Streets of London

GeschichteDrama, Familie / P16
26.11.2017
15.02.2018
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Hallöchen ihr Lieben,
So Prüfung ist rum, danke für die gedrückten Daumen.
Und damit kann es auch weiter gehen.
Ich freu mich über Rückmeldungen.
lg Grace

Wo ist Hotch?
Bis das Team wieder im Büro war, hatten Walker und Lewis einen ersten Zwischenbericht. "Es gibt mehrere Möglichkeiten durch die Katakomben zum Parkhaus zu gelangen. Wir haben sie aber gefunden. Morrison ist mit Hotch in einem schwarzen, ungekennzeichneten Kastenwagen weg. Die Bilder hab ich schon Garcia geschickt. Aufm Weg dorthin haben wir nichts gefunden. Hotch hat allerdings in der Tiefgarage einmal sehr deutlich in die Kamera geschaut, er wusste wo sie war." "Er wollte, dass wir ihn finden können.", nickte Emily, erleichtert darüber. Obwohl sie ihn auch anhand der Schiene um sein Bein erkannt hätte oder an der Form seines Kopfes, an seinem humpelnden Gang. Es wäre egal gewesen, sagte sie sich. Sie hätte Hotch überall wieder erkannt.

"Ich hab das Fahrzeug überprüft. Die Nummernschilder gehören eigentlich zu einem A Klasse Mercedes, Fahrzeughalter John Smith ist absolut unauffällig und hat sein Auto vor drei Wochen als gestohlen gemeldet." "Und Morrison hat die Nummernschilder an ein anderes Auto geschraubt? Wo ist dann das Auto von Smith?" "Irgendwo versteckt, vermute ich. Garcia, überprüf Maut Stellen, Kameras in der Stadt. Einfach alles." "Ich glaube nicht, dass Morrison Hotch in die Stadt bringt. Er braucht Ruhe, ein gewisses Maß an Abgeschiedenheit.", erklärte Spencer. "Dann alles rund um D.C. Such uns irgendeinen Hinweis Garica. Und unsere Rückzugsorte." "Ich bin dran." Penelope klinkte sich aus, Walker und Lewis versprachen so schnell wie möglich zurück zu kommen und Emily ging endlich zu Matts Büro um Jack Hallo zu sagen.

Der spielte mit Matt und Diana Karten. "Unsere verlorenen Schafe.", murmelte sie unhörbar für die Anderen. "Diana. Es freut mich, Sie zu sehen." "Und Sie sind?" "Emily Prentiss, eine Freundin von Spence." "Oh wie schön. Dieser nette junge Mann war so nett, mir Gesellschaft zu leisten. Wann kommt Spence wieder?" "Wir suchen noch den Vater von Jack. Aber ich denke, Spence kommt zwischendurch Mal vorbei." "Oh, er ist verschwunden?" "Wir finden ihn schon. Jack, magst du mit mir mitkommen?" Jack nickte und legte die Karten weg.

