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.*~°~*. Weihnachten mit Eddy und Zino

von - Leela -
CrossoverFreundschaft / P12 / Gen
01.12.2017
26.12.2017
26
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20.12.2017 1.088
 
.~*~.
.~* Mittwoch *~.
.~* 20. Dezember 2017 *~.
.~* Adventskalendertürchen 20 *~.

Ho! Ho! Ho!

„Ähm, Eddy?“ Zino kam gerade zu seinem Kumpel in dessen Zimmer. „Du sagtest doch, der Weihnachtsmann trägt einen roten Mantel und kommt durch den Kamin, richtig?“
      „Ja!“
      „Dann ist er dieses Jahr aber schon recht früh da.“ Zino deutete in Richtung Büro.
      Eddy sah ihn verwirrt an. „Wie meinst du denn das?“
      „Na, der Weihnachtsmann ist schon da!“ Zino strahlte Eddy an. „Was meinst du, gibt es dann heute schon Geschenke?“
      Eddy überlegte einen kurzen Augenblick, ob sein Kamerad ihn veralbern wollte, doch seine Neugierde siegte, und so ging er mit konsternierter Miene zum Büro.
      Zino folgte ihm aufgeregt.
      Als Eddy nichts ahnend in den großen Raum trat, stand er dem Rotbemantelten gegenüber und schnappte geschockt nach Luft. „Das ist nicht der Weihnachtsmann! Das ist Prime Evil!“
      Der Dämonenfürst sah nun Eddy seinerseits entgeistert an. Latent fing er an zu dampfen. „So etwas kann auch nur von Eddy Spenser Junior kommen, mich mit dem Weihnachtsmann zu verwechseln!“
      „Das war nicht meine Idee!“ Der Ghostbuster kam gerade hektisch in’s rotieren. Aufgeregt sah er sich nach einem Dematerialisator oder einer anderen Waffe um.
      Zino blieb ratlos in der Tür stehen. Ein eddyförmiger Schatten raste an ihm vorbei in den Flur. „Heißt das, es gibt keine Geschenke?“
      „Jake! Tracy!“ Eddys Stimme drang panisch vom Flur herein, kurz bevor Schritte die Treppe herunterpolterten.
      Prime Evil dampfte um so mehr. „Es gibt hier allenfalls die Rute!“
      Zino ließ die Ohren sinken. „Aber, so schlimm sind wir doch auch nicht.“ Der Gayaner setzte seine beste Unschuldsmiene auf. Dazu kam er ganze zwei Sekunden lang, bevor seine Miene in Entsetzen abrutschte, und er sich mit einem gewagten Sprung hinter das Sofa rettete, bevor der Energieblitz aus Prime Evils Händen ihn erwischen konnte.
      Statt dessen erwischte der Dämonenfürst den Wasserspender, der mit einem lauten Scheppern zersprang. Scherben regneten, und das Wasser ergoß sich in den Raum.
      Vom Flur war Tumult zu hören, und wenig später sprang die Tür auf. Mit dem Ghostgummer im Anschlag und einem energiegeladenen „Rettung naht!“ sprang Eddy in den Raum, dicht gefolgt von Jake mit dem Dematerialisator und Tracy mit dem Geisterentfernerspray. Die drei Jungs hielten gleichzeitig auf den Geist, doch selbst, als Tracy das Geisterentfernerspray in den Dematerialisatorstrahl sprühte, stand Prime Evil, die Hände in die Hüften gestemmt, da und lachte. „Ihr amüsiert mich immer wieder auf’s neue!“
      Tracy warf Zino die Flasche zu und deutete auf den Energiestrahl des Dematerialisators. „Draufhalten!“
      Die autoritäre Stimme des Gorillas reichte aus, um Zino ganz automatisch handeln zu lassen, ohne nachzudenken.
      Prime Evil gähnte herzhaft. Dann schlug sein Gemüt um, und seine Augen funkelten. „So, jetzt ist Schluß mit lustig! Ich habe noch andere Gräueltaten zu verrichten!“ Bedrohlich schwebte er auf das Team zu.
