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.*~°~*. Weihnachten mit Eddy und Zino

von - Leela -
CrossoverFreundschaft / P12 / Gen
01.12.2017
26.12.2017
26
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13.12.2017 3.475
 
.~*~.
.~* Mittwoch *~.
.~* 13. Dezember 2017 *~.
.~* Adventskalendertürchen 13 *~.

Spiel und Spaß und Spannung bei der Weihnachtswichtelei

Eddy und Jake begrüßten gerade Boo und Zino, als sie mit ihren Paketen im Ghostkommando eintrafen. Futura war bereits da, und sie bereitete mit Tracy zusammen ein festliches Ambiente mit weihnachtlicher Deko und Keksen auf dem Tisch vor.
      „Die Pakete bitte in den Karton dort drüben legen, aber so, daß niemand mitbekommt, was es ist.“ instruierte Jake die beiden Neuankömmlinge. „Tracy hat ein Auge darauf, der wird zum Gorilla, wenn jemand heimlich spickt!“
      Die drei hörten ein Grummeln aus dem Hintergrund, doch keiner wußte zu sagen, ob es wegen der Anspielung auf den Gorilla war, oder ob Tracy Jakes Ankündigung nur untermauern wollte. Jake und die beiden Gayaner tauschten ein Grinsen. Dann gingen Zino und Boo zu der Kiste herüber und schmuggelten ihre Pakete aus ihren Taschen unauffällig zu den anderen.
      „Okay!“ verkündete Futura, als sie sich alle am Tisch zusammenfanden. „Dann würde ich sagen, baue ich mal die Geschenke auf!“ Ohne genau hinzuschauen legte sie alle Pakete unsortiert auf den Tisch.
      Jake und Eddy begannen derweil, sie willkürlich auf die sechs Plätze am Tisch zu verteilen, und Boo half auch bald schon mit, als er das System durchschaute.
      „So, jetzt darf sich jeder einen Platz suchen!“ verkündete der Ghostbusterchef schließlich.
      Die Freunde sortierten sich gerade so wie sie standen um den Tisch herum. Insbesondere die beiden Gayaner waren sehr erwartungsvoll, die noch nie in ihrem Leben gewichtelt hatten.
      „Also!“ erklärte Eddy für die Neuen. „Jeder hat vor sich ein Paket stehen. Der Clou bei diesem Spiel ist, daß niemand vorher weiß, welches Paket er bekommt. Es wird reihum gewürfelt. Bei einer drei werden alle Pakete nach links weitergegeben. Bei einer vier nach rechts. Bei einer fünf darf man noch mal würfeln. Bei einer zwei darf derjenige sein Paket mit jemand beliebigem tauschen. Und bei einer eins oder einer sechs darf das Paket, das vor einem steht, geöffnet werden. Derjenige ist dann aus dem Spiel raus!“
      Die Freunde nickten zum Zeichen, daß sie verstanden hatten.
      „Wir müssen nur aufpassen, daß niemand sein eigenes Paket bekommt.“ ergänzte Eddy noch.
      „Wollen wir es so machen, daß in dem Fall derjenige sich ein Paket eintauschen darf, das er gerne haben möchte?“ schlug Futura vor.
      „Gute Idee!“ stimmte Eddy zu. „Dann weiß man zwar, von wem es ist, aber besser, als wenn man sein eigenes Geschenk wiederbekommt.“
      „Ich würde sagen, Boo fängt an, und dann im Uhrzeigersinn!“ Futura schob Boo den Würfel zu.
      Eine latente Aufregung machte sich bemerkbar, als es endlich losging.
      Boo schüttelte den Würfel in den Händen und würfelte.
      „Eine 5. Noch mal!“ kommentierte Jake.
      Boo würfelte noch mal, und erhielt diesmal eine 4.
      „Okay, alle Pakete einmal nach rechts!“ verkündete Futura, und alle schoben ihre Pakete weiter.
      Boo gab den Würfel an Zino weiter. Der würfelte prompt eine 1.
