Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Hello Again

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
Dirk Matthies Regina Küppers
27.11.2017
27.08.2020
43
100.579
7
Alle Kapitel
82 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.12.2018 920
 
Regina verließ den Sicherheitsbereich und schaute sich suchend nach ihrem Mann um, konnte Dirk aber nicht gleich unter den vielen Menschen ausmachen. Sie zog den kleinen Koffer hinter sich her, den Mantel hatte sie sich über den Arm gelegt. Zusätzlich noch eine Umhängetasche für Papiere und Notebook. Der Flughafen wimmelte von geschäftigen Menschen und sie musste aufpassen, dass sie niemanden mit ihrem Koffer umfuhr.

Sie sah sich immer noch suchend um und entdeckte Dirk schließlich in der Menge. Als sie ihn erblickte, machte ihr Herz einen Satz und ihr wurde warm. Die paar Wochen, die Dirk schon in Kanada verweilte, waren dann doch eine lange Zeit gewesen. Sie freute sich, ihn wiederzusehen und war gleichzeitig erleichtert. Sie schaute zu ihm und im gleichen Augenblick entdeckte er sie ebenfalls.

Ein schiefes Grinsen zog in sein Gesicht und Regina erwiderte es mit einem Lächeln. Sie liebte es, wenn er sie so angrinste und es machten sich Schmetterlinge in ihrem Bauch breit.
Er ging auf sie zu und blieb vor ihr stehen.

“Frau Matthies, was machen Sie denn hier? “, fragte er und versuchte, überrascht zu klingen.

Zur Verdeutlichung zog er erstaunt die Augenbrauen hoch.

“Herr Matthies, das gleiche könnte ich Sie auch fragen”, antwortete sie mit einem Lächeln.

“Komm her! “, forderte er sie auf und zog sie an sich.

Seine Stimme klang rauh und Regina seufzte wohlig als sie in seinem Arm lag und den vertrauten Geruch seines Aftershave und der Lederjacke wahrnahm.

Er schaute ihr in die Augen und sie erwiderte den Blick. Anschließend beugte er sich zu ihr und küsste sie. Sie schloss die Augen und erwiderte den Kuss. Als sich ihre Lippen berührten, verschwand die Welt um sie herum für einen kurzen Moment und plötzlich zählten nur sie beide. Der Rest der Welt war ausgeblendet. Es war schön, ihn wieder in die Arme zu schließen.

Dirk machte sich vorsichtig von ihr los und schnappte nach Luft.Es war so schön, sie wieder zu fühlen.  Diese Frau machte ihn wahnsinnig! Nur ein kurzer Kuss und seine Hose wurde eng. Er wurde augenblicklich verlegen und rückte ein Stück von ihr ab.

Plötzlich fiel ihm etwas ein und er schaute sich suchend um.
Regina zog die Stirn in Falten und fragte sich, was ihr Mann wohl suchte. Sie folgte ihm neugierig mit Blicken, aber konnte beim. Besten Willen nicht erahnen, worauf er hinaus wollte.

“Sach’ ma’, wo is eigentlich Emma? “, fragte er schließlich erstaunt und schaute sich weiterhin suchend um, als würde er damit rechnen, dass die Lütte jeden Moment um die Ecke kommen würde.

Regina rollte mit den Augen  und holte Luft.

“Emma ist Zuhause bei meiner Mutter”, antwortete sie kurz angebunden. “Ich mach doch so eine Reise nicht mit einem Kleinkind. Das ist doch viel zu anstrengend für Kleine”, erklärte sie sich.

Dirk nickte, in seinem Gesicht spiegelte sich Enttäuschung wieder.

“Verstehe”, sagte er traurig. Regina hatte ja Recht, aber er hätte seine kleine Prinzessin trotzdem gerne gesehen.

„Es geht ihr gut“, sagte sie.

„Sie vermißt ihren Papa“, fügte sie dann zwinkernd hinzu und suchte seinen Blick.

Er griff nach ihrer Hand und zog sie durch die Menge in Richtung Ausgang. Sie folgte ihm und genoß den Augenblick. Es war schön, seine Hand zu spüren und ihn wieder zu haben.

Sie verließen das Gebäude und gingen zu Dirks Wagen. Eigentlich war es ja Ellis Wagen. Ein riesiger Ford Pick-Up in schwarz.  Er verstaute ihren Koffer im Inneren des Wagens und hielt ihr anschließend die Beifahrertür auf. Dann nahm er neben ihr Platz und startete den Wagen. Sie schaute aus dem Fenster und betrachtete gedankenverloren die Gegend. Es sah gar nicht so fremd aus wie sie gedacht hatte. Sie war tausende von Kilometer weit von Zuhause, aber es sah gar nicht viel anders aus als in Deutschland. Sicherlich hatte Hamburg nicht so viel Wald, aber es gab durchaus Regionen in Deutschland, die auch bewaldet waren.

Schließlich drehte sie sich um und beobachtete ihren Mann beim Fahren. Jetzt fiel ihr erst auf, wie sehr sie ihn vermimsst hatte. Es war schön, wieder neben ihm zu sitzen, auch wenn sie nur ein paar Tage hier war.  

“Es tut mir leid, aber Elli macht heute Abend die Kneipe auf, ich werde nicht soviel Zeit haben”, erklärte er ihr traurig.

Ein unangenehmes Gefühl machte sich in ihrer Bauchgegend breit. Es gab sicher keinen Grund für Eifersucht, sagte sie sich selbst und versteifte sich.

“Ist schon okay”, sie kniff die Lippen zusammen und schaute aus dem Fenster.

Dirk seufzte. “Es tut mir leid”,entschuldigte er sich und fuhr fort. “Elli wollte zulassen, als sie gehört hat, dass Du kommst, aber sie hat heute Abend ‘n paar Reservierungen uns sie ist auf die Einnahmen angewiesen “, erklärte er ehrlich.

Regina nickte. Wenn sie nicht so angewiesen wäre, wäre Dirk sicherlich auch nicht gefahren. Oder doch?

„Ist schon okay“, sagte sie tonlos und reckte das Kinn.

Dirk seufzte. Dem Tonfall seiner Frau nach zu urteilen war nichts okay. Er hatte das vage Gefühl, dass Regina eifersüchtig war. Aber warum denn? Sie hatte doch keinen Grund, nicht bei Elli. Er überrlegte, was er sagen sollte, aber es wollte ihm absolut nichts einfallen.

Regina schaute frustriert auf ihre Hände. Sie mochte diese Frau jetzt schon nicht! Vielleicht war es doch eine dumme Idee gewesen, hierher zu kommen.

“Wir bringen erst mal Deine Sachen in mein Zimmer und dann kannst Du Dir ja überlegen, ob Du mitkommen magst...“, schlug er vor. „...oder eben nicht“, fügte er etwas leiser hinzu.

Sie nickte nur. Das konnte ja heiter werden.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast