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Alles auf der Erde

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Coyote Stark Hitsugaya Toushirou OC (Own Character)
14.11.2017
27.12.2019
32
51.854
8
Alle Kapitel
46 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
27.06.2019 1.459
 
Vielen, vielen Dank an Luna für den Review!
Ich schreibe fleißig und die Geschichte wächst, auch wenn ich immer wieder ein paar Gespräche umsortieren muss xD ich hoffe sehr, dass euch das neue Kapitel sehr gefällt!

LG
Kuraiko

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Kapitel 16: Einer über allen

Sie straffte ihre Schultern und wischte ihre Tränen weg.
Es war Zeit wieder etwas anderes zu sein.
Es war Zeit wieder Yukiko zu sein.
Zielstrebig trat sie ihren Weg an.
Weiße Wände rauschten an ihr vorbei.
Erst vor der großen Flügeltür stoppte sie, hob die Hand, um zu klopfen, aber da ertönte schon seine Stimme: „Yukiko, komm doch rein.“
Die Arrancar stieß die Tür auf und betrat Aizens Schlafzimmer.
Der Shinigami hatte einen weißen Bademantel übergeworfen und nur nachlässig zu gebunden.
Der weiche Stoff offenbarte einen guten Teil seines durchtrainierten Oberkörpers.
Mit betonter Gelassenheit ließ sich ihr Meister in seinen Stuhl sinken und bedeutete ihr, sich zu setzten.
Aus dem Augenwinkel sah sie eine hagere Gestalt auf dem Bett, aber sie schlenderte dennoch wie befohlen zum Stuhl herüber und ließ sich darauf fallen.
„Hier, deine Liste“, sie zog die Schriftrolle aus ihrem Ausschnitt und warf sie Aizen zu, der sie geschickt fing.
„Hey, bind mich los~“, ertönte eine leise Stimme hinter ihr.
Aizen reagierte nicht und die Arrancar sah mit hochgezogenen Augenbrauen über ihre Schulter.
Gin zog an dem blauen Stofftuch.
Die Decke bedeckte gerade das Nötigste.
Sie wandte sich wieder an Aizen der ihr mit einem Lächeln mitteilte: „Wir haben den gleichen Geschmack, das hast du ja damals schmerzlich erfahren müssen… immerhin teile ich nicht gerne.“
Die ehemalige Goseki lachte leise: „Den gleichen Geschmack? Ich bin nicht mehr Hakuma Miyuki und glaub mir, Gin ist absolut nicht nach meinem…Geschmack“, sie betonte das letzte Wort und lächelte verschmitzt: „Ich habe andere Interessen.“
„Hm?“, machte der Brünette und zog die Augenbrauen hoch: „So lange du dabei nicht meinen Palast in Schutt und Asche legst, kannst du machen was du willst mit wem du willst.“
Dann wandte er sich der Liste zu: „Einige der Namen sollten dir bekannt sein, nehme ich an.“
„Ja“, sie lehnte sich zurück: „Einige der Namen sind mir bekannt.“
„Und?“, er hob den Blick und sah sie forschend an.
„Und was? Sie waren schwach und sind gestorben, wie die Schwächlinge, die sie waren“, sie zuckte mit den Schultern: „Weniger Shinigami um die wir uns Sorgen machen müssen.“
„Willst du wissen, wie deine ehemaligen Kameradinnen gefallen sind?“, fragte der Mann und faltete die Hände auf dem Tisch.
Wieder zuckte sie mit den Schultern: „Du scheinst es mir erzählen zu wollen, Meister, also werde ich zuhören.“
„Sie alle sind vom Sirenen Hollow getötet worden, Itou Rin war die erste, die ihm zum Opfer fiel.“
„Pff“, machte die Blauhaarige: „Sirenen Hollow? Was für ein lächerlicher Name!“
„In der Tat. Als nächstes hat sich der Sirenen Hollow Katou Lilei geholt“, Aizen lächelte: „Und dann hat er Meruhen Shirayukihime getötet.“