      „Sag‘ mal, hast du keine Lust, mitzuspielen?“ schoß Jake raus, ohne daß er es aufhalten konnte.
      Zino senkte mit einem verlegenen Lächeln die Ohren.
      „Mach es auf!“ forderte Eddy indes aufgeregt.
      Zino konnte kaum verbergen, wie aufgedreht er war, als er das Paket zu sich heranzog.
      „Wahrscheinlich ist es ganz gut, daß Zino als erster ran darf.“ kicherte Futura. „Er platzt ja sonst noch vor Aufregung!“
      Der blonde Gayaner riß vorsichtig das Zeitungspapier des flachen, viereckigen Geschenkes auf, bis er auf zwei aufeinander geklebte Pappstücke stieß. Als er sie auseinander zog, rutschte eine sechseckige, blanke Scheibe heraus. Gedankenvoll hob er sie auf und betrachtete sie ratlos.
      Futura räusperte sich leicht. „Okay, dazu muß ich wohl etwas erklären. Das ist ein Datenkristall, da ist das gesamte Musikrepertoire aus meiner Zeit bis in’s Jahr 2954 drauf. Zum aktivieren mußt du in der Mitte drücken, dann geht ein virtuelles Menü auf, mit dem du alles mögliche machen kannst.“ Sie kam zu ihm herum und zeigte es ihm. Als sie die Mitte aktivierte, projizierte sich eine Art Menü in die Luft. „Es ist eigentlich recht selbsterklärend. Du kannst nach allem möglichen filtern, Zeiteinstellungen machen, du hast einen Zufallsgenerator und eine Wiederholungsschleife… Du kannst hier Favoriten anlegen, da hast du die Lautstärkesteuerung undsoweiter. Du mußt einfach mal ein bißchen rumprobieren, da kannst du gar nichts falsch machen.“
      Zino sah sie sprachlos an. „Und so etwas liegt einfach so bei dir rum?“ fragte er völlig entgeistert.
      Sie machte eine wegwerfende Handbewegung. „Davon habe ich mehrere. Das bot sich an. Die gibt es jedes Jahr neu in ergänzter Form, so viele brauche ich nicht. Und ich dachte mir, das ist bestimmt etwas für einen von euch.“
      Zino war so von den Socken, daß er ausnahmsweise mal sprachlos war.
      Jake grinste. „Da hast du wohl einen Volltreffer gelandet!“
      Zino betrachtete sein Geschenk schon jetzt so liebevoll, als wäre er sich sicher, das beste von allen abgestaubt zu haben.
      „Geschenke aus der Zukunft sind immer etwas besonderes.“ kommentierte Eddy. „Jetzt hast du ganz viel futuristische Musik!“
      „Oh-oh…“ Boo ließ den Blick unbeteiligt in den Raum schweifen, als wüßte er bereits jetzt, wie das für ihn enden würde.
      „Okay, Zino ist erst mal beschäftigt.“ lachte Futura, als sie den Gayaner mit seligem Lächeln sich selbst überließ und sich auf ihren Platz zurücksetzte.
      „Okay, dann ist jetzt Eddy dran!“ Jake schob seinem Kumpel den Würfel zu. Als der Brünette ihn in die Hand nahm, schoß der Teamführer warnend hinterher: „Wehe!“
      Eddy würfelte, kam aber auf eine 3. Die Pakete wurden einmal nach links gereicht.
      Dann war Tracy an der Reihe.
      „Aber den Würfel heile lassen!“ warnte Jake.
      Tracy zeigte ein bestechendes Grinsen. Dann machte er es Eddy nach, und alle Pakete wurden noch einmal nach links durchgegeben.
      Als Jake dran war führte er die letzte Aktion mit einer 4 ad absurdum. „Langweilig, Zino?“ kommentierte er bald ein wenig provozierend, als er den Gayaner musterte, der die anderen beim weiterreichen der Geschenke beobachtete.
      „Nein…“ meinte der gedehnt.
      „Ich finde es auch ganz spannend zu schauen, was die anderen kriegen!“ meinte Futura und würfelte. Sie bekam eine 2. Sie schaute schnell in die Runde und deutete auf Boos Paket. Die beiden tauschten ihre Geschenke aus.
