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Schwarze Liebe

von Liaya
GeschichteMystery / P18 / Gen
29.11.2017
08.05.2018
34
122.437
6
Alle Kapitel
59 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
02.01.2018 2.985
 
Guten Abend!
Ich hoffe, euer Tag war gut :))
Seid willkommen im virtuellen Kinosaal. Nimmt eure Plätze ein, entspannt euch, es geht weiter im Text. :))) Die nächste Serie folgt jetzt!

Mit den besten Grüßen
Liaya ;)

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Kapitel 20- The Hell

Yamato Minazuki ging die Treppe hoch, ohne sich umzusehen. Ihm war übel. Alles um ihn herum drehte sich. Seine Sicht war teilweise verschwommen. Nachdem ein Funken seiner Erinnerung heimgekehrt war, wollte er nur noch eins. Nach Hause.
Seine Schritte beschleunigten sich, bis er schließlich seine Wohnung erreicht hatte. Nachdem er sich Zutritt in diese verschaffen hatte, stürzte er in sein Wohnzimmer und ließ sich benommen auf die Couch plumpsen. Immer wieder erschien die Szene, in der er Chiaki in seinem Zuhause aufgesucht hatte, vor seinen Augen und jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken ein. Er wurde nervös, bekam Angst. Angst vor der Ungewissheit, denn er konnte sich nicht erklären, weshalb er seinen ehemaligen Mitschüler aufgesucht hatte. Er sah die ganze Zeit nur dieses eine Bild. Diesen Schnipsel, in dem er sich mit Chiaki gestritten hatte. Weshalb es zum Streit kam, wusste er nicht. Konnte es sich partout nicht erklären. Zweifelsohne ging es um Marron. Aber seit wann hatte er so dermaßen die Beherrschung über sich selbst verloren, dass er zu Chiaki stürmen musste, um sich mit ihm über die Braunhaarige zu streiten? So etwas hätte er sich in der Vergangenheit nicht zugetraut. Und so kannte er sich nicht. Irgendetwas musste ihn überkommen haben. Klar war er wütend über die Situation mit Marron und Chiaki. Schließlich gab er sich all die Jahre große Mühe, Marrons Herz für sich zu gewinnen. Und dann, ganz plötzlich wie aus dem Nichts musste dieser Idiot von Chiaki Nagoya auftauchen und all seine Hoffnungen auf eine schöne Zukunft mit ihr ruinieren! Ohne jeglichen Zweifel war er erbost, wütend auf den Blauhaarigen. Aber dass er soweit gehen und gleich zu ihm hinrennen würde, konnte er sich kaum vorstellen. So wie er sich kannte, hätte er sich eher zu Hause eingesperrt und erstmal abgeschaltet.
Er seufzte, schüttelte den Kopf. Versuchte krampfhaft zu rekonstruieren, was geschehen sein konnte. In Gedanken versetzte er sich an den Tag zurück, an dem er Marron besuchen wollte. Wie war das nochmal? Was passierte an diesem Tag? Er schloss seine Augen und dachte nach. Als er zu ihr aufgestiegen war, sah er Chiaki, der Marrons Wohnung verlassen hatte. Und sie hatte ihn angelächelt. Das war der Moment, an dem die Welt für ihn zusammengebrochen war. Yamato hörte wieder den Zorn in sich aufkommen, als er an diesen einen besagten Moment dachte. Nichtsdestotrotz versuchte er weiterzudenken. Was geschah anschließend? Was? Wie war der Tag weiter verlaufen? Erbärmlich drehte er den Kopf. Immer und immer wieder. Seine Bemühungen, sich zu erinnern führten zu keinen positiven Resultaten. Da war einfach nichts. Nur die Schwärze. Keine Fortsetzung. Nur ein schwarzes Nichts. Also war er zwei, vielleicht drei Tage lang geistesabwesend gewesen. Bis zu jenem Moment, als er die Augen aufgeschlagen hatte und ganz benebelt Marron und Chiaki vor sich sah. In...? Ja, wo war er eigentlich gewesen? Wo hatte man ihn aufgefunden? Seine Erinnerungsfetzen führten ihn zu einem verlassenem Gebäude. Irgendwo in Tokio. Wie kam er dorthin? Was zum Henker hatte er dort verloren? Und die wichtigste Frage; da musste er Miyako leider Recht geben, warum waren die beiden bei ihm gewesen, als er zu sich kam? Seine Gesichtszüge spannten sich an. In seinem Kopf donnerte es. Viel zu viele Fragen, auf die er keine Antworten hatte. Und es machte ihn wahnsinnig! Er holte tief Luft und zwang sich zu überlegen. Und dann hatte er einen Einfall. Vielleicht keinen guten aber immerhin könnte er ihm auf die Sprünge helfen. Über eine bessere Variante verfügte er nicht. Also beschloss er zu handeln...

