Meine kleine Anime-One-Shot-Sammlung

GeschichteAllgemein / P12
18.11.2017
08.05.2018
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Hallo meine Animefreunde. Ich begrüße euch recht herzlich zu dem heutigen One-Shot. Ich bin gespannt wie euch diese Geschichte gefallen wird und wünsche euch viel Vergnügen. =)

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Ich war gerade einmal im Grundschulalter, als ich den Angriff der Engel mit eigenen Augen miterlebte. Als es passierte besuchte ich gerade die Schule in Osaka. Dieser Lärm… dieser unsagbare Lärm und dann das Geschrei der Menschen. Es war fürchterlich. Ich hatte Angst… so fürchterliche Angst. Ich weinte bitterlich und versuchte einen Weg durch die Menschenmassen zu finden, doch mir entgegneten nur Angst, Verzweiflung und Zerstörung. Meine Freunde… sie alle… ich sah wie sie vor meinen Augen starben, durch den Angriff des Engels, doch ich war zu jung um es zu verstehen. An diesem Tag verlor ich nicht nur meine Freunde, sondern auch meine Familie… Bei dem Angriff schaffte ich es zwar irgendwie zu überleben, doch zu dieser Zeit befanden sich auch meine Eltern in unmittelbarer Nähe. Als sie erfahren hatten, dass unsere Stadt angegriffen wurde, machten sie sich direkt auf den Weg zu mir um mich zu suchen. Jedoch wurden sie von dem Chaos und der Zerstörung überrascht und starben bei dem Versuch mich zu retten. An diesem Tag entging ich nur knapp den Tod, jedoch verlor ich alles was mir lieb und teuer war. Ich wurde schließlich von dem Militär gerettet und in Sicherheit gebracht. Sie fanden mich, verschüttet unter den Trümmern der Schule, nachdem sie es geschafft hatten den Engel zu besiegen, doch mein Zustand war mehr als kritisch. Sie hielten es für das beste mich nach Neo-Tokio-3 zu bringen. Als ich schließlich nach Monaten des Komas wieder aufwachte, war nichts mehr so wie ich es kannte. Ich hatte alles verloren… ganz allein auf dieser gottverdammten Erde musste ich im Alter von sieben Jahren lernen mit dem Verlust umzugehen und diese Erfahrung ließ mich wachsen. Ich wurde älter. Engel kamen und mit jedem Mal wurden sie stärker. Zu Anfang kümmerte sich noch das Militär um sie, doch mit der Zeit war dies nicht mehr genug, also bauten sie Maschinen mit denen man diese gottesgleichen Wesen besiegen konnte. Das Nerv-Projekt wurde ins Leben gerufen. Mit der Hilfe von sogenannten Eva-Einheiten – cyborgähnlichen Wesen, die aus dem Genmaterial des ersten Engels Adam stammen, wollten sie den Engeln den Kampf ansagen. Und ab hier komme ich ins Spiel. Lange Zeit hatte ich hart dafür trainiert um eines Tages einmal eine Eva-Einheit steuern zu dürfen. Ich wollte Rache für den Tod an meinen Eltern und mithilfe von Nerv würde sich dieser Traum bewahrheiten. An meinem vierzehnten Lebensjahr sollte es soweit sein. Unter dutzenden anderen Kindern wurde gerade ich auserwählt um am Eva-Projekt teilzunehmen. Meine Chance schien gekommen zu sein, als die Stadt von einem Engel angegriffen wurde. Endlich war die Zeit für meine Rache gekommen! Ich machte mich bereit. Jahre des Trainings sollten sich endlich auszahlen. Neo-Tokio-3 wurde evakuiert. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen und ich war bereit. Der Countdown für meinen Start lief. 3…2…1… Und LOS! Ich schoss binnen weniger Sekunden hoch an die Oberfläche, wo der Engel bereits auf mich wartete.
»Okay Li, Zeit loszulegen!«
Ich machte mich bereit voll loszulegen, als mich der Engel mit einem überraschenden Angriff startete. Schnell wich ich aus und bereitete einen Gegenangriff vor, als ich mitten in meinem Handeln stoppte.
„Was ist los, Li? Was machst du denn da?“, kam es nur verärgert aus dem Kommunikator, als ich nicht wie besprochen vorging.
„Da… da vorne ist noch ein Zivilist.“
„Kümmere dich nicht um ihn! Erledige den Engel!“
„Das kann ich nicht!“
„Li! Tu was ich dir sage!“
„Aber ich muss ihm doch helfen!“
„LI!“
Schweren Herzens ignorierte ich die Rufe, die aus meinem Kommunikator kamen und stürmte los. Es war ein Wettlauf gegen die Zeit und ich konnte die Angst des Jungen förmlich spüren. Und während der Engel erneut zum Angriff ansetzte, konzentrierte ich mich dem Unbekannten zu helfen. Ich sah ihn direkt vor mir und trotz allem schien er doch so fern. Ein Moment, der mir vorkam, als würde er in Zeitlupe ablaufen, ließ es zu, dass ich den Jungen vor seinem Unglück bewahrte. Jedoch wurde ich durch den Aufschlag einige Meter weit weggeschleudert und kam schließlich zum Liegen. Der Engel schien jedoch noch nicht mit mir fertig zu sein und bereitete sich auf das Finale vor. Mit dem Fremden in meiner linken und meiner bloßen Kampfkraft in der rechten Hand rappelte ich mich wieder auf und machte mich auf einen Angriff gefasst. Ein Lichtblitz zischte an mir vorbei und schlug direkt hinter mir in einigen Gebäuden ein. Der Aufprall war so stark, dass es mich beinahe erneut von den Füßen riss, doch dieses Mal war ich vorbereitet und hielt stand. Kampfbereit blickte ich meinem Gegner entgegen, der ununterbrochen Laserstrahle auf mich abfeuerte, aber dieses Mal würde ich er mich nicht erwischen. Mit schnellen Schritten lief ich auf ihn zu, setzte zum Sprung an und verpasste meinem Gegenüber einen saftigen Seitenhieb. Ich ließ ihm keine Zeit sich zu regenerieren und prügelte immer weiter auf ihn ein. Eine Welle von Wut und Hass überkam mich. Ich sah nur noch Rot. Immer und immer wieder schlug ich auf den Engel ein.
„Li! Li! LI! Hör auf damit! Sofort!“
Die Stimme aus meinem Kommunikator versuchte mich zu beruhigen, doch ich hörte sie nicht. Ich war geblendet von der Wut und des Hasses, die diese Wesen in mir hervorriefen, dass ich mich nicht mehr unter Kontrolle hatte. Der Engel vor mir war längst besiegt, doch ich wollte nicht zuhören, bis man mich plötzlich an meinem Vorhaben aufhielt. Man nahm mir die Kontrolle über meine Eva-Einheit und stellte mir den Strom ab. Dies hinderte mich jedoch nicht daran weiter herumzupöbeln.
„Du dreckiger Bastard! Ich werde dich töten! Ich werde euch alle töten… Alle Engel, die noch kommen mögen!“
„Li! Es reicht jetzt! Man wird dich unverzüglich wieder zurück in die Basis bringen, wo du für´s Erste von dem Projekt ausgeschlossen wirst, bis du wieder bei Verstand bist!“
„Aber…“
„Nichts aber! Du hast nicht nur dich, sondern auch eine Eva-Einheit in Gefahr gebracht und damit die gesamte Stadt! Und für was? Für einen Jungen, der zur falschen Zeit am falschen Ort war! Du kannst froh sein, dass ich dich nicht herauswerfe!“
Ich gab mich schließlich geschlagen und ließ es geschehen. Man brachte mich, zusammen mit meiner Eva-Einheit zurück zum Stützpunkt und suspendierte mich solange von meinem Dienst bis ich wieder klar bei Verstand sei. In dieser Zeit würde jemand anderes die Kontrolle über Eva-03 übernehmen. Mir passte dies natürlich überhaupt nicht, doch im Moment konnte ich sowieso nichts anderes tun als es zu billigen. Was den Jungen anging, erklärte Rei Ayanami mir, dass es sich hierbei um einen gewissen Shinji Ikari ging. Er sollte das Team unterstützen und zum third Children ernannt werden. Zusammen mit der Eva-Einheit-01 würde er in Zukunft gegen die Engel kämpfen. Rei Ayanami war zudem mit Asuka Langley – einer Pilotin aus Deutschland, die uns ebenfalls mit ihrem Eva- 02 unterstützen solle, eines der ersten Kinder, die an diesem Projekt teilnahmen. Doch noch immer wurde händeringend nach Piloten gesucht um den Kampf gegen die Engel zu entscheiden. Umso enttäuschender war es, das eine frischgebackene Pilotin wie ich es war, nach einem Gefühlsausbruch ihre Einheit abgeben musste, um sich einem psychologischen Gutachten zu unterziehen, während ein anderer ihren Eva steuern würde und die Welt an ihrer Stelle beschützen sollte. Doch ein was Gutes hatte die Sache dann doch. Ich hatte ein Menschenleben gerettet und zudem noch den Feind besiegt…für´s Erste zumindest. Der Junge, den ich schließlich beschützt hatte, dankte mir und wir freundeten uns schnell an. So lernte ich dann auch den neuen Piloten meiner Eva-Einheit Toji Suzuhara kennen. Er erwies sich anfangs als kompletter Vollidiot, doch nach und nach entwickelte ich eine gewisse Sympathie ihm gegenüber und ich musste zugeben, er machte sich nicht schlecht im Kampf. Irgendwie verstanden wir uns mit der Zeit sogar so gut, dass ich zugeben musste, mehr als nur Freundschaft für den Schwarzhaarigen zu empfinden. Ich genoss die Zeit mit ihm sehr und für einige Momente des Lebens dachte ich wirklich es wäre alles in Ordnung in der Welt. Jedoch holte mich die Realität schnell wieder ein und ein Schicksalsschlag der ganz üblen Sorte suchte das Nerv-Team heim, denn es stellte sich heraus, dass die Eva-Einheit, die ich einst steuerte und die nun unter Toji´s Kontrolle den Engeln zum Opfer gefallen sei und sich ebenfalls als solcher herausstellte. Der Schwarzhaarige besaß von daher keine Kontrolle mehr über den Eva, woraufhin man Shinji aussandte um ihn zu erledigen. Ich protestierte gegen diese Art von Eingreifen, doch zwecklos! Der Commander ließ nicht mit sich reden und selbst Shinji, der sich gegen diesen stellte, wurde einfach übergangen und aktivierte stattdessen das Dummy Plug System um den Eva von Shinji von der Zentrale aus zu steuern. Eva-Einheit-03 verlor diesen Kampf und Toji somit beinahe sein Leben. Er überlebt, jedoch war er schwach und kaum bei Bewusstsein. Ich machte den Commander dafür verantwortlich was passiert war, doch dieser wollte davon nichts wissen. Er verwies mich dem Stützpunkt, was sich als großer Fehler erwies, denn erneut drohte der Frieden zu zerbrechen, als der 16. Engel die Welt zu zerstören drohte. Asuka und Rei hatten keine Chance gegen diesen Engel und auch Shinji scheiterte kläglich, sodass man mich kontaktierte um das Problem zu beseitigen.
„Li Wong, als fourth Children benötigen wir deine Hilfe und da du die letzte Pilotin bist, die übrig geblieben ist, löse ich hiermit deine Sperre notgedrungen auf. Du wirst unsere Eva-Einheiten 00-02 unterschützen und für ihre Sicherheit garantieren und was noch viel wichtiger ist, die Welt vor dem 16. Engel beschützen. Wir haben nicht viel Zeit, also ist bis hierher alles klar?“
„Ja, aber eine Frage hätte ich da noch: Meine Eva-Einheit-03, die bisher von Toji Suzuhara gesteuert worden ist, ist doch zerstört wurden, oder irre ich mich da vielleicht? Wie also soll ich Eva-Einheit 00-02 unterstützen?“
„Wir haben den Fehler in der Eva-Einheit-03 behoben und sie soweit rekonstruiert, dass es damit möglich sein wird, deinen Gegner zu erledigen, ohne irgendwelche Probleme.“
„Sie haben sie also wiederhergestellt. Interessant…“
„Wenn es sonst keine weiteren Fragen geben sollte, würde ich dich bitten, so schnell wie möglich aufzubrechen. Immerhin hängt das Leben der Erde hiervon ab.“
„Ich bin schon auf dem Weg!“
„Viel Glück, Li Wong!“
„Danke, Sir!“
Mein Weg führte mich einige ausgewählte Gänge entlang. Schnellen Schrittes folgte ich meinem Ziel, hinunter zu den Docks. Es war erstaunlich wie gut ich noch immer diesen Weg kannte. So war ich doch schon lange nicht mehr hier gewesen. Seit dem Tag an dem ich Shinji Ikari traf… Doch genug geredet. Es wurde an der Zeit zu kämpfen, denn ich war an meinem Bestimmungsort angekommen.
»Also dann mal los!«
Ich zog meinen Kampfanzug an und machte mich bereit. Ein Countdown zählte langsam von zehn herunter.
„10…9….8…7…6…5…4…3…2…1…LOS!“
Ich schoss hinauf an die Oberfläche. Ein kurzer Augenblick der Orientierung und ich hatte mein Ziel gefunden. Jetzt hing alles an mir. Mit dem Kommunikator in meinem Ohr hörte ich den Anweisungen des Commanders genaustens zu.
„Also gut, Li… dein Gegner ist nicht einfach zu besiegen und auch wenn du seit einiger Zeit nicht mehr in einem Eva saßt, musst du diesen Engel um jeden Preis besiegen. Hörst du?! Noch hat er dich nicht bemerkt, also zu deiner Linken befindet sich ein Pot mit einem Katana. Nutze es um deinen Gegner direkt zu durchbohren! LOS!“
Ich folgte den Anweisungen des Commanders und nahm das Schwert. Es war schwer, doch kein Problem für mich. Ich atmete noch einmal tief ein und stürmte dann auf meinen Gegner zu. Als dieser mich erblickte, versuchte er ebenfalls einen Angriff zu starten, doch ich war schneller und schlug ihn den rechten Arm ab. Die Chance, dass ich durch diese Attacke abgelenkt war, nutzte dieser Engel jedoch und ergriff mit seinem linken Arm meinen Hals. Er drückte zu und ich schrie… schrie vor Schmerz und vor Wut. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu lösen, doch er war stark und biss sich sogar an meiner rechten Schulter fest, die so verzweifelt versuchte den starken Griff um meinen Hals zu lösen.
„Scheiße… Tut das weh… aber… ich muss… es schaffen!“, rief ich und befreite mich mühsam aus dem Griff des Engels.
Da sich dessen Kiefer jedoch noch immer in meiner Schulter befand, riss mein Gegner mir ein Teil dieser ab, als ich mich befreite. Ein erneuter Schmerzensschrei entwich meiner Kehle und ließ mich für einen kurzen Moment schwach werden. Diesen Augenblick ausnutzend, griff der Feind erneut an und brach mir dabei das rechte Handgelenk, das zuvor das Katana fest umklammert hatte.
„Aaaaaaah!“
Die Schmerzen wurden immer größer und ich schien der Ohnmacht nahe. Die Stimmen meines Kommunikators waren so leise, das ich sie kaum noch hören konnte. Der Schmerz pochte so laut, dass ich nichts mehr zu hören vermochte. Ich sackte zusammen und sah mit schmerzverzerrtem Gesicht meinem Gegenüber entgegen, doch ich wollte noch nicht aufgeben. Wutentbrannt schnappte ich mir das Schwert mit der linken Hand und durchbohrte damit unerwarteter Weise den Engel. Dieser sah mich emotionslos an, bevor er zusammen sackte. Ich hatte es geschafft. Ein Glück, denn mir blieben nun mehr weniger als zwei Minuten Strom. Erschöpft schleppte ich mich zu den besiegten Eva-Einheiten. Ich wollte mich erkundigen, wie es den anderen ging. Dies erwies sich jedoch als schwerer Fehler, denn plötzlich spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner rechten Brust und als ich mich umsah, erkannte ich, dass der Engel noch immer nicht gefallen war. Mit einem Strahl aus Licht hatte er die Brust meines Eva´s durchbohrt und mich zusätzlich geschwächt. Ich ging zu Boden. Schmerz machte es mir unmöglich klar zu denken. Ich sah wie sich der Engel über mir erhob und zum letzten Schlag ansetzte. Vorbereitet auf das was nun kommen möge, schloss ich die Augen und ließ mein Leben noch einmal an mir vorbei ziehen. Ich dachte zurück an die Zeit, in der alle noch glücklich und zufrieden waren. Eine Zeit, in der die Welt noch eine andere war. Auch musste ich an meine Eltern denken und was ich ihnen noch gern alles gesagt hätte. Meine Freunde, die ich nie wieder sehen werde, erinnerte ich mich nur ungern. Was mich wohl noch so alles erwartet hätte, wenn es die Engel niemals gegeben hätte und die Welt noch immer dieselbe wäre, wie einst vor langer Zeit? Ob ich jemals die große Liebe getroffen hätte und Kinder bekommen? Was wäre gewesen, wenn meine Eltern und Freunde noch am Leben wären? Wäre dann immer noch alles wie sonst auch oder würde ich einen anderen Weg gehen? Ich weiß es nicht. Doch eines wusste ich: So kann es nicht enden! Wie soll ich herausfinden, ob ich jemals wieder glücklich werden kann, wenn ich jetzt aufgab? Ich konnte jetzt nicht einfach so alles hinwerfen! Ich musste etwas tun! Und zwar jetzt! Kurzerhand öffnete ich meine Augen wieder und sammelte noch einmal meine ganze Kraft. In der Hand fest umschlossen rammte ich