      Anschließend war Boo wieder dran und würfelte eine 4. Alle Pakete wurden nach rechts durchgegeben, so daß Futura ihr ursprüngliches zurückbekam.
      „Na, das hat ja jetzt was gebracht.“ kommentierte Eddy.
      „Alles Taktik, mein Lieber!“ schmunzelte Futura.
      „Als wenn das hier was nützen würde.“ murmelte Jake.
      Zino schob den Würfel weiter zu Eddy.
      Der würfelte theatralisch, und brauchte eine Weile, bis er begriffen hatte, daß er eine 6 gewürfelt hatte.
      „Hey!“ freute sich Zino. „Jetzt bist du dran mit aufmachen, oder?“
      Neugierige Blicke wandten sich dem Ghostbuster zu.
      Eddy schüttelte das rechteckige Paket leicht, das etwas größer, und vor allem ein gutes Stück dicker war als das von Futura. Er konnte aber keine Geräusche ausmachen. Gespannt packte er den Inhalt, der gleich in mehrere Lagen Papier gewickelt war, aus.
      Zum Vorschein kam ein Holzrahmen, in den zwei dünne Doppelglasscheiben eingelassen waren. Durch das darin befindliche Wasser wirbelten Bananen auf, wenn man es schüttelte.
      Eddy stöhnte auf, verdrehte die Augen und sah Tracy vorwurfsvoll an. „Warum kriege ich immer die Bananen?“
      Tracy sah verlegen an die Decke.
      Boo hüstelte leicht.
      Eine seltsame Stille trat ein.
      Futura sah in die Runde. „Ähm, um mal eben eine Lanze zu brechen, ich glaube, das Geschenk ist gar nicht von Tracy…“
      Boo biß sich auf die Unterlippe. „Waren Bananen nicht gut? Ich habe extra keine Mangos genommen, vorsichtshalber…“
      Eddy schüttelte den Bilderrahmen leicht, in dem die kleinen Bananen aufgewirbelt wurden wie in einer Schneekugel.
      „Hast du das selbst gemacht?“ erkundigte sich Futura in einer stillen Vorahnung.
      „Ja. Das ist ein »Bananorama«.“ erklärte Boo. „Die habe ich mal mit verschiedenen Obstsorten für unseren lokalen Obsthändler als Werbeaktion gemacht. Ich habe extra nicht das Mangorama genommen, falls Zino es kriegt.“ Der Erfinder räusperte sich leicht. „Hätte ich das gewußt, hätte ich das Erdbeerama genommen…“
      „Für Tracy wäre es ja perfekt gewesen!“ meinte Jake.
      Der Gorilla grinste und klopfte Eddy auf die Schulter. „Ist oki doki. Gönne es Eddy.“
      „Na, das ist schon in Ordnung so.“ lenkte Eddy ein, dem es sichtlich peinlich war, daß er so negativ auf ein Geschenk von einem ihrer beiden Gäste angesprungen war.
      „Ich kann’s dir aber auch tauschen, wenn du möchtest…“ meinte Boo verlegen.
      „Nein, das ist wirklich okay!“ beharrte Eddy. „Das sollte nicht so blöd rüberkommen. Es ist nur… Tracy übertreibt es manchmal, deswegen bin ich da schon etwas…“
      „Was?“ fuhr Tracy erstaunt dazwischen.
      „Es ist ein tolles Geschenk, wirklich!“ kürzte Eddy die Sache ab, und beschloß dann zu schweigen, bevor er richtig in Erklärungsnotstand kam.
      „Okay, Tracy, dann mach mal weiter!“ bat Futura.
      Der folgte der Aufforderung umgehend und würfelte eine 2. Mit einem Grinsen forderte er Futuras Geschenk an.
      Nachdem die beiden getauscht hatten, versuchte Jake sein Glück, kam aber auf eine 3, und die Pakete wurden nach links durchgegeben.