      Tracy reagierte allerdings gerade und holte aus seinem Rucksack den Geisterreifen heraus. Prime Evil machte es ihm in seiner Rage einfach – der Geist kam so nah an ihn heran, daß er den Reifen bequem über ihn stülpen konnte, und nicht einmal werfen mußte. Das selbsternannte Oberhaupt aller Geister kam nur noch dazu, sich überrascht zu versteifen, bevor er in dem Reifen verschwand.
      Eddy sank keuchend auf die Knie.
      Jake ließ den Dematerialisator sinken und atmete tief durch.
      Zino starrte völlig geflasht auf den Geisterreifen, den Tracy gerade aufsammelte. „Wa… Was war denn das?“
      „Das ist ein Geisterreifen. Mit dem kann man auch Geister dematerialisieren.“ erklärte Jake.
      „Und wozu war dann das ganze andere Zeug da?“ erkundigte sich Zino verwundert.
      Eddy sammelte sich gerade vom Boden auf. „Wir können Prime Evil nicht nur mit einem Mittel bekämpfen. Dazu ist er zu mächtig.“
      „Deswegen müssen wir ihn erst schwächen, um den finalen Schlag durchführen zu können.“ ergänzte Jake.
      „Hat er nicht mit gerechnet!“ Tracy hielt grinsend den Reifen hoch.
      Zinos Ohren spielten noch ein wenig verunsichert. „Dann… hat dieser Prime Evil-Typ also nichts mit Weihnachten zu tun.“
      „Nein, ganz sicher nicht!“ erklärte Eddy vehement. „Prime Evil ist so ziemlich das schlimmste an Geist, was man sich einhandeln kann! Also, falls du ihn jemals wieder triffst, komm nicht zu mir und frage, ob es Geschenke gibt!“
      Zino ließ die Ohren sinken. „Naja, ein bißchen skurril sah er ja auch schon aus, für den Weihnachtsmann.“ lenkte er ein.
      Jake reimte sich indes zusammen, was in der Zwischenzeit passiert sein mußte. „Schrei am besten statt dessen ganz laut um Hilfe!“
      Zino drehte sich zu den Scherben auf dem überfluteten Boden um. „Das habe ich jetzt auch gemerkt…“
      „Und komm nicht auf die Idee, dem Weihnachtsmann vorsorglich den Dematerialisator unter die Nase zu halten!“ schoß Eddy raus.
      Zino sah ihn perplex an. „Wieso sollte ich das tun?“
      „Ich sag’s nur vorsichtshalber!“
      In die angrenzende seltsame Atmosphäre hinein sagte Tracy: „Hole mal Wischzeug.“ und entzog sich so elegant der Situation.
      Jake atmete durch. „Okay, für uns wirkt es jetzt etwas abstrakt, aber woher hätte Zino denn wissen sollen, daß Prime Evil nicht zu den Weihnachtstraditionen gehört? Er kennt sich damit doch noch gar nicht richtig aus!“
      „Ich weiß! Deswegen sage ich es ja!“ betonte Eddy.
      „Das wäre aber auch etwas freundlicher gegangen!“ wunderte sich Jake. Er wechselte einen Blick mit Zino. „Komm. Eddy muß sich erst mal von dem Schock erholen. Wir machen mal Weihnachtskakao für alle.“
      Gerade als Tracy mit dem Putzzeug und dem obligatorischen Hausfrauentuch um den Kopf gebunden zurückkam, nahm Jake ihren Gast mit in die Küche. Dort bereitete er vier Tassen für den Kakao vor.
      Zino wirkte noch etwas niedergeschlagen.
      „Mach dir nichts draus.“ Jake lächelte aufmunternd. „Eddy hat es nicht so gemeint, aber solche Situationen stressen ihn mehr als uns. Du warst jedenfalls super eben. Wir waren ein perfektes Team. Du wärst ein großartiger Ghostbuster!“
      Zino sah auf – und lächelte.
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