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Geschichte der unbekannten Magier

MitmachgeschichteAllgemein / P12
12.11.2017
17.10.2018
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02.12.2017 1.190
 
Die nächsten Tage, warten die Studenten an der Türkante, um zu sehen, ob der ‚Speziallehrer kommt. Jedes Mal wurden sie bisher enttäuscht.
Heute jedoch ist es anders; auch wenn sie es so nicht erwartet hatten. Wieder stehen einige an der Tür um zu beobachten ob er kommt. Die anderen lesen oder schlafen zur Hälfte. Plötzlich hören sie Schritte! Alle horchen auf!
Die im Klassenzimmer bekommen einen richtigen Schrecken! Jene an der Tür merken nichts, bis eine Stimme direkt neben ihnen fragt: „Auf wen wartet ihr?“ Vor lauter Schreck fallen einige um, andere zur Tür raus! „Herr Professor!“ Mit einem Wink holt er alle rein und ‚versiegelt‘ die Tür.
Drei Pergamentrollen liegen am Tisch; wovon er eine bereits gelesen und ausgearbeitet hat.
„So. Allem Anschein nach ist mein Unterricht doch sehr interessant für euch, da werde ich dann mal wieder eine Familie mit euch durcharbeiten.“ Als wäre es ihr Stichwort, holen alle ihre Sachen heraus und warten regelrecht darauf, dass er los-redet.“  ‚Wow; die kleben ja richtig an meinen Lippen‘ „Ok. Heute behandeln wir die Familie O’Neil.
Die Familie O’Neil steht in engem Kontakt mit der Familie Koregaz und der Nachtwache. Dies ist aber nicht verwunderlich; schließlich gehören beide Familien zu ihren Gründern. Während die Koregaz den Osten Europas verteidigen, schützen die O’Neil’s den Westen. Auf Irland, ihrer Heimat waren sie maßgeblich daran beteiligt, die Stützpunkte der Nachtwache zu etablieren! Auch heute noch steht der, sogenannte Bunker der Nachtwache, noch. Dies ist aber wenig verwunderlich.
Die O’Neil’s sind Runenmagier aller erster Güte! Selbst die besten Runologen des Uhrenturms können ihnen nicht das Wasser reichen. Diese Magie erlernten sie und meisterten sie in den vielen Jahren ihres bestehen. Dabei half ihnen auch etwas anderes. Es gibt nämlich Gerüchte, dass die O’Neil’s auch das Blut der Red Branch in ihnen fließen soll! Allerdings kann nur ein Familienmitglied dies bestätigen!“
Leises Schweigen umhüllt den Raum. Offenbar will niemand den Lehrer stören, weshalb er kurzerhand weitererzählt: „Die Familie O’Neil gehört, wie ich bereits sagte, zu den insgesamt vier Gründern der Nachtwache. Ohne Zweifel waren sie einer ihrer stärksten Grundpfeiler, da auch heute noch viele Einrichtungen der Wache durch ihre Runen geschützt werden! Auch etablierten sie viele Sicherheitszellen; kleine abgeschottete Räume, die den Jägern eine Verschnaufpause gönnten, wenn ihnen die Todesaposteln zu sehr zusetzten!
Ihre Kräfte sind sehr beeindruckend! Je nachdem, wie der Magier sie einsetzt, ist er entweder ein klassischer Magier oder ein Magiekrieger! Einige Verwenden Distanzangriffe gegen die Todesaposteln andere nutzen ihre Runen um in den Nahkampf zu gehen; was bei normalen Magiern, die gegen diese Wesen kämpfen schon an Selbstmord grenzt!“
Eine Hand erhebt sich: „Sir. Bedeutet dies, dass sie sich Rune einritzen?“ Er schüttelt mit einem leichten Lächeln den Kopf: „Nein, nein. Sie gravieren Runen auf ihre Kleidung um so Resistenzen oder Stärken zu aktivieren. Dabei ist es egal ob es elementare oder andere Resistenzen, etwa Giftresistenzen sind.“ Eine weitere Hand erhebt sich: „Aber brauchen die nicht ewig für Sprüche?“ Etwas verwirrt und enttäuscht sieht er den Studenten an; auch einige andere folgen dem Beispiel: „Schäm dich! Ich dachte du wüsstest bereits, dass Runen, ohne Worte ihre Macht entfalten können!“
Er gibt sich selbst einen Schlag auf die Stirn und vergräbt sein Gesicht anschließend in sein Heft.
„Sie sind sehr standhaft und verstehen sich gut mit den Mitgliedern der Nachtwache; was ein Problem für sie ist.“ Verwirrt sehen die Studenten ihn an.
