Half past eight.

GeschichteAllgemein / P12
21.11.2017
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Kapitel Eins:

Ruckartig ohne einer gewissen Vorwarnung kam der Wagen in dem ich saß zum stehen. Die Reifen rollten aus, die Spannung im Fahrzeug stieg an während aufgerollter Staub mir die Sicht nahm. Dabei spürte ich die Hitze und Wärme der Sonne durch das offene Fenster. Ich blickte durch die Frontscheibe und erkannte sofort die ganze Stadt, die sich glitzernd begleitet von unerkennbaren Smog, vor mir erstreckte. Mein Mund öffnete sich kurz, da ich Luft brauchte, doch anstatt welche zu bekommen suchte mich nur Trauer und Schmerz auf. Zügig schreckte ich auf, begann laut aufzuschreien und danach wie wild geworden auf mein Lenkrad einzuhauen. Dabei liefen mir Tränen die Wangen hinunter, meine Kehle drohte auszutrocknen und Blut pumpte Adrenalin durch meine Venen. Doch dann das. Sofort hielt ich inne, da ich einen schwarzen Dodge Charger hinter mir erkannte, der schleichend zum stehen kommen wollte. Ohne mich! Dass er sich es wagte mir zu folgen! Ich würde es zu verhindern wissen!

Blind vor Hass und vor Wut griff ich nach meinem Türhebel, riss meine Autotüre auf und stieg hinaus in die Hitze. Meine dunklen Boots berührten Kieselsteine während ich eilig auf den Wagen zusteuerte und bemerkte wie er zum stehen kam. ,,Dass du dich wagst mir zu folgen!“ begann ich zu schreien. ,,Du kannst sofort umdrehen und das Weite suchen!“ fügte ich hinzu als ich ihn durch das offene Fenster erkannte und zu starren begann. Sofort überkam mich dieses Gefühl, welches ich damals bei unserer ersten Begegnung vernommen hatte. Vertrauen, Anziehung, Empfindungen. Seine braunen Augen blickten schuldig zu mir als er begann die Wagentüre zu öffnen, um auszusteigen. ,,Oh, nein! Keinen Schritt näher! Lass mich in Ruhe, Dominic! Weißt du eigentlich, dass ich dir vertraut habe? Dass ich wirklich alles darum gegeben habe, damit du vielleicht irgendwann einmal sehen oder verstehen würdest, was ich wirklich für dich empfinde? Und du? Was machst du? Du reißt mein Herz in Stücke und dabei ist es dir völlig egal...“ schrie ich als meine Stimme versagte. Tränen reizten meine Kehle. ,,Dabei ist es dir völlig egal, dass ich daran kaputt gehe!“ ertönte es laut auf dem verlassenen Hügel während die Sonne Kaliforniens zu mir hinunter lachte.

Nach einer Zeit begann er schweigend auf mich zu zukommen. Seine Schritte waren fokussiert und ausdrucksstark. Sein Blick hypnotisierend und starr. Ich war ihm verfallen. So wie eine Lunge Sauerstoff braucht. Ich war absolut machtlos. ,,Ich bitte dich. Hör mir nur einen Moment lang zu und dann kannst du immer noch entscheiden, wie du zu mir stehen wirst. Gib mir diese eine Chance. Du hast alles völlig falsch verstanden!“ war es seine raue Stimme, die mich schaudern ließ. Mein Blick, der zuvor auf dem Boden haftete, erhob sich zügig. Sofort bemerkte ich, dass ich ihm nicht länger in die Augen blicken konnte. Es war zu spät. Ich hasste ihn. ,,Nein.“ sagte ich laut. ,,Keine Chance! Keine Entschuldigungen mehr! Nichts!“ sagte ich und kam ihm dabei ein wenig näher. ,,Was soll ich bitte daran falsch verstanden haben das du die ganze Crew mit in meine Probleme ziehst! Ich habe dir vertraut, ich habe gedacht du würdest dieses Geheimnis für dich behalten, ich dachte du würdest etwas für mich empfinden, aber da liege ich wahrscheinlich falsch!“ argumentierte ich als plötzlich etwas passierte, was mich schweigen ließ. Ich zuckte zusammen, da er seine starken Hände um mein Gesicht gelegt hatte und mich nun zwang in seine Augen zu blicken. ,,Dominic, nein, lass mich, ich...“wehrte ich mich erneut, doch er ließ nicht von mir ab. Meine zarten Hände berührten seine Arme, doch keine Chance. Er hielt mich fest. Starrte zu mir. Begann zu sprechen.