„Schön für den Sirenen Hollow“, sie kratzte Dreck unter ihren Nägeln weg.
„Du warst der Sirenen Hollow.“
Für einen Moment setzte ihr Herz aus.
Mit aller Kraft hielt sie ihr Reiatsu unter Kontrolle und puhlte weiter so desinteressiert wie möglich an ihren Fingernägeln rum: „Ich?“
„Ja, du warst der Sirenen Hollow.“
Sie sah auf: „Wie peinlich, sag das bloß nicht den anderen Arrancar! Ich würde zum Gespött der Espada werden! Wie habe ich mir diesen dämlichen Namen verdient?“
„Du hast deine Opfer mit Stimmenimitation und Gesang in die Falle gelockt, wie eine Sirene aus der Odyssee“, der Shinigami lachte leise: „In der Tat ein wenig peinlich, diese Methode.“
„Oh man“, sie schüttelte den Kopf: „Ein Glück, dass diese Zeiten vorbei sind.“
„Erinners du dich daran, wie du an Aikos Grab geweint hast~?“, ertönte Gins Stimme hinter ihr und sie wandte sich dem nackten Mann auf dem Bett zu: „Ich erinnere mich daran, wie Hakuma Miyuki an Aikos Grab geweint hat.“
„Du bis inzwischen wohl genauso kalt wie ich geworden, eine Schlange die nichs fühlt~“, er grinste aber sie wusste, dass er enttäuscht von ihr war.
„Ich bin Yukiko und ich könnte nicht weniger Interesse an ein paar toten ranglosen Shinigami haben.“
Die Arrancar versuchte ihr pochendes, schmerzendes Herz zu beruhigen, lächelte den hageren Mann an und lachte leise: „Eine echte Schande, dass ich mich nicht daran erinnere, wie ich sie getötet habe! Ich wüsste zu gerne wie verzweifelt Lileis Gesichtsausdruck war, als ich ihr Leben beendet habe.“
„Du hast ihr das Herz herausgerissen“, erklärte Aizen mit sanfter Stimme und die Blauhaarige wandte sich ihm wieder zu: „Das gefällt mir. Habe ich ihr danach auch den Kopf abgerissen?“
„Nein, aber du hast Rin den Kopf abgerissen.“
„Hm“, sie brummte zufrieden und nickte: „Sehr gut. Das hatten die Schlampen verdient.“
„Und Shirayukihime hast du gevierteilt“, Aizens Reiatsu tastete über sie, aber sie unterdrückte alles, hielt ihre Aura still und ruhig.
„Ich bin schon immer ein Fan von Vierteilen gewesen“, sie grinste den Brünetten an: „Wenn das alles war?“
„Ja, du kannst gehen“, ihr Meister lehnte sich zurück, schien zufrieden gestellt: „Du bist so viel besser, als ich es mir erträumt hatte. Ich werde mir einen guten Auftrag als Belohnung ausdenken.“
„Gerne etwas, wobei ich jemanden Vierteilen darf“, sie lachte und stand auf: „Viel Spaß noch.“
Im Rausgehen gab sie sich Mühe, bloß nicht in Richtung des Bettes, in Richtung Gin zu gucken.
Ihre Schritte hallten durch den Gang, wurden immer schneller.
Knallend warf sie ihre Tür hinter sich zu und erst dann, erst dann brach sie zusammen.
Mit einem Ruck gaben ihre Knie nach und sie schlug hart auf dem Boden auf, krümmte sich vor Schmerz, griff an ihre Brust, in der Hoffnung den Schmerz zu ersticken.
Tränen vernebelten ihr die Sicht.
Ein gequälter Laut drang aus ihrer Kehle und sie hielt sich panisch den Mund zu.
„Ich kann nicht mehr“, nuschelte sie gegen ihre Hand: „Ich kann nicht mehr ich kann nicht mehr ich kann nicht mehr…“
Plötzlich wurde ihre Tür hinter ihr aufgestoßen, sie zuckte zusammen, schnellte hoch, wollte Vendetta ziehen, aber da hatte er sie schon gepackt.
„Starrk.“
„Shhh“, der Primera zog sie an sich, hielt sie fest.
Er sprach nicht, sagte nichts, hielt sie einfach nur fest, während sie weinte. Stellte keine Fragen.
Hielt sie einfach stumm in seinen eisernen Armen, bis keine Tränen mehr kamen.