      Futura gab sich äußerste Mühe beim würfeln, und bekam eine 5. Die Spannung stieg noch einmal. Jetzt würfelte auch sie eine 3, und die Geschenke wurden wieder nach links durchgegeben.
      Boo würfelte anschließend auch eine 2. Er ließ den Blick schnell über die drei in Frage kommenden Pakete schweifen. „Tracy…?“
      „Ist mit dem Paket irgend etwas besonderes?“ hakte Eddy nach.
      „Wahrscheinlich ist es gar nicht so besonders. Eine Duschhaube, oder so etwas.“ behauptete Jake.
      „Oh, weißt du etwa, was drin ist? Ist das Paket von dir?“ frotzelte Futura.
      Tracy grinste süffisant, und Zino schien seine Gedanken auszusprechen, als er sagte: „Eine Duschhaube von Jake! Bin ich froh, daß ich mein Geschenk schon habe!“
      „Haha!“ machte Jake.
      Futura kicherte. „Das wird dir jetzt ewig nachhängen!“
      Boo schubste den Würfel zu Tracy rüber.
      „Der logischen Systematik zufolge müßtest du jetzt drankommen mit auspacken.“ bemerkte Zino.
      Tracy sah ihn fragend an.
      „Ja, bislang hat es auch der Reihe nach geklappt – mit einer Runde dazwischen!“ erklärte der Gayaner.
      „Stimmt!“ Tracy grinste gewinnend und würfelte euphorisch. Es wurde allerdings eine 4, und alle Pakete wanderten nach rechts.
      „Jetzt hat Futura deine Duschhaube.“ bemerkte Eddy, als Jake sich den Würfel nahm.
      Der blonde Ghostbusterchef zog eine Grimasse und würfelte. Es wurde eine 5, und so versucht er es gleich noch mal.
      „He-hey, eine 6!“ Zino spielte aufgeregt mit den Ohren.
      „Das ist aber ein großes Paket.“ stellte Boo fest.
      Jake schaute sich an, wo er das Paket am besten aufreißen konnte und begann seitlich. Dann öffnete er die Pappschachtel und holte den Inhalt vorsichtig heraus.
      „Hey, ein originalgetreues Ghostbuggy-Modell!“ rief Futura fasziniert.
      „Aww, ist das toll…“ Eddy konnte den Neid nicht ganz aus der Stimme verbannen.
      Jake ließ den Blick über die zwei Gayaner am Tisch schweifen. „Und damit wissen wir auch, von wem das Geschenk ist…“
      Tracy grinste ein breites Gorilla-Lächeln.
      Eddy starrte förmlich verliebt auf das Modell.
      „Wollen wir tauschen?“ bot Jake an.
      Sein Kumpel sah ihn entgeistert an. „Meint du das ernst?“
      „Ja! Ich finde nämlich das Bananorama ganz toll!“
      „Aber willst du wirklich das Ghostbuggy-Modell hergeben?“ erkundigte sich Futura.
      „Das Ghostbuggy habe ich ja in der Garage stehen. Ich hätte lieber das Bananorama.“ beharrte Jake.
      Eddy zögerte kurz, entschied sich dann aber doch. „Na gut.“
      Futura war nun wieder an der Reihe. Das Ergebnis ihres Wurfes war eine 3, und so gingen alle Pakete links herum zurück.
      Als Boo an der Reihe war, negierte er das ganze mit einer 4.
      Nun versuchte sich Tracy an seinem nächsten Wurf. Der führte dazu, daß er noch mal würfeln durfte. Auch der nächste Wurf wurde eine 5. Er schüttelte nun extra stark – und bekam wieder eine 5.
      „Hey, läßt du Boo und mich vielleicht noch mal mitspielen?“ beschwerte sich Futura.
      „Bin selber etwas angenervt!“ ließ sich der Gorilla grummelnd vernehmen.
      Jake nahm ihm den Würfel aus der Hand und betrachtete ihn eingehend. „Vielleicht ist der Würfel manipuliert…“
      „Na toll, dann hängen wir in einer Endlosschleife fest.“ kommentierte Eddy.
      Jake gab Tracy den Würfel zurück, und der würfelte prompt eine 2.
