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Alles auf der Erde

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Coyote Stark Hitsugaya Toushirou OC (Own Character)
14.11.2017
27.12.2019
32
51.854
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18.08.2019 1.364
 
Kapitel 20: Nur das Abbild der Anderen

Mit einem Ruck setzten sich beide Taichou gleichzeitig auf.
„Was ist das?“, fragte Ukitake und sein Partner antwortete unsicher: „Fühlt sich an wie eine Mischung aus Hollow und Shinigami... das muss ein Arrancar sein.“
„Wir müssen los“, stellte Jūshirō mit einem enttäuschten Seufzen fest: „So viel zu einem ruhigen, freien Tag.“
Er erhob sich, fühlte sich krank und matt, der Schwindel kam und ging, aber er hob dennoch Sougyou no Kotowari von seiner Halterung.
Aus dem Augenwinkel sah er, wie Shunsui die beiden Klingen von Katen Kyoukotsu anlegte: „Es gibt seit Aizen keine ruhigen Tage mehr...“
Kurz begegnete er seinem Blick: „Bist du sicher fit genug?“
„Ich muss fit genug sein, beeil dich. Wir sollten dieses Wesen aufhalten, bevor es größeren Schaden anrichten kann“, entgegnete er ruhig und bestimmt. Sein Geliebter nickte: „Lass uns gehen.“

„Flieh“, forderte sie ihn auf, ihre Kehle fühlte sich eng an, als würde ein Kloß in ihrem Hals stecken.
Vendetta wog schwer in ihrer Hand.
Es war Rangikus Klinge, der ihr Dämon begegnete.
Sie konnte ihre alte Freundin zittern sehen.
„Du musst ihn mitnehmen und fliehen“, ihre Stimme war dumpf, sie hörte sich selbst nur wie durch Watte.
Wieder klirrte ihr Zanpakutou, als es auf das der Fukutaichou traf.
Sie holte erneut aus, halbherzig, schlug zu...
... und Vendetta prallte auf Hyōrinmaru.
Für einen Moment erstarrte sie und sah ihn an. Tränen hingen in seinen Augen, aber in seinem Gesicht stand Entschlossenheit.
„Wenn ich dich besiege, wirst du dann hierbleiben?“, fragte er und sie riss ihren Dämon zurück, zischte: „Glaub mir, wenn ich dir sage, dass ich nicht bleiben kann!“
„Du wirst bei mir bleiben“, forderte er kalt: „Sōten ni zase, Hyōrinmaru.“
Der Himmel verdunkelte sich, Wolken zogen auf.
Yukiko wich zurück: „Tōshirō, was tust du da?“
Es war so lange her, dass sie zuletzt sein Shikai gesehen hatte. Er richtete die lange Klinge auf ihre Brust und der Eisdrache hauchte ihr seinen eisigen Atem entgegen: „Ich besiege dich. Damit du nie wieder zurück zu Aizen gehen musst.“
Er ging ins Shunpo über und die Arrancar floh mit einem Sonido Schritt vor seinem Hieb, als eine Klinge von hinten gegen ihren Hals prallte.
Erschrocken sah sie über die Schulter.
„Rangiku!“, mit einem weiteren Schritt rettete sie sich vor der Fukutaichou, die mit eiserner Miene sagte: „Unare, Haineko.“
„Bitte zwingt mich nicht dazu, euch zu töten“, flehte die Blauhaarige und wich den beiden Shinigami aus, während sie ihr Reiatsu so schwach wie möglich hielt.
„Du wirst mich nicht töten“, stellte der junge Taichou fest und sie wusste, dass er Recht hatte, entgegnete: „Du wirst mich auch nicht töten“, während sein Drache wieder und wieder auf ihren Dämon prallte.
„Aber ich“, stellte Rangiku klar.
Für einen Moment hielt die Arrancar inne und starrte zur Rothaarigen: „Rangiku...“
„Sprich mich nicht so familiär an, du bist jetzt mein Feind“, zischte die Fukutaichou und holte aus.
Asche schlitzte durch ihr abgeschwächtes Hierro und hinterließ einen zarten, roten Striemen auf ihrer Brust.
Sie blieb stehen, Auge in Auge mit der Frau, die sie einst unter ihre Fittiche genommen hatte und kämpfte dagegen an, sie zu verletzten.
„Worte schneiden tiefer als Klingen“, sagte sie matt und biss sich auf die Zunge, um Gin nicht zu erwähnen.
„Das werden wir sehen“, wieder holte die Rothaarige aus.
Diesmal wich die Arrancar aus.
„Wenn wir dich besiegen wirst du bleiben und niemand wird irgendwen töten“, warf der Taichou mit eisiger Stimme ein und ließ seinen Drachen erneut nach ihr schnappen.
„Der einzige Weg hier zu bleiben wäre mein Tod“, sie entfloh einem Hieb nach dem anderen, zu beschäftigt mit Ausweichen um in die Offensive zu gehen.
„Warum?“, wollte Tōshirō wissen, als er sie streifte und für einen Moment eiskalt in ihre Haut biss.
„Aizen wird einen Freund von mir töten, der nichts, wirklich gar nichts mit all dem hier zu tun hat, wenn ich den Befehl nicht ausführe!“, rief sie ihm entgegen: „Einen Shinigami!“
Der Weißhaarige hielt inne: „Einen Shinigami?“
„Du kennst ihn nicht“, sie machte den Fehler, ebenfalls stehen zu bleiben und die Asche von Haineko schlitzte mit unerwarteter Wucht ihren Arm auf.
„Matsumoto warte!“, wies der Junge scharf an und die Fukutaichou ließ den Griff ihres Zanpakutou sinken.
„Ashido Kano... du kannst ihn nicht kennen. Er lebt seit vielen hundert Jahren schon in Hueco Mundo. Er jagt Hollow im Land der ewigen Nacht. Ich kann nicht riskieren, ihn zu Aizens Zielscheibe zu machen“, erklärte sie ruhig: „Tōshirō, bitte, geh und vergiss, dass ich je hier war. Miyuki ist tot, Rangiku hat Recht, ich bin jetzt euer Feind. Wenn du mich nicht töten kannst... dann kannst du auch nicht mit mir kämpfen.“
„Dieser Shinigami interessiert mich nicht. Du bist die Einzige, die mir wichtig ist. Du bist nicht tot, du stehst vor mir. Und ich werde dich dazu bringen zu bleiben.“
„Sie ist tot“, spuckte Rangiku aus: „Eine Verräterin, ein Monster, ein Werkzeug von Aizen. Sieh sie dir an, Taichou, sie ist nur der Körper von Miyuki, aber sie ist nicht Miyuki. Sie sieht nur so aus, als wäre sie es.“
Sie spürte, wie ihr Matsumotos Worte Tränen in die Augen trieben, versuchte dennoch ihr Reiatsu so schwach wie möglich zu halten, ihre Kräfte unter Kontrolle, ihr Hierro schwach: „Hör auf deine Fukutaichou.“
„Nein.“

„Das ist Tōshirōs Reiatsu zusammen mit Matsumotos“, stellte Shunsui fest und sah zu Ukitake herüber, der nickte: „Wir sollten dennoch dazu stoßen. Ich weiß nicht, ob die beiden alleine mit dem Arrancar fertig werden.“
„Da hast du wahrscheinlich Recht“, er seufzte und zog das Tempo ein wenig an, auch wenn er eigentlich auf den Gesundheitszustand von Jūshirō Rücksicht nehmen wollte.
Ihm kam das Reiatsu, dass sich gedämpft mit dem der beiden aus der 10. Mischte so bekannt vor, aber er wusste nicht woher oder warum.
Was er jedoch genau wusste: sie kamen näher.
„Er ist mindestens im Shikai“, der Weißhaarige sah zum wolkenverhangenen Himmel hinauf. Es war so ein schöner, sonniger Tag gewesen aber jetzt war alles dunkel und grau, als würde ein Sturm bevorstehen.
„Das wird ein ernstzunehmender Gegner sein“, stellte der Taichou der 8. Division ruhig fest: „Wir werden wahrscheinlich auch ins Shikai gehen müssen. Schaffst du das? Du bist heute sehr blass.“
„Ich schaffe das, mach dir keine Sorgen“, beschwichtigte der Weißhaarige aber Shunsui merkte, wie schwer es ihm allein schon fiel, mit ihm mit zu halten. Er drosselte sein Shunpo, damit sein Liebhaber zu Atem kommen konnte.
Dann wurde ihm klar, woher er das Reiatsu kannte.
Wie vom Blitz getroffen blieb er stehen und Ukitake kam schlitternd zum Halt: „Was ist denn?“
„Das ist Miyuki...“
Für einen Augenblick weiteten sich Jūshirōs Augen und sein Gesicht entgleiste, dann wurde sein Ausdruck leer und ernst: „Bist du dir sicher?“
„Ja.“
„Oh, unser Mädchen, was tut sie da nur?“, er war mit einem Wimpernschlag verschwunden und plötzlich tat sich Shunsui schwer damit, ihm zu folgen: „Warte, Jūshirō! Sollten wir nicht besprechen, was wir machen sollten?!“
„Wir müssen das stoppen! Sie darf nicht gegen Tōshirō kämpfen! Er wird sich nicht wirklich wehren!“
Sie erreichten den Park.
Er brauchte einen Moment, um die Situation zu erfassen.
Miyuki wich den Attacken von Matsumoto und Hitsugaya aus, der inzwischen ins Bankai gewechselt war, hob Hakuouki nur zur Verteidigung und nicht zum Angriff.
„Stopp!“, brüllte Ukitake und sie hielt inne, sah zu ihnen hoch.
Tōshirō  versuchte seinen Hieb zu stoppen, aber es war zu viel Schwung in seiner Attacke.
Hyōrinmaru versenkte sich in ihrer Schulter und stach auf der anderen Seite wieder heraus.
Bevor Shunsui etwas sagen konnte, war Ukitake schon unten bei den beiden.
Zitternd sah der Junge die Arrancar an: „Ich, das wollte ich nicht, Miyuki, ich...“
„Schon gut“, sagte sie beschwichtigend und beugte sich vor, hauchte ihm einen Kuss auf die Wange: „Geh, Tōshirō, du musst jetzt gehen...“
Bleich nickte der junge Taichou und zog zögerlich und langsam das Zanpakutou aus ihrer Schulter. Sein Bankai löste sich auf und Sonnenstrahlen durchbrachen die Wolken.
„Geh“, forderte sie erneut mit sanfter Stimme und er nickte stumm, drehte sich um und wies Matsumoto mit zittriger Stimme an: „Komm, wir müssen zurück ins Diesseits...“
Für einen Augenblick zögerte seine Fukutaichou, dann versiegelte sie Haineko und warf Miyuki einen letzten Blick zu.
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