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Alles auf der Erde

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Coyote Stark Hitsugaya Toushirou OC (Own Character)
14.11.2017
27.12.2019
32
51.854
8
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13.10.2019 1.249
 
Kapitel 25: Prinzessin in der Dunkelheit

„Wo warst du?“, es war Gin, der sie empfing.
Er durchbohrte sie mit einem eisigen Blick.
„Überall und nirgendwo“, zischte sie und wollte sich an ihm vorbeidrücken.
„Aizen ist nicht amüsiert“, seine Hand schnellte vor, krallte sich an ihrem Handgelenk fest: „Er will eine Erklärung.“
Für einen Moment war sie still, dann sprach sie die erste Lüge, die ihr in den Sinn kam aus: „Ich brauchte frische Luft, Ablenkung, nach dem was... Kyōraku und Ukitake mit mir gemacht haben. Ich musste hier raus, nur kurz.“
„Du dachtest, sie würden dich nicht verletzten“, stellte er halb fest, halb fragte er.
Wütend entriss sie ihm ihre Hand: „Sagen wir es so, keiner der beiden hat ein weiches Herz, egal was sie für eine Fassade zeigen.“
„Es hat dich also tatsächlich verletzt“, Gins Mundwinkel zuckten: „Das wird Aizen nicht freuen.“
„Es kann ihm egal sein, ich werde jeden Befehl ausführen, und das weiß er auch“, die Arrancar schnaubte genervt: „Kann ich dann jetzt gehen?“
Für einen Moment betrachtete Ichimaru sie aufmerksam, musterte sie, dann nickte er und setzte sein falsches Grinsen auf: „Klar, kannst ruhig gehn~“
Erleichtert ging sie, versuchte aber gezielt ihre Schritte ruhig, gelassen zu halten, auch wenn sie eigentlich wegrennen wollte.
Ich hätte bleiben sollen, schoss es ihr durch den Kopf, aber sie vertrieb den Gedanken.
Sie musste vorher noch etwas tun, etwas wichtiges.
Diesmal klopfte sie nicht, stieß die Tür einfach auf.
Inoue zuckte zusammen und sah sie erschrocken an: „Yukiko, du bist wieder zurück...“
„Hör zu Kind, ich sage es einmal, nur einmal“, sie knallte sie Tür hinter sich zu, trat dicht an die junge Frau heran und flüsterte ihr ins Ohr: „Ich hole dich hier raus. Das ist nicht der Ort, an dem du stirbst. Vertrau Grimmjow, er schuldet dir genauso viel wie ich.“
„W-was?“, Orihime starrte sie verwirrt an.
„Vertrau ihm“, Yukiko begann auf und ab zu gehen: „Irgendwie, irgendwie schaffen wir das... vielleicht ist es nicht zu spät, vielleicht, vielleicht kann ich aufhören, ein Monster zu sein.“
„Du machst mir ein wenig Angst...“, warf das Mädchen leise ein.
„Du musst keine Angst haben“, die Arrancar blieb stehen, sah sie fest an: „Du wirst nicht durch Aizens Hand sterben. Ich muss mit Grimmjow sprechen...“, sie wirbelte herum, war schon an der Tür, als die Stimme der Frau wieder erklang.
„Danke.“
Sie hielt inne, sah über ihre Schulter zu Orihime: „Dank mir erst, wenn wir dich lebend hier raus bekommen haben...“
Dann riss sie die Tür auf und trat ihren Weg zu Grimmjow an.

„Was zur Hölle hast du vor?“
Sie genehmigte sich ein Seufzen und schlenderte zu ihrem Schreibtisch, lehnte sich dagegen, betrachtete ihn.
Wie immer spielte Starrk mit ihren Stiften.
„Du warst im Diesseits“, stellte er fest und durchbohrte sie mit seinem Blick: „Warum? Erklär es mir.“
„Ich war bei meinem Shinigami Freund“, sie wich seinem Blick aus, starrte auf die umher wirbelnden, schwarzen Stifte in seiner weiß behandschuhten Hand.
„Wieso warst du bei ihm? Er ist jetzt dein Feind“, er betonte das letzte Wort.
„Ich...“, setzte sie an, verstummte wieder, setzte erneut an: „Ich musste zu ihm.“
„Wieso?“
„Ich hasse Aizen. Er hat mich getötet, Starrk, getötet“, die Arrancar seufzte und hob den Blick, sah ihn an: „Ich musste mit ihm sprechen, ich habe ihm Antworten geschuldet.“
„Und was hat es dir gebracht?“, fragte der Espada und zog dabei die Stirn in Falten.“
„Klarheit“, sie erwiderte seinen Blick: „Starrk, ich war schon immer und ich werde auch für immer eine Soldatin der Gotei 13 sein.“
„Du willst die Menschenfrau retten“, stellte er fest und schüttelte ungläubig den Kopf: „Bist du verrückt geworden?“
„Starrk, es ist das Richtige. Könntest du es, könntest du sie töten? Dieses unschuldige Ding, dass noch nie jemanden etwas Böses getan hat, könntest du es?“
Er zögerte, erwiderte ihren Blick unsicher: „Nein. Aber Aizen-Sama weiß, dass ich nicht der Mann für diesen Job bin.“
„Du könntest es nicht tun, weil du weißt, dass es falsch wäre“, sie schnaubte: „Aber solange deine Hände nicht die sind, die ihr Leben beenden, wäscht du sie in Unschuld, oder wie?“
„Es ist nicht meine Entscheidung und auch nicht deine“, er sah zum Fenster: „Wir gehorchen einfach. In der Tat, ich wasche meine Hände in Unschuld, ich bin wenn dann der Henker, nicht der Richter. Und du bist auch nicht der Richter. Es ist nicht dein Recht, zu entscheiden, was mit dem Mädchen geschieht und du kannst nicht“, er sah wieder zu ihr, durchbohrte sie mit ihrem Blick: „Kannst nicht!“, betonte er: „Eingreifen, hast du mich verstanden?“
„Was, wenn es Lilynette wäre?“
„Es ist nicht Lilynette“, knurrte er: „Greif nicht ein!“
„Zu spät, ich habe schon alles in die Wege geleitet...“
Der Brünette starrte sie eine Weile lang einfach nur an, dann schüttelte er tadelnd den Kopf: „Was hast du nur getan? Willst du für dieses Kind dein Leben wegwerfen?!“
„Ich werde wiedergeboren werden“, sie zuckte mit den Schultern: „Sie ist so jung, sie verdient es, ein wenig zu leben.“
„Ich werde das nicht zulassen“, stellte er kühl fest: „Egal was du organisiert, arrangiert, angeordnet hast, ich werde es verhindern. Diese Menschenfrau wird nicht entkommen. Vielleicht wird Aizen-Sama dann gnädig sein und dich Leben lassen...“
„Starrk!“, empört stoppte sie seine Stiftspielereien, nagelte seine Hand am Tisch fest: „Es geht hier um das Leben einer Unschuldigen!“
„Mir geht es um dein Leben. Bitte versteh endlich, dass es nur eine Seite gibt! Die von Aizen-Sama! Du musst mit deinem alten Leben abschließen, mit diesem Shinigami Freund von dir, mit dem Menschenmädchen. Du hast wahrscheinlich hunderte Unschuldiger getötet als niederer Hollow, als fang jetzt nicht mit Ethik und Moral an! Du bist ein Arrancar, die Stärkste von uns! Verdammt, du kannst dich nicht mehr mit der Moral von so niederen Wesen wie Menschen messen! Du kannst Aizen-Samas rechte Hand werden, wenn du endlich, endlich über deinen Schatten springst und deine Situation akzeptierst!“
Sie starrte ihn an.
Ihre Gedanken blieben bei Rin und Lilei, bei Shirayukihime hängen.
Das Blut von Unschuldigen war bereits an ihren Händen.
Es würde durch keine gute Tat je wieder fortgewaschen werden.
Aber Inoue...
„Starrk, sie ist ein Kind. Sprich nur ein einziges Mal mit ihr, und du wirst sehen, warum ich sie nicht einfach so sterben lassen kann. Bitte, sprich nur einmal mit ihr“, bat sie ihn, aber er schüttelte den Kopf: „Du wirst mich nicht zum Verräter machen. Ich diene Aizen-Sama, er hat mir einen Platz gegeben, ein Zuhause, Freunde, dich... ich verdanke ihm alles“, eindringlich sah er sie an: „Verstehst du? Auch du verdankst ihm alles. Deine Kräfte, deinen Platz, dein Zuhause, deine Freunde, mich.“
„Und so einfach wie er gibt, nimmt er auch wieder“, erinnerte sie ihn, aber Coyote schüttelte den Kopf: „Nicht, wenn man treu ist. Bitte, Yukiko, sei treu, sei Aizen treu!“
Die Blauhaarige erhob sich bedächtig, ließ seine Hand los: „Ich weiß... ich weiß wirklich nicht mehr, was richtig ist, was falsch ist, was ich tun soll...“
„Dann hör mir zu“, forderte er sanft, aber sie wich kopfschüttelnd zurück: „Ich muss, ich muss alleine zu einer Entscheidung kommen, Starrk, du kannst mir nicht helfen...“
„Doch, wenn du mich helfen lässt“, er stand auf, setzte sich in Bewegung.
„Nein.“
Er stoppte.
„Ich muss mir klar werden, was mir mein Leben noch wert ist und dabei bist du keine Hilfe“, sie wirbelte herum, schlug die Tür hinter sich zu.
Atmete tief durch.
„Ich war einmal die Gute...“
Sie spürte, wie ihre Augen feucht wurden.
„Ich war einmal...“
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