Belial geht bald

OneshotFamilie, Freundschaft / P12
27.11.2017
27.11.2017
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Das ist mein erster Beitrag zum Wettbewerb Mach was draus Nr. 4
Hier sind die Vorgaben aus Runde 1:
Abkürzungen:
BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
IDK (I don’t know)
Zusatzvorgabe: Für einen eurer Protagonisten ändert sich plötzlich alles zum Guten.

Ich habe die Abkürzung BGB zu einem kurzen Satz umgebaut.
-----•------
Belial geht bald

Fröhlich hüpfe ich um die Familie herum, die mich jeden Nachmittag zu einem großen Spaziergang abholt.
Ich bin ihr sehr dankbar, auch wenn ich nicht verstehe, warum sie mich danach immer wieder zurück ins Tierheim bringen. Aber jetzt ist erstmal Spielzeit!
Vergnügt tolle ich über die große Wiese und apportiere den Tennisball, den die Jüngste der Familie, Mia, immer wieder für mich wirft.
Wir spielen solange bis Papa Thorsten ruft, dass wir weiter wollen.
Der Spaziergang führt uns durch den Wald, wo ich noch einen jungen Bobtail zu einer kurzen Rangelei herausfordere, bevor wir zurück zum Tierheim müssen.
Anstatt mich wie sonst nur kurz abzugeben und dann wegzufahren, bleibt die Familie heute noch ein Weilchen vor meinem Zwinger stehen.
"Warum mussten wir Belial heute wieder abgeben? Hätten wir ihn nicht gleich mitnehmen können? Immerhin holen wir ihn in zwei Wochen doch sowieso zu uns."
Bei Mias Worten spitze ich meine Ohren. Heißt das etwa, dass ich bald ein Zuhause habe?
Thorsten erklärt es Mia:
"Wir müssen erst noch die Terrasse fertig bauen, oder willst du, dass er sich verletzt?"
Hastig schüttelt die kleine Braunhaarige den Kopf:
"Nein, nein, niemals!"
Erfreut wedele ich mit dem Schwanz. Endlich habe ich meine Familie gefunden!
Dass diese gerade geht, bekomme ich nicht mit, denn ich stelle mir schon das Haus vor.
Erst mein bester Freund und Zwingerpartner Gabriel, ein weißer Spitzmischling, reißt mich aus meinen Gedanken.
"Heißt das, du gehst bald?"
Ich nicke, während ich mich zu ihm umdrehe.
Mit großen Augen sieht er mich traurig an.
"Aber dann werden wir getrennt! Und vielleicht sehen wir uns nie wieder!"
"Ja, das werden wir leider. Aber ich bin mir sicher, dass du auch bald deine Familie findest und dann sehen wir uns ganz bestimmt auf Spaziergängen wieder."
Beruhigend lecke ich meinem Freund über den Kopf.
Unser Zwingernachbar, der hellgraue Schnauzermischling Mono, hat Gabriels Gesichtsausdruck scheinbar bemerkt denn er fragt ihn was er hat.
"Belial geht bald."
"Hey, nicht traurig sein, Kleiner. Du solltest dich lieber für deinen Freund freuen, immerhin hat er endlich seine Familie gefunden",
beruhigend redet Mono auf ihn ein.
Tatsächlich scheint es Wirkung zu zeigen, denn Gabriel beruhigt sich und kuschelt sich an mein Fell.
"Ich freu mich ja für dich, immerhin wirst du es da sicher gut haben, aber vermissen werde ich dich trotzdem, Belial."
Kaum hat er das gesagt, schläft er schon ein.
"Ihr seid schon ein seltsames Gespann. Der große, schwarze Labrador mit dem Namen eines Teufelsdämonen und der kleine, weiße Spitz mit dem Erzengelsnamen."
"Ja, das sind wir wohl."
"Glückwunsch übrigens. Bist uns Streuner endlich los."
Gerade will ich mich verteidigen, dass ich sie niemals loswerden wollen würde, da spricht der Graue schon weiter:
"Das war ein Witz, brauchst dich nicht rechtfertigen. Aber im Ernst, nutz diese einmalige Chance auf ein besseres Leben als Familienhund und versau es dir nicht."
"Mach ich schon nicht."
"Dann ist ja gut",
damit rollt er sich zusammen um zu schlafen
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