das Katana dem Engel mitten durch den Schädel. Überrascht, dass noch immer so viel Willenskraft in mir steckte, war mein Gegner auf diese Attacke nicht vorbereitet und ging endgültig zu Boden. Endlich… der Kampf war beendet. Nun konnte ich endlich schlafen… Die Rufe des Commanders ignorierend, überkam mich die dunkle Schwärze der Bewusstlosigkeit und ließ meinen Körper zurück an Ort und Stelle, während mein Geist ins Traumland abtauchte. Ich befand mich schließlich auf einer Wiese, als plötzlich jemand meinen Namen rief. Als ich mich umdrehte, erkannte ich meine Freunde, darunter auch Rei, Shinji und Asuka und meine Familie wieder. Selbst Toji war da, der mich mit lieb gemeinten Worten umwarb. Alles schien perfekt. So war es das Leben was ich mir schon immer vorgestellt hatte, mir jedoch nie vergönnt gewesen war. Am liebsten wäre ich für immer an diesem Ort geblieben, doch es gab da noch die echte Welt, die nur darauf wartete, dass ich wieder erwachte. Plötzlich wurde alles hell um mich herum und ich bemerkte, wie ich langsam aufwachte. Das erste was ich erkannte, war das starre Weiß der Krankenhausdecke. Als ich jedoch zur Seite sah, waren da Rei, Asuka, Shinji und selbst Toji war da. Ich lächelte, als ich die Vier erblickte.
„Hey, Li! Na, auch schon wach?“, meinte Asuka nur grinsend und zwinkerte mir frech zu.
„Hi, Leute.“
„Du hast ziemlich lange geschlafen. Es ist eine Menge passiert, seither. Unser Shinji hier hat den letzten Engel besiegt. Du weißt, was das heißt, oder?“, wollte Toji lachend wissen und stieß seinen Kumpel witzelnd in die Seite.
„Shinji hat… was?“
„Du Dummerchen! Du verstehst es immer noch nicht, oder? Wir haben es geschafft. Der Kampf ist vorbei. Wir sind frei, Li! Frei!“, meinte Asuka freudestrahlend und so langsam schien auch ich zu begreifen, als sich mein Gesicht vorsichtig aufhellte.
„Wir sind… frei?“
„Ja.“, meinte Rei nur kurz angebunden und ich konnte schwören sie ebenfalls lächeln zu sehen.
„Endlich können wir von vorn beginnen.“, erklärte Shinji und strahlte vor Freude, woraufhin sich ebenfalls ein Lächeln, wenn auch bedächtig, auf meinen Lippen bildete.
Es war also vorbei. Der Kampf hatte ein Ende gefunden. Endlich konnte wieder Frieden einkehren und wir konnten ein neues Leben beginnen… wir alle! Nie hätte ich es für möglich gehalten, doch es war tatsächlich geschehen. Der letzte Engel war gefallen, der Kampf geschlagen. Von nun an würde alles besser werden. Instinktiv sah ich in die Runde und mein Blick blieb an Toji hängen. Ein breites Grinsen zierte seine Lippen, als er mein Gesicht erblickte und ich könnte schwören, dass da etwas Liebevolles in seinem Blick steckte. Ein Lächeln breitete sich in meinem Gesicht aus. Eine Weile starrten wir uns an, ohne dass jemand etwas sagte, als wir von den anderen unterbrochen wurden.
„Ähm… ich glaube… wir gehen dann mal. Rei? Shinji? Kommt ihr?“
„Ja.“, kam es nur synchron von den Beiden und ehe wir uns versahen, waren Toji und ich allein.
Wieder starrten wir uns, ohne ein Wort zu sagen, weiter an, als sich der Schwarzhaarige plötzlich zu mir herüberbeugte und mich kurzerhand küsste. Als er sich schließlich wieder von mir löste, musste ich lächeln. Doch auch Toji hatte ein breites Grinsen im Gesicht und ohne dass noch jemand etwas sagte, waren wir uns beide sicher einig, dass von nun an ein neues Leben beginnen konnte… zusammen!

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So ihr Lieben. Ich hoffe es hat euch gefallen. Wenn dies der Fall sein sollte, schreibt mir doch mal. Ich bin ein wenig enttäuscht über gerade einmal ein Review. Trotzdem wünsche ich euch noch eine schöne Woche. Macht´s gut und bis bald. Ciao =)

PS: Hier könnt ihr noch einmal Li Wong begutachten: https://images.gutefrage.net/media/fragen/bilder/von-welchem-anime-sind-die-maedchen/0_big.jpg?v=1483976210000
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