Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Hello Again

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Dirk Matthies Regina Küppers
27.11.2017
27.08.2020
43
100.579
7
Alle Kapitel
82 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
15.04.2019 1.126
 
Regina hatte gegessen und trank einen Schluck von dem Bier, dass Elli ihr hingestellt hatte. Dann nahm sie entschlossen den Teller und ging damit hinter die Theke. Sie schaute Dirk und Elli fragend an.


“Wie kann ich mich nützlich machen?”


Dirk und Elli wechselten einen überraschten Blick und Elli dachte nach. Sie zuckte mit den Achseln.


“Och Deern, das musst Du doch nicht”, sagte sie.


“Ich weiß, dass ich das nicht muss”, antwortete Regina. “Aber ich möchte”, sie grinste versöhnlich.


“Na wenn das so ist”; Elli grinste zurück.


“Hast schon mal gekellnert?”, fragte sie neugierig.


Regina seufzte und schüttelte den Kopf. . Sie hatte es nie nötig gehabt neben dem Studium oder der Ausbildung jobben zu gehen, wie die meisten ihrer Kommilitonen und somit hatte sie auch keinerlei Erfahrungen. Dennoch grinste Sie.


“Ich krieg das schon hin”, sagte sie zuversichtlich und drückte Dirk ihren Teller in die Hand.


“Na Logo”, antwortete dieser und grinste, als er den Teller in die Küche brachte.


Im Laufe des Abends wurde es voll in der kleinen Kneipe. Dirk stand hinter dem Tresen und zapfte Bier, Regina nahm Bestellungen auf und brachte Speisen und Getränke und Elli half so gut sie konnte, schnackte mit Stammgästen und hatte ein wachsames Auge auf alles, was um sie herum passierte.


Sie hatte eine CD eingelegt und spielte die typischen  norddeutschen Seemannslieder, Shanties und Volkslieder, die jeder Hamburger kannte und die Zuhause fast nur noch in kleinen Spelunken gespielt wurden. Hans Albers, Freddy Quinn und all die anderen, die die Heimat und das Meer besungen hatten. Aber das wusste man in Kanada ja nicht und es hörte einfach zu Ellis Konzept.


“Oh Hamburger Deern, süsse Hamburger Deern… “, sang Dirk leise vor sich hin und schunkelte mit während er ein paar Gläser abtrocknete. Regina grinste ihm kokett zu und fiel schließlich in die Melodie ein. Elli beobachtete sie grinsend. Die Deern tat Dirk gut.


Regina grinste zufrieden und war dankbar, dass sie damals eine internationale Ausbildung gemacht hatte und somit der englischen Sprache mächtig war. Sie war freundlich zu den Gästen und flirtete mit einer Gruppe Mounties, die an einem kleinen Tisch etwas abgelegen saßen. Alle trugen die traditionelle rote Uniform der berittenen kanadischen Polizei und hatten ihre Stetsons auf dem Tisch ausgebreitet.


Ein Mountie fragte sie grinsend, ob die Polizistinnen in Deutschland auch so hübsch waren wie sie. Regina musste laut lachen und erklärte ihm, dass sie tatsächlich eine deutsche Polizistin war, aber er wollte es ihr nicht glauben. Er grinste breit und schüttelte den Kopf.


“No Way”, sagte er und verschränkte die Arme vor der Brust.


Dirk beobachtete seine Frau aus zusammengekniffenen Augen und schüttelte den Kopf. Das konnte doch nicht war sein. War der Typ gerade dabei, seine Frau anzugraben? Er holte tief Luft und knirschte mit den Zähnen.


“Elli, was macht sie denn da? “, fragte er misstrauisch, aber die Wirtin winkte nur ab.


“Nu’ lass’ sie man”, antwortete diese trocken und stellte ihm einen kurzen vor die Nase, den Dirk in einem Schluck wegkippte.


Regina holte grinsend ihren Dienstausweis aus der Tasche und der Moubtie schüttelte grinsend den Kopf.


Dann fragte er Regina, ob sie sich mit ihm auf einen Kaffee treffen wollte.


