A stσry untσld

von Makani-
GeschichteDrama, Mystery / P18
Celty Sturluson Izaya Orihara OC (Own Character) Shinra Kishitani Shizuo Heiwajima Simon
20.11.2017
11.04.2019
2
10.902
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And to a place I come where nothing shines.

―Dante

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Prolog



Kano hat sich eingeloggt --


Kano: Ohayo mina-san
Kano: Genki desu ka?
Setton: Ohayo
Setton: Genki desu
Setton: Danke der Nachfrage
Taro Tanaka: Ohayo gozaimasu
Taro Tanaka: Mir geht es auch gut Kano-san
Setton: Wie geht es dir Kano-kun?
Kano: Großartig!
Kano: Ich bin heute nach Ikebukuro gezogen
Taro Tanaka: Haaa?
Tara Tanaka: Ich ziehe ebenfalls morgen nach Ikebukuro
Setton: Ach, wirklich?
Setton: Vielleicht ja in meine Nachbarschaft?
Kano: Wer weiß?
Taro Tanaka: Die Möglichkeit besteht
Taro Tanaka: Ich ziehe in die Nähe des Sunshine Gebäudes


Mit einem Lächeln auf den Lippen verfolgte ich den Chat.
Es fiel mir schwer zu realisieren, dass ich tatsächlich umgezogen war. Es war, als wäre ich immer noch in einem Traum gefangen und nicht in der Wirklichkeit. Ich legte mein Handy bei Seite und machte mich weiter daran, die restlichen meiner Sachen aus dem Pappkarton zu holen. Viel hatte ich nicht mitgenommen, ich wollte komplett neu anfangen und dies schloss ebenfalls eine neue Renovierung mit ein.
Der Gedanke an mein neu begonnenes Leben überwältigte mich regelrecht.
Neue Stadt, neue Leute, neue Wohnung, ich könnte vor Aufregung und Vorfreude platzen.
Meine bescheiden kleine Wohnung, befand sich im 8. Stock, eines insgesamt 11. stockigen Gebäudes. Eine kleine Einzimmerwohnung, welche mir jedoch vollkommen genügte. Im Erdgeschoss befand sich ein kleiner Laden namens Hot Udon, wo ich auf jeden Fall noch vor hatte essen zu gehen.
Bei all der Schwärmerei, fiel es mir schwer, mich auf das Auspacken zu konzentrieren, da ich jedes Mal innehielt und mit meinen Gedanken erneut abdriftete.
Allein die Überlegung, wie ich die Wohnung einrichten sollte, könnte mich über Stunden beschäftigen.
Als ich es endlich zustande brachte, auch mit der letzten Kiste fertig zu werden, hob ich wieder mein Handy vom Boden, schmiss mich auf meinen Futon, den ich zu einem spitzen Preis erworben hatte und verfolgte neugierig weiter den Chat.
Seit nun geschlagenen 4 Monaten, gehörte ich einer Gruppe Namens Dollars an. Einer berüchtigten Farbengang, die sich in Tokio einen Namen gemacht hatte. Es gab einige solcher Gruppierungen hier und jede von ihnen, machte sich durch eine bestimmte Farbe, die ihre Gruppe ausmachte, auf den Straßen Tokios aufmerksam. Jede Farbengang hatte ihre eigenen Regeln und Ambitionen, an denen sie streng fest hielten. Die Dollars hingegen, hatten keine Regeln, so wie sie auch keine Farbe besaßen.
Sie waren unsichtbare Phantome, ohne bestimmte Limits oder Grenzen. Unsichtbar für das Auge des gewöhnlichen Bürgers und dennoch präsent. Sie waren wie die Schatten der Stadt, nur das man nicht wusste von was, oder wem der Schatten geworfen wurde und wie dunkel er war.
Eine Tatsache, die mich schon oft zum Nachdenken gebracht hatte.
Man konnte nie wissen, wer den Dollars angehört.
Es könnten normale Bürger sein wie ich, der Koch vom Hot Udon zum Beispiel, oder der Nachbar von nebenan? Es könnten allerdings auch Banditen, Verbrecher oder gar Mörder sein?
Vielleicht sogar die Yakuza?
Ein beängstigender Gedanke.
Ich schrieb jeden Tag im Chat der Dollars, ich hatte sogar meine festen Chat Partner und dennoch wusste ich nicht, wer diese Menschen eigentlich waren. Vielleicht laufe ich einen von ihnen mal über den Weg, ohne es zu wissen?


