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Alles auf der Erde

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Coyote Stark Hitsugaya Toushirou OC (Own Character)
14.11.2017
27.12.2019
32
51.854
8
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Dieses Kapitel
1 Review
 
15.04.2019 1.524
 
Kapitel 9: Ein Herz wie jedes andere

„Starrk“, sie trat ihn.
Der Neue war ein verdammtes Faultier,
„Starrk!“, Lilynette warf sich auf den Primera, der noch immer so tat als würde er schlafen.
„Verdammt, Starrk, beweg deinen Arsch!“, sie wollte ihm eine Klatschen, aber seine Hand schnellte nach oben und fing ihre: „Schon gut, schon gut! Was willst du?“
„Aizen hat einen Auftrag für uns.“
Müde blinzelte der Mann und sah die Blauhaarige an, die über ihn gebeugt stand: „Auftrag?“
„Ja, ein entflohener Arrancar, wir sollen ihn aufspüren, töten und seinen Kopf mitbringen, damit Aizen ihn zur Schau stellen kann“, sie hielt ihm eine Hand hin und half ihrem Kollegen auf.
„Sind wir hier im Mittelalter, oder was?“, Coyote ließ seinen Rücken knacken und die andere Arrancar zuckte mit den Schultern: „Einige der niedrigeren Nummern sind mehr Tier als alles andere, sie sprechen nur die Sprache der Gewalt.“
„Huh“, er betrachtete sie kurz: „Wenn du das meinst.“
„Komm, bringen wir es hinter uns“, sie setzte sich in Bewegung.
„Seid doch mal etwas motivierter!“, das kleine Mädchen sprang zwischen den beiden Arrancar umher: „Wir kommen endlich aus diesem langweiligen Schloss raus!“
„Ich werde euch endlich mal kämpfen sehen“, Yukiko lachte leise: „Sofern du nicht zu faul dafür bist.“
„Hey, wenn ich eine Aufgabe erhalte, dann erledige ich sie auch gewissenhaft“, Starrk fuhr sich durchs Haar und starrte auf den Rücken der Frau: „Ich werde dich nicht hängen lassen, immerhin sind wir jetzt Kameraden.“
Sie sah ihn über die Schulter hinweg an und blieb für einen Moment stumm, dann nickte sie: „Ja, wir sind Kameraden.“
„Früher sind alle in unserer Nähe gestorben“, Lilynette tänzelte um sie herum: „Es ist toll, dass ihr nicht einfach so tot umfallt.“
„Glaub mir, selbst der schwächste Arrancar wird nicht durch eure bloße Anwesenheit sterben. Das brechen der Maske macht selbst einen Gillian so stark wie einen Vasto Lorde.“
„Ich glaube, dass du ein wenig übertreibst“, warf Starrk ein.
„Vielleicht ein wenig“, antwortete sie amüsiert: „Aber ihr wisst, was ich meine.“
„Wenn wir draußen sind können wir fangen spielen!“
Irritiert sah Yukiko das Mädchen an: „Wie bitte?“
„Fangen spielen!“, die Kleine preschte voraus und ließ sie mit dem Primera zurück.
„Sie ist ja wie ein normales Kind“, stellte sie beinahe entsetzt fest.
„Ja und nein. Sie ist immer noch eine von uns, ein Teil von mir, ein Hollow“, er zuckte mit den Schultern: „Sie kann grausam sein.“
„Hm“, machte Yukiko und setzte sich wieder in Bewegung: „Es ist eine nette Abwechslung zu all diesen Monstern, die in diesem Palast leben und ihr Territorium wie wilde Bestien verteidigen.“
„Du hältst nicht allzu viel von deinen Kameraden“, stellte er fest.
„Sie haben keine menschlichen Qualitäten.“
Amüsiert schnaubte er: „Ich habe gehört du hast der alten Primera den Kopf mit bloßen Händen abgerissen, weil sie dich beleidigt hat. Ist das etwa eine menschliche Qualität?“
„Guter Einwand“, sie zuckte mit den Schultern: „Auch in mir schlummert ein Tier. Was ist mit dir?“
Coyote zuckte mit den Schultern: „Ich denke schon, dass der Hollow in mir schlummert, aber ich habe es nicht nötig, ihn von der Leine zu lassen. Das Leben ist so viel schöner, wenn man zivilisiert miteinander umgeht, nicht wahr?“
„Absolut.“
Vor ihnen ragte der Haupteingang, in der großen Halle hallten ihre Schritte wieder.
Die Flügeltüren wurden für sie geöffnet.
Sie traten ins Freie.
Lilynette hüpfte im Mondlicht umher.
„Los! Lasst uns fangen spielen!“, sie rannte los.
Seufzend sah Starrk ihr nach, dann gab er sich einen Ruck, tippte Yukiko auf die Schulter: „Du bist“, und rannte dem Mädchen hinterher.
„Hey!“, mit einem Satz jagte die Arrancar den beiden hinterher.