Regina grinste. Es schmeichelte ihr, zudem der nette Kanadier auch noch gut aussah, aber sie schüttelte mit dem Kopf und deutete auf Dirk, erklärte dem Mountie fröhlich lachend, dass er ebenfalls ein Polizist aus Deutschland sei und zudem noch ihr Ehemann.


Der Mountie machte einen enttäuschten Eindruck.

Er zuckte mit den Achseln.Da konnte man wohl nichts machen.

Er schüttelte den Kopf als er darauf schaute und grinste.

Dirk beobachtete das ganze Geschehen sehr skeptisch. Sein Englisch war nicht so gut, als dass er alles verstanden hätte, aber die Gesten sprachen ja Bände!


Was zum Teufel tat Regina und wieso flirtete flirtete sie so schamlos mit den Mounties? Er zog die Stirn kraus, als er sie beobachtete und Eifersucht machte sich in ihm breit.


Das konnte sie doch echt jetzt nicht bringen!


Kurz entschlossen ging er zur Musikanlage und wechselte die Musik, nahm die Shanties aus dem CD Player und legte einen etwas von den Bellamy Brothers ein. Auch nicht gerade seine Musik, aber nicht ganz so rührselig. Eigentlich war ihm Rock ja lieber, aber Elli hatte nun mal nichts anderes hier.


Als Regina wieder hinter den Tresen kam, um eine neue Bestellung in der Küche aufzugeben, grinste sie ihn an, während er lautstark mitsang.


“So come closer baby blue eyes I've got lots of love for you.” er zog sie plötzlich besitzergreifend an sich heran und küsste sie.


Regina schaute ihn überrascht an und erwiderte den Kuss. Natürlich wusste sie, warum ihr Mann das gerade getan hatte. Dirk Matthies war ein Alphatier, das keine anderen neben sich duldete und wahrscheinlich wusste er nicht, was sie gerade mit den kanadischen Mounties besprochen hatte. Was musste wohl gerade in ihrem Mann vor sich gehen?


Schließlich ließ er wieder von ihr ab und der Tisch mit den Mounties gröhlte und prosteten ihnen zu. Dirk grunzte erleichtert. Jetzt hatten sie kapiert, dass Regina seine Frau war.


Regina musste lachen, was für eine absurde Situation. Wenn sie das jemandem Zuhause erzählen würde, würde ihr niemand glauben, da war sie sich sicher.


Die Flirterei mit den Mounties hatte ihr ein fettes Trinkgeld eingebracht, dass sie am Ende des Abends Elli überreichte. Diese winkte ab.

“Nee Deern, das ist deins”, sagte sie stur und schüttelte den Kopf.


Regina rollte mit den Augen und gähnte, dann sah sie zu Dirk


“Das ist schon okay, Elli”, bestätigte dieser und legte seiner ehemaligen Wirtin das Geld auf den Tresen.

“Ach Dirk, das sollt Ihr doch nicht”, sagte sie dann streng, aber lächelte dabei.

Sie wandte sich wieder an Regina.

“Danke, dass Du geholfen hast!”, bedankte sie sich.


“Gerne”, antwortete Regina mit einem Lächeln.

“Und dafür dass Du das vorher noch nie gemacht hast, hast Du das super gemacht!”, lobte sie Dirks Frau und grinste.


Regina winkte verlegen ab, aber Dirk legte stolz den Arm um sie.


“Doch das hast Du! “,  er küsste sie auf die Wange.


“Also wenn ich in Hamburch mal ‘ne Kneipe aufmach’,  stell’ ich Dich sofort ein! “ sagte er und drückte sie.


“So Kinners, is' schon spät, jetzt mal raus mit Euch!”, sagte Elli  und zwinkerte den beiden verschwörerisch zu.

“Ich mach jetzt hier noch sauber, aber Ihr könnt schon los”, sagte sie und schob die beiden bestimmt zur Tür.


“Och Elli, wir können Dir doch noch helfen”, protestierte Dirk, aber sie schüttelte energisch mit dem Kopf.


“Nichts Och Elli, Du kümmerst Dich jetzt ma´lieber um Deine Frau”, sagte sie grinsend und öffnete den Beiden die Tür nach draussen.


“Och Elli! “, wiederholte Dirk empört, aber sie schüttelte nur lachend den Kopf und schloss die Tür hinter den Beiden.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast