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Unsichtbare Narben

Kurzbeschreibung
OneshotSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Newt Scamander Percival Graves
13.11.2017
13.11.2017
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Ein kleines Wichtelgeschenk für tasto777 für das Projekt Offen für Neues


Unsichtbare Narben

Seine Hände fuhren durch das Fell eines Tieres. Percival hatte keine Ahnung, was es für ein Wesen war. Wahrscheinlich hatte Newt es einmal erwähnt, ganz sicher hatte er es erwähnt, doch er hatte es vergessen. Nicht, dass es wichtig war, doch er stellte fest, dass er das Tier und sein weiches Fell mochte. Früher hatte er Newt für verrückt gehalten und eigentlich tat er das immer noch, doch vielleicht hatte der Mann trotzdem recht. Vielleicht waren die Wesen, die er so verzweifelt zu beschützen versuchte, die besseren Menschen. Sie waren auf jeden Fall freundlicher als die Menschen, mit denen Percival es bisher zu tun gehabt hatte.
"Er hat dich gerne."
Percival sah fragend zu Newt, der auf das Tier auf seinem Schoß deutete. Das Tier hatte sich an ihn gekuschelt und schien zu schlafen. Es war seltsam, so viel Vertrauen von einem Wesen entgegengebracht zu bekommen, das er vor wenigen Stunden am liebsten noch eingesperrt hätte. Doch stattdessen fragte er sich nun im Stillen, ob die Kreatur aufwachen würde, sollte er sich bewegen. Wie es dazu gekommen war, konnte er selbst nicht einmal genau erklären.
Eigentlich hatte er Mister Scamander nur gesucht, um Informationen von ihm zu bekommen. Nicht für die Arbeit, sondern aus eigenem Interesse. Wie er dann in den Koffer und auf diesen Platz auf der Mauer gekommen war, das war ein Rätsel, das nur der Mann neben ihm lösen konnte.
"Wartet die Präsidentin auf dich?" Newt sah ihn fragend an. Scheinbar hatte der Mann seine Unruhe falsch gedeutet und er schüttelte schweigend den Kopf.
"Ich bin auf unbestimmte Zeit beurlaubt."
Solange, bis sie ihm wieder über den Weg trauten und seine Kollegen nicht mehr in Mitleid ertrinken mussten, wenn sie ihn nur sahen. Er konnte fühlen, wie bittere Galle in ihm aufstieg. Er war sehr wohl in der Lage seinen Job zu erledigen, wenn man ihm nur eine Chance dazu geben würde.
"Das tut mir Leid."
Doch es klang nicht wie Mitleid. Eher wie Bedauern oder vielleicht auch Erleichterung? Newt war unmöglich zu durchschauen und gleichzeitig die ehrlichste Person, die er wohl jemals getroffen hatte. Er wusste zwar nicht so recht, wie er damit umgehen sollte, doch überraschenderweise war es äußerst angenehm.

"Der Drache." Er wusste nicht genau, was er überhaupt sagen wollte, doch es fand es war an der Zeit das Thema anzuschneiden. Er kannte viele Zauberer, die Angst vor Drachen hatten, doch das waren die selben, die auch Angst vor den meisten Wesen in dem Koffer hatten. Newt hatte im Krieg mit Drachen gearbeitet, so viel wusste er. Doch seine Reaktion war nicht die Reaktion eines Mannes gewesen, der mit Drachen arbeiten wollte. Es war auch nicht die Reaktion von jemandem gewesen, der Angst vor Drachen hatte. Er warf einen Blick hinüber zu dem Briten, der den Blick abgewandt hatte und zu Boden sah. Auch jetzt hatte er wieder diesen Blick. Irgendwo zwischen Scham und Trauer.
"Was ist passiert?" Denn irgendetwas musste passiert sein und vielleicht würde er endlich ein weiteres Puzzleteil bekommen, um den Menschen an seiner Seite zu verstehen.
"Bitte frag nicht nach," kam Newts leise Antwort. Eine Antwort, die er nur zu gut kannte. Es war die Antwort auf viele Fragen. Warum er England verlassen hatte. Wie genau er damals aus Hogwarts geflogen war. Wer die Frau war, deren Bild er einmal kurz gesehen hatte, bevor Newt ihn weg gezogen hatte und das seitdem nicht mehr in der Schublade lag, in der er es entdeckt hatte.
Schweigend wand er den Blick ab und beobachtete, wie seine ehemaligen Kollegen die Schäden beseitigten und die letzten No-Majs obliviierten. Er wünschte er könnte etwas sagen. Wenigstens jetzt. Aber wie immer wollten ihm die richtigen Worte nicht einfallen. Es war einfach, Antworten zu verlangen und Menschen auszufragen, doch es war so viel schwerer dabei ihre Gefühle nicht zu verletzen. Ihm war schon öfter vorgeworfen worden, er hätte kein Feingefühl, aber erst seit er mit Newt unterwegs war, wurde ihm bewusst, wie wichtig dieses ominöse Feingefühl eigentlich war.
Neben ihm raschelte es und er beobachtete, wie Newt die kleine Heuschrecke, die keine Heuschrecke war, aus der Tasche zog und begann sich leise mit ihr zu unterhalten, während er der Szene den Rücken zu drehte und mit seinem Koffer Richtung Bahnhof ging. Vielleicht hätte er Newt nicht im Hilfe bitten sollen. Das war Sache des Ministeriums und Newt hatte nichts damit zu tun. Wäre er verletzt worden oder irgendetwas schief gegangen, dann hätte er in ernsthafte Schwierigkeiten kommen können. Sie beide.
"Mr. Graves."
Percival sah auf, als jemand auf ihn zu kam. Er war aus dem Ministerium, doch Percival erkannte ihn nicht.
"Wir hätten ein paar offene Fragen, was den Drachen angeht. Wenn sie so freundlich wären, mich zu begleiten."
Es war keine Bitte und Percival sah zögernd Richtung Bahnhof, bevor er dem Mann folgte. Vielleicht war jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um seinen alten Posten wieder einzufordern. Dann konnte Newt auch wieder in aller Ruhe durchs Land ziehen.

Es war nur ein Augenblick gewesen. Eine winzige Sekunde. Ein einziges Wort, aus dem Mund eines einzigen Mannes. Und dennoch saß Percival hier zusammengekauert unter einem Tisch und konnte seinen Körper nicht dazu überreden, sich zu bewegen. Dabei taten seine Beine weh, so verkrampft wie sie waren, um in die Enge zu passen. Seine Arme taten weh, allen voran seine Hände. Sie hatten sich viel zu fest in seine Knie gekrallt und er war sich sicher, er hatte Löcher in der Hose, genau dort, wo sich seine Fingernägel in den Stoff gebohrt hatten.
Es schnatterte und raschelte um ihn herum und irgendetwas war ganz in seiner Nähe, doch er wagte es nicht, die Augen auf zu machen. Es war völlig ausgeschlossen, dass Grindelwald ihm hierher gefolgt war. Es war unmöglich und dennoch war er überzeugt, sollte er die Augen öffnen, so würde er ihn vor sich sehen. Ein Messer in der Hand, wie jedes mal, wenn er gekommen war, um sich etwas Blut für die Verwandlung zu holen.
Als er Schritte hörte, riss er erschrocken die Augen auf und sein Körper versteifte sich. Fast war er davon überzeugt, dass sogar sein Herz und sein Atem eingefroren waren.
Percival sah Schuhe, die vor dem Tisch stehen blieben. Eisiges Schweigen lag in der Luft und versuchte ihn zu erdrücken. Ein Schatten legte sich auf das Tischtuch, das ihn bisher verdeckt hatte und so versteinert sein Körper bisher gewesen war, so sehr wollte er jetzt nicht still halten.
Zittriger Atem kam ihm viel zu hektisch über die Lippen, während er versuchte sich durch die Wand zu drücken, weg von Grindelwald, weg von diesen Schuhen und der Hand, die das Tischtuch langsam und vorsichtig hob.
Scheue Haselnuss-Augen sahen ihn an, bevor das Tischtuch noch weiter nach oben gezogen wurde und auf dem Tisch abgelegt wurde. Dann wich Newt sofort wieder einen Schritt zurück und hockte sich ihm gegenüber.
Newts Blick wanderte zur Seite, weg von Percival und er zwang sich dazu, Luft zu holen. Zwang sich dazu seine versteinerten Körper zum Atmen zu zwingen. Schweigend saßen sie einander gegenüber.
Percival konnte sich immer noch nicht bewegen und Newt schien kein sonderliches Interesse daran zu haben, sich weg zu bewegen oder irgendetwas zu tun.
"Toni hat sich gefragt, warum du nicht mehr zu Besuch kommst."
Überrascht musterte Percival Newt, der ihn immer noch nicht wirklich ansah. Stattdessen musterte er irgendetwas, das außerhalb von Percivals Sichtfeld lag. Es musste etwas verdammt Interessantes sein.
"Ich hatte zu tun."
Er war überrascht, wie dünn und leise seine Stimme klang, doch es war in Ordnung. Newt sprach selten laut, um die Tiere nicht zu verschrecken. Es würde ihm nichts ausmachen, wenn er leise war.
"So viel, dass du nicht einmal Besuchen kommen konntest?"
Percival fragte sich im Stillen, wer sich wirklich gefragt hatte, warum er nicht mehr kam. Oder vielleicht war es auch ein stummer Vorwurf, dass er ihn angelogen hatte. Doch wie sollte er in Worte fassen, warum er Newt nicht besucht oder sich bei ihm gemeldet hatte? Nichteinmal, als Newt in New York gewesen war, um Jacob zu besuchen. Er konnte es ja nicht einmal sich selbst erklären.
Hilflos sah er Newt an, der nach einer Ewigkeit zu ihm sah und sofort wieder weg sah. Augenkontakt war immer noch nicht willkommen, doch Newt zuckte mit den Schultern.
"Nicht so wichtig."
Wieder saßen sie schweigend vor einander. Langsam merkte Percival, wie er sich wieder bewegen konnte. Seine verkrampften Finger lösten sich aus dem Stoff seiner Hose und ein furchtbares Brennen breitete sich in seinen Muskeln aus. Der menschliche Körper war nicht dafür gemacht, sich so zu verkrampfen.
Newt warf ihm einen fragenden Blick zu, doch die Frage blieb unausgesprochen.
Warum war er hier? Warum war er ausgerechnet jetzt in Newts Koffer gestiegen? Doch anders als er selbst besaß der Mann das Taktgefühl nicht zu fragen. Dennoch wollte er ihm eine Erklärung geben. Wollte sich erklären, damit wenigstens einer von ihnen nicht auf Ewig im Dunkeln tappen musste.
"Grindelwald."
Er wusste nicht, wie er das Wort über die Lippen brachte, doch schlagartig konnte er fühlen, wie das Zittern zurück kehrte. Als hätte alleine der Name des Mannes die Macht, ihn herauf zu beschwören. Ihn und die Ewigkeit gefangen in diesem dunklen Loch.
"Schhhh."
Vorsichtig rutschte Newt näher. Als würde er versuchen sich einem scheuen Tier zu nähern, nicht einem erwachsenen Mann, der sich wie ein kleines Kind unter einem Tisch versteckte. Doch obwohl Percival sich darüber im klaren war, wie erniedrigend die Situation eigentlich sein müsste, fand er nicht die Kraft in sich, sich daran zu stören. Newt kam näher, bis er fast direkt vor ihm saß und streckte die Hand aus.
Für eine Sekunde glaubte Percival, Newt wolle ihm die Hand zum Schnüffeln hinhalten oder ihm über den Kopf streichen und so merkwürdig es auch gewesen wäre, er hätte ihn machen lassen. Er hätte Newt machen lassen, was auch immer er wollte, denn Newt war vielleicht der einzige Mensch auf der Welt, der ihn nicht dafür verurteilen würde, dass er hier unter dem Tisch saß, statt der Präsidentin Meldung zu machen.
Doch Newt strich ihm nicht über den Kopf. Stattdessen legte er seine Hand an Percivals Wange und strich ihm vorsichtig mit dem Daumen unter dem Auge entlang, fast als wolle er Tränen weg wischen, die nicht da waren.
"Schh, alles wird gut."
Und Newt sah ihm fest in die Augen und er schien wirklich daran zu glauben, dass alles gut werden würde.
Und Percival beschloss, ihn dieses eine Mal nicht zu hinterfragen, sondern ihm einfach zu glauben.

Manchmal fragte sich Percival, ob er zurück gehen sollte. Zurück zum Ministerium.
Eine Nachricht hatte er bekommen. Dass er jederzeit in seinen Posten zurück kehren konnte, sollte er sich bereit dazu fühlen und er hatte ernsthaft darüber nachgedacht. Doch er fühlte sich nicht bereit. Nach einer Woche nicht und auch nicht nach einem halben Jahr. Er bezweifelte, dass er sich jemals wieder in der Lage fühlen würde, im Ministerium zu arbeiten. Und wenn, dann würde er nicht in seinen Posten zurück wollen. Wozu, wenn er in einem anderen Bereich viel besser aufgehoben wäre?
Sollte Percival jemals zurück gehen, er würde es tun, um die Gesetze zu ändern und neue Richtlinien für den Umgang mit magischen Wesen einzuführen. Es war unmöglich so lange mit Newt unterwegs zu sein und das nicht tun zu wollen.
Doch dazu müsste er zurück kehren. Nach New York. In sein Büro. Fort aus den Bergen und weg von den Orten, die sie noch besuchen würden.
Percival sah in den Himmel, an dem die Sterne leuchteten. Irgendetwas flog über seinen Kopf und verdunkelte für einen kurzen Moment das Himmelszelt. Er hatte nicht gewusst, dass es in Amerika so schöne Orte gab. Sie waren magisch, auf ihre ganz eigene Art und Weiße und manchmal war ihm, als könne er die Berge atmen hören.  
Es raschelte leise neben ihm, als Newt sich zu ihm ins Gras setzte und sich neben ihn an den Felsen lehnte.
Das taten sie oft. Meistens saß Percival zuerst draußen, aufgeschreckt von einem weiteren Albtraum und jedes mal hoffte er, es war der letzte und gleichzeitig fürchtete er sich davor, denn dann würde Newt alleine hier draußen sitzen und so magisch das endlose Himmelszelt auch sein konnte, so einsam war es doch auch.
Manchmal wollte er nachfrage, warum Newt aufwachte. Ob es auch Albträume waren, oder etwas anderes. Doch es war eine der vielen Fragen, die unausgesprochen zwischen ihnen hingen.
Der Brite hatte auch kein einziges mal nachgefragt, wieso er immer im Freien saß, wenn er aufwachte.
"Wird es jemals besser?"
Es war eine Frage, die ihn schon lange beschäftigt hatte. Er musste nicht wissen, was es war, das Newt wach hielt und sein Freund musste nicht wissen, was ihn selbst wach hielt, doch er fragte sich, ob es jemals ein Ende nehmen würde. Vielleicht würde er eines Tages aufhören von Messern und dunklen Löchen zu träumen, deren Wände zu steil waren, um daran hinauf zu klettern. Und vielleicht würde er nicht mehr jedes mal Grindelwalds Gesicht sehen, wenn er schweißgebadet aufwachte. Vielleicht würde Newt eines Nachts nicht mehr nach der Brandnarbe greifen, wenn er sich zu ihm setze und das Gesicht dabei verziehen.
Als er keine Antwort bekam, sah er fragend zu Seite, zu Newt, der auf seine Hände starrte und ihm einen scheuen Blick zu warf, bevor er den Kopf schüttelte. Ein bedauerndes Lächeln auf den Lippen.
Schweigend sah er wieder hinauf in den Himmel auf der Suche nach dem Vogel, der kurz zuvor die Sterne verdunkelt hatte.
Es war auch so in Ordnung. Solange er nicht alleine in der Nacht sitzen musste, solange er Newts vertraute Wärme an seiner Seite hatte, konnte er damit leben.  