Keuchend standen die drei Arrancar am Rand der Grube.
„Verdammt, bin ich außer Atem“, stellte Yukiko fest und stemmte die Hände in die Hüften: „Das muss aufhören!“
„Spielverderber“, maulte Lilynette, aber Starrk stimmte ihr zu: „Ja, wir brauchen eine Pause. Und wir dürfen unseren Auftrag nicht vergessen. Das hier ist ein guter Ort um erst einmal zu rasten.“
Beleidigt schlitterte das Mädchen in die Kuhle.
„Man, die ist vielleicht ein Energiebündel“, die Blauhaarige sah den Primera an: „Wie hältst du das bloß aus?“
Er zuckte mit den Schultern: „Keine blasse Ahnung“, dann folgte er seiner Hälfte in die geschützte Senke.
Sie beobachtete, wie er mit der Kleinen sprach und ihr dann durchs Haar fuhr. Es wirkte so vertraut, als wären sie Familie. Ein leichtes Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, ja, die beiden waren Familie, ein Herz und eine Seele. Auch wenn sie allesamt Monster waren. Da waren immer noch Herzen in ihrer Brust.
Sie fasste sich an die weiße Masse und sah auf ihre Hand herab.
„Ich habe immer noch ein Herz“, sagte sie sich leise, dann folgte sie ihren Kameraden.