Zur selben Zeit, an einem anderen Ort...
Sindbads Boss hatte soeben seinem Obersten berichtet, was in der Zwischenzeit in der Menschenwelt passiert war. Genauer gesagt, wie sich die Situation  zwischen Jeanne und Sindbad entwickelt hatte.
Der Oberste betrachtete seinen Untertanen und verzog zufrieden sein Gesicht.
"Also werden wir bald Besuch bekommen. Endlich! Mein Plan ist voll und ganz aufgegangen. Damit habe ich gerechnet. Perfekt! Siehst du, mein Sohn, von mir kannst du noch Einiges lernen. Jetzt sind nicht wir diejenigen, die Jeanne zu uns einladen müssen, nein, sie kommt von selbst!" Er lachte so laut, dass der große, lange Raum den Ton abfing und ihn noch Lange wiederhallen ließ.
Der Mann in Schwarz zuckte kurz zusammen und räusperte sich. Er spürte Bitterkeit in sich aufkommen. Es reizte ihn dermaßen, dass sein Vater ihn immernoch lehren musste. Schließlich wollte er derjenige sein, auf dessen Befehl die Blonde zu ihm in die Unterwelt kommen sollte. Doch sein Befehlsgeber musste ihm die Show stehlen. Verbissen starrte er sein Gegenüber an und versuchte die Nerven zu behalten.
Der laute Ton seines Vaters schreckte ihn aus seinen Gedanken hoch.
"Nun gut, wie dem auch sei, ich überlasse es dir, dich mit Jeanne zu unterhalten und ihr über unsere Pläne zu berichten. Aber tu es dosiert, hörst du? Du weißt doch, je mehr Informationen Menschen haben, desto weniger können sie mit ihnen umgehen. Man muss mit ihnen wie mit der Fütterung von Mäusen umgehen. Nicht den ganzen Käse auf einmal hergeben. Stück für Stück.
Wir werden mit ihr so wie mit Sindbad vorgehen. Nur das nötigste erzählen. Kein Wort mehr. Denn sonst wird sie sich uns widersetzen. Und das wäre fatal. Für dich und für mich! Das verstehst du doch?" Er sah seinen Untergebenen harsch an.
Dieser nickte. "Jawohl"
"Gut. Und steigere dich nicht in deine Wut gegen mich rein. Wir mussten und müssen so vorgehen. Es gibt keinen anderen Weg. Und nun geh, bereite ihr einen schönen Empfang. Ich verlasse mich auf dich"
Der Angesprochene nickte zornig und löste sich auf.