      „Hey, toll, Jake hat den Würfel umgekehrt!“ grinste Zino.
      Futura und Boo sahen Tracy erwartungsvoll an.
      „Boo!“ entschied der Erfinder.
      „Gar nicht die Duschhaube?“ kommentierte Eddy, bald enttäuscht.
      „Nein! Die ist nämlich mit kleinen Entchen drauf und steht Futura viel besser!“ gab Jake an Tracys statt verbissen zurück und reichte den Würfel weiter an Futura.
      Diesmal würfelte sie eine 4, und die letzten Pakete wanderten nach rechts.
      Boo machte es ihr gleich nach.
      Als Tracy jetzt an der Reihe war, würfelte er aus dem Handgelenk eine 6. Mit breitem Gorillagrinsen zog er sich sein Paket heran. Tracy packte das kleine Paket in heller Vorfreude aus. Es war schon bald ein Fest, den Gorilla dabei zu beobachten, wie er aufgeregt wie ein kleines Kind die Schleifen löste und das Papier aufriß. Als er endlich an den Inhalt herankam, staunte er.
      „Laß mal sehen, Trace!“ bat Jake.
      Der Gorilla drehte grinsend den kleinen quadratischen Bilderrahmen um, in den ein gayanisches 2,- Euro-Stück eingefaßt war.
      „Aw, und da wir bereits wissen, was Boo geschenkt hat, ist das jetzt nicht schwierig zu erraten!“ kommentierte Futura.
      Boo sah Zino konsterniert an. „Wieso schenkst du Geld?“
      „Mache ich gar nicht! Ich verschenke eine Portrait von mir!“ korrigierte der gayanische Nationalheld.
      Boo sah auf die Münze, in der Zinos Bild eingraviert war, und seufzte tief. „Ich weiß nicht, ob es das jetzt besser macht…“
      Tracy hingegen freute sich sichtlich und hob grüßend die Hand mit dem Geschenk. „Cool!“
      Boo versuchte, das triumphierende Lächeln seines besten Freundes zu ignorieren.
      „So, es geht jetzt also noch um die Duschhaube und den Mixer!“ proklamierte Eddy in bester Ringrichtermanier.
      „Du verschenkst einen Mixer?“ kommentierte Zino erstaunt, der schnell überschlagen hatte, daß nur noch Eddy übrig bleiben konnte, wenn die »Duschhaube« von Jake war.
      Eddy zuckte leicht die Schultern. „Warum nicht?“
      Futura würfelte eine 4. Gerade, als sie mit Boo tauschen wollte, schüttelte Eddy den Kopf. „Nein-nein, Futura, rechts rum!“ Sie verdrehte die Augen, gab das Paket an Jake, der es Tracy reichte, welcher es an Eddy gab, der es zu Zino schob, der es Boo in die Hand drückte.
      Der Gayaner würfelte diplomatisch eine 2 und entschied sich in Ermangelung der Auswahlmöglichkeiten für Futuras Paket.
      Die Ghostbustress aus der Zukunft schaffte diesmal eine 3, und so durfte Boo sein Paket links herum von allen weiterreichen lassen.
      Boo antwortete mit einer 5 und einer 3, und das ganze Spektakel ging von vorne los.
      Futura würfelte eine 2. Sie überlegte einen Augenblick. „Ich denke, ich behalte meins!“
      „Hey, das geht nicht!“ beschwerte sich Eddy. „Dann ist es ja kein Tausch!“
      „Wo steht, daß es nicht geht?“ schoß Futura zurück. „Haben wir das in den Regeln fixiert?“
      „Das ist doch eigentlich logisch!“ beharrte Eddy.
      „Hey, Leute!“ Jake machte eine beschwichtigende Geste. „Ich finde, das ist hier schon in Ordnung. Sonst werden die Pakete nur noch hin- und hergetauscht. Der Sinn, etwas Dynamik in’s Spiel zu bringen, wäre sonst gänzlichst verloren, oder?“ Er sah in die Runde.
      „Bin für Sonderregel.“ stimmte Tracy zu.