Die Luft flimmerte, als würden Zauber durch die Wüste geistern, auf der Suche nach ihrem Ziel. Es war, als würde die Hitze leben und sollte ihm irgendjemand eröffnen, dass sie das tatsächlich tat, würde es ihn nicht überraschen. Percival hatte Schneemonster gesehen und winzige Naturgeister, die an die Feen erinnerten, an die die No-Maj glaubten. Er hatte Dinge gesehen, die er sich nie hätte erträumen können.
Und trotzdem war die Welt noch voller Rätsel. Das größte davon lag mit dem Kopf in seinem Schoß und döste vor sich hin, während der Niffler seine Taschen plünderte und sich dann ein Loch im heißen Sand grub.
Percivals Hand fuhr durch das schweißnasse Haar und spielte geistesabwesend mit einer Haarsträhne, die sich verknotet hatte.
Newts Hemd war ein Stück nach oben gerutscht und er konnte die Brandnarbe sehen, die sein Freund sonst so gut verdeckt hielt. Er widerstand dem Drang, die Konturen mit den Finger nach zu fahren und beschränkte sich auf Newts Haare. Er wusste mittlerweile, was passiert war. Es erklärte so viel und gleichzeitig immer noch viel zu wenig. Er wünschte sich bloß, Newt könnte es endlich vergessen. Sie könnten es beide endlich vergessen.
Newt bewegte sich unruhig im Schlaf und Percival fuhr ihm beruhigend durchs Haar, so wie dieser das auch immer tat.
Er konnte nicht genau erklären, warum es so weh tat. Vielleicht, weil er mittlerweile genau wusste, wie es war, jede Nacht aufs neue in seinem eigenen Kopf eingesperrt zu werden. Auch wenn Newts Gefängnis nicht aus einem dunklen Loch bestand, sondern aus Flammen. Und die Tatsache, dass noch jemand jede Nacht um sein Leben kämpfte, nur um aufzuwachen und festzustellen, dass es schon längst zu spät war, war das schlimmste. Er konnte nicht genau sagen, was es war. Vielleicht, weil es Newt war und er stumm gehofft hatte, dass zumindest Newt irgendwann frei sein würde.
Doch so wie die Dinge standen, würden sie wohl beide eingesperrt bleiben, mit einer stummen Mauer, die sich unbemerkt zwischen ihnen und dem Rest der Welt aufgebaut hatte.
Ein Fwuuper sprang auf einen Stein in der Nähe und Percival beobachtete den Vogel, während dieser im Gegenzug ihn zu beobachten schien. Fragend legte die Kreatur den Kopf schief, bevor sie mit einem Zwitschern abhob und in die Sonne flog. Newt schreckte auf und sah sich um.
"War das ein Fwuuper?"
Müde und verwirrt blinzelte er in das Sonnenlicht und Percival musste sich ein leichtes Lächeln verkneifen.
"Ja, aber ich fürchte er ist schon weiter geflogen."
Newt sah ihn blinzelnd an. Er schien noch zu müde, um richtig zu begreifen, was er gesagt hatte, doch er nickte und sah sich suchend um, bevor er seinen Kopf an Percivals Schulter legte und für einen Moment dachte er, Newt wolle weiter schlafen.
"Wir sollten weiter gehen. Das Nest müsste irgendwo sein und ich will den Lockruf heute noch ausprobieren."
Newt sah ihn fragend an.
Percival nickte und stand auf, bevor er Newt auf die Füße half und den Koffer aufhob.
"Danke."
Newt warf ihm ein kleines Lächeln zu und Percival gab ihm einen kurzen Kuss auf die Wange, bevor er seine Hand nahm und mit ihm weiter ging.
Früher hatte Percival gedacht, das Newt ihm vielleicht einen neuen Weg zeigen konnte. Einen Weg in dieser Welt zu leben, nachdem man allem, was man kannte, den Rücken zu gewendet hatte. Doch mittlerweile wusste er, dass Newt noch verlorener war, als er selbst. Sie tappten beide im Dunkeln. Doch zumindest waren sie nicht alleine.
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