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.*~°~*. Weihnachten mit Eddy und Zino

von - Leela -
CrossoverFreundschaft / P12 / Gen
01.12.2017
26.12.2017
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05.12.2017 575
 
.~*~.
.~* Dienstag *~.
.~* 5. Dezember 2017 *~.
.~* Adventskalendertürchen 5 *~.

Auf Beobachtungsposten

Es war der Tag vor Nikolaus. Eddy und Zino hatten sich mitten in der Nacht im Dunkeln am oberen Treppenabsatz im Flur des GhostCommands verschanzt, wo sie einen guten Blick auf den Teil des Flures hatten, wo sie am Abend ihre Stiefel aufgestellt hatten. Zino rutschte etwas unruhig hin und her, während Eddy aufmerksam in die Dunkelheit spähte.
      Schließlich fragte der Blonde: „Was genau machen wir noch mal hier?“
      „Wir warten auf den Nikolaus!“
      Stille.
      „Wer ist dieser Nikolaus überhaupt?“
      „So etwas ähnliches wie der Weihnachtsmann.“ erklärte Eddy. „Zu Nikolaus werden die Stiefel rausgestellt, und der Nikolaus füllt sie dann. Aber das macht er heimlich über Nacht. Nie hat ihn jemand dabei gesehen! Und deswegen sind wir hier, um ihn zu überraschen!“
      Zinos Ohren spielten gedankenvoll. „Warum eigentlich ein Stiefel?“
      „Was weiß ich?“ entgegnete Eddy. „Vielleicht, weil in einen Turnschuh nicht so viel reinpaßt!“
      „Aber es hätte doch auch eine Truhe sein können!“ erwiderte Zino zweifelnd. „Oder eine Tasche. Oder ein Koffer! Warum in Gayas Namen füllt der Nikolaus seine Geschenke in einen Stiefel?“
      Eddy seufzte und verdrehte die Augen. „Ich weiß es wirklich nicht, Zino. Irgendwo wird der Brauch schon herkommen. Es ist mir auch egal, Hauptsache, in dem Stiefel ist etwas drin.“
      „Hm.“ Einen Augenblick ließ Zino es dabei bewenden. „Aber was ist…“ überlegte der Gayanische Nationalheld dann weiter. „… wenn man nicht daran denkt, und versucht, den Stiefel anzuziehen, wenn da die ganzen Sachen drin sind?“
      Eddy sah ihn im Schummerlicht perplex an. „Wie kann man vergessen, daß Nikolaus ist?“
      „Naja, ich meine ja nur…“ Zino gab hilflos auf.
      Eddy versuchte, sich daran zu erinnern, daß Gayaner Weihnachten nicht kannten, und ihnen damit auch die ganzen Bräuche, die dazugehörten fremd waren. Als er es sich recht überlegte, konnte er plötzlich nachvollziehen, warum das alles für Zino so merkwürdig sein mußte. „Habt ihr nicht auch irgendwelche tollen Bräuche bei euch, die wir nicht kennen?“
      „Bestimmt!“ war Zino sich sicher, hielt dann aber verunsichert inne. „Aber ich weiß ja gar nicht, was ihr nicht kennt…“
      „Davon mußt du mir unbedingt bei Gelegenheit mal erzählen!“ flüsterte Eddy. „Aber jetzt müssen wir auf den Nikolaus aufpassen!“
      Als die beiden das nächste Mal nach vorne sahen, stutzten sie synchron verblüfft. Keiner von ihnen hatte etwas mitbekommen – dafür standen ihre Stiefel nun gefüllt da. Hastig sahen sie sich um, doch es war alles ruhig. Sie hatten ihre Chance verpaßt.
      „So ein Mist!“ fluchte Eddy.
      „Ist doch egal! Hauptsache, in den Stiefeln ist etwas drin!“ Zino grinste gewinnend, als er Eddy unwillkürlich zitierte.
      Neugierig rutschten die beiden näher an ihre Stiefel heran. Neben viel Schokolade fanden sie kleinere Spiele, ein bißchen Deko und kandierte Früchte.
      Als Zino seinen Stiefel auskippte, hielten beide den Atem an. Eddy hob das gayanische Memory auf, während Zino die Schokoladentaler mit dem eingeprägten Dalamiten erstaunt ansah, die er zwischen den kleinen dreiäugigen Deko-Schlammfröschen mit den Weihnachtsmützen herausgefischt hatte. Die beiden sahen sich entgeistert an.
      Zinos Ohren spielten aufgeregt. „Woher wußte der Nikolaus das?“
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