      „So weit habe ich nicht mal gedacht.“ gestand Zino.
      „Also, für mich ist es okay!“ bemerkte Boo.
      Jake sah Eddy auffordernd an.
      „Okay, na gut!“ lenkte der schließlich ein.
      Triumphierend zog Futura das Paket zu sich heran.
      „Merkste was? Futura will deine Duschhaube nicht haben!“ frotzelte Eddy.
      „Witzbold!“ Jake wandte sich diplomatisch dem kleineren Gayaner zu. „Boo?“
      Der würfelte bereits und bekam eine 5. Er seufzte leicht und probierte es noch mal. Diesmal war es eine 4.
      Futura ignorierte Eddys Anweisung nun und gab Boo ihr Paket einfach herüber. Als sie nun dran war, würfelte sie eine 1 und jubelte auf.
      „So viel zur Duschhaube.“ kommentierte Tracy.
      „So, das kann ja jetzt nur noch von Eddy oder von Jake sein!“ Futura schüttelte das Paket leicht. Es raschelte leise. Gespannt öffnete sie das Geschenk, bis eine durchsichtige Schachtel zum Vorschein kam.
      Tracy kratzte sich am Kopf. „Büroklammern?“
      Boo schnappte nach Luft, und Zino schlug ihm im Affekt auf den Arm. „Ey, das hätte von dir sein können!“
      Jake lehnte sich gerade zu Futura und sah mit auf die Schachtel. „Das ist aber eine besondere Kollektion!“ erklärte er für Tracy. „Da sind welche in Herzform, in Sternform, in Autoform, Katzen, Hunde…“
      „Ich finde die Idee ganz niedlich!“ bekannte Futura.
      „Und da Herzchen dabei sind, können wir uns jetzt auch denken, von wem das ist!“ schlußfolgerte Zino stolz.
      Jake und Eddy wechselten einen Blick.
      Boo prustete indessen los, ohne es aufhalten zu können. „Natürlich! Oh, Zino, du bist manchmal herrlich naiv!“
      „Aber das ist doch logisch! Oder nicht?“ verteidigte sich Zino hilflos.
      „Na sicher!“ Boo grinste noch immer. „Und was hättest du gemacht, wenn du ausgerechnet das Paket bekommen hättest?“ Als Zino ihn groß ansah, erklärte Boo verzweifelt: „Es konnte doch vorher niemand wissen, wer welches Paket bekommt. Das ist ja der tiefere Sinn des Spiels! Die Chance, jemandem bestimmtes bei sechs Leuten ein bestimmtes Paket zukommen zu lassen ist ziemlich gering!“
      Es dauerte sichtlich, bis der tiefere Sinn in Zinos Bewußtsein ankam. „Oh…“
      Die anderen grinsten.
      „Das heißt aber nicht, daß es nicht trotzdem von Jake sein kann!“ verteidigte sich Zino.
      „Das stimmt!“ räumte Boo ein.
      „Traue ich aber eher Eddy zu.“ bemerkte Tracy.
      „Hey!“ Eddy machte eine ratlose Geste. „Es hieß, wir sollen irgend etwas nehmen, was wir sowieso bei uns rumliegen haben!“
      „Aha, dann wissen wir das ja jetzt auch!“ meinte Boo.
      „Also, mir gefällt es!“ bekannte Futura noch einmal.
      „So, dann darf Boo jetzt also noch um das Geschenk von Jake würfeln.“ schlußfolgerte Eddy.
      Zino schob seinem Kumpel den Würfel zu.
      „Du weißt ja, eine 1 oder eine 6!“ erinnerte Futura provokativ.
      Boo würfelte zuerst eine 3.
      „Jetzt mußt du es also nach links geben!“ kommentierte Zino.
      „Das könnte dir so passen!“ schoß Boo raus. In das Lachen der anderen hinein würfelte er noch mal und bekam eine 5.
      „Hey, jetzt darfst du noch mal würfeln!“ freute sich Eddy.
      „Na, was für ein Glück!“ kommentierte Futura.
