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Schwarze Liebe

von Liaya
GeschichteMystery / P18 / Gen
29.11.2017
08.05.2018
34
122.437
6
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59 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
07.02.2018 2.757
 
Guten Abend!
Es geht weiter :)
Ich wünsche euch eine schöne Restwoche, werde mich bemühen, das nächste Kapitel innerhalb von 4-5 Tagen hochzuladen.

Viele Grüße,
Liaya :)

*********************

Sie hatte es geschafft. Der Kampf um den vorletzten Dämon war vorbei. Zitternd umklammerte Jeanne die marmorfarbene Schachfigur und bückte sich über Ellens reglosen Körper. Ihr Gesicht war blass. So wie sie da lag, wirkte sie wie eine zerbrechliche Porzellanpuppe.
Jeanne presste ihre Finger auf die Halsschlagader der jungen Frau, um ihren Puls zu fühlen. Nach einigen Sekunden atmete sie beruhigt auf. "Sie lebt",murmelte sie Fynn zu, ohne sie anzusehen.
"Ja, du hast es geschafft, Jeanne. Wir sollten jetzt von hier verschwinden. Es war ein anstrengender Kampf für dich gewesen und deine Schulter blutet. Komm, lass uns zurückkehren und deine Wunde versorgen"
"Und was ist mit Ellen? Wir können sie doch hier nicht so liegen lassen", bemerkte Jeanne.
"Darum kümmere ich mich. Warte, ich beame sie von hier weg in ihre Wohnung. Sie wird noch einige Stunden schlafen"
Die Blonde erhob sich stumm und ging einen Schritt zur Seite, damit Fynn die junge Frau von der Straße wegbringen konnte.
Danach teleportierte sie sich mit Jeanne zu Chiakis Hütte zurück.
Fynn kam nicht umhin zu bemerken, dass Jeanne seit über einer halben Stunde kein Wort mehr gesprochen hatte. Ihre Gesichtszüge schienen erstarrt zu sein. Ein einziger Blick in ihre Augen verriet alles. Die Blonde war nicht mehr sie selbst.
Der Engel mit den grünen Haaren ließ einen lauten Seufzer von sich los.
"Marron, setz dich. Ich werde deine Wunde versorgen"
Die Angesprochene regte sich nicht. Blieb wie angewurzelt in dem großen Raum der Hütte stehen.
"Marron?"
"Wieso sind sie noch nicht zurück? Wieso, Fynn?" Sie schluckte. Ihre Stimme war kaum ein Wispern und doch hörte Fynn ihre Verzweiflung deutlich heraus.
Der Engel nahm tröstend ihre Hand und führte sie zu einem Stuhl. Marron wehrte sich nicht, nahm geistesabwesend Platz.
"Fynn, wo sind sie?", wiederholte Jeanne ihre Frage drängender.
"Jetzt beruhig dich, Marron. Es ist noch Zeit. Sie werden schon noch kommen"
Verbittert schloss Jeanne ihre Augen und ballte ihre Fäuste. Kurz herrschte eiskaltes Schweigen. Dann sammelte sich die Blonde und rief "Fynn, warum?"
Die Angesprochene verstand nicht. "Warum was?"
"Warum lügst du mich an? Warum lügt ihr mich alle ständig an? Ich fühle, dass da etwas nicht stimmt und ich hab es satt, so unendlich satt, immer wieder angelogen zu werden! Sag... bitte sag mir, wo Chiaki ist! Ich spüre schon die ganze Zeit, dass er nicht zurückkommen wird..."
Bekümmert schüttelte der Engel den Kopf und bestätigte nur noch mehr Jeannes Vermutung. Jetzt war es mehr als offensichtlich, dass da etwas im Busch war. Und Jeanne war jetzt erst recht dazu bereit, die Wahrheit aus ihrer Gesprächspartnerin herauszubekommen. Wenn es sein musste, dann mit allen Mitteln.
Hastig sprang sie von ihrem Stuhl auf. "Fynn!"
Der Engel seufzte. "Setz dich besser wieder"
"Nein! Sag... sag schon, was verheimlicht ihr mir alle?"
