Taras weiße Weihnachten (Adventskalender 2017)

von DanaDikay
GeschichteFreundschaft / P6
Katarina "Kat" Karamakov Samuel "Sammy" Lieberman Tara Webster
01.12.2017
04.12.2017
4
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1. Dezember


Vorwort:
Schön, dass ihr meinen ersten Adventskalender gefunden habt und ihn lesen wollt! Bevor wir starten, möchte ich kurz ein paar Dinge klären.
1.     Die Geschichte in diesem Adventskalender passiert in den Ferien nach dem zweiten Jahr.
2.     Dieser Adventskalender basiert ein wenig auf meiner Story „Nie ohne dich!“ (Auch hier auf FF.de zu finden.) Das heißt, Sammy ist nicht gestorben, sondern schwerst verletzt hat er das Krankenhaus erreicht – und überlebt.
3.     Die Ereignisse aus dieser Geschichte werden NICHT in „Nie ohne dich!“ passieren, sondern sie stehen einzeln. Nichts von dem, was hier passiert, wird die Fanfiction „Nie ohne dich!“ beeinflussen.
4.     Ich werde das „Türchen“ jeden Morgen zwischen 6 und 10 öffnen.
Ich hoffe, damit hätten wir alle Formalitäten geklärt. Ich wünsche euch jetzt ganz viel Spaß mit meinem Adventskalender zu „Dance Academy – Tanz deinen Traum!“

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Als der Brief kam, war Sammy gerade vom Training wieder gekommen. Obwohl er seine Prüfungen bestanden hatte, bestand Miss Raine auf ein spezielles Aufbautraining. Er konnte das absolut nachvollziehen. Seinen Rückstand konnte er langsam aber sicher aufholen und Miss Raine war sich sehr sicher, dass er mit ein wenig Ehrgeiz zu den Besten des dritten Jahres gehören könnte. Sogar einen Vertrag mit der Kompanie stellte Miss Raine in Aussicht.
Dabei wollte Sammy gar nicht so weit denken.
Seine Mutter stand in der Küche und kochte, wie jeden Tag, wenn er vom Training kam. Es war schon von Vorteil, in einem der Vororte Sydneys zu wohnen. So konnte er in den Ferien jeden Tag mit dem Fahrrad zur Akademie und wieder zurück.
Nicht, dass sein Vater das nach dem Unfall erlaubt hätte. Er nahm Sammy jeden Tag mit nach Sydney und holte ihn dort auch wieder ab. Für ihn, der als Arzt in Sydney arbeitete, war das kein großes Problem.
Liebevoll umarmte Sammys Mutter ihren Sohn.
„Sammy, wie war das Training?“
„Anstrengend“, gab Sammy zu. „Aber Miss Raine meinte, dass ich bis Weihnachten meinen Rückstand aufgeholt habe.“
„Das sind doch wunderbare Neuigkeiten“, freute sich sein Vater. Für Sammy ein seltsames Gefühl. Aki sah von seinen Matheaufgaben auf.
„Da ist ein Brief für dich“, meinte er trocken. „Von einer Petra aus Deutschland. Läuft da was?“
„Du Schwachkopf“, brummte Sammy ihm grinsend zu, und sein Bruder grinste zurück. Natürlich wussten beide, dass Samuel Lieberman und Petra Hoffman niemals auch nur den Hauch einer Chance hätten. Aber dass es damals einen Kuss gegeben hatte, musste sein jüngerer Bruder nicht wissen.
Neugierig riss Sammy den Briefumschlag auf. Normalerweise schrieben Petra und er nur noch Mails. Ja, die beiden waren nach Petras Zeit in Sydney in Kontakt geblieben und hatten sich immer auf den neuesten Stand gebracht. Dass Petra nun einen Brief schrieb, war ungewöhnlich.
Es dauerte eine ganze Weile, bis Sammy sich wieder regte. Seine Mutter sah ihn erwartungsvoll an. Aber Sammy lächelte verlegen.
„Mum, ich würde gern kurz telefonieren. Danach erzähle ich dir alles, was Petra so schreibt.“
Er sah seinen Vater an.
„Ein Flugticket über Weihnachten nach Deutschland ist ausgeschlossen? Ich meine, wir feiern ohnehin kein Weihnachten...“
Sein Vater war zuerst verwirrt, dann lächelte er.
„Das besprechen wir, wenn du telefoniert hast, Samuel.“

