A very Prongslet Christmas

GeschichteAllgemein / P12
Draco Malfoy Harry Potter Narzissa Malfoy Remus "Moony" Lupin Severus Snape
01.12.2017
25.12.2017
24
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Ich habe diesmal unglaublich viele Türchen schon vorbereitet (*hüst* nur die nächsten drei) - aber ich hoffe, dass mir das Schreiben leichter fällt, weil ich schließlich keine 1000-Wort-Träume hege und es sich nicht um lose OS handelt, sondern um etwas Zusammenhängendes.
Trotzdem würde ich mich natürlich auch über motivierende Rückmeldungen freuen (;

Nicht beta-gelesen, auch ziemlich kurzfristig entstanden, außerdem liegen keine Rechte an den Original-Charas und -Orten und ... bei mir.

Kapiteltitel und Vorgaben für die Türchen kommen, wie vor zwei Jahren, von einer selbst zusammengestellten Liste mit weihnachtlichen Schlagwörtern (aber einer anderen diesmal)





Türchen 1: Brief

Es war merkwürdig.
Bisher hatte sich Harry immer ganz schön dagegen gewehrt, Schreiben zu lernen – er sah einfach keinen Sinn darin, bisher hatte er es schließlich auch nicht gebraucht und außerdem hatte er so wenig Kontakt mit gleichaltrigen, mit denen er sich vergleichen konnte.
Also, eigentlich wäre es treffender zu sagen, dass er bisher keinen Sinn darin gesehen hatte.

Denn wo Remus sich sonst neben ihn setzen und aufpassen musste, dass er nicht in seinen Raum zu seinem Spielzeug flüchtete, saß Harry nun alleine und hochkonzentriert am Küchentisch mit einem Bleistift in der Hand, vor sich ein Blatt Papier, auf dem er schrieb, und noch viel mehr wild um sich herum verteilt.

„Na Spatz, was schreibst du da?“, fragte Remus seinen Sohn freundlich lächelnd.
Harry sah ihn erschrocken an. „Neeiiin!“, rief er. „Das darfsu nich sehen!“
Hastig versuchte er, alle Blätter in seine Arme zu sammeln, um sie vor Remus zu verstecken.
Der wich mit erhobenen Händen zurück und warf Sunny, die ihn helfend aus der Küche schob einen fragenden Blick zu.
„Master Harry einen Brief schreibt“, flüsterte sie ihm zu.
Remus verdrehte seine Augen – so etwas hatte er sich schon selber denken können. Aber gut, wenn es nicht völlig unwichtig war, würde Harry es ihm schon früher oder später verraten – er war noch nicht sehr gut darin, Geheimnisse für sich zu behalten.

Amüsiert ging Remus zurück in sein Arbeitszimmer – er hatte schließlich einiges zu tun, auch an einem Adventssonntag, und so beschäftigt wie Harry war, konnte er die Zeit ja sinnvoll nutzen.
Die Tür ließ er sicherheitshalber offen stehen, damit er besser hören konnte, wenn etwas passierte und notfalls würden Sunny oder Happy ihn schon holen.

Remus verlor sich so sehr in seinen Recherchen über Grindelohs und andere Wasserdämonen, dass er kaum mitbekam, wie die Zeit verging – bis er plötzlich aufschreckte, weil Harry versuchte, an seiner Tür vorbeizuschleichen.
Neugierig stand Remus auf und folgte ihm, die Treppen hinauf bis zur Eulerei. Vor deren Tür blieb er stehen und lauschte, wie Harry sich eine Eule aussuchte und ihr seinen Brief gab.
„Der is für dne Weihnachsmann“, sagte er. „Und du muss ganz doll aufpassen, der ihn auch kriegt – das is gaanz doll wichtig!“

Remus ging schmunzelnd zurück zu seinem Büro. Wer hatte den Jungen nur auf die Idee gebracht, an den Weihnachtsmann zu schreiben?
Aber das war nicht weiter wichtig – Jackie wartete sowieso schon auf seinem Schreibtisch – all ihr Eulen wussten, dass Briefe von und an Harry erst über ihn zu gehen hatten.
Er entfaltete das Papier, gespannt darauf, was sich sein Sohn so sehr wünschte, dass er sich dafür an den Weihnachtsmann wendete.
Die krakelige Schrift und die kindlichen Rechtschreibfehler entlockten Remus ein Lächeln, doch dann musste er schwer schlucken, als er registrierte, was da stand.
„Oh Harry“, murmelte er mit belegter Stimme.
Sein wunderbarer, wunderbarer Sohn hatte geschrieben, dass er auf all seine Weihnachtsgeschenke verzichten und auch extra brav sein würde, damit Santa stattdessen Papa Remus' größten Wunsch erfüllen würde und ihm Papa Siri zurückgab.
„Oh Harry“, murmelte Remus mit Tränen in den Augen.
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