aber auch etwas fremdes, würziges mischte sich darunter. Schnell hatte ich die Quelle ausgemacht, ein komisches Gestrüpp hing über der Tür, warum auch immer man dieses hässliche Zeug da hin gemacht hatte, es war mir egal.

"Kommst du?", wollte das Mädchen nun wissen und stand schon an der Tür, sah mich erwartend an. Schnell nickte ich und trat wie sie aus der Tür, hinaus ins freie. Wir liefen nebeneinander her, schweigend, wusste im nicht was ich sagen sollte. "Ich liebe diese Jahreszeit", unterbrach sie die unangenehme Stille zwischen uns, fragend blickte ich sie von der Seite an. Sie war selbst mit der grünen Mütze und den Schneeflocken in ihrem Haar wunderschön. "Hm?"

"Naja, ich mag den Sommer zwar, aber der Winter hat auch seine schönen Seiten, der ganze Schnee und wie die Atmosphäre abends ist, einfach wunderschön. Ich meine, schau dich mal um, alles ist friedlich und die Zeit scheint still zu stehen, die Sterne leuchten und der Schnee fällt, es hat schon etwas... Romantisches an sich", beendete sie ihre Erklärung etwas schüchtern und schaute mich dabei aus den Augenwinkeln an, eine leichte Röte zierte ihre Wangen, ob es von der Kälte kam? Ohne zu überlegen öffnete ich meinen Yukata, legte ihr das Oberteil um die schmalen Schultern. "So besser?" wollte ich in Erfahrung bringen, doch hatte ich die Befürchtung, sie hätte mich nicht gehört, hauchte ich diese Frage doch nur. "Danke..." "Darf ich dich etwas fragen?" Sie nickte, ein Zeichen, dass ich fortfahren durfte. "Was war das für ein komisches Kraut bei euch an der Tür?"

Verlegen senkte sie ihren Kopf, ehe sie mir schüchtern antwortete: "Das war ein Mistelzweig. Laut Tradition müssen sich die Menschen die unter ihm stehen küssen, aber es ist lächerlich wenn du mich fragst...", lachte sie peinlich berührt und wich meinem Blick aus. Meine Hand wanderte an ihre Wange, zwang sie so mich anzusehen. "Mit Traditionen sollte man nicht brechen", flüsterte ich, kam ihrem Gesicht wieder näher, inhalierte tief ihren Duft. Sie hatte Recht, es hatte eine romantische Atmosphäre an sich, so wie wir vor dem heiligen Baum standen, der Schnee leise und gleichmäßig auf uns fiel, die dunkle Nacht nur von vereinzelten Sternen und dem Vollmond gebrochen wurde. Stoßweise verließ unser Atem unsere Lungen, zeigte sich durch die Kälte, doch war es egal. Das einzigste was zählte waren Kagome und ich, wie wir uns gegenseitig immer näher kamen, wie sich unsere Lippen berührten und sie ihre schüchtern gegen meine schmiegte. Die Zeit schien still zu stehen, einzig und alleine für uns hatte sie angehalten, um den Augenblick vollkommen auskosten zu dürfen und zu können. Sanft bewegten sich unsere Lippen gegeneinander, spielten vorsichtig mit einander, ehe wir uns voneinander lösten, sich unsere Blicke trafen, ineinander verhakten und sich zu einem niemals lösenden Knoten vereinten. "Endlich...", hauchte sie glücklich. "Endlich...", sprach ich genauso sanft, gab ihr zur Antwort, dass ich genauso lange darauf gewartet hatte wie sie.
Review schreiben