Emily ging mit Jack in ihr eigenes Büro. Dieser funkelte sie ziemlich wütend an. "Was liegt dir aufm Herzen Jack?" "Wo ist mein Dad?" "Wir wissen es nicht genau, Jack. Aber wir suchen ihn." Emily hatte beschlossen, dass nur die Wahrheit helfen würde. Jack hatte zu viel erlebt um ihn mit Lügen abspeisen zu können und sie wollte es auch gar nicht. Jack sprang die Sorge um seinen Dad, Verzweiflung, Angst und Unsicherheit nur so aus dem Gesicht. Sie hätte ihn gerne in den Arm genommen, doch glaubte sie nicht, dass er das gerade zulassen konnte. "Warum wart ihr nicht am Flughafen? Dad hat gesagt, ihr wärt da und würdet uns abholen. Dann wäre mein Dad jetzt auch nicht weg." Emily seufzte niedergeschlagen und nickte. "Ich weiß Jack und es tut mir leid. Die bösen Männer, die deinen Dad haben wollen, haben uns rein gelegt. Deswegen konnten wir nicht da sein." "Du hättest besser aufpassen können." Emily legte eine Hand auf seine Schulter und erklärte so überzeugend wie möglich: "Wir machen wirklich alles, um Aaron wieder zu finden. Und wir finden ihn. Wir haben bis jetzt noch alle gefunden." "Und wenn nicht..."  "Denk darüber nicht nach. Wir finden ihn. Ist es okay, wenn du so lange bei Matt und Diana bleibst?" Sie sah wie Jacks krampfhafte Fassade aus Wut und Trotz fiel. Sie zog ihn an sich, bevor er es verhindern konnte und hielt ihn, solange er verzweifelt weinte. "Ich weiß Jack. Ich weiß. Ich wünsche mir auch, dass wir ihn schon haben.", wisperte sie und wiegte ihn hin und her. "Ich weiß nicht, wo ich hin soll wenn er nicht wieder kommt.", schluchzte Jack und krallte sich in Emilys T-Shirt. "Denk nicht darüber nach, Jack. Er kommt wieder." "Aber wenn..." "Dann finden wir einen tollen Platz für dich. Du hast doch deine Tante Jess. Und du hast uns. Bevor du zu Fremden kommst, kommst du zu mir. Versprochen." Jack fielen ein paar Felsbrocken vom Herzen, auch wenn die Angst blieb. "Ich weiß, es ist unfair. Nach allem was euch passiert ist, habt ihr das nicht verdient. Doch du kennst deinen Dad. Er ist stark und tapfer. Und er würde dich nie allein lassen."
Jack schniefte, wischte sich ungeduldig die Tränen ausm Gesicht. Er hatte für seinen Dad stark sein wollen, so wie er es immer gewesen war. "Mein tapferer Jack. Meinst du, du kannst zurück zu Matt und Diana?" "Diana sagt manchmal komische Sachen.", stellte Jack fest und putzte sich die Nase. "Diana ist krank. Sie ist manchmal sehr verwirrt, aber sie ist sehr lieb und würde niemandem weh tun." "Sie denkt, dass ich ihr Schüler bin." Emily lächelte, sie wusste von Spencer das sie sich häufig in ihre Zeit als Dozentin flüchtete. "Diana war früher Dozentin für Literatur. Sie kennt ich sehr gut mit Büchern aus. Du ließt doch gerne, nicht wahr?" "Aber lieber Comics.", erklärte Jack. "Nun. Diana hilft es, wenn man sie aus ihrer Phantasie nicht heraus reißt. Ich denke, es ist okay wenn du einfach eine Weile so tust, als ob du ihr Schüler bist. Kannst du das für sie tun?" "Denke schon." Emily legte Jack einen Arm um die Schulter und brachte ihn zurück zu Cruz.

"Hast du deine Pause genossen, Junge? Dann setz dich zu mir und ich erzähle dir von Tristan und Isolde. Mateo hier wartet schon ungeduldig, bis wir anfangen." Jack nickte und setzte sich neben Diana, die sofort anfing zu erzählen. Matt nickte Emily zu und diese ging zurück zu ihrem Team.

* * * *


Hotch wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war als er wieder zu Bewusstsein kam. Er wagte es nicht, sich zu bewegen, aus Angst das sein Knie wieder vor Schmerzen explodieren würde. Ohne seine Augen zu öffnen, machte er eine vorsichtige Bestandsaufnahme seiner Situation, angefangen mit seinem eigenen Körper. Das schmerzhafte Pochen in seinem Knie war gerade so aushaltbar, sein anderes Bein kribbelte unangenehm, vermutlich weil er unbequem drauf lag. Sein Oberkörper war ein Feld aus Schmerzen und Nässe. Hotch hob vorsichtig eine Hand und legte sie auf seine Brust, fand zielsicher den Schnitt und das Blut, dass noch immer daraus sickerte. Er fuhr mit seinen Fingern weiter nach unten, fand aber keine weiteren Schnittwunden. Was nur bedeuten konnte, dass Morrison noch nicht fertig mit ihm war.

Vorsichtig öffnete Hotch seine Augen, nur um beinahe vollkommene Dunkelheit zu entdecken. Waren die Fenster immer noch verrammelt oder war es schon Nacht geworden? Wie lange war er bewusstlos gewesen? Mit seinen Händen tastete er alles ab, an was er kommen konnte, ohne sich weiter zu bewegen. Holzboden, ein Stuhlbein und der anfang einer Couch. Jetzt wusste er wenigstens wo er lag. Es waren rund 10 Schritte zum nächsten Fenster und 20 zur Tür. Ein sehr langer Weg, wenn man kaum laufen konnte.