Fynn schaute sie voller Mitgefühl an. "Ich hatte keine Wahl. Ich war dagegen, nur damit du es weißt. Aber er ließ mir keine Wahl"
Die Blonde riss schockiert ihren Mund auf.
Fynn bemühte sich um einen ruhigen Ton. "Chiaki hat Acces eindringlich darum gebeten, dir nichts zu sagen. Er hätte es sich niemals verziehen, wenn dir etwas zugestoßen wäre. Er ist immer noch voller Schuldgefühle, dass er dich in diese Organisation hereingezogen hat. Es .... es gab keinen zweiten Dämon. Das heißt es gab ihn schon aber Noyn hat ihn längst. Du solltest glauben, dass Sindbad gemeinsam mit Acces auf Jagd gegangen ist"
Jeanne blieb die Sprache weg. Sie konnte es nicht fassen. Ihre Unterlippe fing zu beben an.
Ihre Stimme wurde zittrig. "Er... ist alleine zu Noyn gegangen?"
Es war keine Frage. Sie sagte es mehr zu sich selbst um das Gedachte zu realisieren.
"Verzeih mir, Jeanne...", flüsterte Fynn betroffen.
Die Blonde schüttelte ihren Kopf und tat einen Schritt nach hinten. Beinahe wäre sie gestolpert, hielt sich aber im letzten Moment an der Lehne des Stuhls fest.
"Nein! Nein! Nein! Das ist nicht wahr! Nein!!!!! Er ... er wird sterben, verdammt! Hörst du?! Er wird..."
Ihr wurde übel und schwarz vor Augen.
Fynn sah sie nicht an, als sie betroffen die Worte "er wollte es so. Er wollte alleine gegen Noyn kämpfen" äußerte.
"Das ist doch absurd! Er wird sterben!! Wie konntest du nur?! Wie konntet IHR es zulassen?", schrie sie unter Tränen und schaute voller Enttäuschung in Fynns Gesicht.
Diese hatte bereits mit einer solchen Reaktion gerechnet und alles, was sie tun konnte, war nur sehr wehleidig Jeanne zurück anzusehen.
"Jeanne, er ist nicht alleine. Acces ist bei ihm"
Doch sie hörte ihre Worte nicht mehr. In Jeanne herrschte Panik. Sie konnte nicht mehr atmen, nicht zuhören und war nicht mehr Herrin über sich selbst. In ihrem Kopf drehte sich alles um Chiaki. Geleitet von nackter Angst um seinen möglichen Tod rannte sie aus der Hütte hinaus und nahm ihr Kreuz in beide Hände.
Fynn rannte ihr nach. "Was hast du vor?"
"Ich muss zu ihm!"
"Nein, Jeanne. Lass das. Wir müssen abwarten!"
Die Angesprochene bedachte sie mit einem unfassbaren Blick. "Abwarten?! Bist du verrückt? Was genau sollen wir abwarten?"
"Bis Acces mir ein Zeichen gibt. Er ist bei ihm. Und wenn sie unsere Hilfe brauchen werden, meldet sich Acces"
Erbost schüttelte die Blonde den Kopf. "Das ist Wahnsinn! Nein, ich werde nicht warten. Heute Nacht hatte Chiaki mir versprochen, dass wir gemeinsam kämpfen werden. Er hat sein Versprechen gebrochen. Wie dumm von ihm. Er rennt geradezu ins offene Messer hinein. Ich muss ihm helfen. Ich muss einfach, Fynn! Außerdem stehen die Leben  von Milliarden von Menschen auf dem Spiel. Das kann ich nicht zulassen!"
Fynn kämpfte mit sich selbst ehe sie antwortete.
"Ich fand die Idee auch von Anfang an ziemlich absurd.... Du hast recht, Jeanne. Lass uns gehen. Lass uns gegen Black Smoke kämpfen. Wir müssen die Menschen und diesen Planeten beschützen. Wenn es sein muss, dann mit unserem eigenen Leben!"
Der Engel stellte sich an Jeannes linke Seite und legte ihr ihre Hand auf die Wirbelsäule.
"Bereit?"
