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Alles auf der Erde

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Coyote Stark Hitsugaya Toushirou OC (Own Character)
14.11.2017
27.12.2019
32
51.854
8
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10.07.2019 1.445
 
Kapitel 17: Gegen den Rest

Nels Stuhl blieb leer in den Versammlungen.
Sie war jetzt schon seit einer Woche weg.
Selbst Aizen wusste nicht, wo sie war.
Yukiko saß auf dem Dach und starrte hinaus in die Wüste.
Wohin war die Tres wohl gegangen? Würde sie zurückkommen?
Sie fehlte ihr…
Bald schon, zu bald, wusste sie, würde der Posten neu besetzt werden.
Aizen trieb seine Machenschaften voran, er würde nicht auf Nels Rückkehr warten.
Sie fragte sich, wie lange es noch dauern würde, bis der Krieg begann.
Es konnte nicht mehr lange sein.
Und dann kam der Tag, an dem Aizen Tia Hallibel vorstellte.

Yukiko war auf Krawall gebürstet.
Die ewigen Nächte machten sie rastlos.
Nel war weg, einfach weg.
So wie all ihre Freundinnen, alle ihre Freundinnen starben.
Sie fletschte die Zähne, als Tousen kam, um sie zu holen.
„Aizen-Sama ruft zur Versammlung.“
„Natürlich“, sie konnte den Hass in ihrer Stimme nicht unterdrücken.
„Was macht dich so wütend, Hakuma?“, fragte der Shinigami und nutzte wie beiläufig ihren alten Namen, der sie zucken ließ, als hätte er ihr eine Pistole an die Schläfe gesetzt: „Ich bin nicht wütend.“
„Natürlich nicht, du brodelst aus Spaß unter der Oberfläche“, der Dunkelhäutige fuhr fort: „Macht dir Nnoitras Aufstieg etwa Sorgen?“
„Pah, dieses Insekt interessiert mich nicht“, fauchte die Arrancar und schielte zu ihm herüber: „Die einzige, um die ich mich Sorge, ist Nelliel.“
„Du solltest genauso gut wie jeder andere hier wissen, dass die ehemalige Tres tot ist.“
Wieder waren seine Worte eine Peitsche.
Er verstand sich darauf, mit wenig Worten tief zu schneiden.
„Jaja, ich weiß.“
„Das also macht dich so wütend. Die arme kleine Hakuma steht mal wieder ohne Freunde da“, seine Mundwinkel zuckten über seinen kleinen, internen Reim.
„Ein Monster braucht keine Freunde“, sie starrte auf die große Flügeltür, die für sie aufschwang: „Ein Monster braucht nur einen Meister“, und das weiße Holz gab den Blick frei auf die lange Tafel und an deren Ende thronte Aizen.
Wie ein Herrscher, ein König, ein Gott.
Und sein rechter Platz war frei.
Yukiko beschleunigte ihre Schritte, ihre Absätze knallten auf den steinernen Boden und das Geräusch hallte im Saal wieder.
Mit Schwung ließ sie sich auf den Stuhl an Aizens Seite fallen: „Meister.“
„Yukiko.“
„Das ist Ichimarus Platz, das ist dir bewusst, oder, Yukiko?“, Tousen nahm den linken Platz zu Aizen ein, während er sie tadelte.
„Ich sehe Gin nirgendwo und du befiehlst mir nicht, wo ich zu sitzen habe. Das Recht gehört alleine meinem Meister. Aizen-Sama, ich bin mir sicher, du hast kein Problem damit, oder?“
Aizen bedachte sie mit einem kühlen Blick: „Nein, du hast dich immer wieder bewiesen. Du sollst gerne heute die Ehre haben, an meiner Seite zu sitzen.“
Tousen rümpfte die Nase und Grimmjow verdrehte die Augen.
„Als erstes“, begann der Shinigami: „Ulquiorra, Yammy, ich habe einen Auftrag für euch, ich möchte, dass ihr euch in die Welt der Lebenden begebt. Seit meine Augen und Ohren, findet heraus, wie es um den Aushilfsshinigami steht, der auf so sensationelle Weise Kenpachi Zaraki geschlagen hat.“
Ulquiorra nickte: „Ja, Aizen-Sama.“
„Kann ich den Burschen nicht einfach töten?“, fragte Yukiko und Aizen warf ihr einen erstaunten Blick zu: „Wie bitte?“
„Meister, lass mich etwas töten, irgendjemanden, ich will jemanden zerfetzten, zerreißen dürfen. Lass mich diesen Aushilfsshinigami töten. Es wird niemand um ihn weinen“, ihre Stimme war zu einem regelrechten Knurren geworden.
„Noch nicht. Keine Sorge, mein Egel, bald wirst du sehr viele Shinigami zerfetzten dürfen“, Aizen lächelte sanft und legte seine Hand federleicht auf ihre: „Zügle dich solange.“
Sie erwiderte seinen Blick, verstand die Drohung: „Ja, Meister.“
„Nun“, Aizen wandte sich wieder den Espada zu: „Wie ihr alle wisst, vermissen wir einen Rang. Ich habe adäquaten Ersatz für Nelliel Tu Odelschwank gefunden“, auf seinen Wink hin öffnete sich die Flügeltür erneut und eine Frau betrat den Raum: „Tia Harribel“, verkündete Aizen: „Die neue Tres Espada.“
Yukiko lief ein kalter Schauer über den Rücken und sie konnte nicht anders, als die Zähne zu fletschen.
Ein neues Monster hat die Bühne betreten, stellte Vendetta fest und sie antwortete in Gedanken: ein Monster, genauso kalt wie ich.
Genauso gnadenlos in ihrem Blutdurst gegen jene, die ihre Sippe verletzen? Sie konnte den Vorwurf in Vendettas Stimme hören.
Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du sein Blut lecken, antwortete sie in Gedanken und schielte zu Aizen, ehe ihr Blick wieder über die Espada glitt. Sie blieb an Nnoitra hängen, der die neue Tres mit unverhohlenem Hass anstarrte: Und sein Blut auch.
Tia setzte sich in Bewegung, schritt an der Tafel entlang und ließ sich auf Nelliels Stuhl nieder.