„Du hast auch einen Brief bekommen?“
Bei Taras Unglauben musste Sammy dann doch grinsen.
„Ja, mir hat sie auch einen geschrieben. Ich finde das eine nette Idee von ihr, aber ein Ticket nach Deutschland ist nicht gerade billig. Auch wenn ich wirklich gerne mal erleben möchte, wie man in Deutschland Weihnachten feiert.“
„Und der Schnee erst!“, schwärmte Tara am Telefon. Sammy verkniff sich ein Lachen. Tara hatte schon immer Schnee sehen wollen, und jetzt war der Traum zum greifen nah.
Plötzlich merkte er, wie Taras Tagtraum unterbrochen wurde.
„Aber du hast recht. Ich kann mir das gar nicht leisten.“
Sammy wollte sie gerade trösten, als Kats Stimme im Hintergrund „Natasha, Notkonferenz!“ brüllte.
Jetzt war selbst Sammy verwirrt. Wieso sollte Kats Mutter, Natasha Willis, sich jetzt da einmischen?“
Gespanntes Schweigen herrschte am anderen Ende der Leitung, unterbrochen von einer Kat, die wie eine Wilde auf ihre Mutter einredete.
Dann hörte er ein Quietschen von Kat. Das war schon mal eine gute Neuigkeit. Und schließlich hörte er Kat an seinem Ohr brüllen.
„Meine Mum zahlt uns die Tickets! Sie findet das toll, dass wir noch Kontakt mit Petra haben, und sie ist sowieso zu der Zeit mit meinem Dad in Deutschland, wegen ihrer Europa-Tournee! Wir würden dann gemeinsam mit ihnen zurück nach Sydney fliegen.“
„Das ist nicht dein Ernst“, murmelte Sammy, und auch Tara fing im Hintergrund an zu kreischen vor Freude. Schnell lief Sammy die Treppe runter, legte die Hand über das Mikrofon und machte seinen Vater auf sich aufmerksam.
„Petra hat uns alle über Weihnachten nach Deutschland eingeladen“, erklärte er blitzschnell. „Kat hat ihre Mutter gefragt, und die zahlt uns die Flugtickets. Wir brauchen nur noch euer Einverständnis.“
Sammy sah die Überraschung in den Augen seiner Eltern und ärgerte sich, dass er damit so heraus geplatzt war. Seine Eltern sahen sich an.
„Und Kats Mutter zahlt wirklich beide Flüge?“
„Ich frag noch mal nach“, meinte Sammy und hielt sich das Handy wieder ans Ohr. „Kat? Zahlt deine Mutter beide Flüge? Also hin UND zurück?“
„Klar“, ertönte es von seiner Freundin. „Was dachtest du denn? Dass die uns in Deutschland sitzen lassen?“
Noch während er Kats Ausführungen lauschte, nickte Sammy seinen Eltern zu. Die sahen sich gegenseitig an.
„Das müssen wir erst noch besprechen“, wich sein Vater aus. „Hast du eine Telefonnummer von Petras Eltern? Und Kats Mutter?“
„Klar, warte. Kat, dürfen meine Eltern die Nummer von deinen Eltern haben?“
„Die sind aber gerade in Spanien unterwegs“, schränkte Kat ein. Sammy winkte ab, auch wenn Kat es nicht sehen konnte.
„Macht nichts. Es geht hier schließlich um Taras weiße Weihnachten!“
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