Kanra: Ohayo
Taro Tanaka: Kanra-san!
Taro Tanaka: Ich wusste nicht, dass du auch hier bist?
Kanra: Ich war kurz am Telefonieren
Kanra: Ah
Kanra: Ich hab gerade gelesen du und Kano zieht nach Tokyo?
Kanra: Herzlichen Glückwunsch
Kanra: Möchtet ihr mich mal persönlich treffen?
Taro Tanaka: Das wäre nett
Kanra: Nicht wahr?
Kanra: Apropos, habt ihr von den Leuten gehört, die sich nur treffen, um dann gemeinsam Selbstmord zu begehen?
Setton: Stimmt, das war mal in Mode
Setton: Sich erst online kennenlernen und dann gemeinsam Selbstmord begehen...


Aufmerksam richtete ich mich auf.
Das war wieder mal eines der Themen von Kanra, die nicht nur meine volle Aufmerksamkeit beanspruchten, sondern auch wieder einmal zum Nachdenken anregten.
Wie enttäuscht müssen diese Menschen vom Leben sein, um zu solchen Maßnahmen zu greifen? Was für eine Last müssen sie tragen, um nicht damit leben zu können? Was erhofft man sich dadurch? Erlösung?
Wahrscheinlich.
Für mich war das jedoch pure Schwäche.
Sie waren zu schwach, um an sich und ihrem Leben zu arbeiten, zu schwach um zu kämpfen.
Ich hasste schwache Menschen.
Warum auch kämpfen, wenn man den einfachen wegnehmen konnte, nicht wahr?
Vielleicht wäre es ja wirklich besser, wenn solche Schwächlinge aus unserer Gesellschaft verschwinden würden!
Überraschte über meine eigenen Gedanken, hielt ich in meiner Bewegung inne. Grimmig blickte ich auf mein Display.
Das ist falsch, ich sollte sowas nicht denken.
Ich gab ein frustriertes Schnauben von mir, ehe ich mich erneut in den Futon fallen ließ.
Nein, nicht einmal ansatzweise.


Taro Tanaka: Kein gutes Thema, oder?
Taro Tanaka: Allerdings hört man momentan nichts davon in den Nachrichten
Setton: Möglicherweise haben sie ja alle dabei versagt...
Kanra: Vielleicht aber, haben es viele getan?
Kanra: Und niemand hat es bisher durchschaut?
Kanra: Ihre Leichen wurden unter Umständen noch nicht gefunden
Taro Tanaka: ....
Setton: Über so etwas sollte man nicht sprechen!
Kano: Schwer zu glauben
Kanra: Es gab viele Fälle von vermissten die Tage
Taro Tanaka: Ernsthaft?!
Kanra: Es könnte jeder sein
Kanra: Es könnte ein illegaler Ausländer sein...
Kanra: Oder ein Kind, das von Zuhause ausgerissen ist?
Kanra: Soweit ich weiß geschieht es immer in der Gegend zwischen Ikebukuro und Shibuya