Als Jeanne ihre Augen öffnete, wunderte sie sich. Ihre Blicke wanderten im Raum, in dem sie mit Sindbad erschienen war analysierend umher.
Er ließ von ihr ab, machte ein paar Schritte rückwärts, zog an seinem Stirnband und wurde wieder zu Chiaki.
"Was.... was machen wir hier? Wieso hast du mich hierhergeführt? Du wolltest mich doch...."
"Zum Boss bringen, ich weiß", sagte er ernst.
"Ja aber warum sind wir dann hier?"
Sie erkannte das Haus, in dem sie sich befanden, sofort. Obwohl es drinnen dunkel war. Es war seine Hütte außerhalb Tokios.
Er schluckte. Sein Gesichtsausdruck wurde noch ein Tick ernster. "Weil wir noch nicht bereit sind. Morgen Nacht gehen wir hin. Wir müssen uns ausruhen. In unserem momentanen Zustand wäre es für uns beide ein großes Risiko jetzt dort aufzutauchen. Zumal wir von selbst kommen und nicht auf Bestellung. Wir müssen schlafen und morgen früh werden wir trainieren. Für den Fall der Fälle"
Sie starrte ihn schockiert an, wurde kreidebleich. "Für...für den Fall der Fälle?"
Er nickte. "Ja"
"Wie....wie meinst du das? Was kann uns dort passieren? Wozu müssen wir trainieren?"
Sie begann heftig zu atmen. Langsam schien sie zu realisieren, dass ihre Bitte, nein, ihre Forderung möglichweise etwas zu weit gegangen war.
Chiaki legte seine Jacke ab, zündete eine Kerze an, um für Licht im Raum zu sorgen und nahm auf einer Bank ihr gegenüber Platz. Sie verharrte auf der Stelle.
"Jeanne, diese Leute da unten....das ist kein Kinderspiel, einfach mal so zu Ihnen hinzugehen. Das ist eine ganze Organisation. Sie können dich, ohne mit der Wimper zu zucken umbringen! Du musst dich im Falle des Falles verteidigen können"
Sie fühlte, wie ihr Herz schneller zu schlagen begann und hielt sich entgeistert die Hand vor dem Mund. "Ja aber Warum? Ich meine, verdammt nochmal Chiaki, warum hast du mich da reingezogen, wenn die Organisation wirklich so gefährlich ist, wie du sagst? Ich dachte, dass wir einen guten Job tun, in dem wir Menschen von Dämonen befreien? Warum sollten die mich umbringen?"
"Weil sie keine Menschen sind. Jedenfalls nicht so wie wir. Und um ehrlich zu sein, weiß ich selbst nicht so genau, warum ich dich da reingezogen habe. Ich sah dein Foto, deine leuchtenden Augen und irgendetwas sagte mir, dass du die Richtige bist. Und dieses Gefühl wird immer stärker. Ich kann dir noch nicht mit Sicherheit sagen, weshalb ich so denke, weil ich noch nicht weiß, was uns erwartet. Aber du wirst gebraucht. Irgendetwas wird bald passieren und du wirst eine Schlüsselrolle in dem Ganzen spielen. Jeanne, ich meine es ernst. Vertrau mir. Wenn ich eins nie wieder zulassen werde, dann ist es das, dass dir etwas zustoßen wird. Als du.... als du", er schloss seine Augen, senkte seine Stimme, dachte an den Augenblick, als sie blutend vor ihm lag und schaute sie fest an "Herrgott, ich werde es mir nie verzeihen können, dass ich diesen einen Moment aus den Augen gelassen habe! Du hättest sterben können! Ich war ein Idiot, ich war blindäugig.... Und ein zweites Mal wird es nicht dazu kommen. Wenn es sein muss, werde ich dich mit meinem eigenem Leben schützen"
Sie sah ihn an. Lange. Und sagte kein Wort. Je länger er schwieg, desto mehr begriff sie, dass er das Gesagte vollkommen ernst meinte. Und das schauderte sie. Nie hatte sie ihn so ernst gesehen. Nie darüber nachgedacht, dass er auch eine solche Seite hatte.
Jeanne senkte ihren Blick, ließ langsam ihre Hand zu ihrem Kreuz wandern und legte sie darauf, um sich zurückzuverwandeln.
"Warum?" Ihre Worte waren kaum hörbar. Sie wisperte sie und schaute ihn traurig an. "Warum bist du bereit für mich zu sterben?"
Er lächelte kurz und wandte beschämt seinen Kopf zur Seite. Eine Weile herrschte Stille. Dann blickte er wieder in ihre Augen. "Du willst es wirklich wissen?"
Sie nickte und spürte wie ihr Herz erneut zu donnern begann. So laut, dass sie es in ihren Ohren hören konnte.
"Weil ich...." Er schüttelte den Kopf, blickte tiefer in ihre rehbraunen Augen. "Weil ich ...."
"Ja?"
"Marron, ich schließe die Augen und denke an dich. Ich vermisse dich, wenn du nicht da bist. Und es ist nicht der Sex wonach ich mich sehne. Mir fehlt dein Lächeln, deine Nähe, deine Stimme... ich habe mich in dich verliebt"
