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von MelG99
OneshotRomanze, Familie / P12 Slash
Drake Parker Josh Nichols
18.11.2017
18.11.2017
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„'Cause space is just a word made up by someone who's afraid to get close“ – Nick Jonas




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Drake spürte die Wärme, die in seinen Oberarm drang und sich wohlig verteilte. Josh war an seiner Schulter eingeschlafen. Er murmelte im Schlaf, wirkte aber alles in allem sehr zufrieden. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen.

Der Van schaukelte über die Straßen und Josh in den Schlaf. Auch die Musik aus dem Radio war ganz leise und Drake gähnte. Sie hatten sich lange auf ihren Gig von heute vorbereitet. Sie hatten letzte Woche fast jeden Tag geprobt und besprochen, wie es weiterging. Drake hatte in letzter Zeit immer am Songwriting gesessen und auch, wenn es zu Beginn nicht so gut gelaufen war, so hatte ihn gegen Ende die Muse gepackt. Alles hatte damit angefangen, dass Josh einen seiner Texte gelesen hatte. Er hatte ihm einen Verbesserungsvorschlag gemacht, der Drake sehr gut gefallen hatte und seitdem hatte der Frauenschwarm immer an seinen Stiefbruder gedacht, wenn er wieder an einem neuen Text gesessen hatte.

„Langsam!“, hatte Rina gelacht, als es ihr mit den vielen neuen Liedern zu viel wurde. „Wir haben doch gerade erst drei neue Songs ins Set mit aufgenommen. Was willst du denn noch?“ Aber Drake konnte nichts dafür. Die Texte flossen nur so aus seinem Kopf über durch seinen Arm und auf das Papier.

„Geht es da um jemand bestimmtes?“, hatte Paul einmal gefragt und Drake damit zum Nachdenken gebracht. Der Musiker hatte bis heute noch keine Antwort darauf gefunden. Was er allerdings wusste, war, dass er froh war, seinen Stiefbruder zu haben. Wer hätte einmal geglaubt, dass er sich so sehr über die Anwesenheit seines Bruders freuen könnte?

Scottie lenkte den Van in eine Seitengasse und damit weg von der Stadt. Drake blickte aus dem Fenster und sah die Lichter an sich vorbei ziehen. Als sie die Landstraße erreichten, wurde es schlagartig dunkel und der Musiker musste sich konzentrieren draußen überhaupt noch etwas zu erkennen.

Sie hatten die Bude heute echt gerockt. Vor Drake's innerem Auge tauchten wieder die Fans auf, die fröhlich schrien und die Songs mitsangen, die sie schon kannten. Vorne hatte Josh gestanden. Er hatte ganz seltsam getanzt und mitgeschrien – auch die neuen Songs. Bei diesem Gedanke musste Drake schmunzeln. Dieses Bild würde er wohl nicht mehr loswerden.

Dem Frauenschwarm wurde von Sekunde zu Sekunde wärmer. Seufzend entspannte er seine Muskeln und genoss einfach nur die Wärme und die Nähe zu seinem Bruder. Er wusste nicht, wann aus Geschwistern Freunde geworden waren. Er wusste nicht, wann daraus Alltag geworden war. Doch er war froh darüber, wie es gekommen war und er fühlte sich wohl in der Nähe von Josh.

Vorsichtig legte er seinen Kopf auf den des Schwarzhaarigen und dann schloss auch er die Augen. Er schlief nicht ein, dazu war er viel zu perplex über das, an was er dachte. Josh tat einen guten Job als Manager seiner Band. Er organisierte einen Gig nach dem anderen, wobei sie alle gut zu werden schienen, er half ihm mit dem Songwriting und auch so unterstützte er ihn, wo er nur konnte. Er war immer für ihn da.

Und genau das war es. Das war der Grund. Der Grund weswegen Drake immer warm war, sobald Josh da war, warum er sich sicher und unsicher zugleich fühlte, warum er so gut schreiben konnte, wenn er an ihn dachte. Josh war nicht länger nur sein Stiefbruder. Er war nicht länger nur sein Freund. Er war mehr. Viel mehr. Er bedeutete ihm alles.

Erschrocken von dieser Eingebung zuckte Drake zusammen. Wie hatte es soweit kommen können?

Josh grummelte verschlafen an seiner Schulter. Langsam hob er seinen Kopf. „Drake?“, brummte er mit belegter Stimme. Seine müden Augen sahen besorgt zu ihm.

Drake, dessen Augen riesig und voller Panik waren, musste schlucken. Er versuchte sich wieder zu beruhigen, doch sein Herz raste schneller und immer schneller. Er kniff die Augen zusammen. Ganz ruhig, dachte er sich im Stillen und so gut er es nur hinbekam zu schauspielern, so ruhig blickte er zu seinem Stiefbruder und heimlichen Schwarm. „Alles gut. Schlaf nur weiter.“ Und Josh legte seinen Kopf wieder an seine Schulter und schlief ein. Für Drake war nun erstmal nicht mehr an Schlaf zu denken.
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