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Hello Again

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Dirk Matthies Regina Küppers
27.11.2017
27.08.2020
43
100.579
7
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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07.10.2019 2.161
 
Während Dirk seine Jacke auf den nächstbesten Stuhl warf, hatte sich Regina auf das Bett gesetzt und die Schuhe ausgezogen. Sie bewegte ihren Kopf mit kreisenden Bewegungen und massierte sich mit einer Hand den Nacken. Sie gähnte Herzhaft und beobachtete ihren Mann, wie er sich ebenfalls die Schuhe auszog.

Dirk sah sie lächelnd an, ging zu ihr und streichelte ihr über die Schulter. Er überlegte kurz, wie er das, was ihm auf dem Herzen lag, loswerden sollte.

“Hast aber ganz schön geflirtet heute Abend mit den Mounties, was?”, sagte er und versuchte einem neutralen Tonfall zu bewahren. In Wahrheit war er ganz schön sauer über ihre Flirterei mit den kanadischen Kollegen, aber das würde er ihr natürlich nicht auf die Nase binden. Er war ja schließlich kein eifersüchtiger Mensch! Stattdessen übte er unterschwellig Kritik, weil er loswerden wollte, was ihm nicht passte.

“Ich habe nicht geflirtet”, antwortete sie lapidar und schloss die Augen für einen kurzen Augenblick. Was dachte er denn von ihr? Sie war einfach nur nett gewesen. Dieses Nettsein hatte Elli zudem noch ein großzügiges Trinkgeld eingebracht.

“Also ich bitte Dich”, gab er mit gespielter Empörung zurück und schüttelte den Kopf.

“Ich weiß doch, was ich gesehen hab”, sagte er dann und schnaubte.

“Ich habe nicht geflirtet!”, sie betonte jedes Wort und sprach langsam und ruhig, obwohl sich in ihrem Inneren bereits ein Vulkan zusammenbraute. Wollte er wirklich nach so einem Tag noch mitten in der Nacht einen Streit mit ihr vom Zaun brechen?

Er lachte leise auf.

“Ich bitte Dich, Regina, was war das denn?”, fragte er schließlich und grinste schief.

Sie zuckte mit den Schultern. Natürlich hatte sie nicht geflirtet.

“Ich war nur nett”, stellte sie trocken fest.

“´n büsschen mehr als nett”, murmelte Dirk und ließ sich neben sie aufs Bett plumpsen.

“Nein!”, gab sie zurück und stand auf.

So langsam reichte es ihr. Was glaubte er denn? War ihm die Einsamkeit in Kanada zu Kopf gestiegen?

“Ich habe nicht geflirtet”, wiederholte sie sich schließlich und verschränkte die Arme vor der Brust.

Dirk schluckte. Warum war sie denn so stur? So langsam reichte es ihm. Kaum war er mal eine Weile nicht da, machte sie was sie wollte oder wie?

“Natürlich hast Du geflirtet”, beharrte er auf seinem Standpunkt. “Ich hab doch gesehen, wie Du den kanadischen Schmalzdackel angeguckt hast!”


Sie schüttelte energisch den Kopf.

“Wenn Du das so siehst, ist ja gut”, gab sie gereizt zurück und resignierte innerlich.

Er mahlte mit seinem Kiefer  und blähte seine Nasenlöcher auf. Ein sicheres Zeichen, dass er sauer war.

“Regina, ich hab doch Augen im Kopf!”, polterte er plötzlich los und schaute sie erwartungsvoll an.

“Du hast zuviel Fantasie”, antwortete sie lautstark.

“Wenn Du meinst, flirten zu müssen, dann mach das eben”, sagte er ohne nachzudenken.

“Ich habe nicht geflirtet, aber ich kann es ja mal machen”, funkelte sie ihn an. “Du würdest es ja sowieso nicht mitkriegen, denn Du bist  ja sowieso nicht Zuhause!”, fuhr sie laut fort und seufzte.

Dirk spitzte die Ohren. War das ein Vorwurf gewesen? Er hob eine Augenbraue.

