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Playing Doctor

Kurzbeschreibung
GeschichteThriller, Freundschaft / P18 / MaleSlash
L Light Yagami
18.11.2017
18.08.2019
73
99.591
27
Alle Kapitel
98 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
18.11.2017 1.343
 
Hallo! Hier ist Animeliker^^
Willkommen zu einer neuen FF, dieses Mal wieder im Bereich Death Note. Ich kanns einfach nicht lassen! XD
Jetzt will ich aber nicht zu viel vorweg nehmen und wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!^^

LG Animeliker^^




Playing Doctor

Yagami Light hatte seine Erinnerung verloren. Bis zum Schluss hatte er mit dem weltbesten Detektiv L nach Kira gesucht. Eine unendlich lange Zeit war vergangen, so schien es, doch die Morde durch das Death Note konnten aufgeklärt werden. Der Shinigami Ryuk hatte sich in Lights Anwesenheit in einen Menschen verliebt und starb. Das Death Note wurde von einem weiteren entsandten Shinigami zurück in die Welt der Todesgötter gebracht. Das zweite Death Note wurde bei Misa Amane sichergestellt, woraufhin sie zum Tode verurteilt wurde. Nachdem diese mysteriöse Mordserie nun endlich zu Ende ging, sank die Kriminalitätsrate aufgrund der Angst um ein Vielfaches. Der weltbeste Detektiv war nach Ermittlungsende abgetaucht und aus dem Leben von Light verschwunden. Dennoch verging kein einziger Tag, an dem dieser nicht an die spannenden, aber auch quälenden Tage dachte. Light hatte zum ersten Mal das Gefühl gehabt, jemanden gefunden zu haben, der ihm ebenbürtig war. Er hatte jemanden gefunden, den er ganz vorsichtig Freund nennen durfte und doch war dieser Detektiv, L Lawliet kurz nach der Aufklärung des Falls verschwunden und somit aus dem Leben des Studenten gewichen.

Light's POV.:

Gelangweilt sah ich mich im Hörsaal um. Viele gähnten, einige schliefen und nur wenige erfassten das, was der Dekan ihnen vermitteln wollte. Nachdem der Fall um das Death Note gelöst war, war die Langeweile dieser grauen Welt mit voller Wucht eingeschlagen. Mich langweilte diese Welt und alles, was sich ihr anschloss. Ich hatte verschiedene Stipendien angeboten bekommen, aufgrund meiner Leistungen, welche ich natürlich annahm, aber dennoch vertrieben diese nicht den Alltag, der nichts Spannendes zu bieten hatte. Manchmal sehnte ich mich sogar zurück. Nach den Zeiten, in denen ich mit Ryuzaki zusammengearbeitet hatte. Ein heftiges Zittern ging durch meinen Körper, ein kräftiges Niesen folgte.

Eigentlich hätte ich gar nicht in der Uni sein dürfen, doch mein Pflichtbewusstsein hatte sich nicht so leicht ausschalten lassen. Dass ich andere anstecken würde, war mir sehr wohl bewusst, doch mir war es genauso gut egal. Ein Mädchen mit lockigen blonden Haaren neben mir reichte mir ein Taschentuch, welches ich mit falschem Lächeln dankend annahm. Ich wusste genau, dass sie etwas von mir wollte, aber ich war nicht interessiert. Als sie sich freudestrahlend wegdrehte, da war mein Tag heute schon wieder gelaufen. Und es wurde auch nicht besser, als die ersten Regentropfen gegen die Scheiben schlugen. Der Wetterbericht hatte zu dieser Stunde eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent vorhergesagt und ehe ich den Gedanken zu Ende gedacht hatte, da begannen die Tropfen mehr zu werden und ein Sturm kam auf.

Der Dekan beendete die Vorlesung mit den Worten „Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit“, was dazu führt, dass beinahe alle sich erhoben, ihre Sachen nahmen und hinausströmten. Die Schlafenden wurden von ihren Kommilitonen geweckt, die sich kurz darauf panisch im Vorlesungssaal umsahen, ehe auch sie das Weite suchten.
„Light, wollen wir zusammen zu Mittag essen?“, versuchte es das Mädchen noch einmal, was mir gehörig auf die Nerven ging. Ihre Stimme klang irgendwie stumpf in meinen Ohren.
„Danke, aber ich werde jetzt nach Hause gehen. Meine Kurse sind vorbei“, meinte ich und packte die Mitschriften in die braune Umhängetasche.