„Tja. Auch wenn sie Magier sind, haben sie die Nachtwache vorgezogen und den Uhrenturm lange Zeit geschmäht. Trotz des nachträglichen Eintritts sind immer noch große Spannungen zwischen dem Turm und den O’Neil’s, weshalb sie gemieden werden, da jeder schlecht behandelt wird, der sich mit ihnen einlässt.“
Traurige aber auch Nachdenkliche Gesichter schmücken die Bänke der Klasse. Ein Mädchen stellt nun die entscheidende Frage: „Was ist aus ihnen geworden?“
Etwas melancholisch stellt er sich vor seine Klasse und berichtet, was er weiß: „Die letzte bekannte Generation waren zwei Geschwister. Der ältere der beiden hieß James O’Neil; er hatte eine neun Jahre jüngere Schwester, Lisa O’Neil. James war der Erbe, weshalb ihm sämtliche Techniken und das Familiengeheimnis anvertraut wurden. Die Nachricht und Geburt seiner Schwester war zwar unerwartet; aber nicht schlecht. Sie wurde ebenfalls in die Kunst der Runenmagie geschult, auch wenn ihr Wissen eingeschränkt wurde.
Als James dann aus dem Gralskrieg in Braniewo zurückkehrte, musste er vieles hinnehmen! Die Todesaposteln sinnten auf blutige Rache; so musste er seine Eltern an einen Hinterhalt verlieren! Beinahe ereilte dies auch seine Schwester Lisa, doch er konnte sie davor bewahren! Allerdings zahlte er einen hohen Preis dafür; er durfte keinen Erben mehr zeugen!“ Einer der Studenten platzt hinein: „Dann hätte er doch einfach adoptieren können!“ Er sieht ihn an: „Und wie, wenn der Uhrenturm alle möglichen Kandidaten vor ihm fernhält!“ Der Student schweigt und setzt sich. Eine unbegründete Schuld kommt allen Schülern auf.
„James entfremdete sich von seinen Freunden und sogar von seiner Schwester! Die Tatsache, dass all das Wissen vergehen soll blockierte sein Denken. Er hätte seine Schwester unterrichten können, doch da sie bei den Koregaz und später in den Nachtwachenquartieren war, konnte er sie nicht mehr aufspüren.“
Eine bedrückende Stimmung ist im Saal. „Aber!“ kommt es vom Lehrer. „Aber es gab ein aufleuchten! Niemand weiß wie, aber er fand einen Schüler, den er alles lehrte was er wusste; so sagt man es sich zumindest. Ob er ihm auch das Magic Crest der Familie übertrug ist nicht bekannt. Da er wenige Jahre später im Uhrenturm einem Attentat zum Opfer viel ist diese Frage von großer Bedeutung! Eines ist zumindest sicher, werder seine Schwester noch der Turm habend das Crest und der Schüler soll verschwunden sein, falls er je existiert hat.“
Etwas traurig sehen sich nun alle an: „Professor. Was ist mit seiner Schwester?“ Er sieht in die Runde: „Da kann ich euch beruhigen. Sie lebt und ist wohlauf.“ Diese Nachricht erleichtert viele. „Sie hat in die Koregaz-Familie eingeheiratet. Womöglich hat sie schon Kinder.“ Einige Mädchen kichern bei dem Satz, andere träumen vor sich hin.
Zum Schluss fragt ein Student noch was: „Sir; was ist eigentlich ihre Familienmagie?“ Doch bei dieser Frage zuckt er nur mit den Schultern. Es akzeptierend machen sich alle auf zu gehen: „Ok. Wir haben noch zwei Rollen. Also. Morgen um dieselbe Zeit. Ich warte auf euch.“
Mit einem ‚Verstanden‘ und vielen lächelnden Gesichtern verlassen die Studenten die Klasse; da sie wissen er ist morgen wieder da.
Der Lehrer aber wartet noch im Saal, bis alle weg sind. Als der Letzte durch die Tür ging, bricht er mit flüstern sein Schweigen: „Gate of Shadow. Das Tor zu den Ländern des Schattens! Die Möglichkeit diesen Ort zu betreten und eventuell Techniken dort zu lernen. Zudem ist es der perfekte Ort um zu trainieren. Mit dieser Technik konnte die Familie schneller an ihre Kräfte kommen als andere Magierfamilien. So könne auch die nächsten Generationen schnell zu kräftigen Magiern ausgebildet werden.
Doch leider haben nur sehr wenige das Potential dorthin gehen zu können. Außerdem geht es sie nichts an, dass die Geschichte der Familie mit meiner eigenen verbunden ist!“
Übrig blieb nur ein Echo und eine Feder.
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