Mein Gehirn begann zu arbeiten.
Was sollen das für Informationen sein?
Das ist mehr als nur seltsam, dass Leute, die sich online kennenlernen, extra in diese Gegend kommen um Selbstmord zu begehen?
Warum gerade dort?
Nachdenklich starrte ich auf das Display meines Handys und versuchte eine logische Antwort auf das alles zu finden.
Da Ikebukuro im Stadtbezirk Toshima liegt, wäre es einfacher zu sagen, dass die Selbstmorde immer zwischen Toshima und Shibuya geschehen. Zwischen den beiden liegt Shinjuku.
Die Frage ist jetzt, warum sollte jemand aus Edogawa, oder Adachi herkommen, um in einen der drei Bezirke Selbstmord zu begehen?
Sie könnten theoretisch überall Selbstmord begehen oder liege ich da falsch? Wieso ausgerechnet in diesen drei Stadtbezirken?
Ich schüttelte resigniert den Kopf und warf meine Spekulationen bei Seite.
Ich denke zu viel nach, wahrscheinlich ist das wirklich nur ein Trend, wie Setton es sagte. Es sind quasi die Trendplätze zum Selbstmord.
Bei dem Gedanken zuckte ich unmerklich zusammen.
Selbst in meinen Gedanken klang das fraglich.
Egal was ich auch tat, irgendwo zwischen der Abneigung gegen diese Menschen, empfand ich auch ein wenig Mitleid mit ihnen. Manchmal konnte der innere Schmerz, alles erdenkliche überschatten und sogar das strahlendste Gemüt in die Dunkelheit stürzen.
Nicht jede Seele schaffte es, eine schwere Last mit sich zu tragen.
Unter anderem, könnten die Schwachen daran zerbrechen.
Das Ringen meines Handys riss mich augenblicklich aus meinen Gedanken und ließ mich auf mein Handy schauen.
Überrascht stellte ich fest, dass Kanra mir privat geschrieben hatte.


Kanra: Kano-kun?
Kanra: Warum so schweigsam?
Kanra: Hat dich etwas zum Nachdenken gebracht?


Ich fühlte mich von Kanras Fragen seltsam ertappt.
Es war schon beinahe unheimlich, was für Instinkte diese Frau besaß.


Kano: Nein
Kanra: Belügst du mich etwa Kano-kun?
Kano: Zu den Selbstmorden hab ich nichts zu sagen
Kano: Diese Menschen können machen was sie wollen, ist mir egal
Kanra: Hidoi Kano-kun
Kanra: Wo bleibt dein Mitgefühl?


Ich blickte den Chat einige Sekunden bloß schweigsam an.
Es fiel mir tatsächlich schwer eine angemessene Antwort darauf zu geben.
Es passte mir nicht, dass Kanra mich so darstellte, als wäre ich ein Eisblock.
Ich hatte das Gefühl, mich irgendwie rechtfertigen zu müssen, beschloss es letzten Endes jedoch doch zu lassen. Warum sollte ich mich für meine Ansichten rechtfertigen?
Ich blickte kurz auf die Uhr und stellte fest, dass es bereits 22:45 Uhr war. Ich musste morgen zur Arbeit. Diese Tatsache erleichterte mir meine Antwort um einiges. Statt eines langen Textes zu diesem Thema, beschränkte ich mich auf kurze und Knappe Sätze, um dieses Thema schnellstmöglich zu beenden.
Eigentlich wollte ich nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen, aber wenn ich ihr gleich sagte, was ich davon hielt, sparten wir uns die Diskussion.


Kano: Dafür hab ich kein Mitgefühl
Kano: Selbstmord ist eine rein egoistische Tat!
Kano: Man tut es nur wegen sich selbst, ohne Rücksicht auf die Trauernden danach
Kano: Kaum kommt ein kleiner Schicksalsschlag, wollen alle immer gleich aufgeben!
Kano: Ich hasse Menschen


Kano hat sich ausgeloggt --



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Hallo meine lieben Leser,
ich heiße euch herzlich willkommen, bei meiner Durarara FF.
Es freut mich sehr, dass ihr vorbeigeschaut habt.
Mit dieser FF habe ich großes vor! Meine Ideen überschlagen sich regelrecht und ich freue mich darauf, mein Ideenreichtum mit euch teilen zu können. Ich hoffe, ihr findet genau so viel Freude an dieser FF, wie ich.

Wir sehen uns ;)
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