Jeanne nickte und im nächsten Moment ließ Fynn ein helles, warmes Licht erscheinen, welches sie von dem Ort, an dem sie sich befanden, wegbrachte.

Der Raum, in dem sie wieder erschienen, war dunkel und kalt. Jeanne öffnete vorsichtig ihre Augen und sah sich um. Sie kannte diese Umgebung. Einmal hatte sie bereits hier gestanden. Es war der lange, furchtsame Raum, in dem Noyn gesessen hatte. Vor ihr befand sich sein Thron. Doch eins war nicht so wie beim letzten Mal. Hier war außer Fynn und ihr selbst niemand. Es herrschte Totenstille. Keine Spur von Noyn, Sindbad und Acces.
"Wo sind sie?",wandte sich Jeanne an Fynn.
Der Engel drehte sich langsam um und stockte. "Jeanne, da!"
Die Angesprochene machte auf dem Absatz kehrt und hielt die Luft an.
"Hallo Süße, ich hab schon Angst gehabt, dass dir etwas zustoßen wird. Hast du den Dämon?"
Jeanne traute ihren Augen nicht. Sie blickte in Sindbads Gesicht und schluckte hart.
"Sind...bad?"
Er kam aus einem Schatten heraus und trat näher an sie heran. Dann nahm er ihre Hand in seine und gab ihr einen langen Kuss auf die Lippen.
Doch irgendetwas war faul. Er war erstaunlich ruhig gewesen. Ihr Körper wehrte sich gegen diesen Kuss. Abrupt stieß sie ihn von sich.
Perplex blickte er sie an. "Jeanne, Marron was ist?"
"Ich ... ich weiß es nicht. Ich... ich habe Angst vor dir, Chiaki!",stotterte sie.
"Angst? Vor mir? Aber warum denn?"
"Himmel, Jeanne! Er ist... besessen",stellte Fynn voller Verzweiflung fest und sah Sindbad wütend an. "Wo ist Acces? Was hast du mit ihm angestellt?"
"Be...be...sessen?",murmelte Jeanne schockiert und starrte den Dieb an ohne zu blinzeln.
"Sagt mal, habt ihr vollends den Verstand verloren?! Ich bin nicht besessen!", wehrte sich der Angesprochene und krauste seine Stirn.
"Genug!", schrie eine Männerstimme von hinten und ließ Fynn und Jeanne direkt aufblicken.
"Du brauchst dich nicht mehr zu verstellen, Diener der schwarzen Mächte. Wir haben, was wir wollten. Sie sind alle hier. Hol mir die letzte Schachfigur und schaff sie aus unserem Weg! Endgültig!"
Jeanne wollte es nicht glauben. Noyn befahl Sindbad, sie und Fynn zu vernichten. Das war nicht wahr! Das konnte nicht die Realität sein!
Doch Sindbads folgende Worte bestätigten ihr, dass sie sich nicht in einem Traum befand.
"Jawohl!", antwortete dieser und stellte sich direkt hinter die Blondine um ihren Hals mit seiner Hand zu umgreifen.
Sie wollte sich wehren, spürte aber, dass er stärker war.
Fynn streckte beide Hände aus, um dazwischen zu gehen, versagte aber. Noyn reagierte schneller und ließ aus dem Boden schwarze Wurzeln erscheinen, die sich um Fynns Körper schlängelten und den Engel abrupt lähmten.
"Oh nein, diesmal wirst du mir nicht in die Quere kommen!", rief Noyn Fynn in einem scharfen Ton zu.
"Hör auf...bitte...Sindbad, hör auf damit! Du tust mir weh!", stotterte Jeanne und krallte ihre Finger in seine, um den Griff zu lockern.
Er gab nicht nach. "Gib mir die Schachfigur und ich werde dafür sorgen, dass du einen schnellen Tod erleidest. Wenn du dir allerdings einen qualvollen Tod wünschst, dann wehr dich nur weiter", entgegnete er und drückte fester zu.
Jeanne rang kläglich nach Luft.
"Wieso? Warum hast du es getan, Chiaki? Wir haben uns doch geschworen, zusammen zu kämpfen! Warum bist du ohne mich gegangen?"
Der Angesprochene lächelte fies und blieb ihr eine Antwort schuldig.
Stattdessen ergriff Noyn das Wort. "Du hast es wohl immer noch nicht begriffen, was? Er hat nie auf dich gehört! Sieh endlich der Realität ins Auge, Jeanne. Als ich ihm befohlen habe, Dämonen einzufangen, hat er sich gefügt. Als ich ihm gesagt hatte, dich ausfindig zu machen und dich zu Jeanne zu machen, hat er mir bedingungslos gehorcht. Und selbst als ich ihm den Ratschlag gab, er soll, wenn es notwendig wäre, mit dir schlafen, hat er was getan?"
Sie riss erschrocken ihre Augen weit auf.
"Ja, da siehst du es! Und jetzt, wo ich ihm den Befehl erteile, dich zu töten, fügt er sich ebenfalls. Also was erkennen wir aus dem Ganzen? Du warst nur eine Spielfigur, die er in meinem Auftrag ausgenutzt hat! ICH bin derjenige, dem er loyal ist!", lachte er euphorisch.
"Nein! Nein, das glaube ich nicht! Das ist nicht wahr! Du lügst! Ich habe doch... doch gesehen, wie er mir in die Augen sah, als er mir seine Liebe gestanden hatte!"
"Tja, du musst zugeben, ich kann wirklich brillant schauspielern",erwiderte Sindbad amüsiert.
"Nein! Chiaki, das bist nicht du! Der Chiaki, den ich kenne, würde soetwas niemals von sich geben!"
Der Dieb verdrehte genervt seine Augen. "Du langweilst mich, Jeanne! Gib uns endlich die Schachfigur!"
"Hör nicht auf ihn, Jeanne!",rief Fynn.
Die Angesprochene war kurz davor zusammenzubrechen. Sie bekam immer weniger Luft, da Sindbad immer fester zupackte.
Wie hypnotisiert öffnete sie ihre rechte Hand und ließ die geforderte Schachfigur erscheinen. Sie war unfähig, noch etwas zu kontrollieren.
"Nein! Jeanne, tu es nicht! Gib sie ihnen nicht!", kreischte Fynn mit letzten Kräften.
Als die Figur auf den Boden fiel, ließ Sindbad Jeanne los und sie verlor den Boden unter den Füßen. Kniend landete sie auf und rang angestrengt nach Luft.
"Ich danke dir",zwinkerte Sindbad ihr zu und hob die Figur auf.
"Gut gemacht! Braves Mädchen! Nun, jetzt brauchen wir dich nicht mehr!",hörte sie Noyns Stimme.
"Weißt du, da du eben so kooperativ gewesen warst, beschere ich dir einen ganz besonderen Abgang"
Als sie einigermaßen wieder atmen konnte, rappelte sie sich mühsam auf ihre Beine auf.
Sie war erschöpft und doch verriet ihr Blick, dass sie immer noch zu kämpfen bereit war.
Noyn ließ direkt hinter ihrem Rücken ein großes, schwarzes Kreuz erscheinen und streckte seine Hände aus. Ehe sie reagieren konnte, presste er ihren Körper mit Hilfe einer Macht an das Kreuz und ließ Fesseln um ihren ganzen Körper erscheinen.
Als nächstes zeichnete er mit seiner Hand einen imaginären Kreis und plötzlich stand alles um sie und Fynn herum in Flammen.
Jeanne schrie, versuchte sich loszumachen, hatte aber keine Kraft.
"Ja, schrei nur! Du wirst genauso wie Johanna von Orleans sterben! Hast du dich nicht schon immer gefragt, ob es ein qualvoller Tod für sie war? Das war er! Brennen sollst du! Genau wie einst meine Geliebte! Und ER wird dabei zusehen" Er bedachte Sindbad mit einem kurzen Blick. "Er wird dich nicht retten können, weil seine Seele schon längst mir gehört! Mir blieb damals die Rettung Jeanne D'Arcs verwehrt und genauso wird es auch bei euch beiden sein!" Damit ließ Noyn die Flammen immer weiter ausbreiten.