Hotch atmete tief ein und aus, bevor er sich erst langsam aufrichtete und seine Hände dann vorsichtig um sein Knie legte. Es pochte ein wenig heftiger und als er es vorsichtig anhob und neben sein anderes Bein legte, explodierte der Schmerz beinahe. Wie sollte er so aufstehen? Aber er musste es versuchen. Irgendwie raus kommen, weg von Alexander. Zurück zu Jack. Also rutschte er zum Sofa, stützte seine Hände darauf und zog sich hoch. Schwer atmend blieb er halb aufgerichtet und auf einem Bein stehen. Alles um ihn rum drehte sich. Wo war Alexander? War er weg gefahren? Hotch war sich sicher, dass er ihn nicht beobachte. Es war niemand anderes im Raum, die Hütte hatte allerdings noch zwei andere Räume. Spätestens wenn er anfangen würde quer durch die Hütte zu hüpfen, würde es jeder hören. Mittlerweile hatten sich seine Augen an die Dunkelheit soweit gewöhnt, dass er die Schemen der Möbelstücke erkennen konnte, die hier immer noch standen. Es hatte sich nichts verändert, doch sie standen viel zu weit aueinander um sich leise an ihnen entlang zu hangeln.

Doch er musste es versuchen, so leise und schmerzfrei wie möglich. Also richtete er sich schwankend auf. Er hielt sich an dem Stuhl fest und hüpfte vorsichtig vorwärts. Mit jedem Hüpfer sprudelte ein kleiner Schwall Blut aus seiner Wunde in der Brust und sein Knie tat immer mehr weh, obwohl er nicht einmal wagte drauf zu stehen.

Nach 10 Schritten floss der Schweiß in Strömen, sein gesundes Knie zitterte wie verrückt und sein Atem ging schwer und laut, sein Herz pochte noch lauter in seiner Brust. Hotch war am Tisch angekommen, er blieb einen Moment stehen, wartete bis sein Herzschlag sich soweit beruhigt hatte, dass er nicht mehr in seinen Ohren rauschte. Dann der nächste Schritt und der nächste.

Das Motorengeräusch von draußen hätte er überhört, das veränderte Licht unter der Türritze sah er. "Oh Gott, nein.", murmelte er tonlos und ließ sich einfach fallen. Es war auch egal, er kam körperlich gerade nicht gegen Morrison an, also konnte er seine Kräfte auch für später aufsparen. Emily würde raus finden wo er war und sie würden kommen. Das war der Gedanke, an den er sich klammerte als die Tür aufging.

* * * *


Das Team saß wieder in den Autos. Sie hatten sich im Büro eine knappe Stunde gegeben um ihre Gedanken zu sortieren, den Koffeeinhaushalt aufzufüllen und eine Spur zu finden. Penelope hatte eine Liste mit Orten erstellt, wo sich das ganze Team regelmäßig aufhielt, öffentliche Plätze und die Skihütte in Vermont von Rossi direkt wieder raus gestrichen. Zu öffentlich und weit weg, hatten sie alle einhellig beschlossen. Blieben trotzem die Wohnungen und Häuser aller Agents; das kleine Strandhaus in das JJ mit ihrer Familie jeden Sommer mehrmals fuhr; eine Wanderhütte, die Tara gerne nutzte; eine weitere Hütte in die Stephen gerne mit einer Frau Monica fuhr um einfach mal raus zu kommen; das Theater in dem Penelope lang gespielt hatte und mittlerweile still lag. Insgesamt einfach zu viele Orte, wo sie sein könnten. Ganz zu schweigen davon, dass man außerhalb von Washington D.C. schnell in der Natur war, in den Wäldern konnte man jederzeit und unwiederruflich verschwinden.