“Du weißt genau, dass ich versprochen habe, Elli zu helfen!”, verteidigte er sich.

“Ja und Deine eigene Familie lässt Du deshalb im Stich!”, warf Regina ihm an den Kopf.

Er suchte nach einer Antwort um sich zu rechtfertigen, aber es fiel ihm auf die schnelle nichts Plausibles ein.

“Ich habe eben noch andere Verpflichtungen”, sagte er schließlich leise. "Und ausserdem hab ich Euch nich' in´ Stich gelassen", stellte er richtig.

Regina war auf Hundertachzig. Sie wischte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und atmete tief durch.

“Deine sogenannten Verpflichtungen scheinen Dir ja wichtiger zu sein als ich”, sagte sie enttäuscht.

“Als wir”, fügte sie leiser hinzu.

Plötzlich merkte sie, wie ihr Tränen in die Augen stiegen und kämpfte noch wütender dagegen an. Alles war  auf einmal zuviel. Sie war den weiten Weg nach Kanada gekommen, extra um ihn zu sehen, kämpfte mit dem Jetlag und war auch noch den ganzen Abend auf den Beinen um in der Kneipe auszuhelfen und alles, was er tat, war, sich darüber zu beschweren, dass sie angeblich mit den Mounties geflirtet hatte. Dabei war sie nur nett gewesen.

Sie war müde und genervt.

“Das stimmt doch überhaupt nicht!”, widersprach er und tat ihren Vorwurf ab.

Sie schaute ihn an und blinzelte eine Wutträne weg.

“Ich komme extra den weiten Weg hierher, mehr als 8 Stunden Flug, Jetlag und alles was Du im Kopf hast, ist, mich zu fragen, warum ich Emma nicht mitgebracht habe und mir dann noch Vorwürfe zu machen, dass ich mit fremden Männern flirten würde!”, fasste sie zusammen und ihre Stimme zitterte dabei.

“Dirk Matthies, Du tickst doch nicht mehr richtig”, fügte sie hinzu und atmete schwer.

Er schluckte. So hatte sie noch nie mit ihm gesprochen. Nicht mal als seine Chefin und sie hatten wahrlich schon genügend Auseinandersetzungen auf beruflicher Ebene gehabt. Aber so kannte er sie nicht.

Regina hatte keine Lust mehr, weiter zu diskutieren.

“Wenn das so ist, kann ich meinen Flug sicherlich auch umbuchen und morgen direkt fliegen”, schlug sie leise vor.

Sie griff nach ihrem Nachthemd, dass auf dem Bett lag und machte Anstalten, ins Badezimmer zu gehen.

Dirk baute sich vor ihr auf. Er verschränkte die Arme vor der Brust und schnaubte.

“Sach  ma´ spinnst Du?” fragte er wütend und schaute sie fragend an.

Er fragte sich, was plötzlich in sie gefahren war. Schließlich war sie doch diejenige gewesen, die den halben Abend geflirtet hatte.

“Scheinbar spinnst Du”, gab sie zurück und fixierte ihn mit den Augen.

“Und jetzt möchte ich ins Bad”, sagte sie leise aber bestimmt und ging einen Schritt nach vorne.

Er machte keine Anstalten beiseite zu gehen und musterte sie nur, sagte aber kein Wort. Seine Nasenflügel bebten.

“Lass mich bitte durch”, sagte sie sehr leise und machte noch einen Schritt auf ihn zu.

“Und wenn nicht?”, fragte er und ging ebenfalls einen Schritt nach vorne.

Regina seufzte und rollte die Augen. Dirk war ein Sturkopf!

“Ich mag es nicht, wenn Du mit an'nern flirtest”, sagte Dirk leise. “Das kann ich doch wenigstens sagen!”, fuhr er leise fort.

“Ich mag es auch nicht, wenn Du wochenlang weg bist”, gab sie schnippisch zurück.

“Das tut mir ja auch leid”, murmelte er schließlich zerknirscht.

Sie zog fragend eine Augenbraue hoch und machte einen Schritt nach vorne.

Er machte immer noch keine Anstalten, sie durchzulassen. Inzwischen standen sie so nah beieinander, dass keine Handbreit mehr zwischen sie gepasst hätte. Er würde erst beiseite gehen, wenn sie das ganze ausdiskutiert hatten!

Er schaute sie herausfordernd an und schluckte. Eigentlich war dieser Streit so unsinnig, aber sie brachte ihn auf die Palme!

Sie hatte den ganzen Abend mit diesen Mounties geflirtet und er hatte einfach nur zusehen können. Sie war schließlich seine Frau. Schlimm genug, dass sie so lange getrennt waren, weil er diese bescheuerte Idee gehabt hatte, zu Elli zu fahren. Natürlich würde er das nicht zugeben.

Sie taxierten einander wie Raubtiere ihre Beute, nur dass es nicht klar war, wer den Part des Raubtieres und wer den der Beute erfüllte. Dirk hatte noch immer die Arme vor der Brust verschränkt und Regina hielt ihr Nachthemd umklammert. Die Luft war zum Schneiden dick.

Sie schauten sich an und warteten darauf, dass der ander nachgab aber nichts geschah. Sie waren beide zu stur, nachzugeben.

SIe konnte seinen Atem auf ihrer Haut spüren, so nah stand er bei ihr und ihr wurde plötzlich heiß. Sie sehnte sich nach ihm. Nach seiner Nähe und der Geborgenheit, die er ihr gab. Sie hatten so wenig Zeit füreinander, bis sie wieder zurück musste. Und dennoch war sie wütend.

Er war einfach schon so verdammt lange weg und sie vermisste ihn so sehr. Allein dafür hätte sie sich selbst ohrfeigen können, denn normalerweise war sie selbständig genug und sie hatte es schließlich auch all die Jahre ohne den großen Dirk Matthies geschafft.

Dirk beobachtete sie und überlegte was er tun sollte. Er wollte doch keinen Streit mit ihr. SIe hatte ja an sich Recht. Sie war den weiten weg hierher gekommen, hatte auch noch bei Elli ausgeholfen und er machte ihr nur Vorwürfe. Aber auf der anderen Seite hatte er ja auch jedes Recht ´n Büsschen eifersüchtig zu sein. Und wenn sie hier schon mit den Mounties flirtete, wusste er ja nicht, was sie so in Hamburg tat, wenn er nicht da war.

“Regina”, flüsterte er heiser. “Es tut mir leid”.

Und dann zog er sie einfach an sich heran und küsste sie.

Regina wusste nicht, wie ihr geschah. Sie versteifte sich für einen Augenblick und versuchte, ihn wegzustoßen, gab ihren Widerstand aber im nächsten Moment wieder auf, als er seine Lippen auf ihre drückte. Es fühlte sich zu gut an und sie hatte in den letzten Wochen soviel entbehrt!

Während sie sich küssten, nahm er ihr das Nachthemd ab und warf es achtlos irgendwo hin. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie sehr er seine Wochen vermisst hatte. Er schlang die Arme um sie und küsste sie weiterhin. Sie erwiderte den Kuss und erkundete seinen Mund mit ihrer Zunge, während er leise aufstöhnte.

“Du hast mir so gefehlt, Regina”, flüsterte er ihr leise ins Ohr.

Sie widerstand dem Drang, ihn daran zu erinnern, dass er an der Situation Schuld sei. Was würde es bringen außer dass sie die Stimmung verdarb?

Er begann vorsichtig an ihrem Ohrläppchen zu knabbern und sie bekam eine Gänsehaut. Wohlig lief der Schauer ihren Rücken hinunter und sie atmete schneller.