Vorsichtig stand ich auf und trottete zum Ausgang. Draußen regnete es in Strömen und ich dachte daran, das Grab meines Vaters zu besuchen. Er hatte alles gegeben, um Kira dingfest zu machen, war aber von ihm getötet worden.Noch heute schmerzte mich sein Verlust, obwohl er kaum Zeit hatte, nach Hause zu kommen, so war er doch ein guter Vater gewesen. Am meisten litt meine Schwester darunter, doch sie versuchte ihren Alltag so gut es ging zu meistern. Meine Mutter bemühte sich darum, das leben für uns so angenehm wie möglich zu machen, doch ich hatte bereits bemerkt, dass sie Vaters Tod nicht so schnell verkraften konnte, wie sie es wollte. Immerzu sprach sie von ihm, er habe unsere Familie beschützt, erzählte Geschichten aus der Jugend mit ihm und weinte Nächtelang. Das war ein Grund dafür gewesen, dass ich ihr so gut es ging zur Hand ging und ihr im Haushalt und bei vielen anderen Dingen half. Schlussendlich hatte ich mir eine Erkältung geholt und trotzdem zur Uni gegangen. Meinen Schirm hatte ich zu Hause vergessen, was mir sonst nie passierte, aber ich schob es auf die Erkältung und öffnete die Tür, die nach draußen führte. Kalter Regen peitschte mir ins Gesicht und innerhalb von Sekunden war ich bis auf die Knochen durchnässt.

Das Grab meines Vaters lag etwas außerhalb, auf einem Friedhof nahe am Stadtrand. Die Beerdigung war unter zahlreichen Trauernden abgehalten worden. Viele Kollegen, aber auch Freunde und Verwandte waren gekommen, um von meinem Vater Abschied zu nehmen. Die Trauerrede hatte ich halten müssen, da sonst niemand von meiner Familie dazu im Stande gewesen war. Sie hatte sich hingezogen, das Essen danach verlief schweigend, überall waren Tränen geflossen. Nun stand ich allein vor dem Grab, schaute auf die schön verzierten Buchstaben und erinnerte mich zurück, wie wir gemeinsam mit L den Fall hatten lösen wollen. Auch ich war damals verdächtigt worden, doch ich konnte mich nicht mehr gut an den Verlauf erinnern.

Als ich mich abwandte, sah ich in dem aufgekommenen Nebel eine schlacksige Gestalt, die mich stark an den Detektiven erinnerte. Ich war mir sicher, dass mir mein Gehirn aufgrund der Unterkühlung und anderen Nebenwirkungen Streiche spielte, die ich auszublenden versuchte. Kurz zerriss mein Husten das Rauschen des Regens, ehe ich erneut zu zittern begann. Erst jetzt wurde mir die Kälte dieses Herbstes bewusst und ich legte die Arme um meine Schultern, um mich wenigstens etwas zu wärmen. Mein Zustand hatte sich seit heute morgen verschlechtert, Kopfschmerzen hagelten auf mich ein und ein weiteres Niesen folgte. Es wurde Zeit, dass ich nach Hause kam.

Doch kaum hatte ich ein paar Schritte gemacht, da verzerrte sich die Welt plötzlich. Bis nach Hause musste ich es auf jeden Fall schaffen, dann würde ich mich ausruhen.Ich bildete mir ein, dass diese Gestalt in der Ferne auf mich zukam, die Konturen wurden immer deutlicher, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass hier noch jemand anderes war. Es war noch kein Feierabend für viele Menschen und hier kam kaum jemand her, um sich mit den Verstorbenen zu unterhalten.

Noch einmal kniff ich die Augen zusammen, bemerkte, dass der Schatten verschwunden war, schob es erneut auf ein paar mickrige Halluzinationen und schleppte mich zum Tor. Das Husten nervte mich, es verursachte stechende Schmerzen in meinem Brustkorb. Ich bemerkte, dass ich meine Mutter nicht über den kleinen Ausflug informiert hatte. Andererseits war ich bereits volljährig und konnte gehen, wohin ich wollte. Als ich einen Blick zurückwarf, war da kein Schatten mehr, der mich an den weltbesten Detektiv erinnert hatte. Da war absolut nichts. Kurz darauf hatte ich das Tor passiert, stolperte hinein in einen dichten Nebel. Noch immer regnete es, meine Haut war bereits kalt, obwohl mir selbst unerträglich heiß war.

Kaum einen Meter weit konnte ich sehen, sodass ich meine Augen mit der Hand abschirmte, um wenigstens Konturen erkennen zu können. Orientierungslos ging ich die Straße herunter, versuchte herauszufinden, wo ich mich gerade befand. War das Teil meiner Fantasie oder war das hier wirklich real? Als ich den Kopf hob, spürte ich de Tropfen überdeutlich auf meinem Gesicht.

Mir wurde langsam schwindlig, die Erkältung schien sich zu verschlimmern. Nach dem nächsten Hustenanfall schmerzte mir der Hals, ich konnte kaum Schlucken. Und während ich mich diesem Problem gewidmet hatte, hatte ich nicht bemerkt, wie sich jemand von hinten an mich herangeschlichen hatte. Erst als sich eine Hand auf meine Schulter legte, wirbelte ich herum, was mit heftigem Kopfschmerz quittiert wurde. Ich schaute geradewegs in schwarze Augen, zu denen sich Augenringe der feinsten Art gesellten. Sein schwarzes Haar hing ihm wirr ins Gesicht und stand beinahe zu allen Seiten ab. Seinen dämlichen Blick würde ich nie vergessen.
„Light-kun! Wie schön, dass wir uns mal wieder treffen!“
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