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.*~°~*. Weihnachten mit Eddy und Zino

von - Leela -
CrossoverFreundschaft / P12 / Gen
01.12.2017
26.12.2017
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16.12.2017 1.055
 
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.~* Samstag *~.
.~* 16. Dezember 2017 *~.
.~* Adventskalendertürchen 16 *~.

Neue Plätzchentraditionen in New York und Gaya

Eddy war gerade dabei, die Zutaten für den neuen Plätzchenteig auf dem Tisch zu sortieren, als Zino aufgeregt bei ihm in der Küche eintraf. „Hi, Eddy!“
      „Hey, Zino!“ begrüßte der Brünette ihn.
      Der Gayaner legte das ausgeliehene Ausstechförmchen auf den Tisch.
      „Und, hast du gestern zu Hause noch Plätzchen gebacken?“ erkundigte sich Eddy neugierig.
      „Nein…“ Bevor Eddy dazu kam, nachzufragen, wozu Zino dann das Förmchen gebraucht hatte, schüttete der Blonde die kleine Tasche aus, die er dabei hatte.
      Eddy kam staunend zu ihm herüber. „Hey, du hast neue Förmchen gemacht?“
      Zino ließ die Ohren etwas sinken. „Ähm, machen lassen!“ korrigierte er. „Boo hat die Förmchen gebastelt.“
      Eddy grinste verlegen. „Das ist wie hier. Bei uns ist Tracy der Bastler, der so etwas machen würde. – Wollen wir die neuen Förmchen mal ausprobieren?“
      Zinos Lächeln war bestechend.
      „Okay, dann machen wir heute Lebkuchen-Plätzchen!“ verkündete der Ghostbuster. „Das ist genauso einfach, eigentlich mußt du da auch nur alle Zutaten miteinander verkneten.“ Er gab Zino die Tüte mit dem Roggenmehl in die Hand. „Davon brauchen wir 300 Gramm. Du weißt ja jetzt, wie es geht.“ Er konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.
      Zino quittierte es mit einem verlegenen Lächeln und nahm sich die Schüssel.
      Eddy maß inzwischen 150 Gramm von den gerieben Nüssen ab und schüttete sie dazu. „Hiervon brauchen wir 200 Gramm!“ Er reichte dem wartenden Gayaner die Packung mit dem Rohrzucker. In der Zwischenzeit fügte er eineinhalb Eßlöffel Lebkuchengewürz und einen Teelöffel Natron zu den anderen Zutaten in der Schüssel.
      Zino maß peinlichst genau den Zucker mit der Küchenwaage ab. Sowohl er, als auch der Ghostbuster waren froh, daß es auf der Skala eindeutig beschriftete Marken gab, so daß dabei nichts schiefgehen konnte – zumindest nicht deshalb, weil die beiden Freunde mit unterschiedlichen Rechensystemen aufgewachsen waren.
      Eddy sah einen Augenblick prüfend zu ihm herüber, stellte aber fest, daß Zino sich sehr viel Mühe gab, und sehr ordentlich arbeitete. „Kümmerst du dich um die Eier?“ Er schob seinem Freund die drei Eier zu, ohne näher zu erwähnen, daß er Zino nicht unbedingt mit dem Honig hantieren lassen wollte. Er wußte nicht genau warum, aber irgendwie machte ihm die Kombination Honig, Fell und Zino Angst. Daher übernahm er es selbst, die drei Eßlöffel abzumessen, während Zino die Eier aufschlug.
      Anschließend durfte Zino wieder einmal zusehen, wie sein Freund alles zu einem Teig verarbeitete.
      „Okay!“ Eddy atmete durch. „Das Zeug muß jetzt ein bis zwei Stunden an einen warmen Ort ruhen, damit das Natron seine Wirkung entfalten kann.“
      Das kannte Zino ja noch vom Vortag, und so hatten sie einmal mehr Gelegenheit, sich für eine Weile mit anderen Dingen zu beschäftigen, – auch wenn der Gayaner unbedingt die neuen Ausstechformen ausprobieren wollte…