Er streifte ihr hektisch die Strickjacke von den Schultern und ließ seine Hände anschließend unter ihr Shirt gleiten. Sie sog die Luft ein und begann, sein Hemd aufzuknöpfen.
Es dauerte nicht lange, bis sein Hemd ebenfalls zu Boden ging.
Sie griff sich mit einer Hand in die Haare und öffnete ihren Pferdeschwanz, so dass ihre Haare in weichen Wellen auf die Schultern fielen.

Dirk atmete schwer als sie ihre Hände unter sein T-Shirt wandern ließ und über seine Haut strich. Es fühlte sich so gut an, nach so langer Zeit.

Sein T-Shirt ging zu Boden, ihr Shirt folgte. Er strich auffordernd über den Träger ihres Spitzen-BHs während sie ihre Hände über seine Brust fahren ließ und mit den Härchen spielte.
Dirk atmete schneller, er küsste sie wieder und schob sie sanft aber bestimmt zum Bett.
Sie ließ sich auf die Matratze fallen und Dirk kniete plötzlich über ihr. Mit einer Hand stütze er sich auf und mit der anderen Hand öffnete er ihre Hose.

Er küsste sie wieder und ließ seine Hand vorsichtig in ihre Hose gleiten. Regina stöhnte leise auf und zog ihn enger an sich heran. Sie nestelte an seiner Hose herum und schaffte es, sie nach unten zu streifen. Dirk hielt kurz inne und half ihr dabei. Kurz darauf folgte ihre Hose. Dirk sog die Luft ein, als sie in ihrer weißen Spitzenunterwäsche vor ihm lag. Am liebsten hätte er sie sofort genommen, aber er wollte sich Zeit lassen.

Sie streifte wie zufällig über seine Boxershorts und er atmete schneller. Er hielt ihre Hand fest und schüttelte den Kopf. Sonst würde es zu schnell gehen. Er drückte sie sanft auf die Matratze und küsste sie wieder. Er wanderte mit den Fingerspitzen über ihre Haut und ließ sie langsam unter ihren BH gleiten. Sie seufzte leise und nestelte an seinen Boxershorts herum. Als sie sah, wie bereit er war, lächelte sie. Die Wut war irgendwie verflogen. In Windeseile entledigte sie sich ihres BHs und Höschens und zog ihn wieder über sich. Als er in sie eindrang, stöhnte sie leise auf. Dirk bewegte sich vorsichtig in ihr, so dass sie den Rhythmus vorgeben konnte. Sie bemühte sich, besonders leise zu sein, damit Elli nicht alles mitbekommen würde. Irgendwann hielt Dirk inne und schaute sie fragend an.

“Ich möchte nicht, dass Elli alles mithört und weiß, was wir hier treiben”, flüsterte sie, aber Dirk schüttelte nur den Kopf. Als sie sich gestritten hatten, hatte sie auch keine Rücksicht auf Elli genommen.

“Elli schläft bestimmt schon”, versicherte er ihr. “Außerdem kriegt die das bestimmt nicht mit”, fügte zuversichtlich hinzu.

Regina blieb trotzdem deutlich leiser als er es von ihr gewohnt war und auch er hielt sich zurück, was dem Ganzen aber keinen Abbruch tat.

Es dauerte nicht lange, bis ihn der Höhepunkt erreichte und er schaffte es, sie mitzureißen. Anschließend lagen sie verschwitzt und müde nebeneinander. Lange Tage forderten nun mal Tribut. Dirk lächelte seine Frau an und schob ihr eine verschwitzte Strähne aus der Stirn.

Jetzt wusste er wieder, wo er hingehörte. Es war Zeit, bald nach Hause zu kommen.

“Ich liebe Dich, Deern”, flüsterte er und küsste sie auf die Stirn, ehe er das Licht löschte. Ihr gleichmäßiger Atem verriet ihm, dass sie längst eingeschlafen war.

[Ich weiß, es hat ewig gedauert mit dem neuen Kapitel, ich bitte dies zu entschuldigen, manchmal sind einfach andere Dinge wichtiger und manchmal kommt man einfach zu nichts, auch wenn man es gerne möchte. Ich hoffe, das nächste Kapitel geht etwas schneller... ]
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