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.*~°~*. Weihnachten mit Eddy und Zino

von - Leela -
CrossoverFreundschaft / P12 / Gen
01.12.2017
26.12.2017
26
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02.12.2017 956
 
.~*~.
.~* Samstag *~.
.~* 2. Dezember 2017 *~.
.~* Adventskalendertürchen 2 *~.

24 Türchen für Zino

Als Jake in die Küche ging, kam er gerade darauf zu, als Eddy einen Adventskalender neben seinem aufhing. „Noch einen? Reicht dir einer nicht aus?“ lachte der Blonde.
      „Der hier ist für Zino!“ erklärte Eddy. „In Gaya kennt man Weihnachten gar nicht. Deswegen erkläre ich Zino die Weihnachtsbräuche – und dann muß er doch auch einen Adventskalender haben!“
      „Ah…!“ Jake nickte anerkennend. „Okay, das sehe ich ein.“ Er nahm sich eine Bananenmilch aus dem Kühlschrank, stellte sie wieder zurück, als er die große Aufschrift »TRACY« darauf las und nahm sich eine Erdbeermilch. Dann ließ er seinen Kameraden wieder allein.

Später am Tag, als Zino bei Eddy eintraf, erlebte der hübsche Gayaner eine Überraschung, als er von seinem Freund gleich in die Küche geschoben wurde.
      Jake stand gerade an der Arbeitsfläche und setzte Weihnachtstee auf. Es roch nach Zimt und gebratenen Äpfeln.
      Doch das interessierte Eddy im Augenblick nicht. Mit einem triumphierenden Lächeln nahm er Zino mit zu der Wand, wo er den Gast des Ghostkommandos vor seinen eigenen Adventskalender stellte. „Also, das hier ist dein Adventskalender!“ erklärte er stolz. „So einen sollte jeder in der Vorweihnachtszeit haben.“
      Zino folgte Eddys Ausführungen mit aufgeregt spielenden Ohren. „Was haben denn die ganzen Nummern zu bedeuten?“
      „Das ist der Clou!“ erläuterte Eddy. „Das sind Türchen, die du aufmachen kannst. Du mußt sie alle in der richtigen Reihenfolge aufmachen. Und hinter jeder Tür ist ein Stück Schokolade.“
      „Aber…“ Zino sah seinen Kumpel verunsichert an. „Macht man dann das Bild nicht kaputt?“
      „Naja, das ist ja schon Sinn der Sache.“ erklärte Eddy verlegen. „Aber du kannst die Türen nachher wieder zudrücken, und hast dann wieder das vollständige Bild. – Komm, probiere es mal aus!“ Er nahm für seinen Freund den Kalender von der Wand und ging zum Küchentisch.
      Jake lehnte sich mit seinem Becher Tee an die Arbeitsfläche. „Erkläre Zino das mit den Achten und den Neunen!“
      „Ach ja, die kennt ihr ja auch gar nicht!“ erinnerte sich Eddy. „Daß nach der Sieben erst die Acht, und dann die Neun kommt, und dann erst die Zehn, weißt du ja mittlerweile, oder?“
      Zino wirkte mit einem Mal sehr verlegen. „Ja, aber es ist gut, daß du mich noch mal daran erinnerst…“
      „Okay!“ Eddy lächelte. „Dann darfst du jetzt das erste Türchen raussuchen und aufmachen!“
      Zino schaute aufmerksam über das Bild und fand das Türchen beim Schlitten. Als er es öffnete, fand er dahinter ein Schokoladenstück in Sternform. Seine Augen leuchteten. „Wow! Das ist eine gute Idee! So etwas müssen wir in Gaya auch mal machen!“ Die Schokolade kauend fragte er: „Und jetzt das zweite?“
      „Genau!“ Eddy hatte kaum seine Bestätigung zu Ende gebracht, als der Ghostalarm losging. Jake wurde bereits aufmerksam und stellte seinen Becher beiseite. Eddy seufzte schwer und verdrehte die Augen. „Wir sind bald wieder zurück. Hoffe ich zumindest.“
      „Du kannst dir gerne Tee nehmen, Zino!“ Jake deutete noch schnell auf die Kanne, dann rannte er schon, gefolgt von einem weniger motivierten Eddy, aus der Küche.
      Zino sah ihnen, noch immer völlig aufgedreht, nach. Da hörte er im Hintergrund schon ein dreistimmiges „Auf geht’s Ghostbusters“, ein Rauschen, dann war Ruhe. Er sah sich in der Küche um. Schnell fand er den Schrank mit den Bechern, nahm sich einen mit dem Ghostbuster-Logo heraus, den er mit Tee füllte und setzte sich wieder an den Tisch. Fasziniert, betrachtete er den Adventskalender, der jetzt ihm ganz allein gehörte…

Nach relativ kurzer Zeit hörte Zino Türen klappen, und kurz darauf kam Eddy mißmutig zu ihm zurück in die Küche. „Fehlalarm! Naja, wenigstens wurde es kein Monstereinsatz!“ Der Blick des Brünetten fiel auf den Adventskalender, der vollständig geplündert vor Zino auf dem Tisch lag, und er schnappte geschockt nach Luft. „Zino, was… Was in aller Welt hast du denn da gemacht?“
      „Ich habe sie alle nacheinander aufgemacht, in der richtigen Reihenfolge!“ erklärte der Gayaner unschuldig.
      Eddy sah seinen Freund perplex an, dann seufzte er tief. „Zino… Man macht jeden Tag nur ein Türchen auf! So hat man jeden Tag ein Stück Schokolade, bis Heiligabend ist! Was meinst du, warum es 24 Türchen sind?“
      Zino dachte einen Moment darüber nach und ließ plötzlich die Ohren hängen. „Oh…“
      Jake bekam es gerade durch Zufall mit und lehnte sich schmunzelnd in die Tür. „Das sagt gerade der richtige!“
      Die beiden sahen sich automatisch zu ihm um, Zino neugierig, Eddy resigniert.
      Jake grinste. „Eddy hat auch schon mal einen Adventskalender geplündert, aber er kannte das Prozedere, und wenn ich mich richtig erinnere, dann war es nicht mal deiner, richtig?“
      Eddy stieg die Verlegenheitsröte sichtlich in die Wangen.
      Jake ging zu der anderen Seite herum und klopfte Zino auf die Schulter. „Siehst du, alles nicht so schlimm! Und da Eddy einfach nicht gut genug erklärt hat, was haltet ihr davon, wenn wir losziehen, und für Zino einen neuen Adventskalender besorgen?“
      Zinos Ohren stellten sich abrupt auf.
      Eddy schmollte noch ein wenig. „Na gut, aber dann darf er erst morgen damit anfangen!“
      „Das ist ein fairer Deal, würde ich sagen.“ stimmte Jake zu.
      „Außerdem bezahlt er ihn selber!“ bestimmte Eddy.
      „Kein Problem!“ Zino schaute etwas verlegen drein. „Ähm, nehmen die hier auch gayanische Euro…?“
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