A very Prongslet Christmas

GeschichteAllgemein / P12
Draco Malfoy Harry Potter Narzissa Malfoy Remus "Moony" Lupin Severus Snape
01.12.2017
25.12.2017
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Rechtschreibfehler in Harrys wörtlicher Rede sind übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit Absicht und sollen seine kindliche Sprechweise wiederspiegeln. An anderen Stellen ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Absicht.

Desweiteren fallen Sunny und Happy nicht unter "Original-Charas" - die beiden sind ganz meinem Kopf entsprungen.





Türchen 2: Elf

Am nächsten Tag war Remus damit beschäftigt, seine eigenen Briefe zu schreiben – wobei, zumindest Andromeda sollte er besser flohen, oder? – als Sunny in sein Arbeitszimmer platzte.
„Master Remus muss Master Harry aufhören sagen!“, jammerte sie und zog verzweifelt an ihren Ohren.

Mit dem Schlimmsten rechnend sprang Remus auf und ohne eine Erklärung Sunnys abzuwarten stürzte zu Harrys Zimmer, in das der nach dem Frühstück zum Spielen gegangen war. Im Türrahmen blieb er schwer atmend stehen. Sein erster Blick zeigte ihm, dass es so aufgeräumt wie schon lange nicht mehr war, der zweite offenbarte: Harry war nicht da!

Dann drangen Geräusche in Remus' Ohr, die ihm verrieten, dass sein Sohn sich in einer tieferen Etage befinden musste. Er folgte ihnen in die Küche – schon wieder war das der Mittelpunkt von Harrys geheimnisvollen Aktivitäten – und wusste nicht, ob der lieber lachen oder die Hände über seinem Kopf zusammenschlagen sollte bei dem Anblick, der sich ihm bot:
Da stand Harry auf einem Stuhl vor dem Herd, auf der Kochfläche vor ihm (die er zum Glück nicht anschalten konnte) ein großer Topf voll Wasser, in den er Kartoffeln warf – ungeschälte und ungeschnittene Kartoffeln – so dass es nur so platschte und spritzte.
Ein paar Möhren mussten bereits in dem Topf gelandet sein, dem abgerupften Grün nach zu urteilen, außerdem lagen auch schon Wiener Würste bereit.

Neben dem Stuhl stand Happy, zupfte nervös an Harrys Hosenbein und bat ihn immer wieder erfolglos, herunter zu steigen.
Der junge Hauself traute sich offenbar noch nicht zu, den kleinen Jungen mit seiner Magie zu Boden schweben zu lassen – aus Angst vermutlich, der große Topf könne mitgerissen werden und Harry verletzen.

Sunny war an der Spüle beschäftigt – bevor Harry mit dem „Kochen“ angefangen hatte, war wohl Geschirrspülen dran gewesen: alles Geschirr, was der Kleine greifen konnte, musste er aus den Schränke geholt haben und nun stapelte es sich in wackligen Türmen im Spülbecken und rundherum so hoch, dass Sunny all ihre Konzentration und Geschicklichkeit zeigen musste, um die einzelnen Teile abzutrocknen und an ihre angestammten Plätze schweben zu lassen, ohne dass der Rest umfiel.

„Harry“, sagte Remus schließlich mahnend. „Was soll das hier werden?“
„Katoffelsuppe!“, erwiderte sein Sohn strahlend.

Der Werwolf seufzte und hob ihn von seinem Stuhl.
„Nein, Spatz, ich meine das insgesamt – warum wolltest du überhaupt kochen und abwaschen-“
„Und aufräumen!“, ergänzte Harry immer noch strahlend.
„Das is, weil ich doch ganz brav sein muss, damit der Weihnachsmann meinen Wunsch erfüllt – ich hab ihm doch gestern einen Brief geschrieben und - oooh!“
Erschrocken schlug er sich die Hand vor den Mund. „Das darf ich gar nich sagen!“

Remus schmunzelte. Harry war wirklich nicht gut darin, Geheimnisse zu behalten.
„An sich ist das auch eine tolle Idee, Prongslet, aber meinst du, dass das wirklich brav ist, wenn du Sunny und Happy damit noch mehr Arbeit machst und die beiden schon ganz aufgebracht sind?“
Harry schüttelte den Kopf und schaute auf einmal ganz bedröppelt drein.
„Du könntest doch bestimmt einen anderen Weg finden, dem Weihnachtsmann zu zeigen, wie brav du sein kannst – indem du zu deiner Schlafenszeit ohne zu diskutieren ins Bett gehst, dir vor dem Essen die Hände wäschst, ohne dass ich dich daran erinner muss, oder so...“, schlug Remus aufmunternd vor und grinste innerlich. Das wäre doch was – mal schauen, ob sein Sohn darauf ansprang.

„Okay!“, rief Harry, jetzt wieder strahlend.
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