Emily hatte die Locations aufgeteilt, genauso wie das Team und jetzt klapperten sie alle ab, vor allem die, die nicht telefonisch erreichbar waren. Penelope rief währenddessen Jess an, um sich zu vergewissern, dass bei ihr alles in Ordnung war, ihr nächster Anruf galt Will, danach Monica und sicherheitshalber auch Joy und Hayden an der Westküste. Danach ging Penelope nach Jack schauen. Es war schon beinahe dunkel, der Junge hatte ein paar Pommes gegessen und lag jetzt in Emilys Büro auf einem improvisierten Bett. Cruz saß neben ihm, sie blätterten zusammen in einem Comic. "Hey ihr zwei. Jack, brauchst du noch was?", fragte sie leise. "Habt ihr meinen Dad schon?", war alles was den Jungen interressierte. "Noch nicht. Aber wir haben ein paar Ideen, wo er sein könnte. Wir suchen ihn und wir hören nicht auf, bis wir ihn haben. Versuch dich ein bisschen auszuruhen, ja?" "Ich werde nicht schlafen, bis Dad wieder da ist.", erklärte Jack entschieden. Penelope wusste, dass Diskussion zwecklos war. Jack hatte diesen sturen Hotchblick aufgesetzt. "Magst du noch eine heiße Schokolade." "Mhm. Na gut." Penelope organisierte die heiße Schokolade und ging dann nach Derek suchen.

Er stand im Konferenzraum, sah sich die Beweise an, blätterte durch hastige Aufschriebe und vorläufige Profile. Er fand auch das beinahe leere Blatt, dass JJ vor Stunden angefangen hatte zu schreiben. Profil Scratch / Morrison / Lindsay. Ziel: Aufenthaltsort Diana stand oben drauf, darunter drei weitere Stichpunkte. Sonst nichts. Derek legte es zur Seite, als er Penelope in der Tür sah. "Hi Baby Girl.", lächelte er. "Hi Derek. Was machst du noch hier?" "Warten." Er zuckte hilflos mit den Schultern. Er hatte es angeboten, aber Matt war dagegen gewesen, ihn mitzunehmen. "Ein scheußliches Gefühl, ich weiß." "Warum hast du nie erzählt, was hier los ist?" "Du hast nie...", setzte sie an, doch er wischte ihren Einwurf weg. "Ich wusste nicht einmal, dass Reid im Gefängnis ist. Ich hätte ihn besucht." "Du standest nicht auf seiner Liste, die er sehen wollte. Und es war..." Sie brach wieder hilflos ab. Wann hatte sie verlernt mit ihrem besten Freund zu reden? Derek setzte sich auf einen der Stühle, es war einmal seiner gewesen. "Ich vermiss euch P. Es ist nicht leicht, nicht mehr das zu tun, was ich liebe. Aber ich hab Familie. Und ich muss meinen Sohn beschützen. Ich weiß, dass JJ und Hotch eine andere Entscheidung getroffen haben. Aber ich, ich konnte nicht." "Es ist nicht, dass du nicht mehr hier bist. Es ist mehr, dass wir uns nicht mehr sehen. Du hast uns aus deinem Leben verbannt Derek." "Nicht mit Absicht." "Ich weiß."

"Erzähl mir, was eure letzten Ideen sind. Wo vermutet ihr Hotch?", wechselte Derek unbehaglich das Thema. Es war auch so schon schwer genug hier zu sein und zu wissen, dass er wieder würde gehen müssen. "Wir haben Morrisons Unterschlupf bereits gefunden, Hotchs altes Haus. Dort, wo Haley und Foyet gestorben sind. Er hat also etwas Anderes gebraucht. Sie klappern alle Möglichkeiten ab, die in Verbindung zu uns stehen." Sie zeigte auf die Liste, die ganz oben auf dem Papierhaufen lag. "Und ihr meint, sie sind dort irgendwo?" Derek nahm sich die Liste vor. "Vielleicht. Es ist...verhext." Penelope fiel neben Derek auf einen Stuhl und erklärte weiter: "Ich hab versucht die falsche Passagierliste zurück zu verfolgen, das System wurde gehackt. Das Flughafensystem, nicht unseres. Das Signal ging über zu viele Provider überall auf der Welt. Ich weiß, dass er zurück in die westliche D.C. Gegend ging, mehr ging nicht." "Also ist die Strandhütte von JJ raus." "Bisher haben wir Scratch und einen seiner Komplizen nie am gleichen Ort gefunden. Die falsche Passagierliste kam eindeutig von ihm, Morrison hat keinerlei Informatikkenntnisse. Und es gleicht den Hackerangriffen, die wir in Zusammenhang mit Scratch Fällen schon hatten. Morrison hat Hotch nicht verziehen, dass er Foyet getötet hat. Warum auch immer. Für ihn ist es persönlich, deswegen Hotch altes Haus. Und deswegen auch ein weiterer Ort, der mit dem Team in Zusammenhang ist, vermutlich mit Hotch. Wir haben allerdings keinen uns bekannten, verfügbaren Ort mehr, deswegen denken wir, dass es eine Verbindung zu uns hat. Und für Scratch war es immer ein persönliches Ding, dass Hotch sich gegen ihn wehren konnte." "Aber Scratch ist noch kein einziges Mal aufgetaucht?" "Ist er das jemals? Nein, wir haben ihn noch nicht gesehen. Aber er ist immer da, immer. Du weißt nicht, wie das ist Derek. Nach der ganzen Dirty Dozen Sache und jetzt Scratch. Man fühlt sich nicht mehr sicher, nirgends. Sie sind überall, immer." "Ich weiß, wie das ist Baby Girl. Glaub mir, ich weiß es." Unwillkürlich rieb er über die Narbe, die tief in seine Brust gegraben war. "Tut mir leid. Ich, ich muss wieder arbeiten." Penelope flüchtete geradezu. Derek sah ihr nachdenklich hinterher, machte sich dann aber ein zweites Mal über die Dokumente her. Vielleicht konnte er ja irgendwie helfen.

Sein Handy klingelte. Er hoffte, dass es Emily war, die Entwarnung gab. Es war nur Savannah. "Darling?", ging er ein wenig enttäuscht ran. "Derek? Gott sei Dank. Du bist okay." "Natürlich bin ich das." "Und wo bist du, verdammt noch Mal? Ich bin grad mit Hank nach Hause gekommen, die Haustür offen, du nicht da. Ich hab mir Sorgen gemacht.", schimpfte Savannah. "Oh tut mir leid. Es gab eine Situation. Jack hat meine Hilfe gebraucht." "Jack wer?" Derek seufzte. Savannah hatte er komplett vergessen. Wieder im Büro zu sein, hatte ihm alles andere aus seinen Gedanken gefegt, auch seine Familie. "Jack Hotchner. Er und Hotch haben ein Problem. Ich musste helfen." Savannah seufzte, irgendwie hatte sie immer gewusst, dass dieser Tag kommen würde. Nicht, dass sie es nicht liebte, dass ihr Ehemann einen ruhigeren Job hatte, doch sie wusste nur zu sehr, dass er seine Freunde und seinen Job vermisste. "Es tut mir leid Darling. Wirklich. Aber es ist wichtig." "Ich weiß. Wann kommst du nach Hause?" Derek hätte gerne gesagt, dass er schon aufm Weg war. Er öffnete schon den Mund, um es zu sagen und schloss ihn wieder. Savannah wartete, doch die Stille zwischen ihnen breitete sich unnangenehm aus. "Ich versteh schon. Melde dich, ja?" "Danke Sav." "Ich liebe dich Derek. Vergiss das nicht." "Ich liebe dich auch. Gib Hank einen Kuss, ja?" "Mach ich." Savannah unterbrach die Verbindung, legte ihr Handy beiseite und ging ihren Sohn ins Bett bringen, dass erste Mal ohne seinen Vater.

* * * *


Er kämpfte darum, dass Bewusstsein nicht wieder zu verlieren. Also biss er die Zähne zusammen und konzentrierte sich auf die kleine Blutlache zu seinen Füßen. Die schummrigen Ränder am Rand seines Blickfeldes verschwanden beinahe, da beugte er sich wieder über ihn. "Spürst du es? Das ist es, die einzige Erinnerung die ich noch an George habe. Deine Lügen. Wie konntest du ihn so verleugnen?" Alexander fuhr mit seinerm Messer über Hotch nackte Brust. Zu dem einen Schnitt waren drei weitere gekommen. Alexander setzte die Messerspitze an einer der anderen Narben auf Hotchs Oberkörper an, bohrte die Spitze gerade so weit ins Fleisch bis ein Bluttropfen daran hervor quoll. "Er war mein Bruder. Der einzige Bruder, den ich jemals hatte. Und du hast ihn umgebracht." "Er hat meine Frau umgebracht.", knurrte Hotch mit schmerzverzehrter Stimme. "Ex-Frau. Du hast sie doch gar nicht mehr geliebt, nie geliebt wahrscheinlich." zischte Alexander und schob das Messer einige Zentimeter weiter. Hotch biss die Zähne zusammen um nicht laut aufzuschreien. Sein Blick verschwamm wieder, dieses Mal mehr als vorhin.
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