Sindbad stand vor den Flammen und sah direkt in Jeannes angstvolle und panische Augen. Allerdings mit einer steinernen Miene.
Jeannes und Fynns Schreie wurden immer lauter.
"Sindbad, hör mich an, bitte!", rief Jeanne verzweifelt und sah ebenfalls direkt in seine Augen. "Bitte lass es nicht zu! Er konnte Jeanne D'Arc damals nicht helfen. Du kannst es aber! Ich flehe dich an, rette mich! Rette uns! Ich will noch nicht sterben!"
Er reagierte nicht, schaute sie nur emotionslos an.
"Keine Chance. Er wird dich nicht hören!", amüsierte sich Noyn und sah dabei zu, wie der Rock der Kämpferin bereits Flammen auffing.
Sie gab nicht auf. "Chiaki! Ich weiß, dass du mich hörst! Irgendwo tief in dir selbst hörst du meine Stimme! Bitte! Ich...." Sie wimmerte mittlerweile. In ihren Augen sammelten sich Tränen. "CHIAKI!"
Ihre flehenden Worte erreichten ihn nicht. Alle Versuche waren zwecklos.
Sie weinte. "Ich...." Dann schloss sie kurz ihre Augen und rang mehrmals hustend nach Luft. "CHIAKI, VERDAMMT! Ich hab... hab es dir nicht gesagt. Bitte hör mir zu! Bitte ...ICH TRAGE DEIN KIND IN MEINEM BAUCH! HÖRST DU? ICH BIN SCHWANGER!"
Ihr plötzliches Geständnis wirkte wie eine tiefsitzende Ohrfeige und rüttelte ihn wach.
"Wa...was?", stotterte er ungläubig und realisierte erst jetzt, was geschehen war.
In Windeseile ließ er eine schwarze Welle erscheinen und schoss sie auf Noyn los. Für den Angegriffenen kam seine Handlung sehr plötzlich. Er konnte nicht ausweichen und wurde nach hinten weggeschleudert.
Das Feuer erlosch. Jeanne und Fynn fielen auf den Boden.
Sindbad rannte sofort zu Jeanne hin.
"Jeanne! Marron, es tut mir leid, ich war nicht ich selbst"
"Du bist zurück" Tränen flossen aus ihren Augen. Zitternd umklammerte sie seine Hand.
"Ist..  ist das wahr?", fragte er sie voller Freude in seinen Augen.
Sie öffnete ihren Mund, wollte ihm antworten, als Noyns Stimme plötzlich Sindbads Namen rief. Er drehte sich um und dann geschah alles innerhalb einer Sekunde. Der Mann im schwarzen Umhang warf gezielt ein Messer nach ihm und traf ihn direkt mitten ins Herz.
Der Tod kam plötzlich und unerwartet. Ein letzter Atemhauch entrang aus seinem Mund und dann er sackte zusammen.
"Im Namen des Herren", stieß Fynn aus und verpasste Noyn einen Gegenschlag.
Er kreischte laut auf und löste sich auf.
Im Raum herrschte eine Totenstille. Jeannes Hände krallten sich in Sindbads schwarzes Shirt fest. Blut überströmte seine Wunde. Unendlich viel Blut.
Sie starrte wie im Bann sein lebloses Gesicht an.
Fynn kniete sich neben Jeanne über seinen Körper und legte ihre Hände auf die Wunde. Mehrmals nacheinander erschien ein helles Strahlen und erlosch wieder.
Jeanne rührte sich nicht. Saß einfach nur da und sah ihn mit leeren Augen an. Immer und immer wieder.
Die Zeit schien mit einem Mal stehen geblieben zu sein.
Fynn unternahm währenddessen weitere Versuche, Sindbad zu beleben.
Dann kam der Moment, an dem sie aufgab und in Jeannes abwesende Augen blickte. Der Engel sagte nichts. Schüttelte nur kläglich den Kopf.
Jeannes Körper fühlte sich wie ein schwerer Stein an.
Im selben Augenblick brach sie über Sindbads Körper zusammen. Kein Schrei, keine Emotion. Ihr Gesicht ruhte auf seinem verbluteten Brustkorb....

Fortsetzung folgt....
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