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Geschichte der unbekannten Magier

MitmachgeschichteAllgemein / P12
12.11.2017
17.10.2018
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18.11.2017 888
 
In der Abwesenheit der Studenten, durchsuchen die Raben die Tische. Es ist nichts Auffälliges dabei; bis auf eine Pergamentrolle! Einer der Zuhörer wollte sie wohl noch abgeben; tja, der Vogel kommt ihm leider zuvor und bringt sie seinem Meister. Dieser liest sie aufmerksam durch: Interessant. Die Stunde wird sich dann wohl ausweiten.“
Als alle wieder zurückkommen, merkt er, dass einige Unruhig sind. „Ok, dann mach ich weiter mit dem Unterricht.“ Die meisten wechseln Stift oder Feder und bereiten sich vor. Einige brauchen es anscheinend nicht.
„Nun, dann komm ich mal zur Familie Koregaz.
Den Vampirjägern unter euch, wir dieser Name sicher ein Begriff sein. Die Familie Koregaz ist schon seit Jahrhunderten auf der Jagd nach Todesaposteln; dabei haben sie auch an diversen Kämpfen und Kriegen teilgenommen.“ Einige blicken Interessiert zu ihm; andere hingegen sehen ihn missbilligend an. Anscheinend gibt es hier Konflikte.
„Ich weiß schon was los ist. Der Uhrenturm und die Vampirjäger der Nachtwache sind nicht gerade die besten Freunde. Dennoch ist die Familie Koregaz eine beeindruckende Magierfamilie, weshalb sie auch jemand erwähnt hat. Also lasst die genervten Gesichter und macht euch Notizen!“ Ihr Lehrer hat einen sichtlich genervten Ton drauf; deswegen tun die eingeschnappten Schüler auch wie geheißen.
Ihr Lehrer erzählt daraufhin weiter: „Ok. Das genaue Alter der Familie ist nicht bekannt; allerdings weiß man, dass ihr Familiensitz in Braniewo, Polen liegt. Von dort aus, haben sie schon viele Reisen in aller Welt unternommen um Todesapostel zu jagen.
Bekannt wurde die Familie; durch ihr Waisenhaus. Viele obdachlose Straßenkinder wurden von ihnen adoptiert; allerdings scheinen nur die Blutsverwandten in Magie unterrichtet zu werden.“
In seiner kurzen Pause trinkt ihr Lehrer einen Schluck Wasser, während einige schnell ihre Notizen machen.
„Damit komme ich nun auch zu ihrer Magie.
Die Koregaz-Familie bedient sich der Elektro-Magie. Bevor es zu Missverständnissen kommt, klär ich euch mal ein bisschen auf. Elektromagie, ist nicht mit Blitzmagie zu verwechseln! Bei der Blitzmagie, bedient man sich der elementaren Energie eines Blitzes oder der Faktoren, die einen auslösen können, um sich zu schützen oder angreifen zu können.
Elektromagie bezieht sich auf die Bioelektrik eines jeden Lebewesens, mit entsprechendem Stoffwechsel. Das heißt, sie bedienen sich ihrer eigenen Körperelektrizität; nur dass sie diese mit Mana kombinieren und so um ein vielfaches schneller werden, da ihre Reizweiterleitung und Reflexe gesteigert werden. Sollten die Koregaz-Magier sehr viel Elektrizität angestaut haben, dann könne sie diese entladen, indem sie sie entweder auf Gegenstände transferieren oder Gegnern Stromstöße verpassen! Ihre Gravur ist dabei eine Art Energiereserve! Sie können auch ohne Gravur ihre Fähigkeiten verbessern; sollte es dann aber doch brenzlig werden, werden sie durch die magische Gravur nochmal um ein Vielfaches verstärkt und können dadurch dem Tod doch nochmal von der Schippe springen.“ Interessiert schreiben einige es nieder, wo andere es nur halbherzig tun.
„Diese Magie hat aber auch noch andere Wirkungen.“ Nach den passenden Worten grübelnd, kratzt sich der Lehrer im Gesicht. Eines der Mädchen fragt nun: „Was für Wirkungen? Ist es dass, was sie vorher meinten?!“
Als hätte sie ihn ertappt, blickt er in die Runde: „Um es kurz zu machen, ja. Durch die bioelektrischen Signale, die durch Magie noch verstärkt werden, steigert sich der Signalausstoß des Magiers unbewusst. Andere Personen, nehmen dadurch, die elektrischen Signale des Magiers unbewusst war, und wollen dann etwas von ihm; was sehr unangenehm werden kann.
Um mal Klartext zu reden; durch seine Magie, reagieren die Personen auf ihn sehr stark! Je nach Gemüt und Geschlecht, kann er dadurch entweder permanent in Schlägereien verwickelt werden oder er wird vom anderen Geschlecht permanent umworben! Da besonders Frauen auf solche Signale empfindlich reagieren, sind die männlichen Koregaz-Magier meistens von Frauen umschwärmt.“ Nach dieser, etwas holprigen Aussage, beginnen einige Mädchen vergnügt zu kichern, während andere rot anlaufen. Die Jungs hingegen, bekommen schlechte Laune, da sie sich in ihrer Position bedroht fühlen. Typisches Paarungsverhalten eben.
Er klatscht in die Hände und alle beruhigen sich einigermaßen. „Wenn ihr jetzt glaubt, dies sei eine tolle Magie, dann bedenkt die Risiken!“ Einige sehen ihn verwundert an. „Wegen der Verbindung von Magie, direkt mit den Körperfunktionen, werden diese zwar gesteigert aber bei zu langer oder intensiver Nutzung auch stark geschädigt!
Bedenkt; er verstärkt sein komplettes Nervensystem! Bei überstrapazierter Nutzung, röstet er seinen Körper von innen! Seine Magiekreisläufe können überlasten, wegen der Verbindung; man hat von Fällen gehört, in denen einige Koregaz-Magier, wegen zu heftiger Nutzung erblindeten; da sie ihre Augennerven überlasteten. Und würden sie es zu sehr übertreiben, könnte das Gehirn geschädigt oder sogar zerstört werden!“ Eine Totenstille bleibt nun im Raum hängen.
Doch ein Räuspern des Lehrers bricht die Stille: „Tja. Dennoch gehen sie ihren Weg weiter und setzen ihren Kampf fort. Allein wegen der Tatsache, dass sowohl ihre Magie als auch ihre Gegner sehr gefährlich sind, verdient die Familie Koregaz Respekt.“
Die anfängliche Skepsis von einigen Studenten scheint verflogen zu sein und alle nicken zustimmend. Der Lehrer nimmt die Signale als Anstoß: „Gut. Dann schließe ich das Kapitel Koregaz damit ab. Aber da hätte ich noch eine Frage? Möchtet ihr noch eine Stunde länger bleiben?“ Interessiert und willig mehr zu erfahren, befürworten viele die Frage; die restlichen enthalten ihre Stimmen.
„Gut. Denn ich habe da eine Pergamentrolle gefunden, die anscheinend jemand abgeben wollte. Die Familie Sollte ebenfalls noch untersucht werden.“ Ein fragendes Raunen geht durch die Bänke; anscheinend tun nun alles so als wüssten sie nichts.
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