Die Braunhaarige hielt den Atem an. Sie glaubte, sich verhört zu haben. Hat er es wirklich gesagt? Hat er?
Eine Weile lang wusste sie nicht, was sie sagen sollte. Ihr blieb die Sprache weg. Ihre Gedanken fuhren Karussell. Langsam, wie in Zeitlupe ließ sie sich auf den Boden sinken und hockte sich auf einen Fellteppich, der unter ihren Füßen lag.
"Du....wenn... wenn das ein Scherz sein sollte, dann...find ich ihn nicht lustig"
Er lächelte sie an. "Sieh mir in die Augen"
Sie tat es.
"Was siehst du?"
Sie war irritiert.
"Was siehst du?", wiederholte er seine Frage zärtlich.
Sie öffnete den Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn aber wieder.
Chiaki ließ ihr Zeit und nickte ihr zu.
Dann fand sie ihre Sprache wieder. "Du sagst die Wahrheit. Augen lügen nicht"
"Endlich", antwortete er zufrieden.
Sie verstand nicht.
"Endlich hast du es bemerkt. Ich habe es lange versucht vor dir zu verstecken. Dieses Gefühl, in jemanden verliebt zu sein, ist vollkommen neu für mich. Ich wusste nicht, wie ich mich dir gegenüber benehmen sollte, als ich es mir selber eingestanden hatte. Deshalb habe ich mich extra so verhalten, dass du es nicht merkst"
Marron wurde von mehreren Hitzewellen gleichzeitig durchfahren. Ihre Wangen glühten. Ihre Gefühle fuhren ihre eigene Achterbahn.
"Seit wann weißt du es?", fragte sie ihn vorsichtig.
"Du kannst dir die Frage selbst beantworten", zwinkerte er ihr zu.
Sie schluckte, nickte langsam. "Seit dem Tag, an dem ich angeschossen wurde"
Er bestätigte es mit seinen Augen.
"Chiaki, ich.... ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich muss das erstmal verdauen. Das... das kommt etwas plötzlich, weißt du?"
"Lass dir Zeit. Ich verstehe das. Ich werde dich nicht mehr bedrängen. Zugegebenerweise sehne ich mich sehr nach einem Kuss von dir aber ich versteh, wenn es grade nicht passt und..." er lächelte sie an "und außerdem kann ich dir nicht versprechen, dass es nur bei einem Kuss bleibt, also lassen wir das lieber"
"Verdammt, Chiaki, weißt du, wie lange ich darauf gewartet habe, diese Worte von dir zu hören? Und jetzt ... jetzt hast du es endlich gestanden und ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich weiß grade nicht, ob es besser wäre, wenn du es mir nicht gesagt hättest"
"Du bist aber auch nicht einfach, muss ich gestehen. Ich habe dir schon mal gesagt, dass du mir den Atem raubst, wenn du in meiner Nähe bist. Wie bitte soll ich mich denn noch länger beherrschen? Es ging einfach nicht mehr. Es musste gesagt werden. Und ich bereue es nicht"
Sie nickte und holte einige Male tief Luft.
"Ich, lass es uns wie gesagt langsam angehen. Ich bin müde und ich möchte nichts tun, was ich morgen bereuen werde. Außerdem wird morgen ein harter Tag. Ich bin bereit, mich von dir trainieren zu lassen. Dann sehen wir weiter"
Er warf ihr einen kurzen, bestätigenden Blick zu und erhob sich von seinem Platz, um das Bett schlaffertig zu machen.
Sie beobachtete ihn nervös und er stockte.
"Ich kann auch auf der Bank schlafen, wenn..."
Sie schüttelte den Kopf. "Ach komm. Schließlich sind wir keine Kinder mehr. Das ist schon in Ordnung denk ich", sagte sie verlegen aber ernst.
Eine halbe Stunde später lagen beide im Bett aber mit einem kleinen Abstand zueinander. Sie konnte nicht direkt einschlafen und drehte sich zu ihm um.
"Was ist?", wunderte Chiaki sich über ihren fragenden Gesichtsausdruck.
"Du könntest wenigstens ein T-Shirt anziehen, weißt du?", sagte sie beschämt.
Er grinste. "Warum? Vorher hat es dich doch auch nicht gestört, dass ich halbnackt neben dir gelegen habe"
Sie räusperte sich. "Ja aber... das war damals. Das war doch etwas Anderes! Ich kann so nicht einschlafen. Bitte tu mir den Gefallen und zieh dir ein Shirt über"
Sein äußerst freches Grinsen wurde breiter und er lachte freudestrahlend. "Also gut, wenn es dir dabei wohler gehen wird, kein Problem"
"Ja. Bitte"
Gelassen schlug er die Bettdecke zur Seite und stand vom Bett auf um zu seinem Schrank zu gehen und sich ein schwarzes Shirt daraus zu greifen. Nachdem er es sich schnell angezogen hatte, legte er sich wieder hin und zwinkerte ihr amüsiert zu. "Zufrieden?"
"Ja"
Dann machte er das Licht aus und beide schlossen ihre Augen, um endlich ein paar Stunden Schlaf zu finden...