      Tracy grinste breit, während Boo sein Glück noch mal probierte.
      „Eine 4. Bald hast du alle Zahlen einmal durch!“ bemerkte Jake.
      Mittlerweile wurde Boo beim Würfeln schon energischer. Nach noch einer 5 bekam er eine 2.
      „Jetzt darfst du mit jemandem tauschen!“ Zino grinste herausfordernd.
      Boo verdrehte die Augen. Dann würfelte er die ersehnte 6. „Gaya sei Dank. Ich dachte schon, wir sitzen um Mitternacht noch hier!“ kommentierte er.
      Die Freunde lachten herzlich, und schauten gespannt zu, als er endlich auspacken durfte. Neugierig beobachteten sie jede seiner Handbewegungen, selbst Jake, obwohl jetzt bereits klar war, daß das letzte Paket von ihm war. Aber der Teamführer war gespannt, wie sein Geschenk ankommen würde.
      „Was ist es denn?“ fragte Eddy aufgeregt, als Boo die Schachtel öffnete.
      Vorsichtig holte der gayanische Erfinder den Inhalt heraus. Es war ein Thermobecher mit kleinen lustigen Geistern darauf.
      Eddy sah Jake skeptisch an. „So etwas hast du zum verschenken »einfach so bei dir rumstehen«?“
      „Äh, ja?!“ bestätigte Jake.
      „Magst du den Becher wirklich hergeben?“ schmunzelte Futura.
      „Ja!“ Jake machte eine hilflose Geste. „Von denen habe ich mal vier Stück im Set von meiner Tante geschenkt bekommen. Aber ich habe nur eine – allenfalls zwei davon im Gebrauch, da kann ich doch eine verschenken, damit sie noch einen Nutzen hat!“
      „Die ist großartig für die Werkstatt!“ freute sich Boo.
      „Solange dir die Geister keine Angst machen…“ Zino sah unbeteiligt in den Raum.
      „Ach was, diese niedlichen kleinen Geister doch nicht.“ schmunzelte sein Freund.
      „Hm, und wenn sich die kleinen niedlichen Geister in der Nacht in reißende Monster verwandeln…“
      Boo warf ihm einen befremdeten Blick zu.
      „Ach komm, jetzt mach Boo keine Angst.“ schaltete Futura sich ein, was Zino mit einem verlegenen Blick quittierte.
      „Aber das Spiel macht doch Spaß, oder?“ Eddy lächelte Zino an, der genau wußte, daß sein Freund auf seinen ersten Gesichtsausdruck anspielte, als er noch geglaubt hatte, Wichteln hätte etwas mit Weihnachtsmützen zu tun.
      „Ja!“ Der Gayaner nickte entschieden.
      „Hey, das ist lustig!“ meinte Boo. „So etwas könnten wir bei uns auch mal einführen!“
      „Ja! Mit viel ausgefeilteren Regeln!“ begeisterte sich Zino. „Zum Beispiel könnte man bei der 1 und der 6 auch noch etwas unterschiedliches machen! Und bei der 5 könnte man sich zusätzlich zum noch mal würfeln noch etwas einfallen lassen!“
      „Es gibt ganz viele verschiedene Wichtelregeln!“ erklärte Jake. „Man kann es auch so machen, daß zuerst nur hin- und hergeschoben wird, und zu einem bestimmten Zeitpunkt alle ihre Pakete aufmachen dürfen. Dann wäre es zumindest bis dahin geheim, wer von wem das Paket bekommt.“
      In Zinos Augen leuchtete es.
      „Ich sehe schon, wir haben gerade das Wichteln in Gaya eingeführt.“ grinste Futura.
      Eddy stand auf und stellte kurz darauf einen der Wichtel mit einer roten Mütze aus Jessicas Deko vor Zino ab. „Wenn ihr das macht, dann müßt ihr den aber mitnehmen!“
      Zino sah ihn groß an und senkte dann den Blick einem Seufzen gleich. „Solange ich die Mütze nicht tragen muß…“
      Boo grinste. „Ich habe gerade die Aufgabe für die 5 gefunden…“
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