„Wo ist sie?“, irritiert fuhr sich Yukiko durchs Haar: „Sie sollte längst hier sein…“
„Ich hab sie seit gestern Mittag nicht mehr gesehen“, stellte Starrk fest und kippelte mit dem Stuhl.
„Was ist denn hier schon „Mittag“? Hier gibt es keinen beschissenen Tagesrhythmus“, Grimmjow schob einen der Steine auf dem Brett herum.
„Mittag ist die Mitte von der Zeit, in der ich wach war“, schlug der Primera vor.
„Na, dann sind unsere Tage aber verdammt kurz.“
Coyote bedachte sie mit einem genervten Blick: „So viel schlafe ich auch wieder nicht…“
„Pfff“, machte der Sexta und erhob sich: „Ich such sie…“
„Ich komme mit“, Yukiko erhob sich ebenfalls.
Mit einem Seufzen ließ sich Starrk samt seines Stuhls nach hinten kippen: „Ohne mich.“
„Starrk!“, entsetzt beugte sie sich über ihn: „Hast du dir weh getan?“
„Was? Nein, natürlich nicht!“, er winkte ab und schloss die Augen: „Weckt mich, wenn ihr sie gefunden habt.“
„So viel schlafe ich auch wieder nicht“, äffte Grimmjow ihn nach und die Arrancar lachte: „Tja, Starrk, so viel dazu!“
Sie folgte dem Blauhaarigen nach draußen.
„Ich übernehme den Innenhof, du guckst in ihrem Quartier?“, schlug er vor und sie nickte knapp: „Ja, wir sehen uns danach wieder hier?“
Er nickte und machte sich auf den Weg.
Gelassen schlenderte sie durch die eintönigen Gänge und summte dabei.
Normalerweise war Nel sehr pünktlich, aber vielleicht war ihr einfach etwas dazwischengekommen.
Sie blieb vor der Tür stehen und klopfte: „Nel? Ich bin´s.“
Es blieb still.
Yukiko klopfte ein zweites Mal, noch immer keine Antwort.
Sie runzelte die Stirn und fühlte mit ihrem Reiatsu in den Raum hinein.
Er schien leer zu sein, also stieß sie kurzerhand die Tür auf.
Nelliels Zimmer lag verlassen im Mondlicht.
Mit einem Schulterzucken schloss sie die Tür und ging zum Treffpunkt zurück. Sie musste eine ganze Weile warten, bis Grimmjow sich blicken ließ, doch auch er war allein: „Hast du sie nicht gefunden?“
„Keine verdammte Spur von ihr“, der Blauhaarige schnaubte: „Vielleicht hat Aizen sie kurzfristig auf Mission geschickt?“
„Vielleicht“, sie zuckte mit den Schultern: „Ist ja auch egal, wenn wir einmal gewonnen haben, haben wir die Ewigkeit Zeit, um ihr Shogi beizubringen.“
„Solange ihr mir diesen Scheiß nicht beibringen wollt ist alles gut.“
„Du weißt ja gar nicht, was du da verpasst.“
„Sieht sau langweilig aus“, er zuckte mit den Schultern: „Lass und lieber Jenga spielen.“
„Lass uns Jenga auf Starrks Stirn spielen und sehen, wann er aufwacht“, kicherte sie und er grinste: „Das ist glaub ich die beste Idee, die du jemals hattest!“
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