Der nächste Tag begann für beide  um acht Uhr Morgens. Chiaki besorgte frische Brötchen, Croissants und Marmelade zum Frühstück.
Nach dieser ruhig verlaufenden Mahlzeit folgte ein hartes Training. Beide verwandelten sich und Sindbad brachte draußen in der Umgebung vor dem Haus Jeanne das ein oder andere Kampfmanöver bei. Zudem gab er ihr ernsthafte Tipps, wie sie sich da unten verhalten sollte, um nicht in eine mögliche Falle zu stolpern.
Nach dem Mittagessen wurde weiter trainiert. Er staunte nicht schlecht über ihre Konditionen. Sie zeigte sich sehr taff und hörte auf ihn.
Nach dem Abendessen verzichteten sie auf ein weiteres Üben. Chiaki merkte, dass sie bereit war.
Sie ruhten sich einige Stunden aus und machten sich auf den Weg in die Unterwelt.
Jeanne staunte, als sie registrierte, dass sie sich anstatt direkt zum Zielort in seinen Wagen, der vor seiner Wohnung stand hinbeamten.
"Werden wir fahren?", erkundigte sie sich verwundert.
"Ja. Besser ist es, wenn du diesen Weg kennst. Wir könnten uns zwar dahin teleportieren aber ich möchte dir den regulären Weg zeigen"
"Ok....."
Sie schnallte sich an und merkte, dass sie zunehmend nervös wurde. Ihre Hände zitterten, ihr Puls beschleunigte sich.
"Atme ruhig. Es wird alles gut. Ich bin bei dir", versuchte er sie zu beruhigen.
"Ich weiß", entgegnete sie und bat ihn loszufahren.
Und dann wurde es ernst. Sie schaute sehr konzentriert aus dem Wagen, gab sich alle Mühe, den Weg einzuprägen. Für alle Fälle.
Als sie am Zenko Bahnhof angekommen waren, stieg sie zeitgleich mit ihm aus dem Wagen aus und folgte ihm zum Gleis.
Danach ging alles schnell. Der Zug kam pünktlich. Sie registrierte all die Menschen in schwarzer Kleidung, die sich im Abteil befanden, wurde immer aufgeregter, verzichtete aber auf jegliche Fragen.
Jeanne konnte nicht sagen, wie lange sie gefahren waren. Ihrem Gefühl nach passierte alles sehr rasant. Irgendwann kam der Zug zum Stehen. Sindbad nahm sie bei der Hand und führte sie zum Aufzug.
Neugierig und angespannt  betrachtete sie alles um sich herum. Der Aufzug nahm seinen Weg nach unten. Dann öffnete sich die Tür und das Erste, was sie direkt spürte, war Kälte. Eine unheimliche Eiseskälte in dem Raum, den sie gemeinsam mit Sindbad Hand in Hand betrat. Sie schauderte als sie registrierte, wo sie sich befunden hatten. Der Ort erinnerte sie buchstäblich an die Hölle. An den Wänden aus dunklen Mauerstein hingen unzählige Schädel von Dämonen und Teufeln. Über ihrem Kopf an der Decke waren mehrere Kronleuchter mit brennenden Kerzen  angebracht. Vor ihr lag ein langer Flur, der zu einem schwarzen Thron hinführte.
Alles um sie herum wirkte düster und abstoßend. Sie wollte hier weg. Und das möglichst schnell. Und dann fing ihr Blick etwas auf. Eine Person, die seitlich des Throns erschienen war und sie bestialisch anlächelte. So bestialisch, dass sie eine Gänsehaut davon bekam.
Die Person bewegte sich langsam auf die beiden zu.
"Hallo Jeanne. Welcome in the Underground World!"
Sie war kalkweiß geworden und erstarrte auf der Stelle bei seinem eisigen Anblick ...


Fortsetzung folgt....
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