,,Du weißt, dass ich dich nie verletzten wollte. Du bist mir dafür viel zu wichtig und tief in deinem Herzen, da weißt du das auch.“ sprach er zu mir. ,, Du weißt, dass ich dich immer beschützen werde.“ waren seine letzten Worte als unsere Situation sich veränderte. Unerwartet, wie aus dem nichts erkannte ich wie mehrere Geländewagen uns aufsuchten und ehe ich mich versah wurde unsere Situation brutal und eiskalt. Ein Moment der Ruhe, ein Moment des Zögerns, Ungewissheit, doch dann. Knall. Laut. Sofort schreckte ich auf, begann zu schreien und realisierte wahrscheinlich nicht was gerade geschah! Wir wurden im Hinterhalt angegriffen! Beschossen! Was zur Hölle! Dominic handelte sofort. ,,Ab in den Wagen!“ schrie er, öffnete die Türe und packte mich an der Hüfte, um mich zügig in den Wagen zu drängen. ,,Dominic!“ schrie ich laut als plötzlich eine, nein zwei Kugel den Wagen trafen und wir danach zueinander blickten, um zu realisieren, dass er verletzt war. ,,Nein, nein.“ stotterte ich und ergriff seine Hand, um ihn zu mir zu ziehen, doch vergebens. Zehn nein zwanzig bewaffnete Männer kamen auf uns zu und ließen mich das Geschehen hilflos mit ansehen. Sie ergriffen Dominic, der verletzt war und kamen auch auf mich zu. ,,Was wollt ihr? Lasst mich in Ruhe! Was soll das alles? Dominic? Dominic!“ schrie ich während mich raue Hände berührten und aus dem Wagen zogen. Sie zogen mich in die Hitze während ich beobachten konnte, dass Dominic am Arm blutend auf dem Boden hockte.

,,Nein, wie reizend. Haben wir euer romantisches miteinander zerstört?“ hörte ich von einer unbekannten Männerstimme während laute Schritte die Ruhe störten. Mein Blick huschte zu dem Mann, der auf mich zu kam und mich starrend prüfte. Weißer Anzug, schwarze Schuhe, Bart, Sonnenbrille. Ich kannte ihn nicht. ,,Antonio!“ sagte er selbstbewusst und kramte eine Zigarette aus seinem Jackett. ,,Feuer.“ lautete sein Befehl, was einen der Männer stumm ein Feuerzeug ziehen ließ, sodass die Zigarette zu qualmen begann. Genervt atmete er aus. ,,Also ich muss schon sagen. Für eine Guartez, hätte ich mehr erwartet, Süße.“ begann er mit mir zu sprechen, was mich verwirrt zu ihm blicken ließ. Ich spürte Dominics Blicke auf mir, doch er konnte nicht sprechen. Männer hatten ihm den Mund verbunden. ,,Wer bist du?“ raunte ich sauer, was ihn lachen ließ. ,,Du? Hast du keine Manieren, kleines?“ stichelte er. ,,Ich....“ betonte er. ,,werde immer noch gesiezt.“ vervollständigte er seinen Satz, bevor er dicht vor mir zum stehen kam. ,,Verstanden?“fragte er und berührte ihm gleichen Zug aggressiv mein Gesicht, um es zu ihm zu ziehen. Seine Fingernägel drohten sich in meine Wangen zu bohren. Wir starrten zueinander. Hasserfüllt. ,,Wer sind Sie?“ fragte ich erneut, was ihn von mir ablassen ließ. ,,Schon besser.“ sagte er und starrte weiter zu mir. ,,Wer ich bin wirst du noch erfahren.“ versprach er dann. ,,Aber nicht hier. Packt sie ein!“ lautete der Befehl als danach alles blitzartig ablief. Zügig wurde mir etwas über den Kopf gestülpt, ich schrie wie wild geworden, versuchte mich zu wehren, doch vergebens. Ein heftiger Schlag suchte mich heim als mich Schwärze und Ängste heimsuchten.
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