„Das ist also die Neue“, Starrk seufzte.
„Hassen wir sie?“, fragte Grimmjow und Yukiko bestätigte: „Wir hassen sie.“
„Nur weil sie Nels Nummer übernommen hat?“, der Primera schüttelte ungläubig den Kopf: „Ihr benehmt euch ja wie Kinder.“
„Wir hassen sie“, unterstrich die Arrancar noch einmal und setzte nach: „Und wenn sie sich auch nur einen Fehltritt erlaubt reiße ich ihr Herz aus ihrer Brust.“
„Dafür brauchst du einen langen Arm“, witzelte Grimmjow: „Fuck, auch wenn wir sie hassen, sie ist heiß.“
Die ehemalige Shinigami verdrehte die Augen: „Jaja, sie ist heiß.“
Starrk schnaubte: „Schämt ihr euch nicht?“
„Monster kennen keine Scham.“
Sagst du, während du mit Reue daran denkst, wie du die ehemalige Primera in deiner Wut getötet hast, während du daran denkst, wie du Nemo getötet hast, während du dich dafür schämst.
Was bin ich nur geworden, fragte sie sich, was würde Shira von mir halten?
Sie kannte die Antwort.

„Was wollt ihr?“, der Taichou ließ sich widerwillig nieder.
Kyōraku und Ukitake tauschten einen bedeutungsschwangeren Blick aus: „Hitsugaya-Taichou, wir kommen nicht darum herum zu merken, wie schwer es dir fällt... los zu lassen.“
„Das schon wieder?“, der Weißhaarige verschränkte die Arme und sah weg: „Könnt ihr nicht aufhören mit der alten Leier und über irgend, wirklich irgendwas anderes sprechen?“
„Was würdest du tun, wenn du ihre Wiedergeburt findest?“, der Taichou der 8. Division stützte sich auf dem kleinen Tisch ab.
Tōshirōs Blick wanderte langsam zu ihm und seine Augen verengten sich gefährlich: „Was deutest du da an? Habt ihr sie etwa gefunden?“
„Nein, haben wir nicht“, Ukitake schüttelte den Kopf: „Aber bitte sag uns, was willst du tun, wenn es soweit ist.“
„Ich werde sie natürlich zu mir holen!“, brauste er auf: „Ich werde sie nie wieder allein lassen, ich werde nicht zulassen, dass ihr jemals wieder etwas zustößt!“
Wieder sahen die beiden Älteren sich an.
„Nun“, setzte Shunsui an: „Was, wenn sie deinen Schutz nicht will oder braucht?“
„Was, wenn sie eine ganz andere Person ist?“, schoss Ukitake hinterher.
„Sie wird Miyuki sein, sie wird immer Miyuki sein, was könnte man daran schon ändern? Hakuouki ist vielleicht stark, aber bis sie stark wird, wird sie meinen Schutz brauchen“, er war verärgert, wusste nicht, was die Taichou wollten.
„Miyuki wird nicht immer Miyuki sein“, Jūshirō seufzte: „Ich habe einst eine Seele wiedergetroffen. Er war in meiner Division gewesen, als ich noch ranglos war“, der Mann zögerte: „Ich traf einige Jahrzehnte später auf seine Wiedergeburt in der Welt der Lebenden. Er war... er sah noch genauso aus, aber er war ein anderer Mensch und dann, ein halbes Jahrhundert später traf ich in ein letztes Mal. Er war wieder Shinigami geworden und er war... früher war er ein sanfter, ehrlicher, aufrichtiger Mann gewesen, aber in seinem nächsten Leben war er ein betrügerischer Schläger. Er ging in die 11. Division, dann desertierte er und der Kenpachi jagte ihn und tötete ihn. Seelen ändern sich, Tōshirō. Miyuki wird sich auch ändern.“
Der junge Taichou spürte, wie sich Tränen in seinen Augenwinkeln sammelten: „Nein... nein. Sie ist Miyuki.“
„Tōshirō“, Kyōraku legte seine Hand auf die Schulter des Jungen, aber er schüttelte sie ab, erhob sich und ging wortlos.
„Sie hat Recht“, stellte Ukitake traurig fest: „Es würde ihm falsche Hoffnung machen, von ihr zu erfahren. Er ist verliebt in seine Idee von ihr. Er ist nicht bereit für die Wahrheit, würde sie nicht ertragen, sondern verdrängen und darauf hoffen, dass alles wird wie früher.“
„Sie hat noch immer ein gutes Herz“, Shunsui seufzte geschlagen: „Aber ja, sie hat Recht, es würde ihm falsche Hoffnung machen. Sie ist... sie ist Miyuki, das ist nicht abzustreiten, aber sie ist so viel dunkler geworden.“
„Natürlich ist sie das“, sein Partner lehnte sich an ihn: „Sie ist gestorben. Und Aizen hat sie zu seinem Spielzeug gemacht. Sie ist in den Händen eines Mörders und Verräters. Und sie ist allein. Ich wünschte, wir könnten ihr helfen.“
„Wir werden ihr helfen“, sagte Kyōraku bestimmend: „Und wir werden sie zurückholen und Tōshirō wird wieder lächeln lernen.“
„Ich hoffe du hast Recht...“, Jūshirō seufzte: „Ich vermisse unser Mädchen.“
„Ich auch...“
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