Mittlerweile waren Eddy und Zino ein eingespieltes Team. Der Ghostbuster bereitete die Backbleche vor, während der gayanische Nationalheld den Teig ausrollte. Dann begann der schönste Teil: Das Ausstechen!
      Zino mußte unbedingt alle neuen Formen von Boo ausprobieren, Eddy steuerte derweil ein paar Klassiker dazu bei.
      „Hey!“ Eddy sah entsetzt zu Zino herüber, als der sich einen von seinen frisch ausgestochenen Sternen nahm.
      „Du hast doch selber gesagt, der Teig ist noch besser als die fertigen Plätzchen!“ erwiderte Zino mit vollem Mund.
      „Ja, aber die hier sind schon ausgestochen! Ich mache mir doch nicht die Mühe, wenn du sie schon vorher aufißt!“
      Zino hielt inne und ließ betroffen die Ohren sinken.
      Eddy stöhnte auf. „Stich dir doch selber Sterne aus, wenn du sie essen möchtest!“
      Zino ließ den Blick in den Raum schweifen. „Naja, das ist ja ein bißchen witzlos, oder? Dafür brauche ich ja keine Sterne auszustechen.“
      Eddy sah ihn entgeistert an. „Ach?!“
      Zino lächelte verlegen, was Eddy mit einem tiefen Seufzen quittierte. War dies etwa das Phänomen, was Jake manches Mal beschrieb, wenn der ihm nichts übelnehmen konnte…?
      Der Brünette legte die Kekse vorsichtig auf das Backblech und bestrich sie mit Eigelb, während Zino den überschüssigen Teig einsammelte und noch mal ausrollte.
      „Diese hier müssen nur fünf Minuten backen!“ erklärte Eddy, als er das erste Blech in den vorgeheizten Backofen schob, den er akkurat auf 180 Grad Celsius eingestellt hatte. „Das sollte man auf jeden Fall einhalten, dann werden die Lebkuchen immer was.“
      „Und können wir die dann nachher schon essen?“ Zino grinste bestechend.
      Eddy lachte. „Und ob! Du kannst sie sofort essen, aber dann sieht niemand mehr, was du für Förmchen ausgestochen hast!“
      Zino senkte leicht die Ohren. „Ich wollte sie ja nicht alle auf einmal essen. Außerdem kann ich ja deine Sterne nehmen!“ Als er Eddys Blick bemerkte, hatte er latent das Gefühl, etwas über das Ziel hinausgeschossen zu sein. „Entschuldige…“
      Eddy seufzte tief und wandte sich wieder dem Backofen zu, um nicht die Zeit zu verpassen. Nach exakt der richtigen Zeit füllte er die fertigen Plätzchen um und stellte das Backblech wieder für Zino bereit, damit er seine neuen ausgestochenen Plätzchen umschichten konnte.
      Zino hatte so viel Spaß am Plätzchenbacken gefunden, daß Eddy ihn nicht ausbremsen mochte. Während der Gayaner euphorisch weiter Plätzchen ausstach, verteilte Eddy die fertigen Kekse auf kleine Schalen und stellte sie bereits im Büro für alle zur Verfügung.
      Als schließlich schon der zweite Teig aufgebraucht war, beschlossen sie, daß sie vorerst genug Plätzchen hatten.
      Zino ließ den Blick über die Schüssel schweifen, die Eddy mit den Keksen gefüllt hatte. „Ich bringe Tracy mal welche runter!“
      „Das ist eine gute Idee!“ Eddy gab Zino ein Schälchen in die Hand und schüttete eine Handvoll Kekse darauf. Während sein Freund sich bei dem Gorilla des Hauses beliebt machte, begann er schon mal damit, aufzuräumen.
      In der Zwischenzeit gesellte sich Jake zu ihm in die Küche. Sein Blick drückte eine leichte Verwirrung aus. „Seit wann haben wir denn Plätzchen in Dalamitenform, und dreiäugige gayanische Schlammfrösche in unserem Repertoire…?“

Am Abend saßen die Freunde zusammen im Wohnbereich und ließen sich die Plätzchen schmecken.
      „Kekse in Schnurkform finde ich cool!“ meinte Zino kauend. „So kann ich ganz problemlos und legitim Schnurks vernichten!“
      Jake blieb hinter ihm stehen und lehnte sich bald verschwörerisch zu ihm. „Man könnte auch sagen, du kannst Schnurks problemlos vernaschen!“
      Zino, der Galger gerade den Kopf abgebissen hatte, stockte mitten im Kauen, und fing plötzlich an zu husten.
      Jake und Eddy wechselten einen Blick, und brachen gleichzeitig in Lachen aus.
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