„Verdammt, Starrk, beweg deinen faulen Hintern“, sie schüttelte ihn: „Komm schon, wir müssen unseren Auftrag ausführen.“
Er öffnete widerwillig die Augen und hob abwehrend die Hände: „Bin ja schon wach.“
„Können wir wieder Fangenspielen?“, Lilynette hängte sich über Yukikos Schulter, die sie tadelnd ansah: „Heute nicht, wir müssen wirklich diesen Arrancar fangen.“
„Oh man“, die Kleine zog eine Schnute.
„Reiß dich zusammen“, der Primera schnippte gegen ihre Hollowmaske: „Also, dann wollen wir doch mal einen Arrancar aufspüren!“
Es dauerte nicht lange, bis sie den Störenfried gefunden hatten und der Primera machte kurzen Prozess mit dem Ausreißer.
Aber den Kopf wollte er nicht in die Hand nehmen, also trug Yukiko die Trophäe zurück zum Palast.
In der Nacht kam er das erste Mal zu ihr.
Sie sah auf, als sie sein Reiatsu spürte und zog die Tür auf, als er gerade klopfen wollte.
Einen Moment lang stand er mit der gehobenen Hand da und starrte sie an, dann räusperte er sich: „Yukiko.“
„Starrk.“
Er zögerte: „Hast du einen Moment Zeit für mich?“
Sie nickte und bedeutete ihm, herein zu kommen: „Setzt dich, was kann ich für dich tun?“
Der Primera betrat ihr Zimmer.
Es war klein und genauso lieblos eingerichtet, wie jeder andere Raum des Palastes auch.
Er ließ sich auf den weißen Holzstuhl sinken, der an ihrem pedantisch sortierten Schreibtisch stand und ließ seine Hände über ihre schwarzen Stifte gleiten: „Das weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau.“
„Hm“, machte sie und setzte sich auf die weiße Tischplatte, sah ihn an: „Warum bist du hier? Du musst doch irgendetwas wollen.“
Der Mann sah auf, erwiderte ihren Blick: „Ich weiß nicht, warum ich hier bin… aber ich weiß, was ich will.“
Yukiko wartete, aber er redete nicht weiter, also hakte sie schließlich nach: „Und was willst du, Coyote Starrk?“
„Kameraden.“
Sie legte den Kopf schräg, musterte ihn, runzelte die Stirn: „Kameraden…“
„Freunde“, ergänzte er und sie wiederholte: „Freunde“, ließ sich das Wort auf der Zunge zergehen, ein Wort, dass sie seit Ewigkeiten nicht mehr benutzt hatte. Sie erinnerte sich daran, wie es war, Freunde zu haben. Sie vermisste Ashido… Und sie erinnerte sich an Aiko, Tōshirō, Rangiku und Shirayukihime. Und an Rin und Lilei…
Sie genehmigte sich ein Seufzen: „Du willst Freunde? Oh, Starrk, da bist du am falschen Ort. Wir sind eine Armee, wir sind in der Tat Kameraden, aber Freunde? Arrancar können keine Freunde sein. Wir sind alle gierig, so gierig nach Macht, dass wir keine Freundschaft kennen.“
„Nach Macht gieren nur die, die nicht wissen, was es heißt, allein zu sein“, er stützte sich auf der Tischplatte ab, den Kopf auf seine Hand gelehnt, als wäre er zu schwer, um ihn allein hoch zu halten.
„Jeder will stark sein“, wiedersprach sie und erinnerte sich daran, wie begierig sie auf einen Offiziersrang gewesen war.
„Ich nicht“, Starrk wich ihrem Blick aus, sah aus dem großen Fenster in die Wüste hinaus.
Die Arrancar runzelte sie Stirn: „Du willst lieber schwach sein?“
„Vielleicht hätte ich dann Freunde…“
Stille senkte sich über sie.
Schließlich legte sie ihre Hand auf seine Schulter. Der Kopf des Primera fuhr herum, seine stahlblauen Augen fixierten sie, schienen sie regelrecht aufzuspießen.
„Du musst nicht schwach sein, um Freunde zu haben, Starrk“, sein Körper war ungewöhnlich warm für einen Arrancar, selbst durch den Stoff seiner Jacke spürte sie seine Wärme.
„Bist du ein Freund, oder ein Feind?“, fragte er schlicht.
„Ich bin ein Monster“, antwortete die Blauhaarige und lachte leise: „Aber das macht mich nicht zum Feind.“
„Also bist du ein Freund?“, Coyote musterte sie und sie erwiderte seinen forschenden Blick: „Das kann ich dir noch nicht sagen.“
„Sing für mich“, forderte der Primera plötzlich und sie lachte leise: „Wie bitte?“
„Sing für mich“, wiederholte der Mann und nahm ihre Hand in seine, fuhr über ihren Handrücken, betrachtete die bläulichen Adern unter ihrer kalkigen Haut: „Du hast so eine schöne Singstimme, wie ein Engel…“
Irritiert zog sie die Augenbrauen zusammen und runzelte die Stirn: „Du willst wirklich, dass ich für dich singe?“
„Bitte.“
„Wie merkwürdig du doch bist… so menschlich“, sie lächelte mild, dann sang sie für ihn.

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Die Geschichte ist komplett durchgeplant, ich schreibe momentan immer an mehreren "Baustellen" gleichzeitig, um das Ganze endlich mal auf die Reihe zu bekommen. Hab sogar schon ein Drittel des Epilogs geschrieben xD ich hoffe euch auf diese Art und Weise schneller die nächsten Kapitel bieten zu können trotz Unistress!
Hoffen wir mal, dass die Taktik aufgeht ^-^

LG Kuraiko
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